Nahrungsergänzungsmittel zum Abnehmen: Ein kritischer Überblick

Der Wunsch nach schneller und unkomplizierter Gewichtsabnahme ist weit verbreitet. Der Markt reagiert darauf mit einer schier endlosen Palette an Produkten, die versprechen, den Weg zur Traumfigur zu ebnen. Von “Stoffwechsel”-Boostern bis hin zu “Fatburnern” – die Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln zum Abnehmen ist riesig und oft undurchsichtig. Doch halten diese Produkte wirklich, was sie versprechen, oder bergen sie sogar Risiken? Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Arten von Schlankheitsmitteln, ihre Funktionsweisen und worauf Verbraucher achten sollten, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei werfen wir auch einen Blick auf problematische Methoden, wie den Einsatz von Abführmitteln zum Abnehmen, die keine nachhaltige Lösung darstellen.

“Stoffwechsel”-Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen

Diese Produkte werden häufig in Kapsel- oder Tablettenform angeboten, neuerdings aber auch als vermeintlich harmlose Gummibonbons, die als “Schlankheits-Bärchen” oder Ähnliches vermarktet werden. Oftmals wird behauptet, dass zwei solcher Bonbons täglich über Nacht beim blitzschnellen Verlust überflüssiger Pfunde helfen sollen, indem sie angeblich das Bauchfett die ganze Nacht “verbrennen”. Die Grundlage dieser Werbeaussagen ist meist der erlaubte Health Claim “trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei”.

Diese Aussage darf von Herstellern verwendet werden, wenn ein Nahrungsergänzungsmittel bestimmte Mikronährstoffe wie Biotin, Eisen, Calcium, Jod, Kupfer, Chrom, Magnesium, Mangan, Niacin, Pantothensäure sowie die Vitamine B1, B2, B6, B12 oder C in einer Tagesdosis enthält, die mindestens 15 % des Nährstoffbezugswertes entspricht. Es ist jedoch entscheidend zu verstehen, dass diese Aussage nicht bedeutet, dass das Produkt zu einer Gewichtsabnahme führt. Sie suggeriert lediglich eine Unterstützung des Energiestoffwechsels, was eine Grundfunktion des Körpers ist. Zudem können diese Gummibonbons, obwohl sie als Nahrungsergänzungsmittel deklariert sind, erhebliche Mengen an Zucker enthalten, da eine detaillierte Zuckerdeklaration für NEMs nicht immer vorgeschrieben ist, anders als bei Süßigkeiten. Auch populäre Hausmittel wie Apfelessig für die Gesundheit werden oft mit Stoffwechselvorteilen beworben, deren wissenschaftliche Belege aber ebenfalls kritisch zu hinterfragen sind.

Appetitbremsen und ihre Risiken

Appetitbremsen sind freiverkäufliche Nahrungsergänzungsmittel, die sich von verschreibungspflichtigen Appetitzüglern in Medikamentenform unterscheiden. Sie enthalten häufig Extrakte aus Mate oder Guarana, die eine hungerdämpfende, anregende und leicht entwässernde Wirkung haben sollen. Genau hier liegen jedoch die Knackpunkte: Ein schneller Gewichtsverlust durch Entwässerung ist kein echter Fettabbau. Sobald die Mittel abgesetzt werden, ist das verlorene Gewicht aufgrund des sogenannten Jo-Jo-Effekts schnell zurück.

Der Jo-Jo-Effekt und Alternativen

Ein langfristiger Erfolg ist bei Appetitbremsen ohne eine gleichzeitige Umstellung der Ernährung kaum möglich. Wird der Effekt nicht langsam durch ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse und Getreide ersetzt, ist der Jo-Jo-Effekt vorprogrammiert. Auch eiweißreiche Nahrung sorgt für eine länger anhaltende Sättigung, wobei pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte, Haferflocken und kleine Portionen Nüsse zu bevorzugen sind.

