Überwachung des Gerätestatus und Suche nach verlorenen Geräten in der IGEL UMS

Die IGEL Universal Management Suite (UMS) bietet zwei Hauptmethoden, um den Zustand Ihrer Endgeräte zu überwachen und verlorene Geräte aufzuspüren: die Online-Abfrage durch die UMS und die Erfassung des letzten Kontakts zwischen UMS und Geräten. Eine Kombination beider Ansätze wird generell empfohlen, sofern die Netzwerklast dies zulässt, um ein umfassendes Bild über die Konnektivität und Funktionalität Ihrer IGEL-Endpunkte zu erhalten. Diese Maßnahmen sind entscheidend für eine reibungslose IT-Administration und die Gewährleistung der Betriebskontinuität.

Die zwei Säulen der Geräteüberwachung in der IGEL UMS

Die IGEL Universal Management Suite (UMS) stellt Ihnen leistungsstarke Werkzeuge zur Verfügung, um die Integrität und Verfügbarkeit Ihrer Geräte kontinuierlich zu überwachen. Im Kern stehen dabei zwei wesentliche Mechanismen: die aktive Abfrage durch die UMS und die passive Meldung des letzten Kontakts durch die Endgeräte selbst.

1. Online-Prüfung durch die UMS (UMS-Poll an die Geräte)

Bei dieser Methode initiiert die UMS in regelmäßigen, konfigurierbaren Intervallen eine Abfrage an alle verwalteten Geräte. Reagiert ein Gerät auf diese Abfrage erfolgreich, wird sein Status-Symbol in der UMS grün dargestellt. Bleibt ein Gerät stumm, ändert sich das Symbol zu Rot, was auf eine mögliche Störung oder Nichterreichbarkeit hinweist. Ist die Online-Prüfung deaktiviert, erscheint das Symbol grau. Diese Funktion ist unabhängig von der Firmware-Version der Endgeräte und bietet eine schnelle visuelle Rückmeldung über den aktuellen Verbindungsstatus.

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Vorteile der Online-Prüfung:

  • Universelle Kompatibilität: Funktioniert mit jeder Firmware-Version der IGEL OS und jeder UMS-Version.
  • Sofortige Statusübersicht: Ermöglicht einen direkten Einblick in den Gerätestatus durch farbige Icons.
  • Hohe Aktualisierungsfrequenz: Statusaktualisierungen können in sehr kurzen Abständen erfolgen (maximal alle 0,1 Sekunden).

Nachteile der Online-Prüfung:

  • Netzwerklast: Verursacht eine relativ hohe Netzwerkauslastung, da alle Geräte gleichzeitig abgefragt werden. Die tatsächliche Last hängt vom eingestellten Zeitintervall ab.
  • Manuelle Suche nach Offline-Geräten: Offline-Geräte können nicht systematisch aufgespürt werden und erfordern eine manuelle Überprüfung im Strukturbaum.

2. Letzter Kontakt zwischen Gerät und UMS (Geräte melden an die UMS)

Diese Methode konzentriert sich auf die Erfassung des Zeitpunkts, zu dem die UMS zuletzt mit einem Gerät kommuniziert hat. Neuere Versionen von IGEL OS (ab 11.05.100 bzw. 12.01.100) können zudem periodische “Heartbeat”-Signale an die UMS senden, um ihre ständige Betriebsbereitschaft zu signalisieren. Dies ermöglicht explizite Suchen nach Geräten, die über einen definierten Zeitraum keine Interaktion mit der UMS hatten, was besonders nützlich ist, um ausgefallene oder nicht mehr aktive Geräte zu identifizieren.

Vorteile der “Letzter Kontakt”-Methode:

  • Systematische Suche: Ermöglicht gezielte Suchen nach verlorenen oder inaktiven Geräten.
  • Speicherbare Ergebnisse: Suchergebnisse können gespeichert und per E-Mail versendet werden.
  • Geringe bis keine zusätzliche Netzwerklast:
    • Bei Nutzung der Heartbeat-Funktion: Die Signale werden mit zufälligen Verzögerungszeiten gesendet, um gleichzeitige Überlastungen zu vermeiden.
    • Ohne Heartbeat-Funktion: Es entsteht keine zusätzliche Netzwerklast.

Nachteil der “Letzter Kontakt”-Methode:

  • Geringere Aktualisierungsfrequenz: Statusaktualisierungen können nicht so häufig erfolgen wie bei der aktiven Online-Prüfung.

