Die Digitalisierung ist ein entscheidender Motor für die moderne Bildungslandschaft. Im Zuge dieser Entwicklung spielen Softwarelösungen eine zentrale Rolle, um Lehrkräften und Lernenden die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben. Microsoft bietet hierfür vielfältige Lizenzmodelle und Programme an, die speziell auf die Bedürfnisse von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zugeschnitten sind. Diese Initiativen unterstützen die Schaffung einer fortschrittlichen IT-Infrastruktur und ermöglichen den Zugang zu leistungsstarken Anwendungen für Lehre, Lernen und Entwicklung.
Das Microsoft Austrian College und High School Agreement (MS ACH)
Ein Kernstück der Digitalisierungsstrategie im Bildungsbereich ist das Microsoft Austrian College und High School Agreement, kurz MS ACH. Dieses Generallizenzprogramm, das bereits seit Juni 2003 besteht, sichert weiterführenden Schulen und Pädagogischen Hochschulen in Österreich den Zugang zu einem breiten Portfolio an Microsoft-Softwareprodukten. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Bemühungen, die IT-Infrastruktur an Schulen kontinuierlich zu verbessern und eine zukunftsorientierte Lernumgebung zu gewährleisten. Das Agreement wurde zuletzt im Juni 2024 um weitere drei Jahre bis zum 31. Mai 2027 verlängert, was die langfristige Verpflichtung zur digitalen Bildung unterstreicht. Es stellt sicher, dass Bildungsinstitutionen von stabilen und planbaren Softwarekosten profitieren können.
Weitere detaillierte Informationen zu den Konditionen und Leistungen dieses Abkommens finden sich auf der offiziellen Informationsseite zu den Austrian College und High School Agreements (MS ACH).
Das Shape the Future-Programm: Rabattierte Windows-Lizenzen für Geräte
Um den Erwerb von Geräten mit modernen Betriebssystemen zu erleichtern, hat Microsoft das “Shape the Future”-Programm ins Leben gerufen. Dieses Programm ermöglicht es Schulen und Schulerhaltern, Hardware mit deutlich rabattierten Windows-Lizenzen zu erwerben. Es ist eine wichtige Initiative, um die Ausstattung der Klassenzimmer mit aktueller Technologie voranzutreiben und allen Schülerinnen und Schülern den Zugang zu modernen Lernwerkzeugen zu ermöglichen.
Vertriebspartner und Endgerätehersteller (OEMs), die im Rahmen dieses Programms Microsoft-Geräte anbieten möchten, benötigen einen sogenannten “Letter of Eligibility” (LoE). Dieser LoE bestätigt die Bezugsberechtigung der jeweiligen Schule. Er kann von den Vertriebspartnern oder OEMs direkt bei Softwarelizenzen@bmb.gv.at angefordert werden, um den Prozess für die Bildungseinrichtungen zu vereinfachen und eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten.
Kostenlose Office 365 ProPlus Lizenzen für Lehrkräfte und Schüler
Seit dem 1. Dezember 2013 bietet Microsoft Bildungseinrichtungen, die Office Professional organisationsweit über ein EES Enrollment oder Open Value Subscription Education Enrollment lizenziert haben, einen besonderen Vorteil: den kostenlosen Bezug des Office 365 ProPlus Benefits. Dieser Benefit ist Teil des aktuellen Vertrags des zuständigen Ministeriums und ermöglicht es, dass Schülerinnen und Schülern Office 365 ProPlus als Abonnementdienst zur Verfügung steht.
Für MS-ACH bezugsberechtigte Bildungsinstitutionen eröffnet sich somit die Möglichkeit, Office 365 ProPlus Lizenzen nicht nur für ihre Schülerinnen und Schüler, sondern auch für ihre Lehrerinnen und Lehrer kostenfrei über das bestehende MS-ACH Agreement zu erhalten. Dies fördert die digitale Kompetenzentwicklung auf allen Ebenen und sorgt für eine einheitliche, leistungsstarke Arbeitsumgebung. Office 365 ProPlus umfasst essenzielle Anwendungen wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook, die für den modernen Schulalltag unerlässlich sind.
Für spezifische Fragen oder Preisauskünfte zu diesen Lizenzmodellen sollten sich interessierte Schulen direkt an einen Authorised Education Partner (AEP) wenden. Diese Partner sind spezialisiert auf die Beratung und den Vertrieb von Microsoft-Lösungen im Bildungssektor.
