Norddeutschland, insbesondere die malerischen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins, entpuppt sich als ein wahres Mekka für Naturliebhaber, Vogelfreunde und Wanderer. Von den weitläufigen Seenplatten bis zu den rauen Küsten bietet diese Region einzigartige Möglichkeiten für einen erholsamen und lehrreichen Natururlaub. Dieser Artikel beleuchtet die besten Orte und Reisezeiten, um die faszinierende Flora und Fauna Norddeutschlands zu entdecken.
Die Mecklenburgische Seenplatte und ihre Schätze
Die Mecklenburgische Seenplatte, ein riesiges Wasserrevier im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, ist ein Hotspot für Naturbeobachtungen. Insbesondere der Müritz-Nationalpark, die Mecklenburgische Schweiz zwischen Kummerower und Malchiner See, das Recknitz- und Trebeltal sowie die Gebiete um den Plauer und Krakower See sind von immenser Bedeutung für seltene Tier- und Pflanzenarten. Auch die Insel Rügen lockt mit ihrer einzigartigen Naturkulisse.
Die beste Zeit für einen Natururlaub in dieser Region ist von Mitte Mai bis Anfang Juni. In dieser Periode blühen heimische Orchideen und seltene Pflanzen wie die Trollblume (Trollius europaeus) auf den Feuchtwiesen und tauchen die Landschaft in ein farbenprächtiges Kleid. Für Vogelbeobachter ist dies eine besonders spannende Zeit, um die Vielfalt der heimischen Avifauna zu erleben. Urlaubstipps Norddeutschland finden Sie hier.
Besonders empfehlenswert für intensive Naturerlebnisse sind die Gebiete um Neukalen, insbesondere die Moorwiesen am Kummerower See, sowie der Müritz-Nationalpark im Süden. Die Mecklenburgische Schweiz, eine sanfte Hügellandschaft, lädt mit ihrer noch weitgehend unberührten Natur zu Entdeckungen ein. Hier lassen sich beispielsweise Fischadler- und Seeadlerhorste entdecken, ebenso wie Kolonien von Kormoranen und Graureihern. Am Peenkanal zwischen Malchin und dem Kummerower See sind zudem zahlreiche Biberburgen zu finden. Die Peenelandschaft zwischen Demmin und Anklam ist bekannt für ihre hohe Dichte an Bibern und Fischottern. Eine Erkundung dieser Gebiete erfordert oft mehrere Tage, um die reiche Tierwelt in vollen Zügen genießen zu können.
Schleswig-Holstein: Naturerlebnisse an Küste und Binnenland
Auch Schleswig-Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands, bietet herausragende Möglichkeiten für einen Natururlaub. Die Insel Helgoland, mit ihren steilen Klippen und der einzigartigen Vogelwelt, ist ein Muss für Ornithologen. Die Region um das Eidersperrwerk und die Halligen, die kleinen Inseln vor der dänischen Grenze, faszinieren durch ihre besondere Landschaft und die Anpassung des Lebens an die Gezeiten.
Die Zeit von Anfang April bis Ende Mai sowie von Mitte September bis Ende Oktober sind ideal für Naturbeobachtungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Während des Hochsommers, wenn die Brutzeit abgeschlossen ist und die Natur in voller Blüte steht, kann es in vielen Naturschutzgebieten und Nationalparks sehr belebt werden. Dennoch gibt es auch im Sommer lohnenswerte Ziele. Der Müritz-Nationalpark mit den angrenzenden Seen wie dem Feisnecksee und Woterfitzsee eignet sich hervorragend für Naturwanderungen. Das Naturschutzgebiet NSG Nonnenhof am Südufer des Tollensesees ist ebenfalls ein bemerkenswertes Gebiet, wo Seeadler die Kormoranbestände regulieren und so zum natürlichen Gleichgewicht beitragen.
Die Region südlich von Neubrandenburg bis Neustrelitz, inklusive der Orte Roggentin, Userin, Wesenberg und Mirow, sowie das Fünfeck um Mirow, Wesenberg, Wustrow, Diemitz und Schwerz, bieten ebenfalls reiche Naturerlebnisse. Der Naturpark Nossentiner Hütte bei Plau am See beeindruckt mit typischen Landschaften Norddeutschlands. Nicht zu vergessen ist das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im südöstlichen Teil Vorpommerns, das an Brandenburg grenzt und eine beeindruckende Artenvielfalt beherbergt. Erholungsurlaub Norddeutschland bietet vielfältige Möglichkeiten.
Besondere Tipps für Naturbeobachtungen
Für die Erkundung von Flüssen und Moorgebieten wie dem Recknitz- und Trebeltal oder dem Peenetal sind Kanu oder ein leichtes Boot die besten Fortbewegungsmittel. Nur vom Wasser aus lassen sich die Tiere und besonderen Vogelarten in diesen Gebieten optimal beobachten. Speziell ausgebildete Naturführer bieten oft geführte Touren an, die tiefe Einblicke in die Ökosysteme ermöglichen.
Generell gilt für die Sommermonate, dass sich die Tierwelt oft in dichteres Unterholz zurückzieht, um den Besuchermassen zu entgehen. Ein gutes Fernglas und wasserdichte Wanderausrüstung sind daher unerlässlich, um auch bei weniger optimalen Bedingungen erfolgreich Naturbeobachtungen durchführen zu können.
Die Mecklenburgische Schweiz: Mehr als nur Seen
Die Mecklenburgische Schweiz, geprägt von langen Höhenzügen, die von den Seitenarmen der Peene durchzogen sind, und einer Vielzahl von Seen wie dem Teterower See, Kummerower See und Malchiner See, ist ein ideales Reiseziel für Natururlaub, Kanufahrten, Radtouren und Wanderungen. Die hügelige, waldreiche Landschaft mit ihren historischen Gutshäusern bietet eine abwechslungsreiche Kulisse. Hier findet man nicht nur reiche Natur, sondern auch kulturelle Sehenswürdigkeiten. Naturhotel Norddeutschland kann eine gute Wahl für Ihren Aufenthalt sein.
Für diejenigen, die eine Unterkunft suchen, gibt es in der Mecklenburgischen Schweiz eine breite Palette an Optionen, von Hotels über Ferienwohnungen bis hin zu Pensionen und Ferienzimmern. Unterkünfte Norddeutschland sind vielfältig und bieten für jeden Geschmack etwas.
Norddeutschland ist somit ein facettenreiches Reiseziel, das Naturliebhaber und aktive Entdecker gleichermaßen begeistert. Mit der richtigen Planung und Ausrüstung steht einem unvergesslichen Naturerlebnis nichts im Wege.
