Gnocchi Rezept aus der Küchenschlacht: Tina Kollmanns italienischer Klassiker

Als begeisterte Foodbloggerin und leidenschaftliche Köchin ist es immer wieder eine Ehre, meine Kreationen einem breiten Publikum zu präsentieren. Nachdem ich gestern bereits mein Kalbstatar bei der beliebten ZDF-Kochsendung „Die Küchenschlacht“ zubereitet hatte, stand der heutige Mottotag ganz im Zeichen der italienischen Klassiker. Unter der charmanten Moderation von Cornelia Poletto tauchten wir tief in die Welt der mediterranen Küche ein. Meine Wahl fiel auf ein Gericht, das nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch optisch ein Highlight ist: hausgemachte Kartoffel-Gnocchi mit einer aromatischen Tomatensauce, frischer Gremolata und einem knusprigen Fenchelsalami-Chip. Ein wahrhaft italienischer Klassiker, der auf dem Teller Geschichte erzählt und die Herzen der Jury eroberte.

Meine Erlebnisse bei der Küchenschlacht im ZDF

„Die Küchenschlacht“ des ZDF ist seit über einem Jahrzehnt eine feste Größe im deutschen Fernsehen und zieht Woche für Woche sechs talentierte Hobbyköche an. Unter den Augen eines prominenten Profikochs – in dieser Woche die ausgezeichnete Cornelia Poletto – stellen wir uns täglich neuen kulinarischen Herausforderungen. Die Themen sind vielfältig und reichen vom Leibgericht am Montag über eine kreative Vorspeise am Dienstag bis hin zu den italienischen Klassikern am Mittwoch. Diese strukturierte Herangehensweise ermöglicht es uns, uns intensiv vorzubereiten und die Gerichte im Vorfeld in Ruhe zu Hause zu proben. Doch im Studio zählen dann allein Schnelligkeit, Präzision und Kreativität, denn wir haben exakt 35 Minuten Zeit, unser Gericht perfekt anzurichten.

Jeden Tag bewertet ein erfahrener Juror, wie heute Martin Baudrexel, die Kreationen. Er kürt nicht nur einen Tagessieger, sondern entscheidet auch, wer die Sendung verlassen muss. Am Freitag erwartet die beiden Finalisten dann ein von der Moderation vorgegebenes Gericht – in meiner Woche war es ein „Schweinebraten all’italiana“ von Cornelia Poletto. Diese intensive Woche voller Herausforderungen und Leidenschaft fürs Kochen ist ein unvergessliches Erlebnis, das ich hier gerne teile.

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Meine gesamten Eindrücke und wertvollen Backstage-Erfahrungen bei der ZDF-Kochshow habe ich übrigens in einem separaten Artikel zusammengefasst. Wer wissen möchte, wie es wirklich hinter den Kulissen einer solchen Produktion zugeht, findet alle Details unter Tina bei „Die Küchenschlacht“ im ZDF.

Mein Siegergericht: Gnocchi mit Tomaten, Gremolata und Fenchelsalami-Chip

Der Titel meines Gerichts klingt vielleicht auf den ersten Blick schlicht – und genau das ist beabsichtigt! Ich liebe es, wenn der Name eines Rezepts die Erwartungen niedrig hält, um den Esser dann mit dem tatsächlichen Geschmack und der Raffinesse zu überraschen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn jedes einzelne Detail auf dem Teller schon im Titel vorweggenommen wird. Dieses Gericht ist ein Paradebeispiel dafür, wie einfache Zutaten zu einem beeindruckenden kulinarischen Erlebnis verschmelzen können. Die Kombination aus zarten Gnocchi, einer tiefgründigen Tomatensauce und der frischen, zitronigen Gremolata ist einfach unwiderstehlich.

Neben einer kräftigen, klassischen Tomatensauce habe ich zusätzlich im Ofen geschmorte Kirschtomaten zubereitet. Diese kleinen Wunder sind unglaublich saftig, intensiv im Geschmack und verleihen dem Gericht eine herrliche Frische – ich liebe sie einfach! Die Tomatensauce selbst erhält ihren besonderen Kick durch ein Karamell aus Tomatenmark und Balsamico-Essig, das vor dem Ablöschen mit Dosentomaten angeröstet wird. Gewürze wie Lorbeerblätter, Thymian und Rosmarin runden das Aroma ab. Für den obligatorischen Frischekick sorgt die Gremolata, eine italienische Kräuterwürzmischung aus Petersilie, Knoblauch, Zitrone und Sardellen, die traditionell oft zu Ossobuco gereicht wird. Anstelle eines Parmesanchips, der oft zu finden ist, entschied ich mich für einen knusprigen Fenchelsalami-Chip. Er ist kinderleicht herzustellen und sorgt sowohl optisch als auch geschmacklich für eine besondere Note.

Das Gnocchi Rezept im Detail

Dieses Rezept für Gnocchi mit Tomaten, Gremolata und Fenchelsalami-Chip ergibt zwei Portionen und hat etwa 550 kcal pro Portion.

