Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung ist die Festlegung der Laufzeit ein zentraler Aspekt. Sie definiert den genauen Zeitraum, innerhalb dessen Ihr Versicherungsschutz aktiv ist. Dies bedeutet, dass die vereinbarte Versicherungssumme ausschließlich bei einem Todesfall während dieser Laufzeit an die bezugsberechtigten Personen ausgezahlt wird. Gleichzeitig entrichten Sie Ihre Versicherungsbeiträge auch nur für diesen spezifischen Zeitraum. Die meisten Menschen legen Wert darauf, ihre Angehörigen so früh wie möglich finanziell abzusichern, sodass der Versicherungsschutz in der Regel direkt mit Vertragsunterzeichnung beginnt. Es besteht jedoch oft auch die Möglichkeit, den Startpunkt um bis zu zwei Monate in die Zukunft zu verschieben.
Die Entscheidung über die Dauer Ihres Versicherungsschutzes liegt ganz bei Ihnen – ob fünf, zwanzig oder fünfunddreißig Jahre. Üblicherweise wird die Laufzeit einer Risikolebensversicherung in vollen Jahren festgelegt. Das exakte Enddatum des Versicherungsschutzes ergibt sich dann aus dem gewählten Beginn und der entsprechenden Anzahl der Jahre. Ein anschauliches Beispiel: Wenn eine Laufzeit von 24 Jahren am 14. März beginnt, endet der Vertrag ebenfalls am 14. März, 24 Jahre später. Informationen zur verbleibenden Dauer Ihres Schutzes können Sie jederzeit Ihrem Versicherungsschein entnehmen. Für eine umfassende Finanzplanung, die auch Aspekte wie Altersvorsorge für nicht erwerbstätige Partner berücksichtigt, könnte die Seite hausfrau rente weitere nützliche Informationen bieten.
Warum ist die Laufzeit entscheidend für Ihre Risikolebensversicherung?
Die Laufzeit ist neben der Versicherungssumme der wichtigste Faktor bei einer Risikolebensversicherung. Es ist entscheidend zu verstehen, dass die Dauer des Versicherungsschutzes direkte Auswirkungen auf die Höhe Ihrer monatlichen Beiträge hat. Längere Laufzeiten führen naturgemäß zu höheren Gesamtbeiträgen über die gesamte Vertragslaufzeit. Bei der Festlegung der Laufzeit sollten Sie jedoch nicht nur die Beitragszahlungen im Blick haben, sondern vor allem den Umstand, dass der volle Versicherungsschutz nur während der gesamten vereinbarten Laufzeit besteht.
Wird eine Laufzeit gewählt, die nicht dem tatsächlichen Absicherungsbedarf entspricht, kann dies im schlimmsten Fall gravierende finanzielle Folgen haben. Stirbt der Versicherte vor oder nach dem vereinbarten Zeitraum, besteht für die Angehörigen kein Anspruch auf Auszahlung der Versicherungssumme. Dies kann je nach individueller Situation zu erheblichen finanziellen Schwierigkeiten führen und den ursprünglichen Zweck der Absicherung zunichtemachen. Daher ist eine sorgfältige Planung und Abwägung der persönlichen Lebensumstände unerlässlich.
Wie wird die individuelle Laufzeit sinnvoll festgelegt?
Die zentrale Frage zur Bestimmung einer sinnvollen Laufzeit lautet: „Wie lange besteht ein Absicherungsbedarf?“ Die Antwort auf diese Frage ist ausschlaggebend für den Abschluss einer Risikolebensversicherung mit einer passenden Dauer. Ihr aktueller und zukünftiger Bedarf hängt maßgeblich von Ihren persönlichen Lebensumständen und Ihrer individuellen Lebensplanung ab. Aus diesem Grund kann es bei der Laufzeit einer Risikolebensversicherung keine pauschale Empfehlung geben, die für jeden gleichermaßen gültig ist. Dennoch gibt es einige konkrete Kriterien, die Ihnen bei der Orientierung helfen können. Insbesondere der primäre Zweck Ihrer Risikolebensversicherung beeinflusst maßgeblich, welche Laufzeit für Sie ideal ist.
Absicherung von Familie und Partner: Wann ist die Laufzeit ideal?
Wenn Sie Partner und Kinder vor finanziellen Engpässen schützen möchten, sollten Sie das Alter und die voraussichtlichen Ausbildungszeiten Ihres Nachwuchses als Berechnungsgrundlage heranziehen. Dies gilt sowohl für Paare als auch für Alleinerziehende. Überlegen Sie, ab wann Ihre Kinder voraussichtlich finanziell auf eigenen Beinen stehen können. Bis zum ersten festen Job benötigen sie in der Regel Unterstützung zur Deckung der Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass ein Hochschulstudium durchschnittlich länger dauern kann als eine betriebliche Erstausbildung.