Rechtliche Rahmenbedingungen und irreführende Werbung

Im Gegensatz zu Arzneimitteln müssen für Nahrungsergänzungsmittel keine umfangreichen Wirkstudien vorliegen. Die Werbung für diese Produkte darf jedoch nicht irreführend sein. So ist es verboten, konkrete Angaben über die Dauer und das Ausmaß der Gewichtsabnahme zu machen. Leider kursieren dennoch zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, die mit Verweisen auf GLP-1 – ähnlich der “Abnehmspritze” – beworben werden, ohne eine vergleichbare Wirkung zu erzielen.

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Verbotene und zugelassene Arzneistoffe

Der appetithemmende Arzneistoff Sibutramin ist seit 2010 wegen schwerer Nebenwirkungen weltweit verboten. Auch die Zulassung für den appetitzügelnden Arzneiwirkstoff Rimonabant ruht seit 2007. Selbst diese rezeptpflichtigen Präparate zeigten im Vergleich zu einem Placebo nur eine geringfügig bessere Wirkung von etwa 4 bis 5 Prozent, wobei das Körpergewicht nach Absetzen wieder anstieg.

Im Januar 2022 wurde das Medikament “Wegovy” als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Diät und erhöhter körperlicher Aktivität zur Gewichtskontrolle zugelassen. Diese “Abnehmspritze” muss übergewichtigen Personen einmal pro Woche verabreicht werden, ist jedoch oft mit Magen-Darm-Beschwerden als Nebenwirkung verbunden. Da Wegovy als Lifestyle-Medikament gilt, werden die Kosten in Deutschland in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen.

Ballaststoff- und Quellstoffhaltige Produkte: Sättigung mit Vorsicht

Produkte mit Ballast- und Quellstoffen werden oft als wirksame Hungerbremsen oder Sättigungsmittel angepriesen. Ihre Wirkung entfaltet sich jedoch nur bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Andernfalls besteht das ernste Risiko eines Darmverschlusses. Es ist unerlässlich, die Packungsbeilagen genau zu beachten und bei Bedarf Rücksprache mit einem Apotheker zu halten, insbesondere wegen möglicher Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Ein bekannter und wirksamer Quellstoff ist Glucomannan aus der Konjak-Knolle.

Ballast- und Quellstoffe tragen tatsächlich zu einem Sättigungsgefühl bei. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich der Körper an diesen Sättigungseffekt gewöhnt. Dies kann dazu führen, dass nach einer anfänglichen Gewichtsabnahme die Essensmengen wieder erhöht werden, um den gewohnten Sättigungsgrad zu erreichen. Ohne eine Reduzierung der Kalorienzahl funktionieren diese Produkte nicht nachhaltig. Manche Präparate enthalten zudem abführende oder entwässernde Substanzen, sodass ein Teil des Gewichtsverlustes nicht auf echtem Fettabbau beruht. Ein gezieltes Verdauung Anregen schnell sollte dabei immer auf natürliche Weise und nicht durch zweifelhafte Zusatzstoffe erfolgen.

Enzympräparate: Kein Fettabbau durch Verdauungsenzyme

Diese Nahrungsergänzungsmittel sollen den Körper angeblich mit eiweißspaltenden Enzymen wie Papain (aus Papaya) oder Bromelain (aus Ananas) versorgen, an denen es ihm angeblich mangelt. Ihre primäre Funktion ist jedoch nicht der Fettabbau. Stattdessen unterstützen sie den Körper dabei, Eiweiß besser zu verwerten, was jedoch keine Kalorien einspart. Einige dieser Präparate enthalten Fruchtsäuren mit abführender Wirkung. Oftmals sind sie zusätzlich mit Vitaminen angereichert, um mit deren allgemeinen gesundheitlichen Nutzen werben zu können, was vom eigentlichen Zweck des Abnehmens ablenkt.

Fett- und Kohlenhydratblocker: Medizinprodukte mit Grenzen

Fett- und Kohlenhydratblocker werden heute überwiegend als Medizinprodukte angeboten. Dadurch unterliegen sie nicht dem strengeren Lebensmittelrecht und sind von den Einschränkungen der gesundheitsbezogenen Werbung befreit. Ihr Wirkprinzip ist primär physikalischer Natur.

