Omas Backstube – ein Hort der Kindheitserinnerungen und des puren Genusses. Wenn die Rede von traditionellen Gebäckklassikern ist, dürfen Haselnussmakronen nicht fehlen. Sie wirken auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, doch wenn sie richtig zubereitet werden, entfalten sie eine himmlische Zartheit. Dieses Rezept führt dich Schritt für Schritt zu perfekten, saftigen Haselnussmakronen, die außen eine leichte Knusprigkeit und innen eine wunderbar weiche Konsistenz versprechen. Entdecke die Magie einfacher Zutaten, die sich zu einem köstlichen Genuss vereinen, der an die guten alten Zeiten erinnert.
Haselnussmakronen mit Oblaten
Die Kunst bei Makronen, ob nun mit Kokos, Mandeln oder eben Haselnüssen, liegt oft im perfekten Gleichgewicht der Konsistenz. Zu trocken und hart, oder aber zu zerlaufen – das sind die häufigsten Tücken. Nach ausgiebigen Tests mit unterschiedlichen Mengenverhältnissen, Backtemperaturen und -zeiten präsentiere ich dir hier ein Ergebnis, das begeistert: herrlich weiche und saftige Haselnussmakronen auf Oblaten. Das Grundrezept für Nussmakronen besteht stets aus Eiweiß, Zucker und den namensgebenden Nüssen. Für diese Variante verwende ich Puderzucker, um eine besonders feine Textur zu erzielen.
Die Geheimnisse saftiger Haselnussmakronen
Wie bei vielen feinen Backwaren, beispielsweise Biskuitteig oder zarten Zimtsternen, ist auch bei Makronen die absolute Fettfreiheit von Eiweiß und Rührwerkzeugen entscheidend. Ein sauberes Arbeitsumfeld ist essenziell. Zuerst werden die Eiweiße mit einer Prise Salz zu einem leichten Schaum geschlagen. Anschließend wird nach und nach Puderzucker eingerieselt, bis eine sehr steife und glänzende Masse entsteht – ähnlich einer cremigen Marshmallow-Textur.
Die gemahlenen Haselnüsse sollten dann nur noch behutsam unter die Masse gehoben werden, um das wertvolle Volumen nicht zu zerstören. Das A und O für saftige Haselnussmakronen sind jedoch das optimale Verhältnis von Eiweiß zu Nüssen sowie die präzise Einstellung von Backtemperatur und -dauer. Diese kleinen Köstlichkeiten werden im Wesentlichen eher getrocknet als intensiv gebacken.
Tipps für makellose Haselnuss-Makronen
Warum werden Nussmakronen oft hart?
Dies kann an einem unausgewogenen Verhältnis der Zutaten liegen, oder aber an der Backtemperatur und -zeit. Ein höherer Eiweißanteil sorgt für hellere und weichere Makronen, die außen knusprig und innen zart sind – fast wie Macarons. Ein höherer Nussanteil führt zu kompakteren, dunkleren Makronen, die ebenfalls saftig bleiben und an Zimtsterne erinnern. Die Bilder in diesem Beitrag zeigen diesen Unterschied deutlich.
Wie verhindert man, dass Haselnussmakronen verlaufen?
Auch hier spielen die Zutaten eine Schlüsselrolle. Mehr Nüsse im Teig machen die Makronen fester; sie behalten ihre Form oft besser und lassen sich sogar von Hand formen. Bei einem höheren Eischneeanteil können sie leicht verlaufen, was das Auftragen mit einem Löffel oder Spritzbeutel erleichtert. Das Ergebnis ist dann eine weichere Innenseite mit einer leichten Kruste.
Wie werden Nuss-Makronen wieder weich?
Die beste Methode ist, von vornherein nicht zu viele Nüsse zu verwenden, den Ofen auf moderate 130-140 Grad Celsius einzustellen und die Backzeit kurz zu halten. Sollten die Makronen dennoch zu trocken geworden sein, kann man ein Stück Apfel in die Aufbewahrungsdose legen, um ihnen Feuchtigkeit zurückzugeben.
Wann sind Haselnussmakronen fertig?
Sie sollten sich bei leichtem Druck noch weich anfühlen. Die genaue Backzeit variiert je nach Größe und Ofen. Es empfiehlt sich, das Rezept zunächst nur zur Hälfte auszuprobieren, um ein Gefühl für das Backverhalten zu entwickeln und das Verhältnis von Nüssen für die nächste Charge entsprechend anzupassen.
Ich wünsche viel Freude beim Nachbacken! Entdecke auch meine anderen Rezepte für Weihnachtsplätzchen, wie klassische Vanillekipferl oder Heidesand. Für Nussliebhaber sind auch die Elisenlebkuchen oder der Birnen-Nuss-Strudel eine köstliche Wahl. Probier doch mal unsere Sommerrezepte, wenn die Tage wärmer werden!
Haselnussmakronen – Das Rezept
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Einfaches Rezept für Omas Klassiker – je nach Nussanteil heller oder dunkler, außen knusprig und innen soft oder im Gesamten saftiger.
Vorbereitung: 20 Minuten
Backzeit: 17 Minuten
Menge: ca. 25 Stück
Zutaten
- 2 mittelgroße Eiweiß (ca. 60 g)
- 100 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 150 g gemahlene Haselnüsse (siehe Tipps für Variationen)
- ¼ Teelöffel Zimt
- 25 ganze Haselnüsse zum Belegen
- 25 Oblaten (ca. 50 mm Durchmesser)
Zubereitung
- Den Backofen auf 130°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Die Eiweiße mit dem Salz halbsteif schlagen. Unter ständigem Weiterschlagen den Puderzucker langsam einrieseln lassen, bis eine sehr steife und glänzende Eischneecreme entsteht.
- Die gemahlenen Haselnüsse mit dem Zimt vermischen und vorsichtig unter die Eicreme heben, um das Volumen zu erhalten. Die Masse ist relativ weich und klebrig.
- Mit einem Teelöffel, den Fingern oder einem Spritzbeutel kleine Mengen auf jede Oblate geben. Bei sehr weicher Konsistenz einen kleinen Rand an der Oblate freilassen. Jeweils eine ganze Haselnuss mittig auf die Makronen setzen.
- Die Makronen je nach Größe etwa 17-20 Minuten backen. Sie sollten sich bei leichtem Druck noch weich anfühlen.
- Die fertigen Makronen vollständig abkühlen lassen und in einer gut schließenden Keksdose aufbewahren.
Anmerkungen
- Ein höherer Eiweißanteil im Verhältnis zu den Nüssen führt dazu, dass die Makronen mehr verlaufen, heller bleiben und eine Macaron-ähnliche Textur entwickeln: außen knusprig, innen weich.
- Ein höherer Nussanteil reduziert das Verlaufen und führt zu dunkleren, kompakteren Makronen. Diese Variante kann bei ca. 170°C für 10-13 Minuten gebacken werden.
- Bei 60g Eiweiß können Sie je nach gewünschter Konsistenz etwa 100-125g Zucker und 120-180g Nüsse verwenden. Getränke mit wenig Kalorien passen gut zu diesem süßen Gebäck.
- Verwendet man Oblaten oder glutenfreie Oblaten, sind die Nussmakronen glutenfrei. Mit geeigneten Zuckerersatzstoffen können sie auch Low-Carb zubereitet werden.
Noch mehr Backinspiration
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