Kapitallebensversicherung: Lohnt sich die klassische Vorsorgeform heute noch?

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Kapitallebensversicherungen galten lange als Eckpfeiler der Altersvorsorge und der finanziellen Absicherung von Angehörigen. Doch die Finanzwelt wandelt sich rasant, und mit dem Aufkommen neuer Anlagemöglichkeiten stellt sich für viele die zentrale Frage: Ist die Kapitallebensversicherung im aktuellen Marktumfeld noch eine sinnvolle Option oder überholt? In diesem umfassenden Artikel beleuchten wir die Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie die Kostenstruktur von Kapitallebensversicherungen. Zudem werfen wir einen kritischen Blick auf alternative Anlagestrategien und zeigen auf, für wen diese klassische Vorsorgeform heutzutage noch relevant sein könnte – und für wen nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kapitallebensversicherungen bieten eine Kombination aus Sparanlage und Todesfallschutz mit einem garantierten Zinssatz, der jedoch oft niedriger ist als bei anderen Anlageformen.
  • Bestehende Altverträge mit höheren Garantiezinsen können nach wie vor attraktiv sein, während neue Verträge sorgfältig mit modernen Anlagealternativen verglichen werden sollten.
  • Lohnenswerte Alternativen umfassen ETFs, Fondssparpläne sowie aktuell wieder attraktive Tages- und Festgeldkonten. Zudem gibt es diverse Möglichkeiten, in digitale Vermögenswerte erwerben und andere Anlageklassen zu investieren.

Was ist eine Kapitallebensversicherung und wie funktioniert sie?

Eine Kapitallebensversicherung ist ein hybrides Finanzprodukt, das zwei wesentliche Funktionen in sich vereint: den Schutz der Hinterbliebenen im Todesfall der versicherten Person und den Aufbau von Kapital für die Altersvorsorge. Die regelmäßig eingezahlten Beiträge setzen sich aus einem Anteil für den Versicherungsschutz und einem Sparanteil zusammen. Dieser Sparanteil wird vom Versicherer in der Regel in festverzinsliche Wertpapiere investiert und bietet eine garantierte Mindestverzinsung.

Zusätzlich zur garantierten Verzinsung können Versicherungsnehmer von sogenannten Überschussbeteiligungen profitieren. Diese entstehen, wenn die Kapitalanlagen des Versicherers erfolgreicher sind als kalkuliert, oder wenn weniger Todesfälle eintreten als erwartet. Die Überschüsse können die Rendite des Vertrages erhöhen, sind jedoch nicht garantiert und können in Phasen niedriger Zinsen oder ungünstiger Marktentwicklungen geringer ausfallen.

Am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit – oft im Rentenalter – erhält der Versicherungsnehmer das angesparte Kapital zusammen mit den erzielten Zinsen und Überschüssen ausgezahlt. Dies kann entweder als Einmalzahlung oder, je nach Vertragsgestaltung, als lebenslange Rente erfolgen. Tritt der Todesfall der versicherten Person während der Laufzeit ein, wird die im Vertrag festgelegte Versicherungssumme an die begünstigten Angehörigen ausgezahlt. Damit fungiert die Kapitallebensversicherung als eine Art “Zwei-in-Eins”-Lösung, die finanzielle Sicherheit sowohl im Leben als auch im Todesfall bieten soll.

Vor- und Nachteile einer Kapitallebensversicherung im Detail

Obwohl die Kapitallebensversicherung ein etabliertes Produkt ist, sollte man ihre Vor- und Nachteile genau abwägen, insbesondere im Hinblick auf aktuelle Marktbedingungen und persönliche Finanzziele.

Vorteile von Kapitallebensversicherungen

  • Doppelter Schutz: Die Kombination aus Sparfunktion und Todesfallschutz ist ein zentraler Vorteil. Sie sichert nicht nur das eigene Kapital für das Alter, sondern schützt auch die Familie im unerwarteten Todesfall.
  • Steuerliche Begünstigungen: Bei einer Mindestlaufzeit von zwölf Jahren und einer Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr (für Verträge, die nach 2004 abgeschlossen wurden) muss nur die Hälfte der Erträge versteuert werden. Zudem können Beiträge unter bestimmten Umständen teilweise von der Steuer abgesetzt werden.
  • Mögliche höhere Renditen durch Überschüsse: Obwohl nicht garantiert, können Überschussbeteiligungen die Gesamtrendite des Vertrages steigern, wenn die Anlageergebnisse des Versicherers positiv sind.
  • Garantierter Zins: Ein fester Mindestzinssatz ist vertraglich zugesichert, was eine gewisse Planungssicherheit bietet, selbst wenn dieser Satz derzeit niedrig ausfällt.
  • Flexible Auszahlungsoptionen: Am Ende der Laufzeit kann das angesparte Kapital wahlweise als Einmalbetrag oder als lebenslange Rente bezogen werden, was eine flexible Altersvorsorge ermöglicht.
  • Beständigkeit und Sicherheit: Für Anleger, die Stabilität und einen planbaren Vermögensaufbau bevorzugen und die Risiken des Kapitalmarktes meiden möchten, bietet die Kapitallebensversicherung eine verlässliche Anlageform.

