Happy 1. Advent, Ihr Lieben! Die Vorweihnachtszeit ist in Deutschland eine ganz besondere Zeit, geprägt von Lichterglanz, dem Duft von Zimt und Glühwein und natürlich den zauberhaften Weihnachtsmärkten. Was darf auf Eurer Liste der Must-haves auf dem Weihnachtsmarkt auf keinen Fall fehlen? Bei mir sind es ganz klar der erste Glühwein des Jahres, eine Tüte heißer Maronen, eine wärmende Suppe und, selbstverständlich, die Original Nürnberger Elisenlebkuchen – ohne sie geht niemand nach Hause! Diese kleinen Köstlichkeiten sind nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein Stück deutsche Backtradition, das wir in dieser festlichen Saison besonders schätzen.
Dieses Gefühl der Gemütlichkeit und Tradition möchten wir diesen Monat auch beim gemeinsamen „Bake Together – die Backüberraschung“ von Marc von Bake to the roots und mir einfangen. Das Thema lautet „Leckereien vom Weihnachtsmarkt“. Eigentlich wollte ich ja, hicks, mein Glühwein-Rezept mit Euch teilen, aber unsere Aktion heißt schließlich BAKE together und nicht DRINK together! Daher verrate ich Euch heute mein authentisches Rezept für Nürnberger Elisenlebkuchen. So müsst Ihr Euch nicht in die Kälte wagen und könnt diese Köstlichkeiten ganz bequem zu Hause backen und mit einer schönen Tasse Tee genießen. Sie sind wirklich einfach zuzubereiten und für mich ein absolutes Highlight auf jedem weihnachtlichen Gebäckteller.
Während wir uns dem süßen Backvergnügen widmen, könnt Ihr auf unserer Website auch viele herzhafte Ideen entdecken, falls Ihr nach einer Abwechslung sucht, zum Beispiel unsere fleischlose gerichte für den Alltag.
Die Geschichte der Elisenlebkuchen: Ein Stück Nürnberger Tradition
Die Geschichte der Lebkuchen reicht weit zurück, bis ins Mittelalter. Doch die Elisenlebkuchen sind eine Besonderheit aus der Frankenmetropole Nürnberg. Ihr Name geht der Legende nach auf eine Bäckerstochter namens Elisabeth zurück, die im 18. Jahrhundert durch ihre Backkünste die Herzen im Sturm eroberte. Was die Elisenlebkuchen von anderen Lebkuchensorten unterscheidet, ist ihr hoher Anteil an Nüssen und die Tatsache, dass sie nur sehr wenig oder gar kein Mehl enthalten. Dies macht sie besonders saftig und aromatisch. Sie sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Nürnberger Weihnachtstradition und gelten als Qualitätsmerkmal für echtes Handwerk.
Warum Nürnberger Elisenlebkuchen so besonders sind
Der unverwechselbare Geschmack der Nürnberger Elisenlebkuchen entsteht durch eine harmonische Mischung aus erlesenen Gewürzen und hochwertigen Zutaten. Neben Zimt und dem speziellen Lebkuchengewürz sind es vor allem die fein gemahlenen Mandeln, Haselnüsse und Walnüsse, die den Teig so unwiderstehlich machen. Dazu kommen Orangeat und Zitronat, die dem Gebäck eine fruchtig-herbe Note verleihen. Der Verzicht auf eine große Menge Mehl sorgt für die charakteristisch-mürbe Konsistenz, die auf der Zunge zergeht.
Wenn Ihr Euch neben den süßen Genüssen auch für nahrhafte Mahlzeiten interessiert, die Abwechslung bieten, findet Ihr bei uns spannende vegetarische rezepte hauptgericht – perfekt, um den Gaumen zwischen den weihnachtlichen Leckereien zu verwöhnen.
Zutaten für authentische Nürnberger Elisenlebkuchen
Für etwa 20 Stück (bei 90 mm Oblaten):
- 6 Eier
- 200 g brauner Zucker
- 2 EL Honig
- 2 TL Zimt
- 1 TL Lebkuchengewürz
- 1 Prise Salz
- 200 g frisch gemahlene Mandeln
- 200 g frisch gemahlene Haselnüsse
- 100 g frisch gemahlene Walnüsse
- 150 g fein gehacktes Orangeat
- 150 g fein gehacktes Zitronat
- ggf. noch ein wenig Orangenabrieb
- Oblaten 9 cm
- Kuvertüre (dunkel oder hell, nach Belieben)
- Zitronensaft/Puderzucker für den Zuckerguss
- Zum Formen eventuell eine Lebkuchenglocke
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingen Ihre Elisenlebkuchen
- Vorbereitung des Teiges: Zuerst Eier, braunen Zucker und Honig in einer großen Schüssel etwa 3–4 Minuten lang schaumig schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist.
- Nüsse und Gewürze: Mahlt die Mandeln, Haselnüsse und Walnüsse, falls nicht bereits geschehen, am besten frisch, um das volle Aroma zu entfalten. Hackt das Orangeat und Zitronat mit einem großen Messer sehr fein. Je feiner, desto besser verteilen sich die Aromen im Teig.
- Alle Zutaten vermengen: Gebt nun alle restlichen Teigzutaten – die gemahlenen Nüsse, das gehackte Orangeat und Zitronat, Zimt, Lebkuchengewürz und die Prise Salz – zu der Ei-Zucker-Mischung. Rührt alles sorgfältig unter, bis ein homogener, klebriger Teig entsteht.
- Kühlen: Lasst den Teig für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen. Dies hilft, die Aromen zu verbinden und den Teig etwas fester zu machen, was das Portionieren erleichtert.
- Formen und Backen: Heizt den Backofen in der Zwischenzeit auf 160 °C Ober-/Unterhitze (oder 140 °C Umluft) vor. Legt ein Backblech mit Backpapier aus. Nehmt den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank. Gebt den Teig mit einem Eisportionierer oder – für alle, die eine besitzen – mit einer Lebkuchenglocke auf die 9 cm großen Oblaten. Streicht den Teig sanft flach.
- Backzeit: Legt die vorbereiteten Lebkuchen auf das Backblech und backt sie im vorgeheizten Ofen für etwa 20 Minuten, bis sie goldbraun sind. Die genaue Backzeit kann je nach Ofen variieren.
- Abkühlen: Lasst die Elisenlebkuchen nach dem Backen auf einem Gitterrost vollständig auskühlen.
Nach dem Erkalten können die Lebkuchen nach Belieben mit Kuvertüre (dunkel oder hell) oder einem klassischen Zitronen-Zuckerguss überzogen werden. Für eine längere Haltbarkeit bewahrt Ihr sie in einer luftdicht verschlossenen Dose, mit Backpapier zwischen den einzelnen Lagen, auf.
Wenn Ihr unter der Woche wenig Zeit habt, aber trotzdem Wert auf frische Mahlzeiten legt, schaut doch mal in unsere Kategorie für schnelle vegetarische gerichte – ideal für den Alltag!
Profi-Tipps für perfekte Elisenlebkuchen
- **Zuckermenge an
