Meine Familie ist absolut verrückt nach Pizza. Bei uns hat es sich eingebürgert, dass der Sonntagabend der „Pizza-Night“ gewidmet ist. Oft kommen sie von nah und fern zusammen, um gemeinsam in geselliger Runde knusprige Pizza zu genießen. Eine Zeit lang haben wir uns mit Fertigteig aus dem Kühlregal beholfen. Doch kürzlich, inspiriert durch ein Paket frischer Hefe, habe ich mich daran gemacht, den besten italienischen Pizzateig und eine klassische Pizza Margherita selbst zuzubereiten – und seitdem möchte ich nichts anderes mehr! Wer auch Lust hat, kulinarische Entdeckungen jenseits der üblichen Küche zu machen, findet bei uns viele [gesunde Rezepte](https://shocknaue.com/ernahrungsdocs-rezepte/), die begeistern.
Dieser selbstgemachte Pizzateig ist einfach unvergleichlich und übertrifft jeden gekauften Teig bei Weitem. Wenn Sie möchten, dass Ihre Familie beim Betreten des Hauses ruft: „Hier riecht es ja wie in unserer Lieblingspizzeria!“, dann sollten Sie diesen Teig unbedingt einmal selbst ausprobieren. Die Zubereitung ist unkompliziert, erfordert lediglich etwas Zeit und belohnt Sie mit einem Geschmackserlebnis wie direkt vom Italiener.
Das Geheimnis des perfekten Pizzateigs: Die richtigen Zutaten
Der Schlüssel zu einem wirklich authentischen italienischen Pizzateig liegt in der Wahl des richtigen Mehls. Ich schwöre auf das original italienische Pizzamehl Tipo 00. Ich bin fest davon überzeugt, dass es maßgeblich zum hervorragenden Geschmack und Gelingen beiträgt. Der Grund dafür ist, dass Tipo 00 Mehl einen wesentlich höheren Eiweißgehalt aufweist als unser herkömmliches Weizenmehl Typ 405. Diesen wertvollen Tipp habe ich von unserem vertrauten Pizzabäcker erhalten und beherzige ihn seitdem konsequent. Sie finden dieses spezielle Mehl problemlos in italienischen Supermärkten oder können es online bestellen.
Die Zutatenliste für 3–4 runde Pizzen (je nach Dicke):
- 500 g italienisches Pizzamehl (Tipo 00) oder Typ 405
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 5 g frische Hefe
- 15–20 g Salz
Für eine klassische Pizza Margherita:
- Tomatensauce/Pizzasauce
- Pro Pizza 1/2 Mozzarella
- Geriebener Parmesan nach Belieben
- Frischer Basilikum
Selbstgemachter italienischer Pizzateig und Pizza Margherita
Schritt für Schritt zum Traumteig: Die Zubereitung
Die Zubereitung des Pizzateigs erfordert etwas Geduld, ist aber keineswegs kompliziert.
- Vorteig ansetzen: Geben Sie 300 g des Tipo 00 Mehls in eine große Rührschüssel. Stellen Sie 300 ml lauwarmes Wasser in einem Messbecher bereit. Lösen Sie die 5 g Hefe und 15–20 g Salz im Wasser auf und verrühren Sie alles gut. Gießen Sie die Wasser-Hefe-Salz-Mischung zum Mehl in die Rührschüssel und verrühren Sie alles mit einer Gabel zu einem Vorteig.
- Ruhezeit für den Vorteig: Decken Sie den Vorteig mit einem feuchten Küchentuch ab und lassen Sie ihn für 20 bis 30 Minuten ruhen. Dieser Schritt ist essenziell für die Entwicklung der ersten Eiweißketten und somit für die spätere Textur des Teigs.
- Kneten: Kneten Sie den Pizzateig nach der Ruhezeit etwa 3 Minuten lang mit den Knethaken eines Handrührers oder einer Küchenmaschine auf niedriger Stufe. Wer mag, kann hier 1 EL Olivenöl hinzufügen.
- Weiteres Kneten und Ruhen: Geben Sie die restlichen 200 g Mehl nach und nach hinzu und kneten Sie den Teig für insgesamt etwa 5 Minuten auf niedrigster Stufe weiter. Legen Sie den fertigen Teig in eine Schüssel, decken Sie ihn ab und lassen Sie ihn nun für mindestens 3–4 Stunden gehen. Noch besser ist es, den Teig bereits am Vortag zuzubereiten: Nach einer kurzen Ruhezeit von 30 Minuten kann er über Nacht im Kühlschrank ruhen.
