Die Fehlermeldung FM009A0100 in Lexware-Produkten, insbesondere in Lexware Lohn+Gehalt, ist für viele Anwender ein bekanntes und oft frustrierendes Problem. Sie tritt typischerweise im Zusammenhang mit der Übermittlung von Sozialversicherungsmeldungen, allen voran den UV-Jahresmeldungen, auf und kann den normalen Arbeitsablauf erheblich stören. Die Meldung “Eine Meldung enthält unkorrekte Daten. Diese Meldung wurde nicht gesendet und steht beim nächsten Sendevorgang wieder zur Übertragung an” ist dabei der häufigste Begleiter dieser Fehlerkennung. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen der Fehlermeldung FM009A0100 Lexware und bietet praxiserprobte Lösungsansätze, um Ihnen dabei zu helfen, Ihre Meldungen fristgerecht und korrekt zu versenden.
Was steckt hinter der Fehlermeldung FM009A0100?
Die Fehlermeldung FM009A0100 signalisiert, dass eine oder mehrere Ihrer Meldungen an die Sozialversicherungsträger fehlerhafte Daten enthalten und daher nicht erfolgreich übermittelt werden konnten. Dies kann verschiedene Gründe haben, die von unvollständigen Stammdaten bis hin zu spezifischen Programmfehlern reichen. Oft blockiert dieser Fehler nicht nur den Versand, sondern kann auch dazu führen, dass das Lexware-Programm sich nicht mehr schließen lässt, was die Situation für den Nutzer zusätzlich erschwert.
Häufige Ursachen und Varianten des Lexware Fehlers FM009A0100
Der Lexware Fehler FM009A0100 ist vielschichtig und kann in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten. Eine genaue Analyse des detaillierten Fehlerreports im Lexware-Programm ist daher entscheidend für die Problemlösung.
Falsche oder fehlende Unternehmensnummer / PIN der Berufsgenossenschaft
Eine der häufigsten Ursachen ist ein Problem mit der Unternehmensnummer oder der PIN der Berufsgenossenschaft. Benutzer berichten oft, dass die PIN als “ungültig” angezeigt wird, insbesondere nach einem Jahreswechsel oder der nachträglichen Pflege von Unternehmensnummern für vergangene und aktuelle Jahre. Die korrekte PIN erhalten Sie direkt von Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft. Eine fehlerhafte oder fehlende Eingabe kann den Versand der UV-Jahresmeldungen blockieren und die Fehlermeldung FM009A0100 auslösen.
Spezifische Fehlermeldung: “MITGLIEDS-NR nur Grundstellung zulässig”
Ein weiterer detaillierter Fehlertext, der im technischen Report der FM009A0100 erscheinen kann, ist “DBFEDBUV121 MITGLIEDS-NR nur Grundstellung zulässig”. Diese Variante tritt häufig im Kontext der UV-Jahresmeldungen 92 auf, insbesondere bei Unternehmen, die einer landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG), wie beispielsweise der LBG Kassel, angegliedert sind. Hier deutet der Fehler auf ein Problem mit der Mitgliedsnummer in den übermittelten Daten hin.
Fehlende Angaben bei der Initialmeldung: “NAMEPA1 gleich leer”
Eine andere Form des Fehlers, die ebenfalls mit der FM009A0100 in Verbindung gebracht wird, ist der Hinweis “DBFEDBPA030 NAMEPA1 gleich leer” im technischen Report. Dieser spezifische Fehler betrifft in der Regel die Initialmeldung und weist darauf hin, dass bestimmte Namens- oder Adressfelder in den Betriebsdaten, die für den Schriftverkehr oder die Erstregistrierung relevant sind, nicht korrekt ausgefüllt oder fälschlicherweise als leer übermittelt werden. Dies ist oft der Fall, wenn die Daten des Arbeitgebers für den Schriftverkehr vom Betriebssitz abweichen.
Lösungsansätze und Workarounds für die Fehlermeldung FM009A0100
Je nach genauer Fehlerursache gibt es verschiedene Wege, die Fehlermeldung FM009A0100 Lexware zu beheben.
1. Überprüfung und Korrektur der PIN/Unternehmensnummer der Berufsgenossenschaft
Stellen Sie sicher, dass die in Lexware hinterlegte PIN und die Unternehmensnummer Ihrer Berufsgenossenschaft korrekt sind. Bei Unsicherheiten kontaktieren Sie direkt Ihre Berufsgenossenschaft, um die gültigen Daten zu erhalten. Prüfen Sie, ob die Eingaben für alle relevanten Jahre (aktuelles und Vorjahr) korrekt vorgenommen wurden.
