Lightroom kaufen oder mieten? Die umfassende Entscheidungshilfe für Fotografen

Eine Fotografin bearbeitet Bilder am Laptop, Symbolbild für Bildbearbeitung.

Die Entscheidung zwischen dem Kauf und der Miete von Bildbearbeitungssoftware, insbesondere Adobe Lightroom, beschäftigt viele Fotografen täglich. Fragen nach Abo-Varianten, Speicherplatzempfehlungen und der Möglichkeit, Lightroom einmalig zu erwerben, sind weit verbreitet. Dieser Artikel beleuchtet alle Aspekte rund um Adobe Lightroom und stellt Ihnen zudem attraktive Alternativen vor, die ein Mieten der Software überflüssig machen.

Eine Fotografin bearbeitet Bilder am Laptop, Symbolbild für Bildbearbeitung.Eine Fotografin bearbeitet Bilder am Laptop, Symbolbild für Bildbearbeitung. (Bild: Lalmch – pixabay.com/de)

Lightroom: Die Ära des Kaufs ist vorbei

Die letzte Lightroom-Version, die ohne ein Abonnementmodell erworben werden konnte, war Lightroom 6. Lange Zeit hofften Fotografen auf eine Nachfolgeversion, doch spätestens seit dem 18. Oktober 2017 wurde klar, dass Adobe keine weiteren Einmalkauf-Versionen veröffentlichen würde. Das letzte Software-Update für Lightroom 6 erschien im Dezember 2017. Ein direkter Kauf über Adobe ist somit nicht mehr möglich, und auch Online-Händler listen die Software kaum noch. Vereinzelt finden sich noch Angebote auf Plattformen wie eBay, deren Sinnhaftigkeit im Jahr 2023 jedoch stark zu hinterfragen ist.

Adobe Lightroom Abo-Modelle im Detail

Adobe bietet seine Software über die Creative Cloud an, was für Nutzer oft verwirrend sein kann. Hier ein Überblick über die gängigsten Modelle:

1. Lightroom CC-Abo (1 TB Cloud-Speicherplatz) | 11,89 €/Monat

Lightroom CC verfolgt einen cloudzentrierten Ansatz. Alle Bilddaten werden in der Adobe-Cloud gespeichert, was eine nahtlose Synchronisation mit den mobilen Lightroom-Apps auf iPhone oder iPad ermöglicht. Dies ist besonders für mobile Fotografen vorteilhaft, erfordert jedoch eine stabile und schnelle Internetverbindung. Die Benutzeroberfläche ist modern und intuitiv gestaltet. Die RAW-Bearbeitungswerkzeuge sind aus Lightroom Classic CC bekannt und bieten überzeugende Ergebnisse. Allerdings sind Funktionen wie Stapelverarbeitung beim Export oder Vergleichsansichten im Vergleich zur Classic-Version weniger umfangreich.

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Erleben Sie Lightroom CC mit dem Creative Cloud Foto-Abo

2. Creative Cloud Foto-Abo (20 GB Cloud-Speicherplatz) | 11,89 €/Monat

Dieses Abo beinhaltet Lightroom Classic CC, die bewährte Desktop-Anwendung, die sich an Fotografen richtet, die ihre Bilder lokal speichern möchten. Die Software punktet mit einer professionellen Katalogisierungsfunktion und ausgereiften Entwicklungswerkzeugen für die RAW-Bearbeitung. Besonders hervorzuheben ist die automatische Perspektivenkorrektur. Da diese Version nur noch im Rahmen des Foto-Abos der Creative Cloud erhältlich ist, ist sie auch inklusive Adobe Photoshop.

Testen Sie das Creative Cloud Foto-Abo mit 20 GB Speicher

3. Creative Cloud Foto-Abo (1 TB Cloud-Speicherplatz) | 23,97 €/Monat

Wenn Sie Lightroom Classic CC und Photoshop nutzen möchten und mehr als 20 GB Speicherplatz benötigen, ist dieser Abo-Plan die richtige Wahl.

Testen Sie das Creative Cloud Foto-Abo mit 1 TB Speicher

Zur Orientierung: 20 GB entsprechen etwa 4.000 JPEG-Dateien. 1 TB (Terabyte) reichen für ca. 20.000 RAW-Bilder einer gängigen DSLR oder 200.000 JPEG-Dateien.

Unsere Empfehlung 2023: Mieten statt Kaufen

Obwohl viele Fotografen den Umstieg auf Abomodelle kritisch sehen und sich eine Desktop-Variante wünschen, raten wir zur Anmietung über die Creative Cloud, sofern keine der Alternativen in Frage kommt. Der Kauf der veralteten Version 6 von Lightroom ist aufgrund fehlender Updates, insbesondere für die Unterstützung neuer Kameramodelle, nicht mehr empfehlenswert.

Alternativen zu Lightroom ohne Abo-Modell

Glücklicherweise gibt es hervorragende Alternativen zu Adobe Lightroom, die eine einmalige Anschaffung ermöglichen und dennoch professionelle Ergebnisse liefern:

Luminar Neo

Skylum entwickelt Luminar Neo stetig weiter. Die automatische Maskierung für Detailkorrekturen funktioniert bei klar erkennbaren Motiven erstaunlich gut und erleichtert den Workflow erheblich. Alle Korrekturen werden im Bereich “Änderungen” hinterlegt. Die Bearbeitung macht Spaß, und oft reichen die Autokorrektur-Funktionen für hervorragende Bildverbesserungen aus. Für detailliertere Anpassungen stehen Werkzeuge von HDR-Effekten bis zur automatischen Gesichtserkennung zur Verfügung.

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Entdecken Sie Luminar Neo hier

Photoshop Elements

Auch wenn ambitionierte Hobby- und Profifotografen diese Software vielleicht belächeln, ist sie gerade für Einsteiger eine ausgezeichnete Wahl. Photoshop Elements ist als Box-Version zu einem erschwinglichen Preis erhältlich (aktuell ca. 59,95 Euro bei Amazon). Einzelne RAW-Fotos können ebenfalls bearbeitet werden.

Testen Sie Photoshop Elements kostenlos

Diese Alternativen bieten mächtige Werkzeuge für die Bildbearbeitung und erfordern keine laufenden monatlichen Kosten, was sie zu einer attraktiven Option für preisbewusste Fotografen macht.