- Portionieren und Formen: Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und teilen Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in drei oder vier gleich große Portionen. Formen Sie diese zu Kugeln und lassen Sie sie nochmals für mindestens 1 Stunde entspannen. Danach bearbeiten Sie die Kugeln ganz vorsichtig mit den Händen zu einem runden, dünnen Teigfladen mit einem etwas dickeren Rand. Schieben Sie dabei immer wieder etwas Mehl (oder gerne auch Semola) unter den Teig und formen Sie ihn durch Drücken von innen nach außen.
Wichtig: Verzichten Sie, wenn möglich, auf ein Nudelholz zum Ausrollen. Es entzieht dem Teig die Luftigkeit, die für eine schöne Blasenbildung im Ofen und einen authentisch italienischen, luftigen Pizzateig sorgt.
Die Zubereitung einer klassischen Pizza Margherita
Sobald der Teig vorbereitet ist, geht es an den Belag und das Backen.
Bestreichen Sie den Teig mit Tomatensauce und belegen Sie ihn mit Mozzarella. Reiben Sie etwas Parmesan darüber und backen Sie die Pizza im vorgeheizten Backofen. Ich nutze einen Pizzastein bei 250 °C Ober-/Unterhitze, hier benötigt die Pizza etwa 6 Minuten (bitte beobachten Sie den Bräunungsgrad!). Bei herkömmlicher Ober-/Unterhitze ohne Pizzastein bei 250 °C benötigt die Pizza circa 10–12 Minuten.
Anschließend frische Basilikum-Blättchen darauf verteilen, in Stücke schneiden und sofort heiß servieren. Der intensive Geschmack von [frischem Gemüse](https://shocknaue.com/grunes-gemuse/) als Topping, beispielsweise knackige Paprika oder aromatische Kirschtomaten, passt ebenfalls hervorragend dazu und ergänzt die Margherita perfekt.
Einfaches Rezept für den besten italienischen Pizzateig und Pizza Margherita
Backen wie im Süden: Tipps für den Ofen
Für das Backen einer perfekten Pizza ist ein sehr heißer Ofen entscheidend. Ich verwende einen Pizzastein in meinem Backofen, was die Backergebnisse erheblich verbessert. Auch auf dem Grill mit einem passenden Stein haben wir es schon erfolgreich ausprobiert. Im Sommer nutzen wir sogar einen Pizza-Holzofen im Garten, was dem Ganzen eine ganz besondere, authentische Note verleiht. Wenn Sie keinen Pizzastein oder Holzofen besitzen, können Sie die Pizza natürlich auch einfach auf dem Rost oder Backblech im gut vorgeheizten Ofen backen.
Ich persönlich bevorzuge einen dünnen und knusprigen Boden und rolle meinen Teig entsprechend hauchdünn aus. Das Ergebnis ist eine herrlich knusprige Pizza. Meine Familie mag es lieber etwas dicker und fluffiger, und auch so gelingt die Pizza absolut perfekt!
Variationen und Tipps vom Profi
Sollten Sie eine so hungrige Bande zu Hause haben wie ich, empfehle ich dringend, gleich die doppelte Menge Pizzateig zuzubereiten. Sollte doch etwas übrig bleiben, können Sie den Teig problemlos bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Er schmeckt auch am nächsten Tag noch fantastisch.
Für diejenigen, die gerne etwas Neues ausprobieren oder gesundheitsbewusstere Alternativen suchen, lohnt sich auch ein Blick auf [andere Teigwaren](https://shocknaue.com/vollkornnudeln/) wie Vollkornnudeln, die mit ihrer Textur und ihren Nährwerten eine Bereicherung für jede Küche darstellen können.
Knuspriger Pizzateig einer selbstgemachten Pizza Margherita
Fazit: Die Pizzeria kommt nach Hause
Einen italienischen Pizzateig selbst zu machen, ist wirklich kein Hexenwerk und schmeckt einfach großartig! Mit den richtigen Zutaten und ein wenig Geduld zaubern Sie eine Pizza, die es locker mit der Pizzeria um die Ecke aufnehmen kann. Es ist ein Erlebnis für die ganze Familie und belohnt Sie mit einem unvergleichlichen Geschmack. Probieren Sie es aus und verwandeln Sie Ihre Küche in eine kleine italienische Trattoria! Ran an die Schüsseln und genießen Sie Ihre selbstgemachte Pizza!