Kostenlose Entwicklersoftware durch das Microsoft Imagine Programm
Die Förderung von Kreativität und technischen Fähigkeiten ist ein weiteres Ziel von Microsofts Bildungsinitiativen. Im Rahmen des Microsoft Imagine Programms (früher bekannt als DreamSpark) können Schülerinnen und Schüler Microsoft Entwicklertools und -software kostenlos beziehen. Dieses Programm ist eine wertvolle Ressource für alle, die ein Interesse an Informatik, Softwareentwicklung oder digitalem Design haben.
Das Microsoft Imagine Programm eröffnet jungen Talenten die Möglichkeit, eigene Software, Webanwendungen, kreative Designs und sogar Spiele zu entwickeln. Es bietet Zugriff auf eine breite Palette professioneller Entwicklungswerkzeuge, die sonst kostenpflichtig wären. Dies senkt die Einstiegshürden erheblich und ermutigt Schülerinnen und Schüler, ihre Ideen in die Realität umzusetzen und wichtige Fähigkeiten für zukünftige Berufsfelder zu erwerben. Ein umfassender Katalog der verfügbaren Software und Dienste ist auf der Microsoft Imagine Website verfügbar.
Datenschutz bei Cloud-Diensten für Schulen: MS-Office 365 und DSGVO
Mit der zunehmenden Nutzung von Cloud-Diensten im Bildungsbereich rückt der Datenschutz in den Vordergrund. Für Schulen, die keinen eigenen E-Mail-Server betreiben, bietet die Einrichtung von E-Mail-Adressen in MS-Office 365 eine praktische Lösung. Hierbei ist jedoch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und insbesondere Artikel 28 zu beachten, der den Abschluss einer Auftragsverarbeitervereinbarung für Betreiber solcher Mailserver vorsieht.
Da zwischen Microsoft und dem Bundesministerium für Bildung (BMB) eine solche Auftragsverarbeitervereinbarung besteht, sind Mail-Adressen in MS-Office 365 aus datenschutzrechtlicher Sicht bei Verwendung geeigneter, verschlüsselter Mail-Übertragungsprotokolle (z.B. TLS) grundsätzlich zulässig. Es ist jedoch essenziell zu beachten, dass personenbezogene Daten stets in den dafür vorgesehenen Fachanwendungen (wie Sokrates im Bund, Lernplattformen, Web-Untis, ISO/Ideal (Web), Portal Austria, PH-Online etc.) zu speichern sind. Dies gewährleistet die Einhaltung der Datenschutzstandards und die Sicherheit sensibler Informationen.
Die Services von MS-Office 365 können selbstverständlich auch im Unterricht eingesetzt werden, um kollaboratives Lernen und digitale Kompetenzen zu fördern. Die detaillierten datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz in österreichischen Schulen sind im Bereich „Datenschutz in Schulen – Rechtsgrundlage und Zwecke der Datenverarbeitungen an österreichischen Schulen (Art. 6 DSGVO)“ präzise beschrieben.
Für weitere Fragen rund um die Lizenzierung von Microsoft-Produkten und deren Einsatz im Bildungssektor empfiehlt es sich, den eigenen Handelspartner (AEP) zu kontaktieren oder die umfassenden Informationen auf der Microsoft Bildung Website zu nutzen. Diese Ressourcen bieten wertvolle Unterstützung, um die digitalen Möglichkeiten optimal für Bildungseinrichtungen einzusetzen.
Schlusswort:
Die vielfältigen Lizenzmodelle und Programme von Microsoft sind ein wichtiger Pfeiler für die Digitalisierung im Bildungsbereich. Sie ermöglichen Schulen, Lehrkräften und Schülern den Zugang zu essenziellen Softwarelösungen, fördern die Entwicklung zukunftsrelevanter Kompetenzen und unterstützen die Schaffung einer sicheren und effektiven Lernumgebung. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung und die Berücksichtigung von Datenschutzaspekten trägt Microsoft dazu bei, dass Bildungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum optimal auf die Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt vorbereitet sind. Nutzen Sie die angebotenen Ressourcen und Partnerschaften, um die digitalen Potenziale voll auszuschöpfen und die Bildung der Zukunft aktiv mitzugestalten.
