US-Verbot für Kaspersky: Was Nutzer wissen müssen und wie es weitergeht

Kaspersky, ein einst weltweit führender Anbieter von Cybersicherheitslösungen, steht in den Vereinigten Staaten vor einer umfassenden Sperre. Diese Entscheidung, getroffen unter der Executive Order (EO) 13873, mit dem Titel „Sicherung der Informations- und Kommunikationstechnologie- und Dienstleistungslieferkette“, hat weitreichende Konsequenzen für private und geschäftliche Anwender in den USA. Die Maßnahme wirft wichtige Fragen zur nationalen Sicherheit, zur Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern und zur Notwendigkeit proaktiver Cyberschutzstrategien auf. Für viele Nutzer, die seit Jahren auf Produkte wie [Kaspersky Anti virus 2023](https://shocknaue.com/kaspersky-anti-virus-2023/) vertrauen, bedeutet dies eine erhebliche Umstellung.

Die Phasen des Verbots: Zeitpläne und Einschränkungen

Das Verbot wird in zwei unterschiedlichen Phasen umgesetzt, um US-Personen und Unternehmen Zeit für die Anpassung zu geben.

Erste Phase: Ab dem 20. Juli 2024

Bereits ab dem 20. Juli 2024, 00:00 Uhr ET, ist es Kaspersky untersagt, neue Vereinbarungen mit US-Personen bezüglich der oben genannten Transaktionen einzugehen. Dies bedeutet, dass keine neuen Lizenzen erworben, bestehende Verträge nicht verlängert und keine neuen Dienstleistungen von Kaspersky in den USA bezogen werden können. Unternehmen und Behörden müssen bis zu diesem Datum sicherstellen, dass sie keine neuen Geschäftsbeziehungen mit Kaspersky eingehen, die unter diese Verbotsklausel fallen.

Zweite Phase: Ab dem 29. September 2024

Die umfassenderen und kritischeren Einschränkungen treten am 29. September 2024, 00:00 Uhr ET, in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt ist es Kaspersky sowie allen seinen Nachfolgern oder Abtretungsempfängern untersagt:

  • Bereitstellung von Antiviren-Signatur-Updates und Codebase-Updates: Dies ist der entscheidende Punkt für die Wirksamkeit jeder Antiviren-Software. Ohne regelmäßige Updates sind Schutzprogramme wie beispielsweise [kaspersky 2010](https://shocknaue.com/kaspersky-2010/) oder neuere Versionen nicht mehr in der Lage, sich gegen die neuesten Bedrohungen zu wehren. Eine Antiviren-Lösung, die keine aktuellen Signaturen erhält, ist im Wesentlichen nutzlos und bietet keinen effektiven Schutz mehr vor Malware, Viren und anderen Cyberangriffen.
  • Betrieb des Kaspersky Security Network (KSN) in den Vereinigten Staaten: Das KSN ist ein cloudbasiertes System, das in Echtzeit Bedrohungsdaten sammelt und analysiert, um den Schutz für alle Kaspersky-Nutzer zu verbessern. Das Verbot des KSN-Betriebs in den USA bedeutet einen erheblichen Verlust an Bedrohungsinformationen und Reaktionsfähigkeit für dortige Anwender.
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Die endgültige Entscheidung verbietet Kaspersky weltweit die Bereitstellung spezifischer Produkte und Dienstleistungen für US-Personen. Dies hat zur Folge, dass auch US-Bürger, die sich außerhalb der Vereinigten Staaten befinden, von diesen Einschränkungen betroffen sind.

Auswirkungen für bestehende Kaspersky-Nutzer in den USA

Es ist wichtig zu verstehen, dass dieses Verbot keine zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen für Nutzer von Kaspersky-Produkten nach sich zieht. US-Personen, die Kaspersky-Produkte vor der Veröffentlichung der endgültigen Entscheidung erworben haben, werden keinen Vollstreckungsmaßnahmen durch das Ministerium ausgesetzt sein, wenn sie die Produkte weiterhin nutzen.

