DDR-Brötchen: Eine Hommage an den authentischen Ost-Geschmack

Der Brötchenteig während der Verarbeitung

Als gebürtiger “Ossi” trage ich die Erinnerung an die Backtraditionen Ostdeutschlands tief in mir. Die Rede ist von jenen unvergleichlichen “Konsumbrötchen”, die so ganz anders waren als die oft luftigen Gebilde, die heute in vielen Bäckereien liegen. Es ist eine wahre Freude, diese Geschmacksreise zurück in die Kindheit anzutreten und das Rezept für die berühmten DDR-Brötchen neu zu entdecken. Sie zerbröseln nicht schon beim Anblick und bieten einen kernigen Biss, der einfach glücklich macht.

Das Backen ist für mich mehr als nur ein Handwerk; es ist eine Leidenschaft, die es mir erlaubt, alte Erinnerungen lebendig werden zu lassen und gleichzeitig Neues auszuprobieren. Dieses Mal war es der Wunsch, für den Vatertag – in einigen Regionen auch Herrentag oder Himmelfahrt genannt – eine ordentliche Menge dieser Brötchenklassiker zu backen. Die Suche nach dem „einen“ Rezept führte mich schnell zum Plötzblog, einer wahren Fundgrube für Brotliebhaber, und seinem detaillierten Rezept für DDR-Brötchen. Diese Entdeckung war der perfekte Ausgangspunkt für meine eigene Interpretation.

Die Suche nach dem perfekten Rezept: Plötzblog als Inspiration

Der Plötzblog ist bekannt für seine präzisen und fundierten Rezepte, und die DDR-Brötchen bildeten da keine Ausnahme. Die Anleitung war klar, die Zutaten überschaubar – eine ideale Basis, um sich an diese historische Backware zu wagen. Bevor ich mich an meine eigene, abgewandelte Version machte, möchte ich das Originalrezept des Plötzblogs als Referenz vorstellen.

Das Originalrezept vom Plötzblog

Für sechs Brötchen, à 70 g:

Hauptteig:

  • 250 g Weizenmehl 550
  • 165 g Wasser (sehr kalt)
  • 6 g Frischhefe
  • 5 g Salz
  • 2 g Backmalz
  • 5 g Schweineschmalz
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Zubereitung:

  1. Alle Zutaten 5 Minuten auf niedrigster Stufe vermengen und anschließend 15 Minuten auf der zweiten Stufe zu einem elastischen, glatten Teig kneten, der sich von der Schüssel löst.
  2. Den Teig für 1 Stunde in einem kühlen Raum ruhen lassen.
  3. Danach den Teig einmal falten und erneut 1 Stunde zur Ruhe stellen.
  4. Sechs 70 g-Teiglinge abstechen, rund wirken und abgedeckt 60 Minuten gehen lassen.
  5. Nach 30 Minuten die Teiglinge einschneiden.
  6. Die Brötchen mit Wasser abstreichen und 20 Minuten bei 250°C mit Dampf backen.

Meine persönliche Interpretation: Mehr als nur ein Brötchen

Mein Ziel war es, nicht nur sechs, sondern gleich 15 bis 20 dieser wunderbaren Brötchen zu backen. Außerdem wollte ich endlich meinen selbstgemachten Lievito Madre, meinen aktiven Weizensauerteig aus dem Kühlschrank, in einem Rezept einsetzen. Das führte zu einigen Anpassungen im Originalrezept, die dem Teig eine noch tiefere Geschmacksnote und eine besondere Textur verliehen:

  • 250 g Lievito Madre (direkt aus dem Kühlschrank)
  • 500 g Mehl
  • ca. 450 ml eiskaltes Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe (aus Sicherheitsgründen, da mein LM noch jung war)
  • 1 TL (ca. 14 g) Salz
  • 15 g Schmalz (ich verwendete Griebenschmalz)
  • 1 EL brauner Zucker (als Ersatz für Backmalz)

Der Teig und die Herausforderung

Die größte Herausforderung bestand darin, die richtige Konsistenz zu finden. Mein Lievito Madre brachte bereits eine gewisse Feuchtigkeit mit, was bedeutete, dass ich anfangs über 200 g zusätzliches Mehl hätte hinzufügen müssen, um die gewünschte Festigkeit zu erreichen. Ich endete mit stolzen 1,4 kg Teig, aus dem sich 20 Brötchen formen ließen. Anfangs war ich skeptisch, ob der Teig überhaupt etwas werden würde. Doch nach einer Stunde Ruhezeit im Kühlen und weiteren zwei Stunden Gare entwickelte er eine hervorragende Konsistenz – formbar und doch nicht zu fest. Die deutsche Backkunst bietet mehr als herzhaftes Gebäck; sie verführt auch mit süßen Köstlichkeiten wie einer coppenrath und wiese sahne torte.

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Der Brötchenteig während der VerarbeitungDer Brötchenteig während der Verarbeitung

Nach dem Formen der Teiglinge wurden sie mit Wasser bestrichen und in den hoffentlich 250 Grad heißen Ofen geschoben. Nach etwa 20 Minuten war das Backergebnis bereit, bestaunt zu werden.