Nachteile von Kapitallebensversicherungen

  • Geringe Renditen in Niedrigzinsphasen: Die größte Schwäche der Kapitallebensversicherung liegt in ihrer oft mageren Rendite, besonders in Zeiten niedriger Marktzinsen. Der garantierte Zinssatz ist historisch niedrig, und die Überschüsse können die Inflationsrate kaum ausgleichen.
  • Belastung durch Altverträge: Versicherer müssen hohe Garantiezinsen alter Verträge bedienen, was die Überschussbeteiligungen für Neuverträge schmälern kann und die Gesamtrentabilität des Portfolios beeinträchtigt.
  • Hohe Kosten und Provisionen: Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Provisionen können einen erheblichen Teil der eingezahlten Beiträge auffressen und die effektive Rendite massiv reduzieren. Viele dieser Kosten sind nicht immer sofort transparent.
  • Steuerliche Belastung nach 2004: Für Verträge, die nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden, unterliegen Kapitalerträge grundsätzlich der vollen Steuerpflicht, es sei denn, die genannten Bedingungen zur hälftigen Besteuerung der Erträge sind erfüllt.
  • Mangelnde Flexibilität: Kapitallebensversicherungen sind langfristige Produkte. Eine vorzeitige Kündigung oder Anpassung der Beitragszahlungen ist oft mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden, da Stornokosten anfallen und die hohen Anfangskosten nicht amortisiert wurden.
  • Langfristige Bindung: Um die vollen Vorteile nutzen zu können, ist ein Engagement über Jahrzehnte erforderlich, was die finanzielle Beweglichkeit einschränken kann. Bei vorzeitigem Kapitalbedarf sind oft hohe Verluste bei einer Vertragsauflösung einkalkuliert.
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Vor- und Nachteile einer Kapitallebensversicherung auf einen Blick

VorteileNachteile
Doppelter Schutz: Sparanlage + TodesfallschutzSchwierige Zinslage in Niedrigzinszeiten
Steuervergünstigungen bei langer Laufzeit und späterer AuszahlungAltverträge drücken die Gesamtrendite
Teilweise steuerlich absetzbare BeiträgeSteuerliche Hürden bei Kapitalerträgen nach 2005
Chancen auf Zusatzrendite durch ÜberschüsseVersteckte Kosten durch Gebühren und Provisionen
Sicherheit durch MindestverzinsungVertragsbindung und Beitragsstarre
Einmalzahlung oder Rentenauszahlung möglichBindung über Jahrzehnte ohne kurzfristige Vorteile

Quelle: Eigene Recherche. Stand: Februar 2026

Welche Kosten fallen bei einer Kapitallebensversicherung an?

Die Attraktivität einer Kapitallebensversicherung wird maßgeblich von den anfallenden Kosten beeinflusst. Diese können die anfänglich prognostizierte Rendite erheblich schmälern. Es ist entscheidend, sich vor Vertragsabschluss über alle Gebühren im Klaren zu sein:

  1. Abschlusskosten: Diese Kosten entstehen direkt bei Vertragsbeginn und decken die Ausgaben für den Vertrieb und die Vermittlung der Versicherung, einschließlich der Provisionen für Versicherungsvertreter. Sie werden oft über die ersten Jahre der Vertragslaufzeit verteilt und von den eingezahlten Beiträgen abgezogen.
  2. Verwaltungskosten: Für die laufende Betreuung und Verwaltung des Versicherungsvertrages fallen jährliche Gebühren an. Dazu gehören Kosten für Buchhaltung, Kundenservice und die Bearbeitung von Beiträgen. Sie werden in der Regel vom Sparanteil oder den Überschüssen des Vertrages abgezogen.
  3. Risikokosten: Ein Teil der Beiträge dient der Abdeckung des Todesfallrisikos. Die Höhe dieser Kosten hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter das Alter und der Gesundheitszustand des Versicherten bei Vertragsabschluss.
  4. Kosten für den Kapitalanlageerfolg: Diese Gebühren entstehen durch die Verwaltung des Sparanteils, der in Wertpapiere investiert wird. Sie umfassen Transaktionsgebühren, Verwaltungsentgelte der Fonds und gegebenenfalls Performance-Gebühren, die anfallen, wenn bestimmte Renditeziele erreicht werden.

