Deutschland entdecken: Ein umfassender Leitfaden zu deutschen Weinen und ihren Qualitätsstufen

Übersicht der deutschen Weinqualtitätsstufen und ihre Merkmale

Deutschland, ein Land reich an Geschichte, Kultur und atemberaubenden Landschaften, lädt Reisende zu vielfältigen Entdeckungen ein. Neben majestätischen Burgen und pulsierenden Städten birgt Deutschland auch eine faszinierende Welt des Weines, die es zu erkunden gilt. Für all jene, die tiefer in die deutsche Kultur eintauchen möchten, ist das Verständnis der lokalen Weine ein unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Genussreise. Doch wie erkennt man die Qualität eines deutschen Weines schon auf dem Etikett? Dieser Leitfaden nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch die komplexen, aber lohnenswerten Qualitätsstufen und Klassifikationen deutscher Weine.

Weinland Deutschland: Was Etiketten über die Qualität verraten

Die deutsche Weinkultur ist tief in jahrhundertealten Traditionen verwurzelt und gleichzeitig von ständiger Innovation geprägt. Wer sich in den deutschen Weinregionen auf Entdeckungstour begibt, wird schnell feststellen, dass jedes Etikett eine Geschichte erzählt. Es ist kein Zufall, welche Informationen auf einer Weinflasche zu finden sind; vielmehr sind sie durch europäische Verordnungen und das deutsche Weingesetz von 1971 präzise festgelegt. Eine umfassende Reform des deutschen Weingesetzes wurde bereits 2019 eingeführt, um Winzern eine klare Richtschnur zu geben und Konsumenten die neuen Weinprofile verständlicher zu kommunizieren, wie Julia Klöckner im Mai 2019 betonte.

Transparenz auf dem Etikett: Eine rechtliche Notwendigkeit

Gehören Sie auch zu den Weinkennern, die eine Flasche oft nach ihrem äußeren Erscheinungsbild im Regal auswählen? Das ist ein ganz natürlicher Reflex, denn Weinproduzenten legen viel Wert darauf, ihre Produkte ansprechend zu präsentieren. Ein Weinetikett ist jedoch mehr als nur ein Marketinginstrument – es ist gesetzlich vorgeschrieben und muss bestimmte Angaben enthalten. Häufig gibt es ein “Schauetikett” auf der Vorderseite und ein “Rückenetikett” auf der Rückseite. Das “Hauptetikett” enthält die obligatorischen Informationen wie Alkoholgehalt, Füllmenge, Name des Abfüllers, Herkunft, Qualitätsstufe, amtliche Prüfungsnummer und kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe. Auch die Kapseln und Anhänger am Flaschenhals sind Teil dieser umfassenden Etikettierung. Die Vielfalt der Begriffe auf dem Etikett kann auf den ersten Blick überwältigend wirken, doch jede Bezeichnung birgt wichtige Informationen über den Charakter des Weines, die es zu entdecken gilt.

Die offiziellen Qualitätsstufen deutscher Weine verstehen

Um die Weinkultur Deutschlands wirklich zu entdecken, ist es essenziell, die Hierarchie der Qualitätsstufen zu kennen. Seit der EU-Weinrechtsänderung im Jahr 2009 sind in Deutschland folgende Qualitätsstufen gültig:

  • „Deutscher Wein“: Diese Kategorie umfasst Weine, die ausschließlich aus in Deutschland zugelassenen Rebflächen und Rebsorten stammen. Vor 2009 waren diese Weine als Tafelwein bekannt. Sie repräsentieren den Einstieg in die deutsche Weinwelt und bieten oft unkomplizierten Genuss.
  • „Deutscher Landwein“: Diese Weine stammen aus einer der 26 geografisch festgelegten Landwein-Gebiete Deutschlands. Geschmacklich reichen sie von trocken bis halbtrocken und spiegeln oft die regionalen Besonderheiten wider. Sie sind eine wunderbare Möglichkeit, die Vielfalt der deutschen Weinlandschaft zu erkunden.
  • „Qualitätswein“: Dies ist die größte und wichtigste Gruppe deutscher Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Qualitätsweine müssen zu 100 % aus einem der 13 deutschen Weinanbaugebiete stammen. Sie durchlaufen eine strenge analytische und sensorische Prüfung, die durch eine amtliche Prüfungsnummer bestätigt wird. Zum Zeitpunkt der Lese müssen die Trauben ein Mostgewicht von 50 bis 72° Oechsle aufweisen. Bis zu dieser Qualitätsstufe ist es erlaubt, den Most vor der Gärung durch Zugabe von Zucker oder gesüßtem Most (Chaptalisation) anzureichern.

