Der Tag des Eistees am 10. Juni mag ungewöhnlich klingen, doch er unterstreicht die Beliebtheit dieses kühlen Getränks. Mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe ist ein Glas Eistee an einem heißen Sommertag eine verlockende Erfrischung. Von klassischen Geschmacksrichtungen wie Zitrone und Pfirsich bis hin zu modernen Varianten wie Wassermelone oder Kombucha – die Produktpalette ist schier endlos und bietet vermeintlich für jeden Geschmack etwas. Wer jedoch zu den beliebten Fertigprodukten greift, sollte die Auswirkungen auf die Zahngesundheit nicht unterschätzen. Marken wie Pfanner Eistee Sorten bieten zwar eine große Auswahl, doch viele dieser Produkte stellen eine doppelte Gefahr für die Zähne dar.
Warum Fertig-Eistee den Zähnen schadet
In Bezug auf die Zahngesundheit schneidet Fertig-Eistee oft schlecht ab. Der Grund liegt in der Kombination aus massivem Zucker– und hohem Säuregehalt. Diese Mischung ist für die Zähne fatal: Der Zucker füttert Kariesbakterien und fördert die Plaquebildung, was die Ausbreitung von Karies begünstigt. Gleichzeitig weicht die enthaltene Säure den Zahnschmelz auf. Dabei werden wichtige Mineralien herausgelöst, der Schmelz wird dünner, und es droht Zahnerosion. Eistee greift die Zähne somit auf zweifache Weise an. Auch Produkte wie der Edeka Eistee können diese Risiken bergen, wenn sie nicht speziell als zucker- und säurearm gekennzeichnet sind.
Vorsicht bei “Wellness-Produkten”: Kann Spuren von Tee enthalten
Der Zucker- und Säuregehalt in vielen Fertig-Eistees ist oft vergleichbar mit dem anderer stark gesüßter Getränke wie Limonaden oder Colas. Verbraucherschützer kritisieren, dass Eistees im Gegensatz zu anderen Softdrinks häufig als “Wellness-Produkte” vermarktet werden. Dies erweckt den Anschein, es handle sich um wertvolle und gesunde Getränke. Tatsächlich enthalten aber auch diese angeblichen Wellness-Tees meist sehr viel Zucker und zahnschädliche Zitronensäure. Die beworbenen “natürlichen” Inhaltsstoffe wie Antioxidantien aus Grüntee oder Vitamine aus Fruchtsäften sind, wenn überhaupt, nur in sehr geringen Mengen vorhanden. Statt “mit wertvollen Inhaltsstoffen aus grünem Tee” könnte auf manchem Produkt eher der Warnhinweis “kann Spuren von Tee enthalten” angebracht sein. Auch der Geschmack kommt oft von künstlich zugesetzten Aromen. Koffein muss übrigens nicht gesondert deklariert werden, wenn “Tee” in der Zutatenliste steht. Daher ist Eistee für Kinder in mehrfacher Hinsicht ungeeignet.
Nierensteine durch Oxalsäure im Eistee?
Ärzte weisen zudem darauf hin, dass Eistee oft viel Oxalsäure enthält. Diese ist natürlicherweise in verschiedenen Lebensmitteln sowie in Schwarz- und Grüntee zu finden. Ähnlich wie Zitronensäure greift sie den Zahnschmelz an. Darüber hinaus fördert Oxalsäure die Entstehung von Nierensteinen. Besonders im Sommer, bei hohen Temperaturen, ist es wichtig, viel Wasser zu trinken, um Nierensteinen vorzubeugen. Den Durst stattdessen mit Eistee zu stillen, ist laut Internisten keine gute Idee. Warmer Tee stelle ihrer Meinung nach keine Gefahr dar, da er – insbesondere im Sommer – nicht in großen Mengen getrunken wird.
Zahnschutz: So trinken Sie Eistee zahnfreundlicher
Wer Eistee liebt, muss nicht gänzlich darauf verzichten. Es gibt käufliche Alternativen, die entweder ungesüßt sind oder zahnfreundliche Zuckeralternativen enthalten. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe und den Zuckergehalt lohnt sich immer. Steht “ohne Zuckerzusatz” auf der Packung, sollte man bedenken, dass auch Fruchtsäfte natürlichen Zucker enthalten. Und auch an Säure wird bei kalorienreduzierten Getränken oft nicht gespart. Deshalb gilt: Getränke, die Zucker, Säuren oder eine Kombination aus beidem enthalten, sollten nicht in großen Mengen und vor allem nicht zu häufig konsumiert werden. Um die Zähne zu schonen, ist es ratsam, Eistee zügig zu trinken, anstatt über einen längeren Zeitraum daran zu nippen. Mehrstündige Pausen zwischen dem Konsum ermöglichen es den Säuren, abgebaut zu werden, und dem Zahnschmelz, sich zu regenerieren. Manche Marken, wie zum Beispiel Capital Bra Eistee oder 4Bro Eistee, bieten ebenfalls verschiedene Geschmacksrichtungen an, bei denen ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe entscheidend ist.
