RSG Group: Der laute Protest der freiberuflichen Fitnesstrainer gegen die Studionutzungsgebühr

Die RSG Group, ein Gigant in der deutschen Fitnessbranche mit bekannten Marken wie McFIT, John Reed und Gold’s Gym, steht vor einer internen Herausforderung. Eine von ihr angekündigte, ab dem 1. November 2025 geltende Studionutzungsgebühr für ihre freiberuflichen Kurstrainerinnen und Kurstrainer hat eine Welle des Protests ausgelöst. Tausende engagierte Trainer, die täglich mit Leidenschaft und Fachwissen die Kursangebote beleben, sehen sich durch diese Maßnahme wirtschaftlich bedroht und fordern die sofortige Rücknahme der Entscheidung.

Wer sind die Kurstrainer der RSG Group?

Die freiberuflichen Kurstrainer der RSG Group bilden das Herzstück des vielfältigen Kursangebots, das zehntausende Mitglieder in ganz Deutschland begeistert. Von dynamischen Zumba-Einheiten über meditative Yoga-Stunden bis hin zu intensiven Cycling-Sessions und präzisem Pilates – sie sind es, die mit ihrer Energie, Motivation und ihrem fundierten Fachwissen für ein lebendiges und ansprechendes Studioerlebnis sorgen. Diese Trainer agieren eigenverantwortlich, investieren in ihre eigene Ausrüstung, ihre Fortbildung und bringen ein hohes Maß an persönlichem Engagement mit, oft weit über die eigentliche Kurszeit hinaus. Sie tragen maßgeblich zur Qualität, Vielfalt und zum Erfolg der Studios bei und sind ein entscheidender Faktor für die Mitgliederbindung. Ohne sie gäbe es keine Gruppendynamik, keine inspirierenden Workouts und letztlich kein umfassendes Studioerlebnis, das die Mitglieder an die Marken der RSG Group bindet.

Die geplante Studionutzungsgebühr: Was steckt dahinter?

Die RSG Group hat angekündigt, ab dem 1. November 2025 eine monatliche Studionutzungsgebühr in Höhe von 80 bis 120 Euro von ihren freiberuflichen Kurstrainern zu erheben. Begründet wird dieser Schritt seitens des Unternehmens mit dem Wunsch, gestiegene Betriebskosten aufzufangen und die Infrastruktur der Studios weiterhin zu sichern. Das Management der RSG Group sieht diese Maßnahme als notwendig an, um die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten und auch zukünftig ein hochwertiges Trainingsumfeld bieten zu können. Für die Trainer jedoch stellt diese Gebühr eine erhebliche finanzielle Belastung dar, die ihre bereits knappen Margen weiter schmälern würde.

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Warum die Gebühr unfair ist: Die Argumente der Trainer

Die freiberuflichen Kurstrainer sehen in der pauschalen Einführung dieser Gebühr eine zutiefst unfaire und unverhältnismäßige Maßnahme. Ihre Argumente sind klar und fundiert:

Bestehende Eigenkosten

Schon jetzt tragen die Trainer eine Vielzahl eigener Ausgaben. Dazu gehören nicht nur Versicherungen, sondern auch Fahrtkosten zu den verschiedenen Studios, kontinuierliche Fortbildungen zur Sicherung und Erweiterung ihres Fachwissens sowie die Anschaffung und Pflege von eigenem Material. Diese Kosten sind bereits fester Bestandteil ihrer freiberuflichen Tätigkeit und schmälern ihr Nettoeinkommen erheblich. Die neue Gebühr würde diese Belastung noch verstärken.

Versteckte Honorarreduzierung

In der Praxis läuft die Studionutzungsgebühr auf eine versteckte Reduzierung des Trainerhonorars hinaus. Anstatt die Stundensätze direkt zu kürzen, wird ein fester Betrag abgezogen, der de facto ihr Einkommen mindert. Dies empfinden die Trainer als intransparent und als eine einseitige Verschiebung der Kosten zu ihren Lasten, ohne dass ein entsprechender Mehrwert für ihre Arbeit geschaffen wird.

Wirtschaftliche Untragbarkeit

Für viele Trainer, insbesondere jene, die nur wenige Kurse pro Woche geben oder deren Honorare ohnehin moderat sind, würde die zusätzliche Gebühr die wirtschaftliche Tragfähigkeit ihrer Tätigkeit in Frage stellen. Es droht die Gefahr, dass zahlreiche engagierte Trainer ihre Arbeit bei der RSG Group einstellen müssen, weil sie finanziell nicht mehr in der Lage wären, diese zu leisten. Dies könnte zu einem erheblichen Verlust an Qualität und Vielfalt im Kursangebot führen.