Frisch gebackene DDR-Brötchen auf dem BackblechFrisch gebackene DDR-Brötchen auf dem Backblech

Das Backergebnis: Eine Zeitreise für den Gaumen

Obwohl ich anfangs mit etwas mehr Trieb gerechnet hatte, war ich beim Anschneiden der Brötchen völlig begeistert von der Konsistenz. Die Krume war dicht, aber nicht zäh, und versprach einen vollmundigen Geschmack.

Schnittbild eines DDR-Brötchens mit schöner KrumeSchnittbild eines DDR-Brötchens mit schöner Krume

Ursprünglich hatte ich mich geärgert, dass der geplante Besuch abgesagt hatte. Doch diese Brötchen schienen in meiner Küche ein Eigenleben zu führen – sie belegten sich fast von selbst mit Schinken und waren einfach unglaublich lecker.

Mehrere DDR-Brötchen appetitlich auf einem Teller angerichtetMehrere DDR-Brötchen appetitlich auf einem Teller angerichtetDDR-Brötchen mit Schinken belegt – ein GenussmomentDDR-Brötchen mit Schinken belegt – ein Genussmoment

Diese Brötchen haben keine riesigen Luftblasen und zerbröseln nicht, wenn man sie nur ansieht. Sie sind genau so, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne: fest, aromatisch und sättigend. Das nächste Mal, wenn mein Lievito Madre noch aktiver ist, werden sie vielleicht noch ein klein wenig mehr aufgehen. Aber die aktuelle Größe stört mich keineswegs, denn sie sind so köstlich, dass man trotz 70 g Teiglingen schnell zwei davon verputzt. Und ja, sie schmecken tatsächlich wie echte Ossi-Brötchen! Nach einem herzhaften Frühstück mit selbstgebackenen Köstlichkeiten passt zum Kaffee am Nachmittag vielleicht eine erfrischende erdbeer sahne torte coppenrath wiese.

Ossi-Brötchen vs. Supermarkt-Brötchen

Um einen Vergleich zu haben, habe ich spaßeshalber ein Brötchen aus der SB-Theke gewogen: 63 Gramm.

Ein Supermarkt-Brötchen auf einer WaageEin Supermarkt-Brötchen auf einer Waage

Es ist kaum zu glauben, dass mein selbstgebackenes Ossi-Brötchen nur 1 Gramm weniger wiegt, nämlich 62 Gramm.

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Ein selbstgebackenes Ossi-Brötchen auf einer WaageEin selbstgebackenes Ossi-Brötchen auf einer Waage

Dabei ist es optisch annähernd zwei Drittel so groß wie das gekaufte – oder gut ein Drittel kleiner. Das zeigt eindrücklich, wie viel mehr Substanz und Geschmack in einem handgemachten Brötchen steckt. Die Vielfalt der deutschen Konditorei reicht von traditionellen Gebäcken bis hin zu modernen Kreationen. Entdecken Sie zum Beispiel eine exquisite himbeer nuss sahne torte.

Mehr als Brötchen: Das Konsumbrot

Meine Leidenschaft für traditionelle Backwaren führte mich auch zu Bäckersüpke, wo ich das berühmte Konsumbrot nachgebacken habe. Auch wenn ich hier nur noch ein Bild nachliefern kann, da schon ein Drittel des warmen Brotes verschwunden ist – der Geschmack war phänomenal! Ob zum Vatertag oder einem anderen Fest – neben den herzhaften Brötchen sind auch besondere Torten, wie eine herren sahne torte, immer eine willkommene Ergänzung.

Ein frisch gebackenes Konsumbrot, bereits angeschnittenEin frisch gebackenes Konsumbrot, bereits angeschnitten

Jetzt aber genug des Schwärmens, sonst gibt es noch “Wanstrammeln” (Bauchschmerzen vom Überessen) und ich kann nicht schlafen!

Fazit: Ein Stück Geschichte, frisch gebacken

Die DDR-Brötchen sind viel mehr als nur eine Backware; sie sind ein Stück gelebte Geschichte und kulinarische Erinnerung. Mit diesem Rezept können Sie den authentischen Geschmack vergangener Zeiten wieder aufleben lassen und sich selbst von der Qualität und dem Aroma überzeugen, die ein handgemachtes Brötchen bieten kann. Es ist eine lohnende Erfahrung, die nicht nur den Gaumen verwöhnt, sondern auch ein Gefühl von Heimat und Tradition vermittelt.

Probieren Sie es selbst aus und entdecken Sie die Freude am Backen dieser ostdeutschen Spezialität. Wer die Abwechslung liebt, findet neben Roggenbroten und Brötchen auch unwiderstehliche Klassiker wie eine coppenrath und wiese käse sahne torte für süße Momente. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und lassen Sie uns gemeinsam die Vielfalt der deutschen Backkultur hochleben!