Alkoholverzicht: Luxemburgs Gesundheitsministerin Deprez über den “Dry January” und neue Perspektiven

Der bewusste Umgang mit Alkohol ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Initiativen wie der “Dry January” rücken den Alkoholverzicht in den Fokus und regen zur Reflexion über eigene Konsumgewohnheiten an. Martine Deprez, die Gesundheitsministerin Luxemburgs, nimmt in einem Interview mit dem Luxemburger Wort Stellung zu dieser Kampagne, den Reaktionen darauf und den generellen Herausforderungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Ihre Ansichten bieten einen wertvollen Einblick in die Bemühungen, ein stärkeres Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Alkoholkonsum zu schaffen.

Ein verantwortungsbewusster Lebensstil bedeutet auch, bewusst zu feiern und zu genießen. Anstelle von Alkohol können festliche Anlässe auch mit speziellen Genüssen zelebriert werden. Wer beispielsweise eine märchenhafte Feier plant, kann eine individuell gestaltete Eiskönigin Torte bestellen, die Jung und Alt begeistert und eine wunderbare alkoholfreie Alternative darstellt.

Ein klares Zeichen im Gesundheitsministerium

Für Martine Deprez war es eine Selbstverständlichkeit, nach ihrer Ernennung zur Gesundheitsministerin keinen Alkohol mehr zu trinken. Sie selbst habe ohnehin nie viel konsumiert, doch ihre neue Rolle verlangte ein klares Zeichen. Bei den Neujahrsempfängen des Ministeriums wurde daher eine interne Regelung eingeführt: Es gab ausschließlich alkoholfreies Bier und alkoholfreien Crémant. Anfangs mag dies für manche Mitarbeiter ungewohnt gewesen sein, doch Deprez betont die Vorbildfunktion, die gerade von Angestellten des Gesundheitsministeriums erwartet wird. Sie sieht dies als eine wichtige Maßnahme, um die Botschaft des bewussten Alkoholverzichts zu untermauern. Diese Entscheidung, so die Ministerin, wurde auf Ministeriumsebene getroffen und nicht auf Regierungsebene durchdiskutiert, da ihre Verantwortung der öffentlichen Gesundheit gilt.

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Bewusstsein schaffen statt Verbote erteilen

Das Kernziel der Initiative ist nicht ein Verbot von Alkohol, sondern das Schaffen eines Bewusstseins dafür, wie normal Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft ist und wie viel man tatsächlich trinkt. Deprez berichtet, dass Freunde und Bekannte, die ihren täglichen Konsum aufschrieben, schnell überrascht waren von der Menge. Ein Abend bei Freunden offenbare oft, wie viele leere Flaschen in der Küche stünden, ohne dass dies den Beteiligten bewusst sei. Es geht darum, eine kritische Distanz zu den eigenen Gewohnheiten zu entwickeln. Ähnlich wie bei Kampagnen gegen zu hohen Zuckerkonsum oder dem Verbot des Rauchens in öffentlichen Räumen, soll der Fokus auf die Gesundheit der Bürger gelegt werden. Es soll zur Normalität werden, wenn jemand keinen Alkohol trinkt, und diese Entscheidung soll respektiert werden. Wer auf der Suche nach erschwinglichen Freuden ist, kann auch günstig Torten bestellen und so ohne große Ausgaben festliche Stimmung verbreiten, die niemanden ausschließt.

Die Reaktion von Horesca und Winzern

Die “Dry January”-Kampagne stieß bei der Horesca (Hotel-, Restaurant- und Café-Verband) und bei Privatwinzern auf Kritik, die finanzielle Einbußen befürchten. Deprez zeigt Verständnis für wirtschaftliche Bedenken, vergleicht dies jedoch mit anderen Branchen, die von Gesundheitskampagnen betroffen sein könnten, wie beispielsweise Zuckerproduzenten. Sie argumentiert, dass jeder wirtschaftlich aktive Akteur bereit sein müsse, sein Geschäftsmodell anzupassen, wenn sich gesellschaftliche Gewohnheiten ändern und ein größeres Bewusstsein für Gesundheit entsteht. Ein wesentlicher Unterschied zum Zigarettenrauch, der andere direkt störe, sei die weniger offensichtliche Störung durch Alkohol. Dennoch sei Luxemburg im europäischen Vergleich Spitzenreiter beim Prozentsatz der Menschen, die viel Alkohol konsumieren, was die Notwendigkeit solcher Sensibilisierungskampagnen unterstreiche.

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Für Kindergeburtstage oder Familienfeste, bei denen der Alkoholverzicht selbstverständlich ist, können Sie auch eine farbenfrohe Anna Elsa Torte bestellen, die für strahlende Augen sorgt und ganz ohne Umdrehungen auskommt. Wer also eine besondere Frozen Torte bestellen möchte, findet hier eine wunderbare Inspirationsquelle für gelungene Feiern.

Widersprüche und zukünftige Initiativen

Deprez räumt ein, dass es scheinbare Widersprüche gibt, wie beispielsweise die staatliche Unterstützung des Weintourismus bei gleichzeitiger Förderung des Alkoholverzichts. Sie vergleicht dies mit der Situation der Tabaksteuer: Der Staat nimmt Einnahmen aus dem Tabakverkauf, obwohl es ein Antitabakgesetz gibt. Jeder Minister spiele hier seine Rolle. Trotz der Kritik steht fest: Der “Dry January” wird in Luxemburg künftig jedes Jahr im Januar stattfinden. Dies ist eine klare Entscheidung für die Kontinuität der Kampagne.

Die Ministerin äußerte sich auch zur Idee eines “Sober Spring”, wie er im Vereinigten Königreich zwischen März und Juni stattfindet, um Menschen zu unterstützen, die nach dem Januar wieder in alte Muster zurückfallen. Deprez hatte davon noch nichts gehört, sieht aber Potenzial darin, im März erneut zu evaluieren, ob sich die Alkoholkonsumgewohnheiten geändert haben und gegebenenfalls weitere Aktionen zu starten. Diese Idee sei eine Überlegung wert, eine konkrete Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen. Zunächst solle der aktuelle “Dry January” evaluiert werden, bevor die Planungen für das nächste Jahr anstünden. Für spontane Anlässe oder kleine Feiern gibt es zudem die Möglichkeit, einen kleinen Geburtstagskuchen schnell zu zaubern, der Freude bereitet, ohne dass Alkohol im Spiel sein muss.

Fazit: Eine neue Kultur des Bewusstseins

Martine Deprez’ Haltung und die Initiativen des luxemburgischen Gesundheitsministeriums zeigen einen klaren Weg auf: Es geht darum, ein gesellschaftliches Bewusstsein für den Alkoholverzicht und einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu schaffen, ohne Verbote auszusprechen. Die Normalisierung des Alkoholfreien und das Angebot von Alternativen sind zentrale Anliegen. Für jeden Einzelnen ist dies eine Einladung, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und gegebenenfalls neue, gesündere Wege zu gehen. Ob durch die Teilnahme am “Dry January” oder einfach durch das bewusste Genießen alkoholfreier Optionen – der Weg zu einer gesünderen Gesellschaft beginnt oft im Kleinen, bei jedem Einzelnen.

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