Fehlende Einbindung

Ein weiterer schwerwiegender Kritikpunkt ist die Art und Weise, wie diese Entscheidung getroffen wurde. Die Einführung der Gebühr erfolgte ohne vorherige Einbindung oder Konsultation der betroffenen Trainerinnen und Trainer. Eine solche einseitige Entscheidung empfinden die Selbstständigen als mangelnden Respekt und eine Missachtung ihrer Rolle als Partner im Geschäftsmodell der RSG Group. Sie fordern eine Kommunikation auf Augenhöhe und eine faire Verhandlung über die Bedingungen ihrer Zusammenarbeit.

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Die Forderungen der Trainer: Ein Appell an Fairness und Respekt

Vor diesem Hintergrund fordern die Trainer die RSG Group GmbH nachdrücklich auf, die geplante Einführung der Studionutzungsgebühr sofort zu stoppen. Sie betonen ihre unverzichtbare Rolle als “Herz und Stimme der Kurse” und machen deutlich, dass ohne ihr Engagement keine Kurse stattfinden würden, keine Motivation entstünde und die Mitgliederbindung leiden würde. Die Trainer stehen geschlossen hinter ihrer Petition und fordern:

  • Respekt und Fairness: Eine Wertschätzung ihrer Arbeit und ihres Engagements.
  • Tragfähige Rahmenbedingungen: Konditionen, die es ihnen ermöglichen, weiterhin mit Freude und hoher Qualität zu unterrichten.
  • Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Einen partnerschaftlichen Dialog über ihre Arbeitsbedingungen.

Die Bedeutung für die Fitnessbranche in Deutschland

Der Protest der RSG Group-Trainer hat nicht nur interne Bedeutung für das Unternehmen, sondern sendet auch ein wichtiges Signal in die gesamte Fitnessbranche Deutschlands. Er wirft Fragen nach der Wertschätzung freiberuflicher Arbeit, der Gestaltung fairer Partnerschaften und der Nachhaltigkeit von Geschäftsmodellen auf, die stark auf Selbstständige angewiesen sind. Die Reaktion der RSG Group auf diese Petition könnte Präzedenzfälle schaffen und die Diskussion über die Arbeitsbedingungen für Fitnessprofis im ganzen Land beeinflussen. Es geht um die Sicherung der Selbstständigkeit und die Anerkennung des Beitrags, den Trainer zur Gesundheit und Motivation der Bevölkerung leisten.

Gemeinsam stark: Die Petition als Signal

Die Petition ist mehr als nur ein Schriftstück; sie ist ein Ausdruck kollektiver Stärke und Geschlossenheit. Trainer aus allen Kursbereichen – ob Yoga, Zumba, Body Workout, Cycling oder Pilates – haben sich zusammengetan, um ihre gemeinsame Sache zu vertreten. Sie sehen sich “im selben Boot” und nutzen die Petition als Instrument, um ein klares Signal für Fairness und Wertschätzung in der gesamten Fitnessbranche zu senden. Es ist ein Aufruf, die Selbstständigkeit der Trainer zu sichern und ihre Arbeit angemessen zu honorieren, anstatt sie durch zusätzliche Belastungen zu erschweren. Gemeinsam wollen sie zeigen, dass sie “mehr als einzelne Trainer” sind, sondern “die Bewegung, die alles in Gang hält”.

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Fazit: Eine Branche im Wandel fordert Dialog

Die Auseinandersetzung um die Studionutzungsgebühr bei der RSG Group beleuchtet die komplexen Beziehungen zwischen großen Fitnessanbietern und ihren freiberuflichen Mitarbeitern. Es ist ein Weckruf für die gesamte Branche, die Notwendigkeit eines fairen Dialogs und partnerschaftlicher Lösungen zu erkennen. Die Trainer der RSG Group kämpfen nicht nur für ihre eigenen Interessen, sondern auch für eine grundsätzliche Wertschätzung der freiberuflichen Tätigkeit in der Fitnessbranche. Ihre Petition ist ein Plädoyer für Respekt, wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine nachhaltige Zusammenarbeit, die den Beitrag aller Beteiligten anerkennt und würdigt. Das Ergebnis dieses Protests wird zeigen, wie die Fitnessbranche in Deutschland ihre Zukunft gestaltet – mit oder ohne die volle Unterstützung ihrer engagiertesten Akteure.