Haarausfall bei Katzen: Ursachen, Diagnose und Behandlung

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Haarausfall bei Katzen, auch als Alopezie bekannt, kann für Katzenbesitzer besorgniserregend sein. Dünnes Fell (Hypotrichose) oder kahle Stellen (Alopezie) sind nicht immer nur ein kosmetisches Problem, sondern können ein Hinweis auf zugrunde liegende Gesundheitsprobleme sein. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Gründe für den Verlust des Katzenfells infrage kommen und wie Sie Ihrer Katze helfen können.

Gründe für Haarausfall bei Katzen

Die Ursachen für Haarausfall bei Katzen lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Störungen des Haarwachstums, Schädigungen der Haarwurzeln oder Haarschäfte sowie selbstinduziertes Haarentfernen durch die Katze selbst.

1. Gestörtes Haarwachstum

In dieser Kategorie fällt das Haar nicht unbedingt vermehrt aus, sondern das Nachwachsen ist verlangsamt. Stoffwechselstörungen können den Wachstumszyklus der Haare beeinflussen, oder ein spärliches Haarwachstum ist angeboren. Diese Form des Haarausfalls wird jedoch seltener angenommen als früher. Früher sprach man von “feliner endokriner Alopezie”, in der Annahme, dass hormonelle Erkrankungen ähnliche symmetrische Haarausfälle wie bei Hunden verursachen. Heute wissen wir, dass dies nur in sehr seltenen Fällen zutrifft (z.B. beim felinen Cushing-Syndrom). Bei der häufigsten hormonellen Störung, der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), entstehen kahle Stellen meist durch ein gesteigertes Putzverhalten der Katze, wie später noch erläutert wird.

Auch Nährstoffmängel oder das seltene “telogene Effluvium” können das Haarwachstum beeinträchtigen. Beim telogenen Effluvium wechseln viele Haare plötzlich von der Wachstums- in die Ruhephase (telogene Phase) als Reaktion auf ein schweres Stressereignis. Etwa ein bis drei Monate später fallen sie dann innerhalb kurzer Zeit aus, was zu kahlen Stellen führt. Diese Art des Haarausfalls erfordert keine spezielle Behandlung, da die Haare von selbst wieder nachwachsen. Einige Katzen entwickeln ein telogenes Effluvium nach der Geburt ihrer Kitten.

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2. Schädigung der Haarwurzeln oder Haarschäfte

Infektionen sind die häufigsten Verursacher solcher Haarschäden:

  • Demodex-Milben (Demodikose): Oft eine Folgeerscheinung einer Erkrankung, die das Immunsystem schwächt (z.B. FIV oder FeLV).
  • Hautpilze (Dermatophyten): Eine häufige Ursache für Haut- und Fellprobleme.
  • Bakterielle Haarbalg-Entzündungen (Follikulitis): Seltener, aber ebenfalls möglich.

Bei diesen Ursachen sind oft (wenn auch nicht immer) weitere Symptome wie entzündete, offene, nässende Hautstellen oder Schuppenbildung zu beobachten. Demodex-Milben können besonders schwer zu diagnostizieren sein, da sie tief in den Haarbälgen leben.

3. Die Katze entfernt die Haare selbst (Feline selbstinduzierte Alopezie)

Dies ist der mit Abstand häufigste Grund für Haarlosigkeit und dünnes Fell bei Katzen und wird als feline selbstinduzierte Alopezie (FSA) bezeichnet. Viele Besitzer bemerken nicht, dass ihre Katze sich kahl leckt, da die Tiere sich dafür oft zurückziehen. Eine lückenlose Überwachung des Putzverhaltens ist kaum möglich. Es gibt jedoch spezifische Anzeichen, die auf eine FSA hinweisen können.

Hinweise auf feline selbstinduzierte Alopezie

  1. Symmetrische kahle Stellen: Die Katze ist nur an den Körperregionen kahl, die sie mit ihrer Zunge erreichen kann. Der Haarausfall ist oft symmetrisch verteilt, wobei der Bauch häufig zuerst betroffen ist.
  2. Haare im Kot: Das Auftreten von vielen Katzenhaaren im Kot kann ein Indikator sein.
  3. Haarballen: Erbrechen von Haarballen (Trichobezoare) oder sichtbare Haare zwischen den Zähnen sind deutliche Hinweise.
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Besonders bei Freigängern ist es schwierig, zu Hause festzustellen, ob die Katze sich selbst die Haare entfernt. In der Tierarztpraxis lässt sich dies in der Regel einfach mittels eines Trichogramms diagnostizieren: Unter dem Mikroskop zeigen ausgerupfte Haare aus den betroffenen Regionen Schäden durch die Zunge und die Zähne der Katze. Die Haare sind abgebrochen oder ausgefranst und befinden sich noch in der Wachstumsphase (anagene Phase), was an der Haarwurzel erkennbar ist.

Warum Katzen sich selbst kahl lecken (Feline selbstinduzierte Alopezie)

Der häufigste Auslöser für FSA ist Juckreiz. Schätzungsweise drei Viertel aller Katzen lecken sich kahl, weil es sie juckt.

Der Juckreiz entsteht meist durch:

  • Parasiten: Flöhe sind hier die häufigste Ursache.
  • Allergien: Reaktionen auf Flöhe, Umweltallergene (z.B. Pollen) oder bestimmte Futtermittel.

Manchmal lecken sich Katzen auch an Stellen kahl, an denen sie Schmerzen empfinden. Beispielsweise kann eine schmerzhafte Blasenentzündung oder Harnsteine zu exzessivem Lecken am Bauch führen. Ebenso nutzen Katzen übermäßiges Putzen manchmal, um Stress abzubauen. Dies kann sich zu einer sogenannten psychogenen Leckalopezie entwickeln, die von Verhaltensmedizinern als Zwangserkrankung eingestuft wird.

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