Risikolebensversicherung trotz Krankheit: Was muss ich wissen?

Eine Risikolebensversicherung bietet im Todesfall finanzielle Sicherheit für Ihre Liebsten. Doch was passiert, wenn Vorerkrankungen bestehen? Dieser Artikel beleuchtet, welche Gesundheitsfragen relevant sind, welche Krankheiten ein höheres Risiko darstellen und wie Sie auch mit gesundheitlichen Einschränkungen eine Absicherung finden können. Wir klären auf, warum Gesundheitsfragen unerlässlich sind und ob eine Ablebensversicherung ohne Gesundheitsfragen überhaupt möglich ist.

Die Rolle der Gesundheitsprüfung bei der Risikolebensversicherung

Bevor Sie eine Risikolebensversicherung abschließen können, sind Gesundheitsfragen unerlässlich. Diese dienen dazu, Ihr individuelles Sterberisiko einzuschätzen und faire Beiträge zu kalkulieren. Ohne diese Prüfung müssten alle Versicherten mit deutlich höheren Prämien rechnen. Die Beantwortung der Fragen ermöglicht eine risikogerechte, individuelle Beitragsgestaltung, bei der gesunde Personen tendenziell weniger zahlen als Personen mit Vorerkrankungen.

Auch gefährliche Hobbys, ein riskanter Beruf oder Gewohnheiten wie Rauchen können die Beiträge beeinflussen. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in unserem Beitrag zu den Gesundheitsfragen.

Welche Krankheiten sind für die Risikolebensversicherung relevant?

Die Gesundheitsfragen beziehen sich auf aktuelle chronische sowie frühere Erkrankungen, die statistisch ein erhöhtes Sterberisiko bergen. In der Regel erfolgt dies durch die Beantwortung eines Online-Fragebogens, in manchen Fällen können auch ärztliche Untersuchungen notwendig sein. Bei Livv.at ist der Prozess vollständig online durchführbar, ohne dass ein Arztbesuch erforderlich ist.

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Einige Erkrankungen bergen ein so hohes Sterberisiko, dass Versicherer den Antrag ablehnen können. Typische Gesundheitsbereiche, zu denen Sie vor dem Abschluss einer Ablebensversicherung befragt werden, umfassen:

  • Herz & Kreislauf: Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Herzkranzgefäßprobleme
  • Atmungsorgane: Asthma, chronische Bronchitis, Lungenentzündung
  • Verdauungsorgane: Erkrankungen von Magen, Darm, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse
  • Harn- und Geschlechtsorgane: Nieren- und Blasenerkrankungen, Geschlechtskrankheiten
  • Stoffwechsel: Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, (stark) erhöhtes Cholesterin
  • Blut: Blutgerinnungsstörungen, Eisenmangel, Anämie
  • Gehirn, Psyche, Nervensystem: Depression, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Bulimie, Anorexie, Suizidalität, Multiple Sklerose, Migräne
  • Infektionen: HIV, Tuberkulose, Tropenkrankheiten, Corona-Infektion
  • Bewegungsapparat: Rheuma, Arthritis
  • Krebserkrankungen
  • Krankenhausaufenthalte der letzten 10 Jahre (sowie geplante Aufenthalte)

Relevante Zeiträume und Umstände für die Gesundheitsprüfung

Für die Beantwortung der Gesundheitsfragen sind in der Regel die letzten fünf Jahre für Erkrankungen und die letzten zehn Jahre für Behandlungen oder Krankenhausaufenthalte relevant. Zukünftige geplante Krankenhausaufenthalte müssen ebenfalls angegeben werden. Eine frühere oder aktuelle Krebserkrankung ist stets anzugeben.