Das Geheimnis des Mostgewichts: Grad Oechsle

Das Mostgewicht ist eine fundamentale Kennzahl im deutschen Weinbau und entscheidend für die Einordnung in Qualitätsstufen und Prädikate. In Deutschland wird es in Grad Oechsle (°Oe) gemessen, benannt nach seinem Erfinder Ferdinand Oechsle. Die Messung erfolgt mit einem Refraktometer, das die spezifische Dichte des Mostes bestimmt – also das Gewicht des Mostes im Verhältnis zu Wasser bei 20°C. Ein Wert von beispielsweise 1,072 bedeutet ein Mostgewicht von 72°Oe. Dieses Mehrgewicht resultiert hauptsächlich aus dem Zuckergehalt der Trauben, aber auch aus geringfügigen Anteilen von Glycerin, Pektinen, Proteinen, Phenolen und Mineralien. Das Mostgewicht ist somit ein direkter Indikator für die Reife und den potenziellen Alkoholgehalt des Weines.

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Die untenstehende Tabelle veranschaulicht die Güteklassen deutscher Weine und ihre Abhängigkeit vom Mostgewicht und anderen Kriterien.

Übersicht der deutschen Weinqualtitätsstufen und ihre MerkmaleÜbersicht der deutschen Weinqualtitätsstufen und ihre Merkmale

Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, steigt mit höherem Mostgewicht die Zuordnung zu einer höheren Qualitätsstufe oder einem höheren Prädikat. Dies spiegelt die Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe in den Trauben wider und ist ein wichtiger Anhaltspunkt für die Wertigkeit eines Weines.

Prädikatsweine: Die Spitze der deutschen Weinkunst

Prädikatsweine repräsentieren die höchste Qualitätsstufe innerhalb der deutschen Weine eines bestimmten Anbaugebietes. Diese Weine, die aus den 13 deutschen Anbaugebieten stammen, können mit zunehmendem Mostgewicht die entsprechenden Prädikate erlangen. Sie sind ein Ausdruck der außergewöhnlichen Bedingungen und der sorgfältigen Handwerkskunst, die in diesen Regionen zu finden sind.

Die Mindestmostgewichte für Qualitäts- und Prädikatsweine sind wie folgt definiert:

  • Qualitätswein: 55 – 72°Oe
  • Kabinett: 70 – 82°Oe. Dies sind leichte, unkomplizierte und trinkfreudige Weine aus reifen Trauben mit vergleichsweise wenig Alkohol. Sie sind oft ein idealer Begleiter für leichte Gerichte und bieten einen sanften Einstieg in die Welt der Prädikatsweine.
  • Spätlese: 76 – 90°Oe. Eine Spätlese wird, wie der Name andeutet, später gelesen, wenn die Trauben eine höhere Reife erreicht haben. Diese Weine können trocken oder restsüß ausgebaut werden und zeichnen sich durch ihre Eleganz und Komplexität aus. Sie laden dazu ein, die feinen Nuancen des deutschen Terroirs zu entdecken.
  • Auslese: 83 – 100°Oe. Für eine Auslese werden nur vollreife Trauben von Hand “ausgelesen”, während unreife Beeren aussortiert werden. Dies garantiert eine hohe Qualität und Konzentration, die sich in intensiven und vielschichtigen Weinen widerspiegelt.
  • Beerenauslese: 110 – 128°Oe. Diese edlen Tropfen stammen von “edelfaulen” Beeren, die von einem Pilz (Botrytis cinerea) befallen sind, der die Beerenhaut durchlässig macht. Diese überreifen Beeren, oft rosinenartig, ergeben vollfruchtige und konzentrierte Süßweine von außergewöhnlicher Qualität und Lagerfähigkeit.
  • Trockenbeerenauslese: 150 – 154°Oe. Dies sind die seltensten und kostbarsten Prädikatsweine. Edelfaule Beeren hängen hier so lange am Stock, dass sie vollständig zu Rosinen eintrocknen. Sie entstehen nur in besonderen Weinjahren und sind extrem geschmacksintensive, süße “Edelweine” mit einer sehr langen Lagerfähigkeit – eine wahre Kostbarkeit, die man bei einer Entdeckungsreise durch Deutschlands Weinwelt probieren sollte.
  • Eiswein: 110 – 128°Oe. Eiswein ist ein Meisterwerk der Natur, das nur unter außergewöhnlichen Witterungsbedingungen entsteht. Gesunde Trauben bleiben bis zum ersten starken Frost am Stock und werden bei mindestens -7°C gefroren von Hand gelesen und gekeltert. Dabei wird nur der konzentrierte, unverdünnte Fruchtsaft zu Wein verarbeitet, was zu einem einzigartigen, intensiven und fruchtigen Süßwein führt.

