Der FC Bayern München hat mit einem denkwürdigen 2:1-Auswärtssieg gegen Paris Saint-Germain seine beeindruckende Siegesserie in der Champions League fortgesetzt und die Saison in allen Wettbewerben auf 16 Spiele ausgedehnt. Luis Diaz, der kolumbianische Flügelspieler, stand dabei im Mittelpunkt aller Diskussionen.
Luis Diaz’ dominante erste Halbzeit
Bereits in der ersten Halbzeit erzielte Diaz einen Doppelpack, der die Bayern innerhalb der ersten 32 Minuten mit 2:0 in Führung brachte. Sein erstes Tor resultierte aus einem abgeprallten Ball im Strafraum der Gastgeber, nachdem Harry Kane von Serge Gnabry geschickt in Szene gesetzt worden war. Sein zweiter Treffer war das Ergebnis einer nachlässigen Verteidigung von Marquinhos, den Diaz geschickt den Ball abnahm und präzise in die untere linke Ecke schoss.
Kontroverse Rote Karte nach VAR-Überprüfung
Nach seinen offensiven Glanzleistungen geriet Diaz jedoch in den Fokus einer kontroversen Entscheidung. Eine Gelbe Karte für eine unbeholfene Grätsche gegen Achraf Hakimi, die zu einer scheinbar schweren Knöchelverletzung führte, wurde nach Rücksprache mit dem VAR vom Schiedsrichter Maurizio Mariani in eine direkte Rote Karte umgewandelt. Die Schwere der Verletzung Hakimis ließ die Zeitlupe der Situation noch dramatischer erscheinen. Diaz hatte jedoch nach Ansicht vieler den Ball verfolgt, bevor er mit dem Gegner kollidierte.
Der deutsche Schiedsrichter Manuel Gräfe analysierte den Vorfall auf seinem X-Account und teilte seine Einschätzung:
“Mariani und insbesondere der #VAR ließen sich offensichtlich von der Verletzung beeinflussen. Ohne die Verletzung wäre es bei Gelb geblieben, was man auch daran sieht, wie viele Pausen der Schiedsrichter bis zur Roten Karte brauchte… Diaz schaut auf den Ball, verfehlt ihn knapp mit seiner Grätsche (linker Fuß), aber das Problem ist, dass er mit dem rechten Fuß nachsetzt & eine Scherbewegung gegen Hakimi macht, der sich dadurch tatsächlich verletzt. Die Gefährdung der Gesundheit eines Spielers ist Rot & wenn sie tatsächlich gefährdet war, das heißt, der Spieler hat sich verletzt, ist es bitter für Bayern, aber dann eine nachvollziehbare Rote Karte…”
Nach dem Buchstaben des Gesetzes ist die Gefährdung des Spielers, in diesem Fall Hakimi, das entscheidende Kriterium für die Rote Karte nach VAR-Einsicht. Das Spiel war geprägt von rustikalen Zweikämpfen, die durchaus zu ernsten Verletzungen hätten führen können.
Weitere kontroverse Szenen im Spiel
Auch andere Szenen sorgten für Diskussionen. Jonathan Tahs unbeabsichtigtes auf Khvicha Kvaratskhelia-Treten hätte zu einer erheblichen Verletzung des georgischen Nationalspielers führen können. Ebenso wurde Konrad Laimer von Nuno Mendes getreten, woraufhin Josip Stanišić wegen Meckerns verwarnt wurde. Der Kroate wusste, dass das harte Einsteigen von Mendes ihn hätte verletzen können.
Zu diesem Zeitpunkt wollten die PSG-Spieler weiterspielen, obwohl Laimer am Boden liegen blieb. Auch in dieser Situation zwischen Mendes, Laimer und Joshua Kimmich hätte ein geringfügig anders verlaufender Zweikampf zu einer Verletzung und potenziell zu einer Roten Karte führen können. Selbst bei einem scheinbar harmlosen Foul kann eine erhebliche Verletzung und Gefährdung des Gegners eine höhere Strafe nach sich ziehen.
Fazit des Spiels und Ausblick
Der FC Bayern München sicherte sich einen wilden 2:1-Sieg in einem Spiel, das noch lange für Gesprächsstoff sorgen wird. In der diesjährigen Ausgabe der “Bavarian Podcast Works – Postgame Show” blicken wir auf die Startaufstellung des FC Bayern, analysieren die Torschützen und Auswechslungen und ziehen abschließende Schlüsseleinnahmen aus der Partie.
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