Eine Risikolebensversicherung ist eine entscheidende Absicherung für den Fall Ihres plötzlichen Todes. Sie schützt Ihre Familie und Angehörigen vor finanziellen Sorgen, damit diese den emotionalen Verlust besser verkraften können. Die Versicherung zahlt im Todesfall eine vereinbarte Summe aus oder löst bestehende Kredite ab, und das bereits mit kleinen Beiträgen. Risikolebensversicherungen bieten dabei flexible Laufzeiten, steuerliche Vorteile und eine individuelle Anpassung an Ihre Bedürfnisse.
Warum eine Risikolebensversicherung sinnvoll ist
Der plötzliche Tod eines Menschen hinterlässt nicht nur eine emotionale Lücke, sondern kann auch erhebliche finanzielle Belastungen für die Hinterbliebenen bedeuten. Ein fehlendes Einkommen, laufende Kosten oder bestehende Kredite können die Situation zusätzlich erschweren. Eine Risikolebensversicherung tritt genau hier ein, indem sie eine finanzielle Absicherung für die Zukunft Ihrer Liebsten garantiert.
Vorteile im Überblick:
- Finanzielle Absicherung: Die vereinbarte Versicherungssumme hilft, laufende Kosten zu decken oder offene Darlehen, wie z.B. eine Baufinanzierung, abzulösen.
- Flexible Laufzeiten: Sie können die Laufzeit der Versicherung an Ihre Lebenssituation anpassen, beispielsweise bis Ihre Kinder volljährig sind oder ein Kredit vollständig getilgt ist.
- Steuerliche Vorteile: Die Beiträge können als “sonstige Vorsorgeaufwendungen” in der Steuererklärung geltend gemacht werden.
- Einkommensteuerfreie Auszahlung: Die ausgezahlte Versicherungssumme ist für die begünstigten Personen einkommensteuerfrei.
- Individuelle Anpassung: Versicherungssumme und -dauer lassen sich oft nachträglich an veränderte Lebensumstände anpassen.
Die Sparkassen arbeiten mit führenden Versicherungspartnern zusammen, um Ihnen maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Ihr Berater vor Ort unterstützt Sie gerne dabei, die optimale Absicherung für Ihre individuelle Situation zu finden.
Für wen sich eine Risikolebensversicherung besonders eignet
Diese Form der Absicherung ist für eine Vielzahl von Personengruppen empfehlenswert:
- Hauptverdienende in Partnerschaften: Sichern Sie den Lebensstandard Ihres Partners oder Ihrer Partnerin ab.
- Familien mit Kindern: Bieten Sie Ihren Kindern und Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin finanzielle Sicherheit, falls Ihnen etwas zustoßen sollte.
- Immobilieneigentümer mit Darlehen: Stellen Sie sicher, dass Ihre Familie das Eigenheim auch im Todesfall behalten kann, indem Kreditraten abgedeckt werden.
- Unternehmensinhaber: Schützen Sie Ihr Unternehmen und Ihre Geschäftspartner vor den finanziellen Folgen Ihres plötzlichen Todes.
- Alleinerziehende: Sichern Sie das finanzielle Wohl Ihrer Kinder ab.
Für alleinstehende Personen ohne finanzielle Verpflichtungen oder Rentner ist eine Risikolebensversicherung oft weniger relevant.
Versicherungsvarianten und Gestaltungsmöglichkeiten
Es gibt verschiedene Wege, eine Risikolebensversicherung abzuschließen:
- Einzelvertrag: Eine Person versichert sich und benennt eine oder mehrere bezugsberechtigte Personen.
- Verbundene Lebensversicherung: Zwei Partner (z.B. Ehepartner) schließen einen gemeinsamen Vertrag ab, bei dem im Todesfall die vereinbarte Summe ausgezahlt wird. Wichtig: Die Leistung wird nur einmalig ausgezahlt.
- Über-Kreuz-Verträge: Zwei Partner schließen jeweils einen eigenen Vertrag ab und begünstigen sich gegenseitig. Dies bietet oft steuerliche Vorteile, insbesondere bei hohen Versicherungssummen, da die Auszahlung unter Umständen von der Erbschaftssteuer befreit ist.
Ein entscheidender Vorteil von Über-Kreuz-Verträgen und verbundenen Lebensversicherungen ist die potenzielle Befreiung von der Erbschaftssteuer. Bei Einzelverträgen kann der Versicherungsnehmer die bezugsberechtigte Person jederzeit ändern, beispielsweise nach einer Scheidung.
Wichtige Informationen und Tipps
- Kombination mit anderen Versicherungen: Eine Risikolebensversicherung lässt sich oft gut mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombinieren, was Ihren Schutz weiter erhöht.
- Gesundheitsprüfung: Für den Vertragsabschluss ist in der Regel eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Falsche Angaben können den Versicherungsschutz gefährden.