Geräte-Tracing nach dem letzten Kontakt mit der UMS

Ein spezifisches Gerät verfolgen

In der UMS-Konsole:

  1. Navigieren Sie zu Geräte oder nutzen Sie die Suchleiste, um das gesuchte Gerät zu finden.
  2. Im Bereich Erweiterte Systeminformationen prüfen Sie den Wert für Letzter Kontakt.
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In der UMS Web App:

  1. Gehen Sie in der UMS Web App zu Geräte und wählen Sie das gewünschte Gerät aus.
  2. Unter Systeminformationen finden Sie den Eintrag Letzter Kontakt.

Bei IGEL OS 11 wird der Zeitstempel “Letzter Kontakt” bei jeder Befehlssendung des Geräts an die UMS aktualisiert. Alternativ kann, bei Konfiguration eines berichtbaren Heartbeat-Intervalls, alle paar Minuten ein Heartbeat-Befehl gesendet werden, falls kein anderer Befehl erfolgt ist.

Für IGEL OS 12 wird der Zeitstempel “Letzter Kontakt” nicht bei jedem Befehl, sondern nur im konfigurierten Heartbeat-Intervall aktualisiert (nur für Online-Geräte).

Geräte finden, die seit einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr aktiv waren

  1. Klicken Sie im Strukturbaum auf Ansichten, öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie Neue Ansicht.
  2. Geben Sie einen aussagekräftigen Namen und optional eine Beschreibung ein und klicken Sie auf Weiter.
  3. Geben Sie im Suchfeld “Kontakt” ein, um die Kriterien einzugrenzen.
  4. Wählen Sie eines der folgenden Kriterien aus und klicken Sie auf Weiter:
    • Zeitpunkt des letzten Kontakts (relativ): Das Zeitintervall zwischen dem letzten Kontakt der UMS mit dem Gerät und dem jetzigen Zeitpunkt.
    • Zeitpunkt des letzten Kontakts (absolut): Das Datum des letzten Kontakts zwischen UMS und Gerät.
  5. Definieren Sie die gewünschten Zeitangaben (entweder relativ oder absolut) und klicken Sie auf Weiter.
    • Bei relativ: Wählen Sie zwischen “Innerhalb der letzten [Anzahl] Tage”, “Vor mehr als [Anzahl] Tagen” oder einem spezifischen Bereich.
    • Bei absolut: Definieren Sie einen Datumsbereich oder ein spezifisches Datum.
  6. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen und klicken Sie auf Fertig stellen.
  7. Falls die Geräte nicht sofort angezeigt werden, klicken Sie auf Geräte laden.
  8. Um die Spalte “Letzter Kontakt” sichtbar zu machen, klicken Sie auf das entsprechende Symbol und wählen Sie im Dialogfeld “Sichtbare Spalten auswählen” die Option Letzter Kontakt.
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Die Ergebnisse werden angezeigt. Sie können diese Liste in verschiedenen Formaten speichern oder per E-Mail versenden.

Konfigurieren von Geräten für periodische Heartbeat-Signale

Um sicherzustellen, dass Ihre Geräte auch ohne aktive Abfragen den Kontakt zur UMS halten, können Sie die Geräte so konfigurieren, dass sie periodische “Heartbeat”-Signale senden.

  1. Gehen Sie in der UMS-Konsole zu UMS-Administration > Netzwerkeinstellungen für Geräte und bearbeiten Sie die Einstellungen wie folgt:
    • Aktivieren Sie Geräte für periodisches Kontaktsignal konfigurieren.
    • Legen Sie das Heartbeat-Intervall fest.
    • Definieren Sie den Heartbeat-Signal-Offset. Dieser Wert bestimmt eine zufällige Verzögerung (zwischen 0 und dem angegebenen Wert), um zu verhindern, dass alle Geräte gleichzeitig ihre Signale senden und das Netzwerk überlasten.
  2. Klicken Sie auf Speichern. Die Einstellungen werden wirksam, sobald die Geräte ihre Konfiguration das nächste Mal von der UMS erhalten.
  3. Um die neuen Einstellungen sofort anzuwenden, navigieren Sie zu Geräte, öffnen Sie das Kontextmenü und wählen Sie Weitere Befehle > Einstellungen UMS->Gerät.
  4. Bestätigen Sie mit Einstellungen UMS->Gerät.

Durch die effektive Nutzung dieser Überwachungs- und Tracing-Funktionen können Sie die Transparenz über Ihren Gerätepark maximieren und proaktiv auf potenzielle Probleme reagieren, was die Grundlage für einen stabilen und effizienten IT-Betrieb bildet.