Die Entscheidung, einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren, ist ein bedeutender Schritt, der viel Freude, aber auch Verantwortung mit sich bringt. Viele Hunde, die auf ein liebevolles Zuhause warten, haben eine schwierige Vergangenheit hinter sich und benötigen Geduld und Verständnis, um sich in ihrer neuen Umgebung einzuleben. Dieser Leitfaden soll Ihnen helfen, den Prozess der Hundeadoption zu verstehen und worauf Sie achten sollten.
Verstehen der Vorgeschichte und des Verhaltens von Hunden aus dem Tierschutz
Bei Hunden, die zur Vermittlung stehen, ist die Vorgeschichte oft unbekannt. Was jedoch sicher ist, ist, dass viele von ihnen ein entbehrungsreiches Leben geführt haben. Sie stammen häufig von der Straße, wurden aus Tötungsstationen übernommen oder von besorgten Bürgern abgegeben, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Die Beschreibungen der Hunde konzentrieren sich daher auf ihr Sozialverhalten gegenüber Artgenossen und Menschen, wie es von den Tierpflegern, die sie täglich betreuen, beobachtet wird. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass sich das Verhalten eines Hundes unter neuen Lebensbedingungen ändern kann. Jeder Hund ist ein Individuum mit eigenen Erfahrungen, der Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen und sich schrittweise an sein neues Zuhause zu gewöhnen. Bin ich bereit für einen Hund?
Der Adoptionsprozess: Was Sie erwarten können
Wenn Sie das Herz eines Hundes aus dem Tierschutz berührt und Sie ihm ein liebevolles und sicheres Zuhause schenken möchten, ist der nächste Schritt die Kontaktaufnahme mit der vermittelnden Organisation. Der genaue Ablauf kann variieren, beinhaltet aber in der Regel folgende Schritte:
- Erste Kontaktaufnahme und Informationsaustausch: Sie stellen eine Anfrage und erhalten weitere Informationen über den Hund, der Ihr Interesse geweckt hat.
- Selbstauskunftsbogen: Viele Tierschutzorganisationen bitten potenzielle Adoptanten, einen Fragebogen auszufüllen, um mehr über Ihre Lebensumstände, Erfahrung mit Tieren und Erwartungen zu erfahren. Dies hilft, eine passende Vermittlung sicherzustellen.
- Vorgespräch und Kennenlernen: Ein persönliches Gespräch, oft auch mit einem Besuch vor Ort oder einem Spaziergang mit dem Hund, ermöglicht es beiden Seiten, sich kennenzulernen und offene Fragen zu klären.
- Schutzvertrag und Schutzgebühr: Nach erfolgreicher Prüfung wird ein Schutzvertrag aufgesetzt und eine Schutzgebühr entrichtet. Diese Gebühr deckt nur einen Teil der Kosten, die für die Versorgung des Tieres entstanden sind.
- Vorbereitung auf die Ankunft: Die Organisation gibt Ihnen oft Tipps zur Vorbereitung Ihres Zuhauses auf den neuen Mitbewohner.
- Transport nach Deutschland: Wenn der Hund aus dem Ausland kommt, wird der Transport organisiert. Dies geschieht in der Regel mit speziell ausgestatteten Fahrzeugen und unter Einhaltung tierschutzrechtlicher Bestimmungen. Weitere Infos
- Nachsorge: Nach der Adoption stehen die Tierschutzorganisationen in der Regel auch weiterhin beratend zur Seite.
Worauf Sie bei der Adoption achten sollten
Die Wahl des richtigen Hundes ist entscheidend für ein glückliches Zusammenleben. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung folgende Punkte:
- Lebensstil: Passt die Aktivitätslevel des Hundes zu Ihrem Lebensstil? Sind Sie ein aktiver Mensch, der gerne wandert, oder bevorzugen Sie ruhigere Aktivitäten?
- Wohnsituation: Haben Sie ausreichend Platz? Gibt es einen Garten? Sind Haustiere in Ihrer Wohnanlage erlaubt?
- Zeitliche Verfügbarkeit: Haben Sie genügend Zeit für Spaziergänge, Training, Pflege und Beschäftigung?
- Erfahrung mit Hunden: Haben Sie bereits Erfahrung mit Hunden, insbesondere mit solchen, die besondere Bedürfnisse haben könnten?
- Familienmitglieder: Sind alle Familienmitglieder mit der Adoption einverstanden? Gibt es kleine Kinder oder andere Haustiere, die berücksichtigt werden müssen?
Die Vermittlung von Hunden ist ein Prozess, der sorgfältig geplant werden muss, um sowohl dem Tier als auch dem Adoptanten gerecht zu werden. Partnertierheim werden
Rechtlicher Hinweis
Die Tierhilfe Hoffnung e.V. verfügt über die notwendigen Genehmigungen nach §11 TierSchG und die Erlaubnis als Transportunternehmen für den innergemeinschaftlichen Verbringen von Hunden und Katzen. Die Tierschutztransporte werden von sachkundigem Personal in vom Veterinäramt zugelassenen Fahrzeugen durchgeführt. Die Zulassungsnummer lautet: 084160090043 / TRACES®. Die zuständige Behörde ist das Veterinäramt Tübingen.