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Zutaten

Für die Gnocchi:

  • 400 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 4 EL Stärke
  • 4 EL Mehl
  • 1 TL Salz
  • 1 Eigelb
  • Prise Muskat
  • Zusätzlich:
    • 2 EL Butter
    • Salz

Für die Honig-Thymian-Tomaten:

  • 100 g Rispentomaten
  • 1 TL Thymianhonig
  • 2 Zweige Thymian
  • Etwas grobes Salz
  • Olivenöl

Für die Tomatensauce:

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • ½ EL Zucker
  • 1 TL Tomatenmark
  • 2 cl Balsamico di Modena
  • 400 g stückige Tomaten (aus der Dose)
  • 1 bis 2 TL Salz
  • Etwas schwarzer Pfeffer
  • 3 frische Lorbeerblätter
  • 2 Zweige Thymian
  • 1 Rosmarinzweig
  • ½ Bund Basilikum

Für die Gremolata:

  • ½ Bund Petersilie
  • Abrieb einer Zitrone
  • 1 Sardellenfilet in Öl (vegetarische Alternative: ½ TL Salz)
  • 1 Knoblauchzehe (frisch)

Für den Fenchelsalami-Chip:

  • 2 dünne Scheiben Fenchelsalami (vegetarische Alternative: Parmesanchip)

Zubereitung

1. Honig-Thymian-Tomaten:
Eine Auflaufform mit Olivenöl ausstreichen. Die Rispentomaten darauflegen, mit Thymianhonig beträufeln und mit frischem Thymian sowie etwas grobem Salz bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft für etwa 25 Minuten backen, bis die Tomaten kurz vor dem Aufplatzen sind und ihr Aroma voll entfaltet haben.

2. Fenchelsalami-Chip:
Die Fenchelsalami-Scheiben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im Ofen bei 180°C für ca. 20 Minuten knusprig backen. Für eine vegetarische Option lässt sich stattdessen ein köstlicher Parmesanchip zubereiten.

3. Gnocchi:
Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und in einem Topf mit Salzwasser weichkochen (ca. 15 Minuten). Anschließend in einem Sieb gut abtropfen lassen und für ca. 30 Sekunden zurück in den Topf geben, um die restliche Flüssigkeit abdampfen zu lassen. Sofort die heißen Kartoffeln durch ein Sieb oder eine Kartoffelpresse auf ein Backpapier drücken und ca. 5 Minuten ausdampfen lassen. Mit Stärke, Mehl, Eigelb, Salz und Muskat zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu ca. 2 cm dicken Teigsträngen rollen und 3 cm lange Stücke abschneiden. Diese mit einer Gabel in Form bringen. Die fertigen Gnocchi in kochendem Salzwasser garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Herausnehmen und kurz antrocknen lassen. In einer Pfanne 2 EL Butter zerlassen und zu Nussbutter erhitzen. Die gekochten Gnocchi darin schwenken und leicht salzen, um ihnen einen besonders feinen Geschmack zu verleihen.

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4. Tomatensauce:
Die Schalotte fein würfeln und in Olivenöl andünsten. Den gehackten Knoblauch hinzufügen. Zucker im Olivenöl schmelzen und das Tomatenmark darin karamellisieren. Mit Balsamico ablöschen. Lorbeerblätter, Thymian und Pfeffer sowie die stückigen Tomaten aus der Dose hinzufügen. Die Sauce mit Salz abschmecken und gehacktes Basilikum unterrühren. Den Rosmarinzweig für die letzten 5 Minuten mitköcheln lassen, dann entfernen.

5. Gremolata:
Petersilie, Zitronenabrieb, Knoblauchzehe und das Sardellenfilet (oder Salz für die vegetarische Variante) mit einem Messer sehr fein hacken.

6. Anrichten:
Die aromatische Tomatensauce auf zwei Tellern anrichten und die zarten Gnocchi darauf verteilen. Mit der frischen Gremolata bestreuen und die warmen Honig-Thymian-Tomaten daraufsetzen. Den knusprigen Fenchelsalami-Chip dekorativ zwischen den Tomaten aufstellen.

Video zum Rezept

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Fazit: Ein Tagessieg, der nach mehr schmeckt

Die Zubereitung meiner Kartoffel-Gnocchi mit Tomaten, Gremolata und Fenchelsalami-Chip bei der „Küchenschlacht“ war ein voller Erfolg und wurde von Juror Martin Baudrexel als Tagessieger ausgezeichnet. Dieses Gericht ist nicht nur ein Beweis dafür, dass italienische Klassiker immer wieder begeistern können, sondern auch, dass mit Liebe und den richtigen Zutaten wahre Gaumenfreuden entstehen. Ich hoffe, dieses detaillierte Gnocchi Rezept aus der Küchenschlacht inspiriert auch Sie dazu, selbst den Kochlöffel zu schwingen und sich ein Stück Italien nach Hause zu holen. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Variationen gerne mit mir!

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Lasst es Euch schmecken, eure Tina.