Die kumulierten Kosten können dazu führen, dass von einem vermeintlich attraktiven Garantiezins am Ende nur ein Bruchteil übrig bleibt. Ein Beispiel: Von einem angenommenen Garantiezins von 1,25 Prozent p.a. könnten nach Abzug aller Kosten bei einer langen Laufzeit von 25 Jahren oder mehr tatsächlich nur etwa 0,42 Prozent p.a. übrig bleiben. Neuverträge im Jahr 2022 boten laut Statista sogar nur noch einen Garantiezins von 0,25 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit einer genauen Kostenprüfung.

Rechenbeispiel: Lohnt sich eine Kapitallebensversicherung finanziell?

Um die Rentabilität einer Kapitallebensversicherung zu veranschaulichen, betrachten wir ein Beispiel: Max schließt mit 30 Jahren einen Vertrag mit 30 Jahren Laufzeit ab. Sein monatlicher Beitrag beträgt 100 Euro, sodass er über die gesamte Laufzeit 36.000 Euro einzahlt.

Szenario 1: Optimistische Annahme
Angenommen, der garantierte Zinssatz liegt bei optimistischen 1,25 Prozent pro Jahr, ergänzt durch eine durchschnittliche Überschussbeteiligung von 3,33 Prozent, die jährlich ausgeschüttet wird.
In diesem optimistischen Szenario hätte Max nach 30 Jahren etwa 40.500 Euro angespart.

Szenario 2: Realistischere Annahme
Nach Abzug aller Kosten bleibt vom Garantiezins oft nur ein effektiver Durchschnitt von etwa 0,42 Prozent übrig. Die Überschussbeteiligung kann zudem durch Altverträge mit hohen Garantiezinsen (bis zu 4,00 Prozent vor der Jahrtausendwende) geschmälert werden, da Versicherer diese zuerst bedienen müssen. Daher setzen wir in diesem realistischeren Beispiel eine Überschussbeteiligung von nur 2,00 Prozent an (im Jahr 2021 lag sie bei 2,12 Prozent).
Unter diesen Bedingungen bekäme Max nach 30 Jahren nur noch rund 38.500 Euro ausgezahlt.

Dieses Beispiel zeigt, dass die tatsächliche Rendite einer Kapitallebensversicherung oft weit unter den Erwartungen liegen kann, insbesondere wenn man die Kosten und die aktuelle Zinsentwicklung berücksichtigt.

Steuerliche Aspekte bei der Auszahlung einer Lebensversicherung

Die Besteuerung der Kapitallebensversicherung ist ein wichtiger Faktor, der die Nettoerträge maßgeblich beeinflusst. Die Regeln hierfür haben sich im Laufe der Zeit geändert, insbesondere mit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes.

Für Kapitallebensversicherungen, die seit dem 1. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt: Kapitalerträge sind grundsätzlich voll steuerpflichtig. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme, die als “Halbeinkünfteverfahren” bekannt ist: Wenn der Vertrag eine Laufzeit von mindestens zwölf Jahren hatte und die Auszahlung erst nach dem 62. Lebensjahr des Versicherten erfolgt, muss nur die Hälfte der erzielten Erträge versteuert werden. Dies kann einen erheblichen Steuervorteil darstellen.

Zusätzlich gibt es steuerliche Anreize, die auf eine längere Erwerbstätigkeit abzielen. Der steuerpflichtige Anteil der Erträge verringert sich, je später man die Rente antritt. Ein kleines Beispiel verdeutlicht dies: Wenn man mit 65 Jahren in Rente geht, sind 18 Prozent der Erträge steuerpflichtig. Arbeitet man jedoch bis zum 67. Lebensjahr, reduziert sich dieser Satz auf 17 Prozent. Solche Unterschiede können sich über die Jahre summieren.

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Es ist also entscheidend, die steuerlichen Rahmenbedingungen im Auge zu behalten und gegebenenfalls fachkundigen Rat einzuholen, um die optimale Auszahlungsstrategie zu wählen und die Steuerlast zu minimieren.

Für wen kann sich eine Kapitallebensversicherung noch lohnen?