Dennoch ist die Situation für bestehende Nutzer kritisch:

  • Mangelnder Schutz durch fehlende Updates: Obwohl die weitere Nutzung nicht sanktioniert wird, sind US-Personen dringend angehalten, alternative Produkte zu suchen. Ab dem 29. September 2024 wird Kaspersky keine Signatur-Updates mehr bereitstellen, die für einen wirksamen Antivirenschutz unerlässlich sind. Ohne diese Updates wird die Software zunehmend anfälliger für neue und sich entwickelnde Cyberbedrohungen. Eine aktuelle Antiviren-Software muss ständig aktualisiert werden, um neue Viren und Schadprogramme erkennen und blockieren zu können.
  • Risiken für die Cybersicherheitsversicherung und Haftungsansprüche: Selbst wenn die Nutzung nicht verboten ist, sollten US-Personen in Betracht ziehen, ob die fortgesetzte Verwendung von Kaspersky-Produkten nach dem Stichtag ihre Cybersicherheitsversicherungen gefährdet. Viele Policen verlangen eine aktive und aktuelle Sicherheitssoftware. Im Falle eines Cybersicherheitsvorfalls könnten Versicherungsansprüche abgelehnt oder Nutzer wegen Fahrlässigkeit haftbar gemacht werden, wenn sie eine bekanntermaßen veraltete oder nicht unterstützte Sicherheitslösung verwendet haben. Die Auswahl einer geeigneten Sicherheitslösung ist daher von entscheidender Bedeutung, wobei Vergleiche wie [kaspersky oder norton](https://shocknaue.com/kaspersky-oder-norton/) in der Vergangenheit oft durchgeführt wurden. Heutzutage müssen US-Nutzer jedoch andere Optionen in Betracht ziehen.
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Handlungsempfehlungen für US-Nutzer und Unternehmen

Angesichts dieser Entwicklung ist es für alle US-Personen, die derzeit Kaspersky-Produkte nutzen, unerlässlich, proaktiv zu handeln:

  1. Suchen Sie aktiv nach Alternativen: Beginnen Sie umgehend mit der Recherche und Evaluierung alternativer Cybersicherheitslösungen. Achten Sie dabei auf Anbieter mit Sitz in Ländern, die keine ähnlichen Bedenken hervorrufen, und stellen Sie sicher, dass die gewählte Software einen umfassenden und aktuellen Schutz bietet.
  2. Planen Sie den Übergang: Erstellen Sie einen Zeitplan für die Deinstallation von Kaspersky-Produkten und die Installation einer neuen Sicherheitssoftware, idealerweise vor dem Stichtag am 29. September 2024.
  3. Informieren Sie sich über Richtlinien: Überprüfen Sie Ihre Cybersicherheitsversicherungen und internen IT-Richtlinien, um sicherzustellen, dass Sie alle Anforderungen erfüllen und keine Risiken eingehen. Dies betrifft auch spezifische Umgebungen, in denen eine bestimmte Software erforderlich ist, wie etwa [kaspersky linux download](https://shocknaue.com/kaspersky-linux-download/), wo Alternativen für Linux-Systeme gefunden werden müssen.
  4. Berücksichtigen Sie professionelle Beratung: Bei Unsicherheiten, insbesondere für Unternehmen, kann die Konsultation eines Cybersicherheitsexperten hilfreich sein, um einen reibungslosen und sicheren Übergang zu gewährleisten. Der Markt bietet zahlreiche Alternativen, darunter auch Lösungen von Anbietern wie [g data kaspersky](https://shocknaue.com/g-data-kaspersky/), die oft in direkten Vergleichen mit Kaspersky standen und nun eine valide Option darstellen könnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die US-Regierung einen klaren Standpunkt bezüglich Kaspersky eingenommen hat. Während die fortgesetzte Nutzung bestehender Produkte nicht bestraft wird, wird der fehlende Support und die damit einhergehende Unsicherheit die Software unbrauchbar machen. Es ist im besten Interesse jedes Nutzers, rechtzeitig auf eine zuverlässige und unterstützte Sicherheitslösung umzusteigen, um die eigene digitale Sicherheit zu gewährleisten und sich vor den stetig wachsenden Bedrohungen im Cyberspace zu schützen.

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