Das innovative Kaffeekugel-System Coffee B der Schweizer Migros hat im April 2023 den deutschen Markt betreten. Als strategischer Partner konnte der größte deutsche Detailhändler Edeka gewonnen werden, um die umweltfreundlichen Coffee Balls und die dazugehörigen Kaffeemaschinen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch die Markteinführung war von aggressiven Preisstrategien begleitet, die den Verkauf rasant ankurbelten und gleichzeitig Diskussionen über die Wertigkeit des Produkts auslösten. Dieser Fall beleuchtet die Dynamik des deutschen Einzelhandels und die Herausforderungen, denen sich neue Produkte im hart umkämpften Segment der Kaffeemaschinen stellen müssen.
Die Markteinführung und anfängliche Hürden bei Edeka
Seit der Einführung im April 2023 sind die Coffee B Produkte, bekannt für ihre kompostierbaren Kaffeekugeln, in den Edeka-Filialen erhältlich. Auch in Frankreich werden sie vertrieben, teilweise zu deutlich günstigeren Preisen als in der Schweiz. Doch die Akzeptanz auf dem deutschen Markt ließ zunächst zu wünschen übrig. Ein Edeka-Händler berichtete der «Lebensmittel Zeitung» Anfang August, dass die Ware “wochenlang wie Blei in den Regalen lag”, bevor gezielte Aktionen die Nachfrage ankurbelten. Dies unterstreicht, wie wichtig effektive Verkaufsstrategien für neue Produkteinführungen sind, selbst bei innovativen Konzepten. Viele Verbraucher vergleichen Angebote sorgfältig, ähnlich wie bei der Entscheidung zwischen küchengeräte aeg oder siemens.
Aggressive Preisaktionen als Katalysator für den Verkaufserfolg
Um die anfängliche Kaufzurückhaltung zu überwinden, setzte Edeka auf eine Reihe von Rabatt-Aktionen. Ursprünglich für 149 Euro eingeführt, war die Coffee B Kaffeemaschine bereits im Juli für reduzierte 49 Euro erhältlich. Doch die eigentliche Wende kam zwischen dem 10. und 29. Juli. In dieser Zeit konnten Besitzer einer kostenlosen Deutschlandcard die Coffee B Globe Kaffeemaschine für lediglich 19 Euro erwerben. Zusätzlich erhielten sie acht Packungen Kaffeekugeln nach Wahl und, als weiteres Highlight, einen 25-Euro-Gutschein bei Online-Registrierung der Maschine.
Diese aggressive Preisgestaltung führte dazu, dass Kunden die Maschine de facto gratis erhielten und sogar noch einen kleinen Gewinn erzielten. Währenddessen kostete die identische Kaffeemaschine in der Schweiz unverändert 149 Franken. Diese Diskrepanz verdeutlicht die unterschiedlichen Marktbedingungen und Preisstrategien in den europäischen Ländern. Auch bei anderen innovativen Haushaltsgeräten, beispielsweise küchengeräte mit akku, sind Preisunterschiede und Aktionsangebote üblich.
Die Haltung der Migros zu den Preisstrategien
Die Migros, Mutterkonzern von Coffee B, äußerte sich gelassen zu den tiefen Preisen bei Edeka. Ein Sprecher erklärte, dass in Deutschland die Preisgestaltung in der Hoheit der Detailhändler liege und Promotionspreise grundsätzlich Teil der Verkaufsstrategie seien. Auch in der Schweiz gebe es immer wieder ähnliche Aktionen, wenn auch in weniger extremer Form. Diese Sichtweise unterstreicht die Notwendigkeit für Hersteller, ihren Handelspartnern eine gewisse Flexibilität bei der Preisgestaltung einzuräumen, um auf lokale Marktbedingungen reagieren zu können. Es ist eine gängige Praxis, die man auch bei spezielleren Gadgets wie einem küchengerät mit j oder einem küchengerät mit u beobachten kann.
Die Auswirkungen der Edeka-Aktionen: Ausverkauf und Weiterverkauf
Die Edeka-Aktion war ein voller Erfolg, führte aber auch zu einem raschen Ausverkauf der Kaffeemaschinen in den Filialen. Zahlreiche Nutzer berichteten in den Kommentaren des Aktionsvideos, keine Maschine mehr gefunden zu haben. Die Migros-Tochter Delica bestätigte die Lieferengpässe. Die Kehrseite dieser Medaille zeigte sich im florierenden Online-Weiterverkauf. Auf Deutschlands größten Online-Kleinanzeigen-Portalen wurden unzählige Coffee B Kaffeemaschinen angeboten, oft neu und originalverpackt, für rund 30 Euro – inklusive der acht Packungen Kaffeekugeln aus der Edeka-Aktion. Dieses Phänomen ist ein direktes Resultat der Über-Subventionierung und zeigt, wie Verbraucher clevere Angebote nutzen, um einen Profit zu erzielen. Diese Dynamik im an und verkauf küchengeräte ist nicht neu, aber in diesem Ausmaß bemerkenswert.
Ein Blick auf den deutschen Kaffeemarkt und das Verbraucherverhalten
Der deutsche Kaffeemarkt ist hart umkämpft, mit einer Vielzahl etablierter Kapsel- und Padsysteme sowie traditionellen Brühkaffeemaschinen. Die Preissensibilität der deutschen Verbraucher ist hoch, was innovative, aber teurere Konzepte vor Herausforderungen stellt. Coffee B verspricht eine umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen Kapseln, doch der Einstiegspreis war offenbar ein Hindernis. Die Edeka-Offensive war somit ein mutiger Schritt, um das Produkt schnell im Bewusstsein der Konsumenten zu verankern und Marktanteile zu gewinnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verkaufszahlen langfristig entwickeln, wenn die Promotions nachlassen und der reguläre Preis wieder stärker in den Fokus rückt. Migros selbst hat bisher keine konkreten Verkaufszahlen bekannt gegeben, zeigt sich aber “zufrieden” mit dem bisherigen Verlauf.
Fazit: Eine mutige Strategie mit gemischten Signalen
Die Einführung von Coffee B in Deutschland durch Edeka ist ein Paradebeispiel für eine aggressive Markteinführungsstrategie. Die extremen Preisaktionen haben zweifellos zu einer schnellen Verbreitung der Kaffeemaschinen geführt und Coffee B im deutschen Markt bekannt gemacht. Für preisbewusste Kunden war dies eine einmalige Gelegenheit, ein innovatives Produkt zu einem unschlagbaren Preis zu erwerben. Gleichzeitig wirft der Umfang der Aktionen und der anschließende Weiterverkauf Fragen nach der langfristigen Markenwahrnehmung und der Nachhaltigkeit dieser Strategie auf. Ob Coffee B dauerhaft auf dem deutschen Markt bestehen kann, wird nicht nur von der Produktqualität, sondern auch von der Fähigkeit abhängen, eine stabile Preispositionierung zu finden, die sowohl für den Handel als auch für die Konsumenten attraktiv ist. Wie beurteilen Sie persönlich die Strategie von Coffee B in Deutschland?