Die Auflistung der Mindestmostgehalte zeigt deutlich, dass mit jedem höheren Prädikat auch der Oechsle-Grad steigt. Da der Zuckergehalt der Trauben den Hauptbestandteil des Mostgewichts bestimmt, bedeutet dies, dass die gelesenen Trauben immer mehr Zucker enthalten. Dies ist oft auf einen späteren Lesezeitpunkt zurückzuführen, der es den Trauben ermöglicht, am Stock länger Zucker zu bilden und – je nach Witterung – als gesunde oder edelfaule Beeren mehr Fruchtsüße und Geschmack auszuprägen.

Süßegrade im Wein: Von trocken bis edelsüß

Während das Mostgewicht den Lesezeitpunkt und die Prädikatsbestimmung maßgeblich beeinflusst, wird nach der Gärung der Restzuckergehalt im Wein gemessen, um den Süßegrad zu bestimmen. Während der alkoholischen Gärung wird der Zucker in Alkohol umgewandelt. Bis zur Prädikatsstufe Spätlese werden Weine häufig trocken ausgebaut. Ab der Auslese verbleibt oft ein höherer Restzuckergehalt im Wein, der durch Bezeichnungen wie halbtrocken, lieblich oder süß beschrieben wird.

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SüßegradBeschreibung
TrockenWeine mit einem Restzuckergehalt bis zu 4 g/l werden als trocken bezeichnet – dies ist die allgemeine EU-Richtlinie. Insbesondere deutsche Rieslingweine profitieren jedoch von ihrem einzigartigen Süße-Säure-Spiel. Daher gibt es eine Ausnahmeregelung: Wenn die Säure entsprechend hoch ist, darf der Restzucker bis zu 9 g/l betragen (Formel: g/l Säure + 2 bis maximal 9 g/l Restzucker). Dies ermöglicht es, die typische Fruchtigkeit und Lebendigkeit dieser Weine zu bewahren.
HalbtrockenAuch bei halbtrockenen Weinen gibt es einen gewissen Spielraum. Ein halbtrockener Wein enthält generell bis zu 12 g/l Restzucker. Bei Weinen mit einem Säuregehalt bis zu 8 g/l darf der Restzuckergehalt maximal 18 g/l liegen (Formel: g/l Säure + 10 bis maximal 18 g/l Restzucker). Diese Weine bieten eine angenehme Balance zwischen Süße und Säure und sind oft sehr vielseitig in ihrer Speisenbegleitung.
LieblichWeine, die süßer als halbtrocken sind, werden bis zu 45 g/l Restzucker als lieblich bezeichnet. Hierbei wird der Säurewert nicht weiter berücksichtigt. Liebliche Weine sind ideal für Liebhaber süßerer Geschmäcker und passen hervorragend zu Desserts oder als Solo-Genuss.
SüßAlle Weine, die mehr als 45 g/l Restzucker aufweisen, werden als süß bezeichnet. Dies sind oft die edelsüßen Prädikatsweine wie Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese, die ein unvergleichliches Geschmackserlebnis bieten.
FeinherbDer Begriff “feinherb” tauchte vor einigen Jahren auf Etiketten auf und war weder im EU-Recht noch im deutschen Weingesetz genau definiert. Nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung erhielt das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt im Jahr 2002 die Zustimmung des Oberverwaltungsgerichts Koblenz zur Verwendung des Begriffs. Das Gericht befand: „Eine gewisse Blumigkeit der Angaben für die organoleptischen Eigenschaften des Weins und die dabei gelegentlich zu beobachtende spezielle Lyrik des Weinprobenvokabulars mögen von ihrem Aussagegehalt her nur schwer fassbar sein, sie sind aber nach dem Willen des Gesetzgebers gleichwohl zulässig.“ Geschmacklich sind feinherbe Weine oft den halbtrockenen ähnlich, jedoch ohne die strengen Vorgaben einhalten zu müssen. Sie bieten oft eine fruchtige Süße mit einer erfrischenden Säure und sind eine spannende Entdeckung für den Gaumen.