Fettblocker

Einige dieser Produkte, die sogenannten Fettblocker, sollen durch Inhaltsstoffe wie Chitosan Nahrungsfett binden und so die Aufnahme im Körper reduzieren. Die gewünschte Wirkung wird jedoch nur in Kombination mit einer kalorienreduzierten Ernährung erzielt; das Produkt allein ist nicht ausreichend. Medikamente mit dem Wirkstoff Orlistat, die teilweise verschreibungspflichtig sind, wirken nach einem ähnlichen Prinzip und sollen ebenfalls die Fettaufnahme verhindern.

Wichtig: Werden Fette im Darm gebunden und ungenutzt ausgeschieden, betrifft dies auch die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, deren Aufnahme in den Körper dadurch beeinträchtigt wird. Dies kann langfristig zu einem Mangel führen.

Kohlenhydratblocker

Medizinprodukte mit sogenannten Kohlenhydratblockern sollen ein Verdauungsenzym hemmen, das für die Spaltung von Kohlenhydraten verantwortlich ist. Allerdings spalten sie nur etwa 60 Prozent der Stärke. Gegen eine zu hohe Zuckerzufuhr sind sie zudem wirkungslos. Unverdaute Stärke wird später von Darmbakterien abgebaut, was zu unangenehmen Blähungen und Durchfall führen kann.

Achtung: Eine gestörte Aufnahme von Hauptnährstoffen kann sich auch negativ auf die Versorgung mit Mikronährstoffen wie Vitaminen auswirken. Ebenso kann die Aufnahme mancher Medikamente behindert werden.

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Fatburner: Hohe Versprechen, geringe Beweise und große Risiken

Wenn es um die Ankurbelung des Stoffwechsels und der Fettverbrennung geht, sind Fatburner oft im Fokus. Sie richten sich vor allem an Sportler und Bodybuilder, aber auch an alle anderen, die ihren Körperfettanteil reduzieren möchten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat jedoch die überbordenden Versprechen von Fatburnern als wissenschaftlich nicht gesichert bewertet. Überzeugende Studien, die eine solche Wirkung belegen, fehlen. Aus diesem Grund wurden solche Aussagen von der Europäischen Union nicht als sogenannte Health Claims zugelassen. Auch der Begriff “Fatburner” als solcher wurde vom Bundesgerichtshof (Entscheidung vom 13.01.2022, I ZR 79/21) verboten, da er eine nicht belegte Wirkung suggeriert.

In vielen Fatburnern werden eine Vielzahl von Pflanzenextrakten zusammengemischt. Selbst wenn die einzelnen Substanzen in gesundheitlich unbedenklichen Mengen enthalten sind, ist die Wirkung dieser komplexen Stoffmischungen oft nicht einzuschätzen, und es können unerwartete sowie unerwünschte Wechselwirkungen auftreten. Zahlreiche der enthaltenen Substanzen können zudem in Interaktion mit verschriebenen Medikamenten treten.

Die meisten der in Fatburnern verwendeten Stoffe wirken auf das Herz-Kreislauf-System. Je höher der Anteil eines entsprechenden Stoffes, desto höher ist das potenzielle Risiko dieser Produkte. Fehlt in der Zutatenliste eine genaue Mengenangabe der enthaltenen Wirkstoffe, sollte auf den Verzehr verzichtet werden.

Die Kombination mit Koffein (z.B. aus Grüntee, Mate, Guarana), wie sie häufig in Produkten mit Synephrin (auch als Bitterorangenextrakt oder Citrus aurantium bezeichnet) vorkommt, kann die Wirkung vieler Stoffe noch verstärken und zu Bluthochdruck, Herzrasen bis hin zu Herzinfarkten führen. Das früher in Fatburnern oft verwendete Ephedrin (aus Ephedra-Kraut) ist wegen seiner schwerwiegenden Nebenwirkungen seit einigen Jahren in Europa und den USA verboten. Auch Garcinia cambogia bzw. HCA wird mit Leber-, Herz-Kreislauf- und Verdauungsrisiken in Verbindung gebracht.