Trotz der genannten Nachteile und der sich wandelnden Finanzlandschaft kann eine Kapitallebensversicherung für bestimmte Personengruppen weiterhin eine sinnvolle Option darstellen:

  • Sicherheitsorientierte Anleger: Personen, die großen Wert auf Beständigkeit, Sicherheit und einen garantierten Zinssatz legen und nicht bereit sind, die Volatilität der Kapitalmärkte in Kauf zu nehmen, finden hier einen Ruhepol. Sie möchten nicht ständig die Entwicklungen am Markt verfolgen.
  • Familienoberhäupter mit Absicherungsbedarf: Für Menschen mittleren Alters, die eine Familie haben und gleichzeitig ihre Angehörigen im Todesfall finanziell absichern und parallel für das eigene Alter sparen möchten, kann die Kombinationsleistung der Versicherung attraktiv sein.
  • Steueroptimierer (bei Altverträgen und spezifischen Bedingungen): Wer die steuerlichen Vorteile, insbesondere bei langen Laufzeiten und späteren Auszahlungen nach dem 62. Lebensjahr, optimal nutzen kann, findet hier möglicherweise eine passende Lösung. Dies gilt vor allem für bestehende Altverträge mit höheren Garantiezinsen.

Diese Zielgruppen schätzen die planbare Natur und den doppelten Schutz, den eine Kapitallebensversicherung bietet, auch wenn die Rendite im Vergleich zu risikoreicheren Anlagen geringer ausfallen mag.

Für wen lohnt sich eine Kapitallebensversicherung eher nicht?

Die Kapitallebensversicherung hat in den letzten Jahren an Attraktivität verloren und ist für viele Anlegertypen nicht mehr die ideale Wahl. Insbesondere für die folgenden Gruppen ist sie weniger geeignet:

  • Renditejäger und risikobereite Anleger: Wer primär hohe Renditen anstrebt und bereit ist, dafür entsprechende Risiken am Kapitalmarkt einzugehen, findet in der Kapitallebensversicherung keine befriedigende Lösung. Die potenziellen Erträge sind oft zu gering, um attraktive Gewinne zu erzielen.
  • Flexibilitätsbedürftige: Personen, die Wert auf finanzielle Flexibilität legen und die Möglichkeit haben möchten, Beiträge ohne größere Nachteile anzupassen, auszusetzen oder das Kapital schnell verfügbar zu haben, werden mit der langfristigen Bindung und den geringen Anpassungsmöglichkeiten einer Kapitallebensversicherung unzufrieden sein.
  • Kritiker niedriger Zinsen: Wer den aktuellen Niedrigzinsen und den damit verbundenen geringen Renditeerwartungen skeptisch gegenübersteht und sein Geld nicht zu historisch niedrigen Konditionen binden möchte, sollte definitiv alternative Anlageformen in Betracht ziehen.

Diese Gruppen profitieren eher von flexibleren und potenziell renditestärkeren Produkten, die besser zu ihren individuellen Anlagezielen und ihrer Risikobereitschaft passen.

Auf einen Blick: Eignung für Kapitallebensversicherungen

ZielgruppeBeschreibung
Geeignet für:
SicherheitsorientierteSchätzen Beständigkeit, Sicherheit und garantierte Zinssätze.
Passiv-InvestorenMöchten Entwicklungen am Kapitalmarkt nicht ständig verfolgen.
FamilienoberhäupterPersonen mittleren Alters, die sowohl für Angehörige im Todesfall vorsorgen als auch für das Alter sparen möchten.
SteueroptimiererNutzen steuerliche Vorteile bei langen Laufzeiten und späten Auszahlungen (besonders bei Altverträgen).
Weniger geeignet für:
RenditejägerSuchen nach hohen Renditen und sind bereit, dafür Risiken einzugehen.
FlexibilitätsbedürftigeSchätzen finanzielle Flexibilität und möchten Beiträge anpassen oder aussetzen können.
Kritiker niedriger ZinsenSkeptisch gegenüber Niedrigzinsen und den damit verbundenen Renditeerwartungen.

Quelle: Eigene Recherche. Stand: Februar 2026

Achtung: Die hier genannten Vor- und Nachteile beziehen sich vorrangig auf den Abschluss neuer Verträge. Bestehende Altverträge sollten aufgrund ihrer oft noch hohen Garantiezinsen nicht vorschnell gekündigt werden. Eine vorzeitige Vertragsauflösung kann aufgrund möglicher Gebühren und Stornokosten zu erheblichen Verlusten führen!