Ein praktisches Beispiel: Nathalie Ortmann, eine 35-jährige Betriebswirtin, hat eine fünfjährige Tochter, Laura. Sie wünscht sich, dass Laura auch finanziell abgesichert ist, falls sie eine akademische Laufbahn einschlägt. Daher wählt Nathalie eine Laufzeit von 20 Jahren für ihre Risikolebensversicherung. Paare ohne Kinder, die jedoch eine Familiengründung planen, sollten eine entsprechend längere Laufzeit in Betracht ziehen und zudem auf eine Nachversicherungsoption achten. Diese ermöglicht es, die Versicherungssumme bei Geburt oder Adoption eines Kindes ohne erneute Gesundheitsprüfung an den gestiegenen Bedarf anzupassen. Paare, deren Kinder bereits kurz vor dem Auszug stehen, können hingegen eine kürzere Dauer festlegen. Auch viele kinderlose Paare, insbesondere unverheiratete mit großen Einkommensunterschieden und ohne Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente, entscheiden sich für eine Lebensversicherung, deren Laufzeit dann bis zum Renteneintritt des besser verdienenden Partners reichen sollte.
Laufzeit der Risikolebensversicherung für Kreditnehmer: So planen Sie richtig
Haben Sie einen Kredit aufgenommen, dessen Tilgung noch viele Jahre in Anspruch nehmen wird? Dann ist es ratsam, die Dauer der Kredittilgung als maßgebliches Kriterium für die Festlegung der Versicherungslaufzeit zu berücksichtigen. Überlegen Sie genau, bis wann Sie beispielsweise ein Darlehen für Ihr Eigenheim, eine Eigentumswohnung oder eine Firmengründung spätestens abbezahlt haben werden. Falls Sie in Zukunft einen Immobilienkauf planen, ist auch hier eine Nachversicherungsoption sinnvoll, um flexibel auf den neuen Absicherungsbedarf reagieren zu können.
Ein Beispiel hierfür sind Anna Weber und Markus Schmidt, die kürzlich mit finanzieller Unterstützung ihrer Bank ein Haus gebaut haben. Da sie mit der Bank eine Tilgungsrate vereinbart haben, die den Kredit in 25 Jahren vollständig abdeckt, haben sie sich bei ihrer Risikolebensversicherung für eine Laufzeit von ebenfalls 25 Jahren entschieden. Dies stellt sicher, dass ihre Hinterbliebenen im Falle eines unvorhergesehenen Todes die finanziellen Verpflichtungen des Hauskredits weiterhin tragen könnten.
Risikolebensversicherung für Geschäftspartner: Den Fortbestand sichern
Als Mitinhaber eines Unternehmens ist es wichtig, Ihren Geschäftspartner vor einer potenziell hohen Verschuldung zu schützen, damit die Firma im Falle Ihres Todes fortbestehen kann. Überlegen Sie hierbei, wie lange das Unternehmen auf Ihre direkte Hilfe angewiesen ist. Oder wann es voraussichtlich ausreichend hohe Gewinne erzielen wird, um seinen Fortbestand auch ohne Ihre persönliche Mitwirkung zu sichern. Machen Sie sich zudem Gedanken darüber, wann Ihr Geschäftspartner voraussichtlich in den Ruhestand gehen oder die Führung an einen Nachfolger übergeben möchte. Die Laufzeit der Risikolebensversicherung sollte diese Aspekte berücksichtigen, um eine lückenlose Absicherung der Unternehmensliquidität und des Fortbestands zu gewährleisten.
Laufzeit ändern: Verlängern oder Verkürzen der Risikolebensversicherung?
Die Möglichkeit, die Laufzeit einer Risikolebensversicherung nachträglich zu ändern, hängt stark von den jeweiligen Konditionen Ihres Versicherers ab. Eine Verkürzung ist in der Regel unkompliziert möglich, erfordert jedoch stets eine Vertragsänderung. Andernfalls führt lediglich eine Kündigung des Vertrages zur Beendigung des Versicherungsschutzes. Eine Kündigung wird meist erst zum Ende der aktuellen Versicherungsperiode oder des Zahlungszyklus wirksam.
Bei vielen Risikolebensversicherungen besteht die Option, die Laufzeit zu verlängern. Sofern nicht anders vertraglich vereinbart, verlangen Versicherer hierfür üblicherweise eine erneute Gesundheitsprüfung. Sollten Sie sich erst viele Jahre nach Vertragsabschluss zu einer Verlängerung entschließen, kann dies unter Umständen schwieriger werden, da mit zunehmendem Alter oft mehr gesundheitliche Probleme auftreten. Um das erhöhte Risiko auszugleichen, können Versicherer die Beiträge anheben oder eine Verlängerung gegebenenfalls sogar ablehnen.
Unsere Empfehlung: Wählen Sie bereits bei Vertragsabschluss eine tendenziell etwas längere Versicherungsdauer, auch wenn dies insgesamt höhere Beitragszahlungen bedeutet. Eine Kündigung ist später immer noch möglich und unkompliziert. Eine nachträgliche Verlängerung hingegen ist oft mit höheren Hürden verbunden. Treffen Sie eine informierte Entscheidung, um Ihre Liebsten und Ihre finanziellen Verpflichtungen bestmöglich abzusichern.
