Es ist ein bekanntes Dilemma: Man greift gerne zu Tiefkühlgemüse – nicht nur, weil es praktisch ist, sondern oft auch nährstoffreicher als vermeintlich frische Produkte. Schließlich wird es direkt nach der Ernte schockgefroren, wodurch Vitamine und Mineralien weitgehend erhalten bleiben. Doch wie bringt man diesen frostigen Block am ökologisch und ökonomisch sinnvollsten in einen verzehrfähigen Zustand? Welches Küchengerät verbraucht beim Auftauen und Erhitzen am wenigsten Energie?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich ein Experiment mit einem 250-Gramm-Päckchen Tiefkühlspinat durchgeführt. Die Herstellerempfehlung sieht zwei Varianten vor: entweder zugedeckt bei mittlerer Hitze kochen und zwei Minuten köcheln lassen oder im Mikrowellengerät bei 600 Watt sechs Minuten zugedeckt erwärmen und kurz aufkochen lassen.
Mikrowelle vs. Elektroherd: Der direkte Vergleich der Effizienz
Die Ergebnisse sind aufschlussreich: Bei kleineren Portionen, wie meinem Spinatpäckchen, hat die Mikrowelle klar die Nase vorn. Der Grund liegt im unterschiedlichen Wirkungsgrad beider Geräte. Ein traditioneller Elektroherd arbeitet mit Wärmeleitung, was bedeutet, dass zuerst die Herdplatte und der Topf erhitzt werden müssen, bevor die Wärme den Spinat erreicht. Dieser Prozess ist mit erheblichen Energieverlusten verbunden.
Im Gegensatz dazu wirken Mikrowellen direkt auf die Wassermoleküle im Lebensmittel ein. Sie schwingen Milliarden Male pro Sekunde, treffen den Eisblock im Kern und erzeugen so Wärme. Das mikrowellengeeignete Geschirr bleibt dabei kalt. Für die Zubereitung des Spinats zog die Mikrowelle etwa 0,06 Kilowattstunden aus der Steckdose, was Kosten von ungefähr zwei Cent entspricht. Auf dem Ceranfeld dauerte der Vorgang etwa 15 Minuten und verbrauchte rund 0,23 Kilowattstunden Strom, was Kosten von gut sieben Cent bedeutet – fast das Vierfache bei gleichzeitig höherem Zeitaufwand. Wer generell den Energieverbrauch von Toastern oder anderen Kleingeräten im Haushalt im Blick hat, wird diese Unterschiede zu schätzen wissen.
Die Faustregel des Umweltbundesamtes und moderne Küchengeräte
Das Umweltbundesamt empfiehlt eine klare Faustregel: Speisen bis zu einem Gewicht von 250 Gramm sollten bevorzugt in der Mikrowelle zubereitet werden. Bei größeren Mengen verliert die Mikrowelle ihren Vorteil zusehends, da auch hier mehr Energie durch Abwärme verloren geht.
Noch effizienter als die Mikrowelle ist ein moderner Induktionsherd. Diese Technologie setzt ebenfalls nicht auf Wärmeleitung, sondern induziert ein elektromagnetisches Feld direkt in den Topfboden. Dadurch erhitzt sich ausschließlich das Metall des Gefäßes, nicht die Herdplatte, was den Kochvorgang erheblich verkürzt und den Energieverbrauch sowie die Kosten senkt. Für diejenigen, die auf der Suche nach modernen Kochlösungen sind, könnten Juno Küchengeräte oder Produkte aus der Dieter Knoll Collection Küchengeräte interessante Optionen sein, die Effizienz und Design verbinden.
Viele Profi- und Hobbyköche schwören zudem auf Gasherde. Ein Gasherd verbraucht für den gleichen Kochvorgang zwar etwa doppelt so viel Energie wie ein Induktionsherd, doch die Umweltbilanz muss nicht zwangsläufig schlechter sein. Wenn der Elektroherd mit fossilem und nicht mit grünem Strom betrieben wird, können die Gasflammen unterm Strich oft sogar weniger Treibhausgase freisetzen.
Nährstoffe und Mikrowellen: Ein hartnäckiges Gerücht
Ein weit verbreitetes Gerücht besagt, dass die hochfrequenten Mikrowellen selbst wertvolle Nährstoffe in Lebensmitteln zerstören würden. Dies ist jedoch ein Irrtum. Entscheidend für den Erhalt von Vitaminen wie C oder B1 sind primär die Temperatur und die Garzeit, nicht die Wellenlängen. Tatsächlich arbeitet die Mikrowelle beim Tiefkühlspinat oft schonender als der Herd, da sie das Essen schneller und gleichmäßiger erhitzt. Moderne Geräte wie ein Miele Combi Dampfgarer Mikrowelle kombinieren sogar mehrere Funktionen, um eine optimale Zubereitung zu gewährleisten.
Fazit: Clever Kochen, Strom Sparen
Die Wahl des richtigen Küchengeräts kann einen erheblichen Unterschied im Energieverbrauch und damit auch bei den Stromkosten ausmachen. Für kleine Portionen ist die Mikrowelle unschlagbar energieeffizient. Wer größere Mengen zubereitet oder über eine Neuanschaffung nachdenkt, sollte einen Induktionsherd in Betracht ziehen. Auch Gasherde haben ihre Berechtigung, insbesondere unter Berücksichtigung der Herkunft des Stroms. Indem wir bewusst entscheiden, welches Gerät wir wann nutzen, tragen wir nicht nur zu unserem eigenen Geldbeutel bei, sondern auch zum Umweltschutz. Machen Sie den Test in Ihrer Küche und entdecken Sie, wie einfach Haushaltsgeräte im Discount Ihnen helfen können, energieeffizient zu leben.