Alternativen zur Kapitallebensversicherung

Da Kapitallebensversicherungen in den letzten Jahren an Attraktivität eingebüßt haben, suchen viele Anleger nach anderen, potenziell rentableren oder flexibleren Möglichkeiten zur Altersvorsorge und Kapitalanlage. Hier sind einige der gängigsten Alternativen:

  • Fondsgebundene Rentenversicherung: Diese kombiniert den Vorsorgegedanken einer Lebensversicherung mit den Renditechancen von Investmentfonds. Die Beiträge des Versicherungsnehmers werden in ausgewählte Fonds investiert, was potenziell höhere Renditen ermöglicht. Allerdings ist dies auch mit einem höheren Risiko verbunden, da die Wertentwicklung der Fonds schwanken kann.
  • ETFs (Exchange Traded Funds): Börsengehandelte Indexfonds sind eine kostengünstige und transparente Möglichkeit, in breite Marktindizes zu investieren. Mit ETF-Sparplänen können Anleger bereits mit kleinen Beträgen langfristig vom globalen Aktienmarkt profitieren. Sie gelten als deutlich rentabler und flexibler als Kapitallebensversicherungen und sind eine attraktive Option für alle, die auch in Anonym Krypto kaufen möchten.
  • Bausparvertrag: Besonders für Personen, die in absehbarer Zeit Wohneigentum erwerben oder renovieren möchten, kann ein Bausparvertrag sinnvoll sein. Er bietet nicht nur zinsgünstige Darlehen, sondern oft auch staatliche Förderungen wie die Wohnungsbauprämie.
  • Riester-Rente: Diese staatlich geförderte private Altersvorsorge ist primär für Familien mit Kindern und Geringverdiener interessant, da diese am stärksten von Zulagen und Steuervorteilen profitieren. Sie bietet eine Kapitalgarantie und garantierte Mindestverzinsung, hat aber ansonsten, besonders für Besserverdienende ohne Kinder, an Attraktivität verloren.
  • Rürup-Rente (Basisrente): Speziell für Selbstständige und gut verdienende Angestellte, die nicht pflichtversichert in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, kann die Rürup-Rente eine attraktive Option sein. Die Beiträge sind steuerlich absetzbar, und das angesparte Kapital genießt im Alter hohen Insolvenz- und Pfändungsschutz, wird aber ausschließlich als Rente ausgezahlt.
  • Direkte Immobilieninvestitionen: Der Erwerb von Immobilien kann sowohl als Kapitalanlage zur Generierung von Mieteinnahmen als auch als Eigennutzung zur Sicherung des Wohnraums dienen. Immobilien bieten Sachwertstabilität, erfordern jedoch auch hohe Investitionen, Nebenkosten und Instandhaltungsaufwendungen.
  • Tages- und Festgeldkonten: Für Anleger, die höchste Sicherheit und Liquidität schätzen, bieten Tages- und Festgeldkonten in der aktuellen Zinsphase wieder attraktive Renditen. Sie eignen sich hervorragend für kurz- und mittelfristige Geldanlagen oder als Puffer für unvorhergesehene Ausgaben. Man kann hierüber auch indirekt über bestimmte Anbieter in kryptografische Assets sichern.
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Die Wahl der passenden Anlage- oder Vorsorgeform sollte stets auf einer individuellen Analyse der eigenen Finanz- und Lebenssituation basieren. Eine unabhängige Finanzberatung kann hierbei wertvolle Unterstützung bieten, um die optimale Strategie zu finden.


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Quelle: Eigenrecherche, Portale der Anbieter. Stand: Februar 2026

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Fazit: Die Kapitallebensversicherung im modernen Finanzumfeld

Die Kapitallebensversicherung hat als universelles Vorsorgeinstrument an Glanz verloren. Während sie in früheren Jahrzehnten mit attraktiven Garantiezinsen und der Kombination aus Spar- und Schutzfunktion punkten konnte, machen ihr heute niedrige Zinsen, hohe Kosten und eine Fülle flexiblerer und potenziell renditestärkerer Alternativen das Leben schwer. Für Neuabschlüsse ist sie in den meisten Fällen finanziell wenig attraktiv.

Dennoch kann sie für bestimmte Personen, die höchste Sicherheit und einen doppelten Schutz ohne eigene Marktbeobachtung suchen, weiterhin relevant sein. Insbesondere bei bestehenden Altverträgen mit hohen Garantiezinsen ist Vorsicht geboten: Eine voreilige Kündigung kann erhebliche Verluste bedeuten.

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