LVM Rentenversicherung kündigen: Lohnt sich der Ausstieg wirklich?

Die private Rentenversicherung gilt für viele als ein Eckpfeiler der Altersvorsorge in Deutschland. Doch die Entscheidung, eine Lvm Rentenversicherung abzuschließen, kann im Laufe des Lebens hinterfragt werden. Ob veränderte Lebensumstände, unerwartete Kosten oder die Suche nach flexibleren Anlageoptionen – immer mehr Menschen spielen mit dem Gedanken, ihre LVM Rentenversicherung zu kündigen. Dieser Artikel beleuchtet die Gründe für eine solche Entscheidung, erklärt die verschiedenen Kündigungswege und zeigt auf, welche finanziellen Folgen dies haben kann. Zudem erfahren Sie, warum ein Widerruf oft die vorteilhaftere Alternative darstellt.

Verstehen Sie die Komplexität und die potenziellen Fallstricke einer vorzeitigen Auflösung. Wir bieten Ihnen einen umfassenden Leitfaden, um die beste Entscheidung für Ihre finanzielle Zukunft zu treffen und hohe Verluste zu vermeiden. Ein fundiertes Wissen über Ihre Optionen ist entscheidend, um die richtige Wahl für Ihre Altersvorsorge zu treffen, insbesondere im Hinblick auf die sich ständig ändernden finanziellen Rahmenbedingungen und die Frage nach der Rentenversicherungspflicht für Selbstständige.

1. Private Rentenversicherung: Sinn und Zweck im Überblick

Der Hauptzweck einer privaten Rentenversicherung ist die Absicherung des sogenannten Langlebigkeitsrisikos. Sie gehört zu den Lebensversicherungen, unterscheidet sich aber wesentlich von der klassischen kapitalbildenden Lebensversicherung durch die Auszahlung des Vertragsvermögens. Während eine Kapitallebensversicherung in der Regel eine Einmalzahlung vorsieht, überweist die Rentenversicherung eine lebenslange Leibrente. Dies schützt Sie davor, dass Ihnen im hohen Alter das Kapital ausgeht, denn die Rente wird auch dann weitergezahlt, wenn das angesparte Vermögen rechnerisch bereits aufgebraucht ist. Das entsprechende Risiko trägt dabei das Versicherungsunternehmen.

Idealerweise sollten kapitalbildende Lebens- und private Rentenversicherungen nebeneinander bestehen. Erstere dient dem Vermögensaufbau, letztere der lebenslangen Absicherung im Ruhestand. Achten Sie bei beiden Policen auf niedrige Kosten, ein hohes Maß an Flexibilität und gute Renditemöglichkeiten. Die prozentuale Höhe der Rentenversicherung sollte dabei stets im Verhältnis zu den erwarteten Leistungen stehen. prozent rentenversicherung

2. Warum immer mehr Kunden ihre LVM Rentenversicherung auflösen

In den letzten Jahren ist die Zahl der Kündigungen bei der LVM Rentenversicherung stark angestiegen. Viele entscheiden sich für einen vorzeitigen Ausstieg und nehmen dabei hohe Abzüge in Kauf, um ihr Kapital anderweitig zu nutzen. Drei Hauptgründe kristallisieren sich dabei in den Statistiken heraus:

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2.1 Fehlende Flexibilität

Viele Menschen empfinden klassische, zinsgebundene Rentenversicherungen als unflexibel. Die eigene Lebenssituation kann sich schnell ändern – etwa durch Familiengründung, Arbeitsplatzwechsel oder Immobilienkauf – doch die Rentenversicherung bleibt starr. Auch bei den Auszahlungen haben Versicherte oft wenig Mitspracherecht. Im Vergleich dazu bieten andere Anlagemöglichkeiten deutlich mehr Gestaltungsfreiheit, was für viele ein ausschlaggebender Kündigungsgrund ist. Dies kann besonders relevant sein, wenn man als Selbstständiger eine Rente aufbauen möchte und flexible Beiträge benötigt. selbstständig rente

