Krypto-Assets und Finanzstabilität: Eine Analyse der Risiken

Die Welt der Krypto-Assets hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Von unbesicherten Krypto-Assets wie Bitcoin über Stablecoins bis hin zu dezentralen Finanzanwendungen (DeFi) – dieses komplexe und sich ständig weiterentwickelnde Ökosystem wirft wichtige Fragen bezüglich der globalen Finanzstabilität auf. Die enge Verflechtung dieser Segmente erfordert eine ganzheitliche Betrachtung, um potenzielle Risiken vollständig zu erfassen. Obwohl die Nutzung von Krypto-Assets je nach Jurisdiktion variiert, besteht das Potenzial für eine schnelle Eskalation von Finanzstabilitätsrisiken, was eine proaktive Bewertung politischer Maßnahmen unerlässlich macht.

Die Marktkapitalisierung von Krypto-Assets ist allein im Jahr 2021 um das 3,5-fache auf 2,6 Billionen US-Dollar angewachsen. Trotz dieses beeindruckenden Wachstums machen Krypto-Assets derzeit nur einen kleinen Teil der gesamten globalen Finanzsystemwerte aus. Direkte Verbindungen zwischen Krypto-Assets und systemrelevanten Finanzinstituten sowie Kernfinanzmärkten sind zwar noch begrenzt, nehmen aber rapide zu. Die Beteiligung institutioneller Investoren und Dienstleister an den Krypto-Asset-Märkten hat im letzten Jahr zugenommen, wenn auch ausgehend von einem niedrigen Niveau. Sollte sich die aktuelle Wachstumstendenz in Bezug auf Umfang und Vernetzung von Krypto-Assets mit diesen Institutionen fortsetzen, könnte dies weitreichende Implikationen für die globale Finanzstabilität haben. Es ist daher entscheidend, die Entwicklung von Putin und Kryptowährungen sowie die breitere Akzeptanz von Krypto-Assets genau zu beobachten.

Ein sich schnell entwickelnder Sektor ist DeFi (Dezentrale Finanzierung), der Finanzdienstleistungen mithilfe sowohl unbesicherter Krypto-Assets als auch Stablecoins anbietet. Darüber hinaus bündelt eine relativ kleine Anzahl von Krypto-Asset-Handelsplattformen verschiedene Arten von Dienstleistungen und Aktivitäten, darunter Kreditvergabe und Verwahrung. Viele dieser Plattformen agieren außerhalb des regulatorischen Rahmens einer Jurisdiktion oder halten sich nicht an geltende Gesetze und Vorschriften. Dies birgt das Risiko einer Konzentration von Risiken und unterstreicht den Mangel an Transparenz ihrer Aktivitäten. Wer jetzt in Krypto investieren möchte, sollte sich der Komplexität bewusst sein.

Weiterlesen >>  Anträge und Formulare für Ihre Zulagen – Ein Leitfaden

Das Wachstum von Stablecoins hat sich teilweise aufgrund der Entstehung von DeFi fortgesetzt, obwohl Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften, der Qualität und Angemessenheit der Reserve-Assets sowie der Standards für Risikomanagement und Governance bestehen. Gegenwärtig dienen Stablecoins hauptsächlich als Brücke zwischen traditionellen Fiat-Währungen und Krypto-Assets, was Auswirkungen auf die Stabilität und Funktionsweise der Krypto-Asset-Märkte hat. Sollte ein großer Stablecoin scheitern, könnte die Liquidität im gesamten Krypto-Asset-Ökosystem (einschließlich DeFi) eingeschränkt werden, den Handel stören und möglicherweise Stress auf diesen Märkten verursachen. Dies könnte auch auf kurzfristige Finanzierungsmärkte übergreifen, falls Stablecoin-Reservebestände ungeordnet liquidiert würden. Die Verbindung zwischen Kryptowährung im Euro-Raum und Stablecoins ist dabei ein wichtiger Faktor.

Der Bericht hebt eine Reihe von Schwachstellen hervor, die mit den Krypto-Asset-Märkten verbunden sind. Dazu gehören zunehmende Verknüpfungen zwischen Krypto-Asset-Märkten und dem regulierten Finanzsystem, Liquiditätsengpässe, Kredit- und Betriebsrisiken, die Stablecoins anfällig für plötzliche und disruptive Abzüge ihrer Reserven machen, mit dem Potenzial, auf kurzfristige Finanzierungsmärkte überzugreifen. Auch der verstärkte Einsatz von Hebelwirkungen bei Anlagestrategien, das Konzentrationsrisiko von Handelsplattformen sowie die Intransparenz und mangelnde Regulierungsaufsicht des Sektors sind kritische Punkte. Das Staken von Kryptowährungen birgt dabei eigene Risiken und Chancen.

Zudem gibt es umfassendere öffentliche politische Bedenken im Zusammenhang mit Krypto-Assets, wie das geringe Verständnis von Investoren und Verbrauchern für Krypto-Assets, Geldwäsche, Cyberkriminalität und Ransomware. Um die beste Kryptowährung zu identifizieren oder eine fundierte Entscheidung zu treffen, ist ein tiefes Verständnis dieser Risiken unerlässlich.

Das Finanzstabilitätsgremium (FSB) wird die Entwicklungen und Risiken auf den Krypto-Asset-Märkten weiterhin genau beobachten. Es wird mögliche regulatorische und aufsichtsrechtliche Implikationen von unbesicherten Krypto-Assets untersuchen, einschließlich der Maßnahmen, die die FSB-Jurisdiktionen ergriffen haben oder planen, um damit verbundene Finanzstabilitätsbedrohungen zu adressieren. Das FSB wird auch weiterhin Informationen über regulatorische und aufsichtsrechtliche Ansätze überwachen und austauschen, um eine effektive Umsetzung seiner hochrangigen Empfehlungen für die Regulierung, Aufsicht und Überwachung sogenannter „globaler Stablecoin-Vereinbarungen“ sicherzustellen. Die Dynamik des Marktes erfordert es, immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Weiterlesen >>  Deutsche Rente im Ausland: Ein umfassender Leitfaden für Rentenempfänger weltweit