2. Auf Lexware Updates warten
Oftmals handelt es sich bei hartnäckigen Fehlermeldungen wie der FM009A0100 um bekannte Programmfehler, die mit einem der nächsten Updates behoben werden. In vielen Fällen wurde die Lösung für Probleme mit den UV-Jahresmeldungen 92 durch ein Update im Februar bereitgestellt. Es empfiehlt sich, regelmäßig nach verfügbaren Lexware-Updates zu suchen und diese zeitnah einzuspielen, da sie kritische Fehlerbehebungen enthalten können.
3. Workaround für “NAMEPA1 gleich leer” (Initialmeldung)
Sollte der Fehler auf die Variante “NAMEPA1 gleich leer” zurückzuführen sein, die oft bei der Initialmeldung und der Verwendung einer vom Betriebssitz abweichenden Anschrift auftritt, können Sie folgenden Workaround versuchen:
- Gehen Sie im Firmenstamm unter “Lohn” auf die Seite “Betriebsdaten”.
- Entfernen Sie den Haken bei “Für den Schriftverkehr ist eine weitere vom Betriebssitz abweichende Anschrift des Arbeitgebers zu verwenden (kein Personaldienstleister)”.
- Speichern Sie die Daten und bestätigen Sie die folgenden Fenster (gegebenenfalls mit “OK” oder “Abbrechen”, um nur die Initialmeldung und keine weiteren Betriebsdatenänderungen zu übermitteln).
- Versenden Sie anschließend die SV-Meldung.
- Setzen Sie den Haken nach erfolgreichem Versand wieder zurück und wiederholen Sie den Speichervorgang, um die ursprünglichen Einstellungen wiederherzustellen.
4. Prüflisten der SV-Meldungen kontrollieren
Überprüfen Sie die Prüflisten der SV-Meldungen, insbesondere die der UV-Jahresmeldungen. Auch wenn die Liste unauffällig erscheint, können hier versteckte Hinweise auf Dateninkonsistenzen zu finden sein. Achten Sie auf fehlende Mitarbeiter oder ungewöhnliche Einträge.
5. Programmneustart und die “wie von Geisterhand”-Lösung
Manchmal kann ein einfacher Neustart des Lexware-Programms oder sogar des gesamten Systems Wunder wirken. Einige Nutzer berichten, dass der Versand nach mehreren Versuchen plötzlich “wie von Geisterhand” funktioniert hat, ohne dass ein explizites Update eingespielt wurde. Dies deutet manchmal auf temporäre Kommunikationsprobleme oder blockierte Prozesse hin, die durch einen Neustart behoben werden können.
Umgang mit dem Jahreswechsel und offenen Meldungen
Die Fehlermeldung FM009A0100 kann besonders kritisch sein, wenn sie den Jahreswechsel oder Monatswechsel blockiert. Wenn noch SV-Meldungen aus dem Vorjahr offen sind und nicht versendet werden konnten, kann der Wechsel in das neue Abrechnungsjahr im Programm verhindert werden. Es ist wichtig sicherzustellen, dass Sie die korrekte Jahresversion von Lexware installiert haben (z. B. Version 24 für 2024 oder Version 28 für Basis/Plus).
Sollten Meldungen im Programm nicht mehr versendbar sein, bleibt oft nur der Weg über SV-net, um die Fristen einzuhalten. Klären Sie jedoch immer zuerst, ob der Versand über Lexware nach einer Fehlerbehebung doch noch möglich ist, da dies den Workflow vereinfacht.
Wann sollte der Lexware Softwaresupport kontaktiert werden?
Wenn die Fehlermeldung FM009A0100 wiederholt auftritt, Sie die Ursache trotz detailliertem Fehlerreport nicht identifizieren können oder die vorgeschlagenen Lösungsansätze nicht zum Erfolg führen, sollten Sie unbedingt den Lexware Softwaresupport kontaktieren. Bereiten Sie den technischen Report der Fehlermeldung sorgfältig vor, da dieser für die technische Analyse der Situation unerlässlich ist. Der Support kann Ihnen bei komplexen Datenproblemen oder unbekannten Fehlerursachen gezielt weiterhelfen.
Fazit
Die Fehlermeldung FM009A0100 in Lexware ist eine Herausforderung, die jedoch mit der richtigen Herangehensweise gelöst werden kann. Durch das Verständnis der verschiedenen Ursachen, von der fehlerhaften Berufsgenossenschafts-PIN bis zu spezifischen Dateninkonsistenzen, können Anwender gezielte Schritte zur Fehlerbehebung unternehmen. Warten auf Updates, das Anwenden von Workarounds und die sorgfältige Prüfung von Stammdaten sind dabei entscheidend. Bleibt der Erfolg aus, ist der Kontakt zum Lexware Softwaresupport der nächste logische Schritt. Stellen Sie sicher, dass Ihre Daten stets aktuell sind und Sie wichtige Updates zeitnah installieren, um solche Probleme im Keim zu ersticken und einen reibungslosen Ablauf Ihrer Lohn- und Gehaltsabrechnung zu gewährleisten.