- Auszahlungsgrund: Die Versicherung zahlt bei Tod durch Krankheit, Unfall oder natürliche Ursachen. Ausnahmen können Suizid innerhalb der ersten drei Jahre oder extrem riskantes Verhalten sein.
- Keine Kapitalbildung: Im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung dient die Risikolebensversicherung ausschließlich der Absicherung und baut keine Rücklagen für das Alter auf.
Der Abschluss einer Risikolebensversicherung in 3 Schritten
- Beratung: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Sparkasse. Ihr Berater analysiert Ihren Bedarf und erstellt ein individuelles Angebot.
- Abschluss: Prüfen Sie das Angebot in Ruhe und schließen Sie den Vertrag ab.
- Schutz: Der volle Versicherungsschutz beginnt ab dem im Vertrag festgelegten Zeitpunkt.
Für den Abschluss benötigen Sie in der Regel Ihren Personalausweis, Bankverbindung und die ausgefüllte Gesundheitsprüfung.
Die Risikolebensversicherung ist ein wichtiger Baustein für Ihre finanzielle Vorsorge und gibt Ihnen und Ihrer Familie ein beruhigendes Gefühl.
Häufige Fragen zur Risikolebensversicherung
1. Für wen ist eine Risikolebensversicherung besonders ratsam?
Besonders sinnvoll ist sie für Familien mit geringen Rücklagen oder laufenden Krediten, unverheiratete Paare ohne Anspruch auf Witwer-/Witwenrente, Eltern zum Schutz ihrer Kinder, Immobilieneigentümer mit hohen Darlehen und Einzelpersonen, die Angehörige absichern möchten.
2. Was genau leistet eine Risikolebensversicherung?
Sie zahlt im Todesfall des Versicherten eine festgelegte Summe an die bezugsberechtigte Person aus. Diese Mittel können zur Deckung laufender Kosten, zur Tilgung von Krediten oder zur Finanzierung der Ausbildung von Kindern verwendet werden. Alternativ kann sie spezifisch zur Absicherung eines Kredits dienen und die Restschuld übernehmen.
3. Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Als Richtwert gelten drei bis fünf Brutto-Jahresgehälter, wenn Geld ausgezahlt wird. Bei alleiniger Kreditabsicherung orientiert sich die Summe an der Restschuld. Bei Annuitätendarlehen kann eine fallende Versicherungssumme gewählt werden, die sich mit der Restschuld reduziert und oft günstigere Prämien ermöglicht.
4. Wie lange sollte die Laufzeit der Versicherung sein?
Die Laufzeit sollte den Zeitraum abdecken, in dem wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen, z.B. bis Kinder finanziell unabhängig sind oder ein Kredit abbezahlt ist. Eine gängige Empfehlung ist die Absicherung bis zum Rentenalter.
5. Beeinflusst meine Gesundheit die Versicherung?
Ja, die Antworten in der Gesundheitsprüfung sind entscheidend für die Prämienhöhe und ob der Vertrag überhaupt zustande kommt. Bei kleineren Versicherungssummen sind manchmal auch Abschlüsse ohne ausführliche Prüfung möglich.
6. Was passiert bei Vorerkrankungen?
Vorerkrankungen können die Prämien erhöhen, bestimmte Risiken ausschließen oder im schlimmsten Fall zur Ablehnung des Antrags führen. Wahrheitsgemäße Angaben sind daher essenziell.
7. Worin unterscheidet sich die Risikolebensversicherung von der Kapitallebensversicherung?
Die Risikolebensversicherung dient ausschließlich der Absicherung im Todesfall. Die Kapitallebensversicherung kombiniert diese Absicherung mit einem Sparanteil für die Altersvorsorge, was zu deutlich höheren Beiträgen führt.
8. Was ist eine verbundene Risikolebensversicherung?
Hierbei sind zwei Personen in einem Vertrag versichert. Stirbt eine Person, wird die Versicherungssumme einmalig ausgezahlt, und der Schutz für die verbleibende Person endet. Sie kann kostengünstiger sein und bietet steuerliche Vorteile.
9. Was passiert, wenn die versicherte Person das Vertragsende überlebt?
Der Versicherungsschutz endet. Anders als bei einer Kapitallebensversicherung erfolgt keine Auszahlung der gezahlten Prämien. Es besteht die Möglichkeit, eine neue Police abzuschließen.
10. Deckt die Versicherung auch Todesfälle durch COVID-19 ab?
Ja, in der Regel sind Todesfälle durch Krankheiten wie COVID-19 abgedeckt, sofern beim Vertragsabschluss keine speziellen Ausschlüsse vereinbart wurden und die Gesundheitsfragen korrekt beantwortet wurden.
11. Wann ist eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme sinnvoll?
Diese Variante eignet sich besonders zur Absicherung von Krediten, deren Restschuld mit der Zeit sinkt, wie z.B. bei Annuitätendarlehen oder Baufinanzierungen. Die sinkende Versicherungssumme passt sich dem abnehmenden Risiko an und führt oft zu niedrigeren Prämien.
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