2.2 Hohe Kosten und geringe Renditen

Die hohen Kosten einer Rentenversicherung sind ein weiterer signifikanter Faktor für Kündigungen. Diese liegen oft bei etwa drei Prozent des Vertragsvermögens, während die Renditen häufig nur bei etwa einem Prozent verweilen – ein „Minusgeschäft“ unterm Strich. Zudem werden diese Kosten von den Versicherern selten transparent und übersichtlich dargestellt, was viele Versicherte zu dem Gefühl verleitet, getäuscht zu werden. Die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung 2021 spielt dabei eine Rolle bei der Berechnung der maximalen Beiträge. beitragsbemessungsgrenze rentenversicherung 2021

2.3 Intransparenz der Versicherer

Eng verbunden mit den Kosten ist die Intransparenz der Versicherungsgesellschaften. Kunden erfahren oft nicht, wann sie mit welcher genauen Rendite rechnen können. Dies erschwert eine verlässliche Planung und hinterlässt Zweifel am Mehrwert der Police. Die Versicherer rechtfertigen diese Praxis oft mit dem kollektiven Ansparen, bei dem alle Versicherten gleichermaßen profitieren sollen.

2.4 Moderne Alternativen

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Rentenversicherungen diese Nachteile aufweisen. Diese betreffen vor allem ältere, zinsgebundene Policen. Moderne Rentenversicherungen bieten oft bessere Konditionen, beispielsweise durch Investitionen in Aktien und Fonds. Es lohnt sich daher, sich direkt beim Versicherer über Policen ohne Zinsbindung zu informieren.

3. LVM Rentenversicherung kündigen: Ordentlich vs. Außerordentlich

Haben Sie sich zur Kündigung Ihrer LVM Rentenversicherung entschlossen, stehen Ihnen grundsätzlich zwei Wege offen: die ordentliche oder die außerordentliche Kündigung. Die ordentliche Kündigung ist immer möglich und muss im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften erfolgen. In besonderen Fällen können Sie die Police auch außerordentlich kündigen, was primär durch das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt ist.

3.1 Die ordentliche Kündigung der LVM Rentenversicherung

Für eine ordentliche Kündigung Ihrer LVM Rentenversicherung müssen Sie die gesetzlichen Fristen einhalten, die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) geregelt sind und zwischen einem und drei Monaten liegen (§ 11 Absatz 3 VVG). Bei der LVM Rentenversicherung beträgt die Kündigungsfrist in der Regel drei Monate vor dem Ende der Versicherungsperiode.

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Die Versicherungsperiode bezeichnet den 12-monatigen Zeitraum, der mit dem Abschluss der Rentenversicherung beginnt. Viele Versicherer legen das Ende der ersten Versicherungsperiode auf das Jahresende fest, um die Buchhaltung zu vereinfachen; die darauf folgenden Perioden entsprechen dann dem Kalenderjahr.

Praktisches Beispiel: Wenn Sie Ihre Rentenversicherung am 01.06. abgeschlossen haben, endet die Versicherungsperiode am 31.05. des Folgejahres. Eine ordentliche Kündigung muss spätestens drei Monate vor diesem Datum beim Versicherer eingehen, also bis zum 28. oder 29. Februar. Geht die Kündigung zu spät ein, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.

Eine außerordentliche Kündigung ist bei Rentenversicherungen selten. Die ordentliche Kündigung ist der Regelfall, wenn Sie aus der Police aussteigen möchten. Eine außerordentliche Kündigung kommt eher bei Kombipolicen aus Lebens- und Rentenversicherung infrage. Die relevanten Bemessungsgrenzen für Rentenversicherung 2021 können hierbei auch eine Rolle spielen. bemessungsgrenze rentenversicherung 2021

3.2 Die außerordentliche Kündigung der LVM Rentenversicherung

Eine außerordentliche Kündigung einer Rentenversicherung ist ein seltener Ausnahmefall, für den ein wichtiger Grund vorliegen muss, wie in § 40 Absatz 1 und 2 VVG geregelt. Ein solcher Grund ist beispielsweise gegeben, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht, ohne die Leistungen anzupassen, oder wenn er die Leistungen verringert, aber die Beiträge auf dem ursprünglichen Niveau belässt.

In diesen Fällen ist die LVM verpflichtet, Sie mindestens einen Monat vor Inkrafttreten der neuen Konditionen über alle Änderungen sowie über Ihr Sonderkündigungsrecht zu informieren. Sie haben dann mindestens einen Monat Zeit, Ihre LVM Rentenversicherung außerordentlich zu kündigen. Hierfür gelten meist die gleichen Vorschriften wie für eine ordentliche Kündigung; prüfen Sie hierfür die AVB.