Eine gründliche Zahnpflege ist selbstverständlich unerlässlich. Bei säurehaltigen Lebensmitteln sollte man jedoch immer mindestens eine halbe Stunde warten, bevor man die Zähne putzt. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der von der Säure aufgeweichte Zahnschmelz durch die Bürste “weggeschrubbt” wird, was das Problem verschlimmern kann. Direkt nach dem Trinken ist es besser, einen Zahnpflegekaugummi zu kauen oder den Mund mit Wasser auszuspülen.
Besondere Gefahr bei Zahnschienen und festen Zahnspangen
Besondere Vorsicht ist für Träger von Alignern geboten. Bei diesen durchsichtigen Zahnschienen zur Korrektur schiefer Zähne gilt die Regel: Zum Essen und Trinken von zucker- und säurehaltigen Getränken die Zahnschienen immer herausnehmen. Anschließend den Mund gründlich mit Wasser spülen und die Zähne putzen, bevor die gereinigten Schienen wieder eingesetzt werden. Sammeln sich Reste von Zucker und Säure unter den Schienen, können diese stundenlang in konzentrierter Form auf den Zahnschmelz einwirken. Da die Zähne nicht wie sonst vom Speichel umspült werden, kann dieser die schädlichen Substanzen weder verdünnen noch neutralisieren. Säuren und Bakterien haben dann freies Spiel, und Karies kann sich wesentlich schneller entwickeln als ohne Zahnschiene. Kaffee oder Tee können die Aligner zudem verfärben. Nur Wasser kann bedenkenlos jederzeit getrunken werden, ohne die Zahnschienen herauszunehmen.
Aber auch bei festen Zahnspangen ist besondere Vorsicht geboten. Die aufgeklebten Brackets, Drähte, Gummiketten und andere Hilfsmittel erschweren die Zahnpflege und bieten mehr Schmutznischen für Zahnbeläge.
Die regelmäßigen Kontrollen beim Fachzahnarzt oder Zahnarzt sind auch wegen der Kariesgefahr unbedingt einzuhalten. Der Zahnarzt erkennt frühzeitig, wenn die Zahnpflege zu wünschen übriglässt und sich unter den Zahnschienen oder der festen Zahnspange Karies zu entwickeln droht.
Eistee selber machen: 6 Tipps für gesunden Genuss
Keine Lust auf Zucker und künstliche Zusatzstoffe? Dann sollten Sie versuchen, Eistee selbst zu machen. Das ist ganz einfach, wenn man ein paar Tipps beachtet.
Selbstgemachter Eistee mit frischen Kräutern und Zitrone als gesunde Alternative
- Schnelles Abkühlen: Brühen Sie den Tee wie gewohnt auf und kühlen Sie ihn anschließend schnell herunter – am besten in einem Eiswürfelbad. Lässt man den Tee langsam abkühlen, wird er bitter.
- Alternative Zubereitung: Alternativ kann man den Tee auch sehr stark zubereiten (Faustregel: 4 bis 5 Teebeutel pro Liter Wasser) und dann in ein Gefäß mit Eiswürfeln geben. So wird der Tee schnell gekühlt und gleichzeitig verdünnt.
- Teesorte wählen: Ob schwarzer, grüner oder weißer Tee, Mate oder Kräuter – die Wahl der Teesorte bleibt Ihnen überlassen. Für Kinder eignen sich koffeinfreie Früchte- oder Kräutertees besonders gut.
- Frische Kräuter: Wenn Sie experimentierfreudig sind, bringen Sie frische Kräuter aus dem Garten ins Spiel. Rosmarin, Minze, Zitronenmelisse, Thymian, Zitronenverbene oder auch Lavendelblüten (Vorsicht: sehr vorsichtig dosieren!) können Ihren Eistee zu einer Aromatherapie machen.
- Gewürze für Abwechslung: Gewürze wie Ingwer, Zimt oder Vanille sorgen für zusätzliche Geschmacksnuancen und Abwechslung.
- Fruchtige Aromen ohne Saft: Statt Fruchtsaft können Sie den Tee auch mit Zitronen- und Orangenschalen-Abrieb aromatisieren oder zum Kühlen anstelle von Eiswürfeln gefrorene Beeren verwenden.
Fazit
Eistee ist eine beliebte Erfrischung, doch der Konsum von Fertigprodukten kann erhebliche Risiken für die Zahngesundheit bergen, insbesondere durch den hohen Zucker- und Säuregehalt. Für einen zahnfreundlicheren Genuss ist es ratsam, auf ungesüßte Varianten oder selbstgemachten Eistee zurückzugreifen. Wer diese Tipps beachtet und seine Zähne regelmäßig pflegt, kann das kühle Getränk ohne Reue genießen. Bei Zahnspangen oder Alignern ist besondere Achtsamkeit und die Einhaltung zahnärztlicher Empfehlungen entscheidend, um die Entstehung von Karies zu verhindern. Achten Sie auf Ihre Zahngesundheit – sie ist ein wichtiger Teil Ihres allgemeinen Wohlbefindens!
Quellen:
- Das Gesundheitsportal medondo.health
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- Die Verbraucherzentrale
