Minijob und Rente: Warum sich Beiträge zur Rentenversicherung wirklich lohnen

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland übten im Jahr 2020 einen Minijob aus und verdienten dabei maximal 450 Euro im Monat. Seit 2013 sind Minijobs grundsätzlich versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Bei einem Einkommen von 450 Euro bedeutet dies einen monatlichen Beitrag von 16,20 Euro. Doch viele Minijobber entscheiden sich für eine Befreiung von dieser Pflicht, oft ohne die weitreichenden Vorteile vollständig zu überblicken. Das Wissen um die eigenen Finanzen ist dabei oft der erste Schritt zu einer sicheren Zukunft. Wer sich über umfassende Finanzinformationen online abrufen informieren möchte, findet vielfältige Ressourcen.

Die Experten der Deutschen Rentenversicherung weisen darauf hin, dass über 80 Prozent der Minijobber die Befreiung in Anspruch nehmen, um Abzüge zu vermeiden. Damit verzichten sie jedoch nicht nur auf höhere Rentenanwartschaften, sondern auch auf andere wichtige Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung. Es ist entscheidend, die langfristigen Auswirkungen dieser Entscheidung zu verstehen und proaktiv zu handeln.

Die Vorteile der Rentenversicherungspflicht im Minijob

Der Großteil des Rentenbeitrags für Minijobber wird vom Arbeitgeber getragen, der 15 Prozent des Verdienstes einzahlt. Minijobber selbst zahlen in der Regel zusätzliche 3,6 Prozent ihres Gehalts in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Diese Beitragszeiten im Minijob werden später bei der Ermittlung der Mindestversicherungszeit für verschiedene Rentenarten angerechnet. Dies gilt nicht nur für die Altersrente, sondern auch für eine mögliche Erwerbsminderungsrente, die Unterstützung bei gesundheitlichen Einschränkungen bietet, und eine Hinterbliebenenrente, die die Familie im Todesfall absichert.

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Rehabilitationsleistungen sichern die Gesundheit

Darüber hinaus eröffnen eingezahlte Beiträge auch den Zugang zu Rehabilitationsleistungen. Wer in den letzten zwei Jahren mindestens sechs Monate Pflichtbeiträge in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann über die Rentenversicherung eine Reha beantragen. Diese präventiven Maßnahmen sind entscheidend, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten und chronischen Erkrankungen vorzubeugen, was langfristig die Lebensqualität sichert.

Besondere Vorteile für Eltern mit Minijob

Für Mütter und Väter mit Minijob ist die Beitragszahlung besonders attraktiv. Zwischen dem dritten und dem zehnten Geburtstag eines Kindes – in der sogenannten „Kinderberücksichtigungszeit“ – werden ihre Beiträge bei der Rentenberechnung um bis zu 50 Prozent aufgewertet. Das bedeutet, dass ein 450-Euro-Job für die spätere Rente so zählt, als hätte man bis zu 675 Euro monatlich verdient. Durch ein Jahr im versicherungspflichtigen Minijob steigt die spätere Altersrente nach heutigen Werten um monatlich 6,67 Euro, was 80,04 Euro im Jahr entspricht. Das sind 37,08 Euro mehr, als ohne eigene Einzahlung. Für Familien ist es wichtig, alle finanziellen Aspekte zu bedenken, sei es die Rente oder allgemeine Finanznachrichten an der Börse.

Riester-Rente optimal nutzen

Auch bei der Riester-Rente profitieren Minijobber, die Beiträge in die Rentenkasse einzahlen. Durch ihr geringes monatliches Einkommen müssen sie nur einen niedrigen Eigenbeitrag zur Riester-Rente leisten, um die volle staatliche Förderung zu erhalten. Dies ist besonders vorteilhaft für Mütter und Väter, die neben der staatlichen Grundzulage auch Kinderzulagen erhalten und so effektiv ihre private Altersvorsorge stärken können. Wer sich umfassend über Steuerthemen informieren möchte, findet auch Informationen zu Krypto in der Steuererklärung, die ebenfalls eine Rolle im gesamten Finanzbild spielen können.

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Rentensteigerung im Alter

Selbst Rentnerinnen und Rentner, die über die reguläre Altersgrenze hinaus einen Minijob ausüben, können durch eigene Beiträge zur Rentenversicherung ihre Rente weiter steigern. Bei einem monatlichen Einkommen von 450 Euro und einer Beitragszahlung von 16,20 Euro erhöht sich die Rente nach einem Jahr um rund 5 Euro. Das bedeutet, dass die eingezahlten Beiträge in weniger als vier Jahren wieder im eigenen Portemonnaie sind. Solche Beiträge bieten eine sichere Wertanlage im Vergleich zu volatilen Märkten, wo man etwa aktuelle Kryptowährungskurse oder Echtzeitkurse für Aktien und Börsenkurse verfolgen kann.

Beratung ist entscheidend

Minijobber haben die Möglichkeit, sich auf Antrag bei ihrem Arbeitgeber von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Diese Entscheidung ist jedoch bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses bindend. Da Minijobber mit einer solchen Befreiung auf viele wichtige Vorteile verzichten, rät die Deutsche Rentenversicherung dringend dazu, sich vorab umfassend beraten zu lassen. Eine solche Beratung können Sie beispielsweise bei der Minijob-Zentrale in Anspruch nehmen.

Für Fragen zu diesem Thema oder weiteren Anliegen rund um das Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung stehen Ihnen die Beraterinnen und Berater der Deutschen Rentenversicherung gerne am kostenfreien Service-Telefon unter der Rufnummer 0800 1000 4800 zur Verfügung. Vertiefende Informationen zu den Themen Rente, Reha und Prävention finden Sie auch in unserem umfangreichen Broschüren-Angebot. Zögern Sie nicht, diese Möglichkeiten zu nutzen, um Ihre finanzielle Zukunft optimal zu gestalten.