Keto-Gums: Marketing-Hype ohne wissenschaftliche Basis

Keto-Gums, oft in Form von Gummibärchen angeboten, werden mit Begriffen wie “Keto”, “X-plode”, “Xburn” oder “F-Burner” beworben. Sie sollen angeblich eine ketogene Diät unterstützen, Gewichtsreduktion versprechen, das Immunsystem stärken und weitere positive Gesundheitseffekte erzielen. Eine Untersuchung der Fachhochschule Münster hat die angeblich ketosefördernde Wirkung dieser Produkte kritisch beleuchtet: Viele der Behauptungen sind weder plausibel noch wissenschaftlich belegt. Wenn überhaupt zugelassene Health Claims verwendet werden, beziehen sich diese meist auf zugesetzte, oft unnötige Vitamine und Mineralstoffe. Fazit: Der Begriff “Keto” dient hier primär Marketingzwecken, ohne dass die Produkte eine tatsächliche Wirkung auf eine ketogene Ernährung haben oder die versprochenen Effekte erzielen.

Fertiggetränke, die ganze Mahlzeiten ersetzen: Mahlzeitersatz und Tagesrationen

Bei diesen Produkten handelt es sich aufgrund ihrer Menge und Zusammensetzung nicht um klassische Nahrungsergänzungsmittel, sondern um spezielle Lebensmittel für gewichtskontrollierende Ernährung.

Mahlzeitersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung

Sogenannter “Mahlzeitersatz für eine gewichtskontrollierende Ernährung” (in Form von Shakes, Suppen, Müsli oder Riegeln) kann im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung dazu beitragen, das Gewicht zu reduzieren, wenn zwei der täglichen Hauptmahlzeiten ersetzt werden. Der Ersatz einer täglichen Hauptmahlzeit kann wiederum helfen, das Gewicht nach einer erfolgreichen Abnahme zu halten. Jede dieser Mahlzeiten muss spezifische Anforderungen erfüllen: Sie muss zwischen 200 und 250 kcal und 25-50 Energieprozent Eiweiß enthalten und darf maximal 30 Energieprozent durch Fett liefern. Zudem ist der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen streng geregelt; pro Mahlzeit müssen 30 % des Nährstoffbezugswertes enthalten sein. All dies ist in der Verordnung (EU) 432/2012 geregelt. Allerdings gibt es keine spezifischen Vorgaben hinsichtlich des Gehalts an Zucker oder Ballaststoffen. Viele dieser Produkte enthalten sehr viel Zucker, wodurch sie die Empfehlungen für die tägliche Zuckermenge (bei einer Diät maximal 25 g) teils um ein Vielfaches überschreiten können. Künstliche Aromen und Süßstoffe in den Pulvern sind ernährungsphysiologisch überflüssig. Es ist ratsam, auf das Etikett zu achten, da die Zuckermenge in der Nährwerttabelle aufgeführt sein muss. Aufgrund der deutlich größeren Aufnahmemenge unterliegen solche Produkte der normalen Lebensmittelkennzeichnung und nicht den Regeln für Nahrungsergänzungsmittel.

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Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung

Hiervon abzugrenzen sind die “Tagesrationen für gewichtskontrollierende Ernährung“, die in einer eigenen Verordnung (EU 2017R1798) geregelt sind. Für diese Produkte (ebenfalls Shakes, Riegel, Suppen) sind nicht nur die Zusammensetzung (Mindestmengen an Nährstoffen) vorgeschrieben, sondern es gibt auch besondere Anforderungen an Kennzeichnung, Aufmachung und Bewerbung:

  • Verwendungszweck: Es muss ein Hinweis enthalten sein, dass das Erzeugnis nur für gesunde übergewichtige oder fettleibige Erwachsene bestimmt ist, die ihr Gewicht verringern möchten.
  • Risikogruppen: Ein klarer Hinweis, dass das Erzeugnis von Schwangeren oder Stillenden, Jugendlichen oder Personen mit Gesundheitsbeschwerden nicht ohne den Rat eines Angehörigen der Gesundheitsberufe verzehrt werden sollte.
  • Flüssigkeitszufuhr: Die Bedeutung einer ausreichenden täglichen Flüssigkeitszufuhr muss betont werden.
  • Nährstoffversorgung: Es ist zu vermerken, dass das Erzeugnis bei Verzehr gemäß Gebrauchsanweisung eine Versorgung mit ausreichenden täglichen Mengen an allen essenziellen Nährstoffen gewährleistet.
  • Einnahmedauer: Ein Hinweis, dass das Erzeugnis von gesunden übergewichtigen oder fettleibigen Erwachsenen nicht länger als acht Wochen oder wiederholt über kürzere Zeiträume als acht Wochen ohne den Rat eines Angehörigen der Gesundheitsberufe verzehrt werden sollte.
  • Zubereitung: Gegebenenfalls Anweisungen zur richtigen Zubereitung sowie ein Hinweis auf die Wichtigkeit ihrer Befolgung.
  • Abführende Wirkung: Ein Hinweis auf mögliche abführende Wirkung, falls ein Erzeugnis bei Verzehr gemäß Herstelleranweisung zu einer täglichen Aufnahme von Polyolen (Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, Sorbit, Erythrit) in Höhe von mehr als 20 g pro Tag führt.
  • Ballaststoffe: Falls dem Erzeugnis keine Ballaststoffe zugesetzt wurden, ein Hinweis, dass der Rat eines Angehörigen der Gesundheitsberufe dazu einzuholen ist, ob dem Erzeugnis Ballaststoffe zugesetzt werden können.

Zusätzlich ist explizit verboten, Hinweise auf das Tempo oder den Umfang der Gewichtsverringerung zu geben.

Die Nährwertangaben müssen sich bei diesen Produkten einmal auf die gesamte Tagesration sowie zusätzlich auf die Portion und/oder Verzehreinheit des gebrauchsfertigen Lebensmittels nach anweisungsgemäßer Zubereitung beziehen. Ergänzende Angaben pro 100 Gramm sind erlaubt. Prozentangaben bei Vitaminen und Mineralstoffen (Nährstoffbezugswerte NRV) dürfen nicht genannt werden.

Die Angabe „sehr kalorienarme Ernährung“ ist für Tagesrationen mit einem Energiegehalt unter 3.360 kJ/Tag (800 kcal/Tag) erlaubt, während „kalorienarme Ernährung“ für Produkte zwischen 3.360 kJ/Tag (800 kcal/Tag) und 5.040 kJ/Tag (1.200 kcal/Tag) gilt. Ein Hinweis „Zusatz von Ballaststoffen“ ist erlaubt, sofern der Ballaststoffgehalt des Erzeugnisses nicht weniger als 10 g beträgt.

Fazit: Informiert entscheiden und auf sichere Wege setzen

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel Zum Abnehmen ist komplex und voller Versprechen. Es zeigt sich jedoch, dass viele dieser Produkte entweder keine wissenschaftlich belegte Wirkung haben, potenzielle Risiken bergen oder nur in Kombination mit einer umfassenden Lebensstiländerung – sprich, einer kalorienreduzierten Diät und erhöhter körperlicher Aktivität – einen Effekt erzielen können. Produkte, die schnelle und mühelose Ergebnisse versprechen, sollten stets mit Skepsis betrachtet werden.

Bevor Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln oder speziellen Diätprodukten greifen, ist es ratsam, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls ärztlichen oder ernährungswissenschaftlichen Rat einzuholen. Eine nachhaltige Gewichtsabnahme basiert auf einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung, nicht auf kurzfristigen Wundermitteln. Setzen Sie auf sichere und bewährte Wege, um Ihre Gesundheits- und Gewichtsziele zu erreichen.