Viele Begriffe sind nun zugeordnet und erklärt. Doch was verbirgt sich beispielsweise hinter einem „Großen Gewächs“? Ein Prädikat ist es jedenfalls nicht!

Die VDP.Klassifikation: Herkunft schmecken und Deutschland entdecken

Die Einteilung der Qualitätsstufen gibt bereits einen groben Überblick über die Herkunft der Weine. Ähnlich wie die Prädikate, bezieht sich die VDP.Klassifikation ausschließlich auf die höchste Qualitätsstufe, die Qualitätsweine. Um die Qualität eines Weines nicht nur vom Zuckergehalt abhängig zu machen, hat der VDP, der Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V., im Jahr 2012 eine eigene Klassifikation eingeführt. Der VDP, bestehend aus rund 200 Mitgliedern in allen 13 Anbaugebieten, blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück.

Die VDP.Klassifikationspyramide für deutsche WeineDie VDP.Klassifikationspyramide für deutsche Weine

Innerhalb des Verbandes gab es seit 1984 eine Bewegung, die den Qualitätsbegriff wieder präzisieren und bestimmten Entwicklungen entgegenwirken wollte. Man suchte nach einer Qualitätsaussage, die unabhängig von den durch Zuckergehalt bestimmten Prädikaten war, da diese auch durch Zugabe von Süßreserve erreicht werden konnten. In großen als „Qualitätsflächen“ ausgewiesenen Weinbergsflächen gingen Einzellagen mit ihrem einzigartigen Charakter verloren. Das Anliegen der VDP-Winzer ist es bis heute, hochwertige, trockene Weine und natürliche, fruchtsüße Weine zu produzieren, deren Herkunft man schmecken kann. Die 2012 festgelegte vierstufige Klassifikation ist das Ergebnis vieler Diskussionen innerhalb des Verbandes.

Weine von VDP-Mitgliedern tragen auf der Flaschenkapsel das Zeichen des Traubenadlers. Das darunter umlaufende Band beschreibt die entsprechende Klasse, z.B. VDP. Gutswein.