Zusätzlich zu gesundheitlichen Aspekten müssen auch Angaben zu Beruf, Hobbies und Gewohnheiten gemacht werden. Dazu zählen Ausübungen von “gefährlichen” Berufen (z.B. Feuerwehrmann/-frau), Hobbys (z.B. Bergsteigen über 4000 Höhenmetern) oder gewohnheitsmäßige Risiken wie Rauchen. Raucher zahlen generell höhere Beiträge, da sie statistisch ein höheres Sterberisiko aufweisen. Informationen zur Ablebensversicherung für Raucher finden Sie hier.

Diese Angaben zählen zur vorvertraglichen Anzeigepflicht und sind entscheidend für die korrekte Risikoberechnung und Beitragsfestlegung durch den Versicherer.

Krankheiten und Umstände, die eher nicht relevant sind

Es gibt auch eine Reihe von Krankheiten und Zuständen, die für Versicherer bei der Risikoprüfung in der Regel keine Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem:

  • Akne
  • Ausgeheilte Erkältungskrankheiten
  • Ausgeheilter Magen-Darm-Infekt
  • Ausschabung
  • Bandscheibenvorfall
  • Blinddarmentfernung (bereits durchgeführt)
  • Blinddarmentzündung (abgelaufen)
  • Erkältungskrankheiten
  • Halswirbelsyndrom
  • Harnblaseninfekt (akut)
  • Heiserkeit
  • Hexenschuss
  • Hörschädigung
  • Husten
  • HWS-Syndrom
  • Kniebeschwerden
  • Knochenbrüche an Armen und Beinen
  • Magen-Darminfektion (akut)
  • Mandelentzündung
  • Meniskusverletzung
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Ohrenentzündung
  • Schnupfen
  • Sonnenallergie
  • Tennisellenbogen
  • Überbein
  • Wirbelsäulenverkrümmung
  • Zahnbehandlungen
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Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkte Rücksprache mit dem Versicherer zu halten oder alle bekannten Erkrankungen anzugeben, um falsche Angaben zu vermeiden und die Beitragsberechnung zu sichern.

Fazit: Gesundheitsfragen als Basis für faire Risikolebensversicherung

Das Offenlegen von Vorerkrankungen, Hobbys, Berufen und Gewohnheiten ist essenziell für den Abschluss einer Risikolebensversicherung. Bei Livv.at können Sie diese Angaben einfach und bequem online machen, um einen fairen und transparenten Versicherungsbeitrag zu erhalten. Auch bei gesundheitlichen Einschränkungen finden wir eine passende Lösung. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und bieten Ihnen auch bei gesundheitlichen Herausforderungen individuelle Lösungen.

FAQs: Risikolebensversicherung & Krankheiten

Wann wird eine Risikolebensversicherung nicht ausgezahlt?

Die Versicherungssumme wird ausgezahlt, wenn der Versicherte während der Vertragslaufzeit verstirbt. Nach Vertragsende erfolgt keine Auszahlung mehr.

Was ist bei einer Risikolebensversicherung versichert?

Die Risikolebensversicherung sichert die Hinterbliebenen finanziell ab, falls der Versicherte während der Vertragslaufzeit verstirbt. Die Leistung kann zur Kreditablösung oder zur Sicherung des Lebensstandards der Angehörigen dienen.

Bekommt man eine Risikolebensversicherung trotz psychischer Erkrankung?

Dies hängt von der Art und dem Verlauf der Erkrankung ab. Bei Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen können Zuschläge anfallen. Manche Versicherer raten zu einer Antragstellung, wenn die Krankheit besser abgeklärt oder ausgeheilt ist.

Ist eine Risikolebensversicherung trotz Krebserkrankung möglich?

Bei einer früheren oder aktuellen Krebserkrankung ist der Abschluss oft nicht möglich. Eine individuelle Beratung ist hier unerlässlich.

Bekommt man eine Risikolebensversicherung trotz einer anderen Vorerkrankung?

Die Entscheidung hängt von der spezifischen Erkrankung ab. Es ist wichtig, alle bekannten Krankheiten vor Vertragsabschluss offenzulegen, um eine sichere Absicherung zu gewährleisten.

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