Isotonische Getränke sind für viele Sportler und Aktive ein fester Bestandteil der Ernährung, um den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt optimal auszugleichen. Doch welche Produkte halten wirklich, was sie versprechen, und sind dabei frei von bedenklichen Zusätzen? Bei Shock Naue nehmen wir die Qualität von Lebensmitteln und Getränken, die auf den deutschen Markt kommen, sehr ernst. Daher beleuchten wir, wie unabhängige Tests die Inhaltsstoffe, Eignung und ökologische Aspekte dieser spirituosen online wichtigen Begleiter für den Sport genau unter die Lupe nehmen.
Die Grundlagen des Tests: Was macht ein gutes isotonisches Getränk aus?
Für eine fundierte Beurteilung von isotonischen Getränken orientieren sich Fachleute an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ein umfassender Test konzentriert sich auf 23 Produkte, deren Preise pro 500 Milliliter zwischen 25 Cent und 1,49 Euro variieren. Entscheidend für die Eignung als Sportgetränk sind insbesondere der Gehalt an Natrium und Zucker, aber auch die Mengen an Calcium und Magnesium, die bestimmte Obergrenzen nicht überschreiten sollten, um ihre unterstützende Wirkung optimal zu entfalten.
Tiefenanalyse im Labor: Was wurde gemessen?
Um die tatsächliche Eignung als isotonisches Getränk zu überprüfen, wird im Labor die Gesamtmenge der gelösten Stoffe, die sogenannte Osmolalität, ermittelt. Diese Kennzahl gibt an, wie schnell die Flüssigkeit vom Körper aufgenommen werden kann. Neben den essenziellen Elektrolyten wie Natrium werden auch die Zuckerarten Glucose, Fructose und Saccharose gemessen, um eine präzise Bewertung der Energiezufuhr zu gewährleisten. Die Analyse dieser Bestandteile ist entscheidend, um zu verstehen, wie ein Getränk den Körper während und nach körperlicher Anstrengung unterstützt.
Zutaten unter der Lupe: Zusatzstoffe und Aromen
Die Deklaration der Inhaltsstoffe auf der Verpackung ist ein wichtiger erster Schritt. Getestet wird, ob die Getränke Vitamin- und Mineralstoffzusätze enthalten, die über das nötige Maß hinausgehen, sowie problematische Antioxidationsmittel. Ein besonderes Augenmerk gilt künstlichen Süß- und Farbstoffen, die den Geschmack und die Optik verbessern sollen, aber oft unnötig sind. Auch Aromen stehen auf dem Prüfstand: Während “natürliches Aroma” oft undurchsichtig ist, müssen zum Beispiel “natürliche Grapefruitaromen” zu mindestens 95 Prozent aus der Frucht selbst stammen. Bei konkret benannten natürlichen Fruchtaromen wird sogar im Labor überprüft, ob sie nur authentische Aromabestandteile enthalten. So wird Transparenz für Konsumenten geschaffen, die Wert auf weinbrand sorten ohne unnötige Zusätze legen.
Versteckte Gefahren: Rückstände und Verpackung
Neben den deklarierten Inhaltsstoffen werden isotonische Getränke auch auf unerwünschte Rückstände untersucht. Dazu gehören der Desinfektionsmittelrückstand Chlorat sowie Schwermetalle, die potenziell gesundheitsschädlich sein können. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Verpackung selbst. Labortests fahnden nach PVC, PVDC und anderen chlorierten Verbindungen in den Flaschen.
Nachhaltigkeit im Fokus: Mehrweg statt Einweg
Aus ökologischer Sicht sind wiederbefüllbare Mehrwegflaschen die sinnvollste Verpackungsart. Bei Einwegflaschen wird von den Anbietern der Nachweis über den Einsatz von Recyclingmaterial angefordert. Je nach Anteil des Rezyklats und der Transparenz der Angaben kann dies zu Punktabzügen im Testergebnis führen und somit das Gesamturteil beeinflussen. Die Wahl einer umweltfreundlichen Verpackung ist ein entscheidender Faktor für bewusste Verbraucher.
Die Bewertungsphilosophie von ÖKO-TEST
Die Bewertung der isotonischen Getränke erfolgt nach strengen Kriterien, die sich an der Fachliteratur und eigenen ÖKO-TEST-Standards orientieren. Hierbei werden verschiedene Aspekte berücksichtigt, die zur Abwertung der Produkte führen können.
