Jede Spende zählt! Alle sieben Sekunden benötigt ein Patient in Deutschland eine Bluttransfusion. Diese lebensrettenden Präparate sind oft die letzte Hoffnung bei Unfällen, komplexen Operationen oder schweren Krankheiten wie Krebs. Blutspenden sind daher ein unverzichtbarer Pfeiler unseres Gesundheitssystems und tragen maßgeblich dazu bei, Menschenleben zu retten und die Lebensqualität von Patienten zu verbessern. In einer Zeit, in der die Nachfrage nach Blutpräparaten konstant hoch bleibt, ist die Sensibilisierung für dieses Thema und die aktive Beteiligung der Bevölkerung von entscheidender Bedeutung.
Der unschätzbare Wert einer Blutspende
Blut ist ein Saft, der Leben schenkt – und künstlich nicht herstellbar ist. Es besteht aus verschiedenen Komponenten wie roten Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen, die jeweils unterschiedliche Funktionen im Körper erfüllen. Patienten, die beispielsweise an Blutkrebs leiden, benötigen während ihrer Chemotherapie häufig Blutplättchen. Unfallopfer mit schweren Verletzungen oder Patienten nach großen Operationen benötigen oft große Mengen an roten Blutkörperchen, um den Sauerstofftransport im Körper aufrechtzuerhalten. Chronisch kranke Menschen sind oft dauerhaft auf regelmäßige Bluttransfusionen angewiesen, um überhaupt ein normales Leben führen zu können. Jeder einzelne Tropfen einer Blutspende trägt dazu bei, diese therapeutischen Bedürfnisse zu decken und den Patienten eine Chance auf Genesung oder zumindest Linderung zu ermöglichen.
“1.000 Spenden, tausend Dank”: Eine Erfolgsgeschichte vom MDR
Die Bedeutung der Blutspende wurde eindrucksvoll durch die Aktion “1.000 Spenden, tausend Dank” des MDR-Magazins “Hauptsache gesund” unterstrichen. Anlässlich seiner 1.000. Sendung rief das Magazin die Bevölkerung dazu auf, Blut zu spenden. Die Resonanz war überwältigend und zeigte das große Herz der Menschen in Mitteldeutschland.
Logo Hauptsache gesund
Im Vorfeld der Jubiläumsausgabe wurden 19 Blutspendetermine in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen organisiert. Das ursprüngliche Ziel von 1.000 Blutspenden wurde dabei weit übertroffen: Insgesamt kamen beeindruckende 1.233 Blutspenden zusammen. Diese Spenden kamen direkt den Patienten in der jeweiligen Region zugute und retteten vielfältig Leben. Der MDR begleitete diese bedeutsame Aktion umfassend über alle Kanäle – im Fernsehen, Radio, Internet und in sozialen Netzwerken. Auch die Jubiläumssendung am 3. Dezember widmete sich ausführlich diesem lebensrettenden Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. Unterstützung erhielt die Kampagne von prominenten Persönlichkeiten wie den ehemaligen Profisportlern Michael Rösch (Biathlon) und Kristina Vogel (Radsport), deren Engagement dazu beitrug, viele neue Spender zu gewinnen und das Bewusstsein für die Dringlichkeit der Blutspende weiter zu schärfen. Die symbolische 1.000. Blutspende wurde von Emilie Hanske aus Niedercunnersdorf in Sachsen geleistet, ein Beispiel für das bürgerschaftliche Engagement, das diese Aktion so erfolgreich machte.
Herausforderungen und die bleibende Notwendigkeit
Trotz solcher Erfolgsgeschichten steht die Blutspende in Deutschland vor kontinuierlichen Herausforderungen. Dr. Carsten Lekutat, Hausarzt und Moderator von „Hauptsache gesund“, betonte nach der Aktion: „Wir haben durch unsere Aktion auch erfahren, wie schwierig es derzeit ist, ausreichend Spender und geeignete Räume für die Spendentermine zu finden.“
Spenderin der 1.000sten Blutspende
Der demografische Wandel führt dazu, dass jährlich über 100.000 langjährige Blutspender altersbedingt ausscheiden, während die Zahl der Erstspender sinkt. Externe Faktoren wie Ferienzeiten, extreme Wetterlagen (Hitze oder Kälte), Grippewellen oder globale Pandemien können das Spendenverhalten zusätzlich stark beeinflussen und die Verfügbarkeit von Blutpräparaten gefährden. Gerade in diesen Zeiten ist es umso wichtiger, dass gesunde Menschen regelmäßig spenden und neue Spender hinzukommen. Ein Fünftel aller benötigten Blutpräparate wird allein in der Onkologie eingesetzt, was die enorme Abhängigkeit von Blutspenden für die Behandlung von Tumorerkrankungen verdeutlicht. Die Aufrechterhaltung der Versorgung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur durch das kontinuierliche Engagement vieler Einzelner gewährleistet werden kann.
Wer kann spenden und wie läuft eine Blutspende ab?
Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren und einem Körpergewicht von mindestens 50 kg Blut spenden. Eine obere Altersgrenze gibt es oft nicht, solange der Spender fit und gesund ist. Vor jeder Spende erfolgt eine gründliche ärztliche Untersuchung und ein vertrauliches Gespräch, um die Spendefähigkeit sicherzustellen und Risiken für Spender und Empfänger auszuschließen. Der eigentliche Vorgang der Blutentnahme dauert nur etwa 5 bis 10 Minuten, während der gesamte Termin inklusive Anmeldung und Ruhephase etwa eine Stunde in Anspruch nimmt. Während dieser Zeit werden etwa 500 ml Blut entnommen. Anschließend erhalten Spender Getränke und einen Imbiss, um den Kreislauf zu stabilisieren.
Ein kleiner Pieks mit großer Wirkung: Werden Sie zum Lebensretter!
Die Blutspende ist ein einfacher Akt der Solidarität, der eine enorme Bedeutung hat. Mit einem kleinen Pieks können Sie Großes bewirken und direkt dazu beitragen, Leben zu retten und die Genesung vieler Patienten zu ermöglichen. Es ist eine der direktesten und wirkungsvollsten Formen der Hilfe, die wir in unserer Gesellschaft leisten können. Jede Spende ist ein Zeichen der Hoffnung für Menschen in Not.
Wenn auch Sie zum Lebensretter werden möchten, informieren Sie sich über die nächsten Blutspendetermine des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost in Ihrer Nähe und buchen Sie gleich einen Termin. Ihre Spende kann den entscheidenden Unterschied machen!
Weitere Informationen finden Sie hier:
- DRK-Blutspendedienst Nord-Ost auf Facebook
- Terminreservierung beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost
- Allgemeine Informationen zur Blutspende
