IPM Essen 2023: Ein glanzvolles Comeback für die Grüne Branche

IPM Essen 2023 Photo; Messe Essen

Die Erleichterung und die Freude darüber, dass die IPM Essen endlich wieder stattfinden konnte, waren in jeder Halle und an jedem Stand spürbar. So fasste Oliver P. Kuhrt, CEO der Messe Essen, das lang ersehnte Wiedersehen der grünen Branche Ende Januar zusammen. Die internationale Pflanzenmesse erwies sich als internationaler als erwartet und zog über 40.000 Fachbesucher aus mehr als 100 Ländern an, die zum Austausch von Informationen und zur Platzierung von Bestellungen zur Messe Essen kamen.

Das breite Produktspektrum umfasste 1.330 Unternehmen aus 46 Nationen, die ihre Innovationen und Neuheiten in den Bereichen Pflanzen, Technik, Floristik und Gartenausstattung präsentierten. Insbesondere Klimapflanzen, umweltfreundliche Verpackungen und Torfalternativen lagen im Trend und zeigten die Richtung auf, in die sich die Branche bewegt. Die Messe unterstrich einmal mehr ihre Rolle als wichtigster Treffpunkt für den internationalen Gartenbau und bot eine unvergleichliche Plattform für Netzwerke und Geschäftsabschlüsse.

Internationale Beteiligung und Besucherrekord

Die Bedeutung der IPM Essen für die globale grüne Industrie bleibt auch nach der Pandemie hoch. Die Internationalität des Fachpublikums lag nahe am Niveau von 2020. Angesichts der dynamischen Marktsituation der letzten Jahre und der noch spürbaren Reisebeschränkungen ist dies ein hervorragendes Ergebnis, betonte Kuhrt. Der Anteil der Fachbesucher aus dem Ausland betrug 33 % im Vergleich zu 40 % im Jahr 2020, was die Resilienz und globale Anziehungskraft der Messe verdeutlicht.

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Die 39. Internationale Pflanzenmesse in Essen erwies sich erneut als hochkarätige Orderplattform: Rund 30 % der Besucher platzierten direkt Bestellungen, und mehr als zwei Drittel planen, nach der Messe auf der Grundlage der geknüpften Kontakte und erhaltenen Informationen Geschäfte abzuschließen. Dies belegt die hohe Relevanz der Messe als Impulsgeber und Wirtschaftsmotor für die Branche. Die Gespräche an den Ständen waren geprägt von Optimismus und der Bereitschaft, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen.

Innovationen und Nachhaltigkeit im Fokus

In allen Hallen konnte man eindrucksvoll erleben, worum es im gartenbaulichen Unternehmertum geht: neue Technologien, neue Sorten oder neue Geschäftsideen. So können wir die Herausforderungen der Branche meistern, sagte Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) und ideeller Träger der IPM ESSEN. Die Messe bot eine Fülle von Lösungen für die drängendsten Fragen unserer Zeit, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimawandel.

Nachhaltige Produktion spielt im Gartenbau eine immer wichtigere Rolle, einschließlich des verantwortungsvollen Einsatzes von Energie, Wasser, Düngemitteln, Substraten und Pflanzenschutz. Verschiedene Start-ups präsentierten Lösungen sowohl im neuen Innovationszentrum Gartenbautechnik als auch am Stand der Jungen Innovativen Unternehmen. So wurde beispielsweise CO2-speichernde Pflanzenkohle aus Biomasse vorgestellt, die Wasser speichert und Nährstoffe freisetzt – ein vielversprechender Ansatz für eine ressourcenschonende Kultivierung.

Klimawandel und Gartenbau

Die Klimawandel-Bedenken spiegelten sich auch in den Produktpräsentationen wider. Im Bereich der Töpfe dominierten recycelter Kunststoff und kompostierbare Materialien, was den Wunsch nach umweltfreundlicheren Alternativen unterstreicht. Auch intelligente Transport- und Logistiklösungen sowie Softwarelösungen waren zu sehen, die zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung beitragen sollen.