  • VDP. GUTSWEIN – Von Grund auf gut: Dieser Wein stammt aus gutseigenen Lagen und entspricht den hohen VDP-Standards. Er ist die Visitenkarte des Weinguts und bietet einen authentischen Einblick in seine Philosophie.
  • VDP.ORTSWEIN – Botschafter bester Böden: Ortsweine spiegeln die regionalen Gegebenheiten der jeweiligen Gemeinde wider. Sie stammen von gebietstypischen Rebsorten, die auf Weinbergen innerhalb der Gemeindegemarkung des auf dem Etikett angegebenen Ortes wachsen, mit einer maximalen Ertragsmenge von 75 hl/ha. Diese Weine sind eine exzellente Möglichkeit, die einzigartigen Terroirs Deutschlands zu entdecken.
  • VDP.ERSTE LAGE® – Erste Klasse! Die für den jeweiligen Weinberg der klassifizierten Lage typische Rebsorte wird von Hand gelesen, selektiert und mit dem Mindestmostgewicht einer Spätlese (76-90 °Oe) bei einem Höchstertrag von 60 hl/ha geerntet. Diese Weine dürfen erst nach der Mainzer Weinbörse im April des Folgejahres vermarktet werden, was ihre Exklusivität unterstreicht.
  • VDP.GROSSE LAGE® – Die Spitze der Weinberge: Die GROSSE LAGE kennzeichnet die hochwertigsten deutschen Weinberge. Die Erntemenge der regional festgelegten Rebsorte ist auf 50 hl/ha begrenzt. Der trockene Wein einer GROSSEN LAGE wird als GROSSES GEWÄCHS (GG) bezeichnet. Der Wein einer GROSSEN LAGE wird selektiv von Hand mit mindestens der Qualität einer Spätlese gelesen. Die Vermarktung erfolgt erst ab dem 1. September des Folgejahres. Rotweine müssen mindestens 12 Monate im Holzfass gereift sein und kommen somit erst im übernächsten Jahr auf den Markt. GROSSE LAGEN Weine werden während der Weinbergsarbeit kontrolliert und die Weine vor und nach der Abfüllung durch eine Kommission geprüft und bestätigt. Sie sind die Crème de la Crème des deutschen Weinbaus und ein absolutes Highlight für jeden Entdecker.
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Auch wenn die Beeren aus ERSTEN und GROSSEN LAGEN mit Spätlesequalität oder sogar noch höheren Oechslegraden gelesen werden, werden sie obligatorisch als trockene Weine ausgebaut und ohne Prädikate auf dem Etikett vermarktet. Nur die fruchtsüßen Weine tragen dann Prädikatsbezeichnungen und kennzeichnen somit ihren höheren Restzuckergehalt. Dieses Prinzip gilt bereits bei VDP.ORTSWEIN: Trocken ist die Regel, mit Prädikat kennzeichnet fruchtsüße Weine.

Die VDP-Winzer müssen noch weitere detaillierte Richtlinien in den einzelnen Klassen erfüllen. Die hier angeführten Qualitätsvorgaben sind jedoch auf dem Etikett der Weinflaschen angegeben und bieten wichtige Hinweise über Qualitätskontrolle, Geschmack und Herkunft des Weines. Das Prinzip des Gutsweins, Ortsweins und Lagenweins wird auch von Nicht-VDP-Mitgliedern gemeinschaftlich in einzelnen Anbaugebieten verfolgt (z.B. Maxime Herkunft in Rheinhessen). Die Motivation und der Hintergrund ist der Gedanke, sich mit den regionalen Besonderheiten und Bodentypen klar darzustellen und das Terroir – die Herkunft des Weines – schmeckbar zu machen.

Fazit: Ihre Genussreise durch das Weinland Deutschland

Der überwiegende Teil der in Deutschland erzeugten Weine sind Qualitätsweine aus den 13 Anbaugebieten. Sie sind von trocken bis edelsüß erhältlich und bieten eine beeindruckende Bandbreite für jeden Geschmack. Anhand der Prädikate können Sie Rückschlüsse auf den Lesezeitpunkt und den Weintyp ziehen, was Ihnen bei der Auswahl hilft, die deutschen Weinregionen auf Ihre ganz persönliche Art zu entdecken. Gehören die Erzeuger dem VDP an, lassen sich anhand der auf der Kapsel angegebenen Stufe und den Informationen auf dem Etikett die genaue Herkunft und die Einhaltung kontrollierter Richtlinien im Betrieb und Weinberg entnehmen.

Die Vielzahl der Begriffe auf einer Weinflasche, so in einzelne Kategorien unterteilt, ist gar nicht mehr so kompliziert. Das “Weinvokabular” der verschiedenen Qualitätsbeschreibungen ergänzt sich zu einer fundierten Einschätzung, ob sich hinter den vielen Worten ein Wein für Ihren Geschmack verbirgt. Eine Entdeckungsreise durch Deutschland wäre unvollständig ohne das Eintauchen in seine reiche Weinkultur. Nehmen Sie sich die Zeit, die deutschen Weinregionen zu bereisen, Winzer zu besuchen und die Geschichten hinter jedem Glas zu schmecken. Beginnen Sie noch heute Ihre persönliche Erkundungstour durch die faszinierende Welt des deutschen Weines!