Eignung als Sportgetränk: Die Kernkriterien
Für die Eignung als Sportgetränk wird ein gemessener Natriumgehalt von weniger als 400 mg/l als “zu niedrig” eingestuft, was eine Abwertung um zwei Noten nach sich zieht. Ein deklarierter Gehalt an Magnesium von mehr als 125 mg/l oder Calcium von mehr als 250 mg/l wird als “zu viel” bewertet und führt zu einer Notenabwertung. Diese Grenzwerte sind entscheidend für die physiologische Wirkung des Getränks. Für alle, die sich auch für andere passende getränke interessieren, ist die Auswahl der richtigen Inhaltsstoffe ebenso wichtig.
Inhaltsstoffe: Was zu Abzügen führt
Die Inhaltsstoffe haben einen großen Einfluss auf das Testergebnis. Abwertungen um jeweils eine Note gibt es für:
- Zugesetzte künstliche Süßstoffe (wie Saccharin, Aspartam, Cyclamat, Acesulfam-K).
- Zugesetzte (natürliche) Aromen.
- Zusatz von Vitaminen und/oder Mineralstoffen außer Natrium, sofern beworben.
- Zugesetzter künstlicher Lebensmittelfarbstoff (z.B. Brillantblau FCF [E 133]).
- Zugesetzte Sulfite.
Diese Kriterien spiegeln den Wunsch nach möglichst naturbelassenen und gesunden Produkten wider.
Weitere Mängel: Verpackung und Kennzeichnung
Auch die Verpackung und ihre Kennzeichnung fließen in die Bewertung ein. Eine PET-Einwegflasche mit weniger als 50 Prozent Rezyklatanteil oder fehlende Nachweise dazu führen zu einer Abwertung um vier Noten. Zwei Noten Abzug gibt es für Einwegflaschen mit mindestens 50 Prozent Rezyklatanteil sowie für fehlende oder unzureichende Kennzeichnung als “Einweg” oder “Mehrweg”. Abbildungen von Früchten ohne entsprechenden Fruchtsaftanteil in der Zutatenliste führen zu einem Notenabzug, da dies als irreführend angesehen werden kann.
Das Gesamturteil: Wie die Note zustande kommt
Das Gesamturteil basiert zu jeweils 50 Prozent auf dem Testergebnis “Inhaltsstoffe” und “Eignung als Sportgetränk” und wird kaufmännisch gerundet. Ein “befriedigendes” Testergebnis bei “Weitere Mängel” verschlechtert das Gesamturteil um eine Note, ein “mangelhaftes” oder “ungenügendes” Ergebnis um zwei Noten. Nur ein “gutes” Testergebnis bei “Weitere Mängel” hat keine Auswirkung auf das Gesamturteil. Dies unterstreicht die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung der Produkte. Es ist wichtig, bei der Auswahl auf alle Details zu achten, um hochwertige getränke für jeden Anlass zu finden.
Unsere Testmethoden im Detail
Die Präzision der Testergebnisse hängt maßgeblich von den angewandten Analysemethoden ab. Hier ein Einblick in die wissenschaftlichen Verfahren:
- Aromenanalyse: Durch LRI-Kapillar-Gaschromatographie/Full-Scan MS und chirodifferenzierende Gaschromatographie/Full-Scan MS nach Destillation, Extraktion und Anreicherung werden Aromastoffe untersucht.
- Elemente: Totalaufschluss in der Mikrowelle und Bestimmung mittels ICP-MS.
- Zucker (Glucose, Fructose, Saccharose): Bestimmung mittels LC-PAD und LC-RI.
- Natrium: Messung nach ASU L 00.00-144:2019-07.
- Salzäquivalente: Berechnet gemäß LMIV nach der Formel: Salz = Natrium × 2,5.
- Chlorat: Bestimmung mittels LC-MS/MS.
- Osmolalität: Bestimmung mittels Kryoskopie.
- PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung: Röntgenfluoreszenzanalyse.
Diese umfangreichen Prüfungen gewährleisten die hohe Aussagekraft der Testergebnisse, die zuletzt im ÖKO-TEST Magazin 7/2023 veröffentlicht und für das Jahrbuch 2024 aktualisiert wurden.
Fazit: Informiert entscheiden für optimale Sporternährung
Der ausführliche Test von isotonischen Getränken zeigt, dass es sich lohnt, genau hinzusehen. Verbraucher erhalten so eine transparente Grundlage, um Produkte zu wählen, die nicht nur die sportliche Leistung unterstützen, sondern auch frei von unnötigen oder potenziell schädlichen Zusätzen sind und umweltfreundliche Verpackungen nutzen. Bei der Vielfalt an Getränke für Feste und den täglichen Bedarf ist es essenziell, fundierte Entscheidungen zu treffen. Bevor Sie zum nächsten isotonischen Getränk greifen, prüfen Sie die Inhaltsstoffe und achten Sie auf die Testurteile unabhängiger Organisationen. Ihre Gesundheit und die Umwelt werden es Ihnen danken.