IPM Essen 2023 Photo; Messe EssenIPM Essen 2023 Photo; Messe Essen

Bei den Pflanzen waren “grüne Klimahelden” gefragt, die mit Trockenheit, Hitze und Starkregen zurechtkommen – und das über alle Sortimente hinweg. Spezielle Themenführungen zu nachhaltigen Pflanzensortimenten gaben Orientierung. Das immer wärmere Klima ermöglicht es zudem, dass eigentliche Zimmerpflanzen und mediterrane Pflanzen auch im Garten gedeihen. Diese Anpassungsfähigkeit der Pflanzen an neue klimatische Bedingungen bietet Gärtnern und Verbrauchern gleichermaßen neue Möglichkeiten und Herausforderungen.

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Floristik-Trends und die Bedeutung für die Branche

Die Ipm Essen 2023 war ein Top-Treffpunkt für Floristen aus aller Welt. Viele Blüten, wenig Blätter, farbenfrohe Retro-Looks und pudrige Pastellbrauntöne im floralen Design waren die vorherrschenden Trends. Diese Trends zeigten eine Rückbesinnung auf natürliche Ästhetik und gleichzeitig eine Offenheit für neue, ausdrucksstarke Gestaltungsformen. Floristen konnten hier nicht nur Inspiration sammeln, sondern auch direkt die neuesten Materialien und Techniken kennenlernen.

„Die IPM Essen 2023 hat sich grün, ideenreich und mit einem fantastischen, innovativen Floristikprogramm präsentiert. Die Branche ist inspiriert, motiviert und sehr gut aufgestellt. Besonders bemerkenswert ist auch das große Interesse und die Motivation junger Menschen: sehr viele Berufsschulklassen nahmen an unseren Führungen in diesem Jahr teil“, so FDF-Präsident Klaus Götz. Dies unterstreicht die Bedeutung der Messe als Bildungsplattform und Talentförderer für den Nachwuchs im Gartenbau.

Nahaufnahme der Hände einer Frau, die eine violette Blume in ihrem Garten pflanztNahaufnahme der Hände einer Frau, die eine violette Blume in ihrem Garten pflanzt

Auszeichnungen und Neuheiten auf der IPM Essen 2023

Preisverleihungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung der IPM Essen. Am ersten Messetag wurden die besten Neuheiten im IPM Neuheitenschaufenster prämiert:

  • Für die Frühlingsblüher: die Primula polyantha-Hybride ‘Pollyanna’.
  • Für die blühende Zimmerpflanze: die Anthurium andreanum ‘Anthfysan’.
  • Für die grüne Zimmerpflanze: die Philodendron erubescens ‘Pink Bikini’.
  • Für das Gehölz: der Acer campestre ‘Street Pillar’.
  • Für die Kübelpflanze: die Mangave ‘Mad about Mangave Blazing Saddles’.
  • Für die Schnittblume: das Chamelaucium ‘Ever Flowering Wax’.
  • Der Publikumspreis ging an die Erysium-Hybride RYSI TM ‘Winter Spirit’.

Diese Auszeichnungen sind ein wichtiges Gütesiegel und würdigen die Innovationskraft der Züchter und Produzenten. Sie geben der Branche Orientierung und den Verbrauchern Hinweise auf herausragende Produkte. Die Vielfalt der prämierten Pflanzenarten zeigt die enorme Bandbreite und Kreativität, die im modernen Gartenbau zu finden ist.

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Logo von BioWorks, einem Unternehmen für nachhaltige Lösungen im GartenbauLogo von BioWorks, einem Unternehmen für nachhaltige Lösungen im GartenbauAbbildung: Velosio Cover mit Fokus auf Business-Transformation im GewächshausbereichAbbildung: Velosio Cover mit Fokus auf Business-Transformation im GewächshausbereichBlick auf ein Nebelsystem in einer Baumschule oder GewächshausumgebungBlick auf ein Nebelsystem in einer Baumschule oder GewächshausumgebungIllustration einer dürregestressten Pflanze, präsentiert von Virginia TechIllustration einer dürregestressten Pflanze, präsentiert von Virginia Tech

Blick nach vorn: IPM Essen 2024

Die IPM Essen 2023 war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass die grüne Branche lebendig und zukunftsorientiert ist. Mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Innovation und internationale Vernetzung hat die Messe wichtige Impulse für das kommende Jahr gesetzt. Das erfolgreiche Comeback bestätigt ihre unersetzliche Rolle als Leitmesse des Gartenbaus. Merken Sie sich den Termin vor: Im Jahr 2024 findet die IPM Essen vom 23. bis 26. Januar statt. Seien Sie dabei, wenn sich die grüne Welt erneut in Essen trifft, um die Zukunft des Gartenbaus zu gestalten.