Hinweis: Erwähnen Sie in Ihrem Schreiben unbedingt die Formulierung „außerordentliche Kündigung der LVM Rentenversicherung“, um Missverständnisse mit dem Versicherer zu vermeiden.

Eine außerordentliche Kündigung wird sofort wirksam. Der Auszahlungstag ist der Tag, an dem die Änderungen wirksam geworden wären. Aufgrund der Bearbeitungszeit müssen Sie jedoch mit Verzögerungen rechnen, sodass der Betrag erst nach bis zu 14 Tagen auf Ihrem Konto eingeht.

4. LVM Rentenversicherung richtig kündigen: Formale Anforderungen und Inhalt

Wenn Sie Ihre LVM Rentenversicherung kündigen möchten, müssen Sie sich an eine bestimmte Form halten, die in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) oder direkt in der Police (Versicherungsschein) festgelegt ist. Es wird zwischen Schriftform und Textform unterschieden. Erstere erlaubt Kündigungen nur per Brief oder Fax, während Letztere auch elektronische Kündigungen (z.B. per E-Mail) zulässt.

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Bei der LVM Rentenversicherung ist die Schriftform vorgeschrieben. Das bedeutet, der Versicherer muss zwingend ein „echtes Schreiben“ von Ihnen erhalten, sei es per Brief, Fax oder durch persönliche Abgabe.

Es ist unerlässlich, diese Form einzuhalten, da Verstöße zu einem Formmangel und zur Unwirksamkeit der Kündigung führen können. Leider weisen nur wenige Versicherungsgesellschaften ihre Kunden auf solche Fehler hin. Ein Formfehler könnte dazu führen, dass Sie die Kündigungsfrist verpassen und der Vertrag mit allen Kosten für mindestens ein weiteres Jahr bestehen bleibt.

Sorgen Sie außerdem für einen Zugangsnachweis, beispielsweise durch ein Einschreiben mit Rückschein oder die Aufbewahrung des Faxberichts. So können Sie im Zweifelsfall beweisen, dass der Versicherer Ihre Kündigung erhalten hat. Bewahren Sie den Nachweis auf, bis Sie die Kündigungsbestätigung erhalten haben.

Tipp: Bei elektronischen Kündigungen liegt die Beweispflicht beim Versicherer, sollte dieser behaupten, Ihre Kündigung nicht erhalten zu haben.

Hinsichtlich des Inhalts des Kündigungsschreibens gibt es meist keine spezifischen Vorgaben. Um Rückfragen und Verzögerungen zu vermeiden, sollte Ihr Schreiben jedoch klar verständlich sein. Achten Sie darauf, mindestens folgende Punkte zu nennen:

  1. Ihre persönlichen Daten (Anschrift, Name, Erreichbarkeit) und die Vertragsdaten (Kunden- und Versicherungsnummer), damit Ihre Kündigung sofort zugeordnet werden kann.
  2. Den Begriff „Kündigung“, um Missverständnisse zu vermeiden, z.B. eine Fehlinterpretation als Antrag auf Beitragsfreistellung.
  3. Einen konkreten Kündigungstermin oder die Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt, was in der Regel das Ende der aktuell laufenden Versicherungsperiode ist.
  4. Die Bitte um eine zeitnahe, am besten schriftliche, Bestätigung Ihrer Kündigung.
  5. Die Aufforderung an die LVM, den Rückkaufswert zu berechnen und an die bezugsberechtigte Person auszuzahlen.
  6. Ihre handschriftliche Unterschrift, sofern Sie schriftlich kündigen.

Prüfen Sie die Kündigungsbestätigung genau, insbesondere hinsichtlich der Wirksamkeit. Bewahren Sie sie anschließend gut auf. Den Zugangsnachweis können Sie danach entsorgen. Sollten Sie keine Rückmeldung erhalten, fragen Sie persönlich nach – am Telefon erhalten Sie in der Regel eine verbindliche Auskunft zum Bearbeitungsstand.

5. Auszahlung bei Kündigung: Der Rückkauf