Gyudon Rezept: Das Herz Japans in Ihrer Küche (Rindfleisch auf Reis)

Traditionelles Gyudon in einer japanischen Fast-Food-Kette

Es gibt Gerichte, die einen ein Leben lang begleiten und deren erste Begegnung unvergesslich bleibt. Für mich ist Gyudon genau so ein Gericht. Meine erste Schale dieses japanischen Komfortessens genoss ich 2012 in Kyoto, direkt gegenüber der ehrwürdigen Kyoto Universität. Damals besuchte ich einen Freund, der für ein Jahr in Japan lebte. Mein Reisebudget war knapp bemessen, und so suchte ich nach einer günstigen, aber sättigenden Mahlzeit. Er empfahl Gyudon – eine simple Schale Reis, gekrönt mit zart mariniertem Rindfleisch. Fleisch auf Reis? Das klang wunderbar! Ich war sofort verliebt, auch wenn es verrückt klingt, sich in ein Gericht zu verlieben.

Seit diesem Tag hat mich Gyudon nicht mehr losgelassen. Es ist das perfekte japanische Fast Food: schnell zubereitet, unglaublich lecker und zudem sehr günstig. Schon für wenige Euro bekommt man in Japan eine Portion, die satt macht. Überall im Land findet man spezialisierte Ketten, die diese Köstlichkeit anbieten. Wenn Sie auch andere herzhafte und unkomplizierte Gerichte lieben, entdecken Sie unsere [Raclette Rezepte] für gemütliche Abende.

Traditionelles Gyudon in einer japanischen Fast-Food-KetteTraditionelles Gyudon in einer japanischen Fast-Food-Kette

Was ist Gyudon? Ein Blick auf dieses japanische Komfortgericht

Der Name “Gyudon” setzt sich aus zwei japanischen Schriftzeichen zusammen: 牛 (Gyu), was Rind bedeutet, und 丼 (Don), die Kurzform von “Donburi”. Donburi bezeichnet in der japanischen Küche Gerichte, die aus einer Schüssel Reis bestehen, die mit verschiedenen Zutaten belegt wird. Ein bekanntes Beispiel ist Katsudon (カツ丼), ein paniertes Schweineschnitzel auf Reis. Gyudon bedeutet also schlicht “Rindfleisch auf Reis”.

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Es ist ein Gericht, das Herz und Seele wärmt und das ich seit meiner Zeit in Japan immer wieder gerne zubereite oder, wenn möglich, in authentischen Restaurants genieße. Die japanische Küche bietet eine Fülle an Variationen, nicht unähnlich der Vielfalt bei [italienischen Fleischgerichten]. In München gab es eine Zeit lang einige Orte, wo man gutes Gyudon finden konnte, aber leider sind viele davon wieder verschwunden. Zum Glück ist Gyudon aber auch erstaunlich einfach zu Hause zuzubereiten – die größte Herausforderung dabei ist tatsächlich, das richtige Fleisch zu finden.

Das Geheimnis des perfekten Gyudon: Das richtige Fleisch

Für ein authentisches Gyudon ist die Qualität und vor allem die Schnittart des Rindfleisches entscheidend. Man benötigt dünne, mit Fett durchzogene Scheiben, die beim Kochen zart zerfallen und den Geschmack der Soße perfekt aufnehmen.

Herausforderung: Dünn geschnittenes Rindfleisch in Deutschland

In Japan findet man solches Fleisch in jedem Supermarkt, fertig zugeschnitten. Hierzulande ist das leider oft eine Herausforderung. Rinderfilet anzufrieren und es dann hauchdünn zu schneiden, ist eine Möglichkeit. Eine Aufschnittmaschine kann hier Gold wert sein. Auch ein guter Metzger kann das Fleisch entsprechend vorbereiten, allerdings stößt man hier nicht immer auf offene Ohren.

In asiatischen Supermärkten wie GoAsia habe ich jedoch schon oft in der Tiefkühlabteilung fündig geworden. Dort gibt es häufig bereits sehr dünn geschnittenes Fleisch (Rind, Schwein, Lamm), das für Gyudon hervorragend geeignet ist. Die Herkunft (oft “Cut in UK”) mag Fragen aufwerfen, aber für die Zubereitung ist es eine praktische Lösung. Es ist so dünn, dass es beim Garen wunderbar zart wird.

Nahaufnahme von dünn geschnittenem Rindfleisch für GyudonNahaufnahme von dünn geschnittenem Rindfleisch für GyudonFrisches, marmooriertes Rindfleisch, bereit für die ZubereitungFrisches, marmooriertes Rindfleisch, bereit für die ZubereitungVerpacktes, gefrorenes Rindfleisch in dünnen ScheibenVerpacktes, gefrorenes Rindfleisch in dünnen ScheibenDetails der Fleischpackung mit HerkunftsangabeDetails der Fleischpackung mit Herkunftsangabe

Wagyu für ein Premium-Gyudon

Wer sich etwas Besonderes gönnen möchte und ein wirklich luxuriöses Gyudon zubereiten will, kann natürlich auch zu hochwertigem Wagyu-Rind greifen. Das fein marmorierte Fleisch verleiht dem Gericht eine unvergleichliche Zartheit und einen intensiven Geschmack. Alles Wissenswerte über dieses exklusive Fleisch erfahren Sie in unserem Artikel Was ist eigentlich Wagyu-Rind?. Für diejenigen, die nach alternativen Zubereitungen suchen, gibt es auch [Rezepte mit Hokkaido Kürbis] für eine leckere Beilage.

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Gyudon (牛丼) Rezept: Japanisches Rindfleisch auf Reis selbst zubereiten

Einfach und lecker: Hier finden Sie das Rezept für Gyudon, um es daheim selberzukochen, wenn das Japanfernweh wieder groß ist.

Fertiges Gyudon mit Reis und Rindfleisch in einer SchaleFertiges Gyudon mit Reis und Rindfleisch in einer Schale

Bewertung: 4 Sterne (11 Bewertungen)
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 50 Minuten
Gerichtart: Hauptgericht
Land & Region: Japanisch
Portionen: 2 Schalen
Kalorien: 450 kcal

Zutaten

  • Rindfleisch & Gemüse:
    • 250 g in dünne Scheiben geschnittenes Rindfleisch
    • 1 große Zwiebel
    • 10 g Ingwer
  • Soße:
    • 200 ml Wasser
    • 60 ml Sojasauce
    • 50 ml Sake (japanischer Reiswein)
    • 50 ml Mirin (süßer Reiswein)
    • 1 EL Zucker
  • Zum Servieren:
    • Reis (japanischer Rundkornreis)
    • Roter eingelegter Ingwer (Beni Shouga) oder Frühlingszwiebeln als Topping

Anleitungen

  1. Reis vorbereiten: Beginnen Sie mit der Zubereitung des Reises. Wie Sie japanischen Reis perfekt kochen und worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie in diesem detaillierten Artikel über die Zubereitung von japanischem Reis.
  2. Gemüse schneiden: Schälen Sie die Zwiebel und schneiden Sie sie in lange, feine Streifen. Den Ingwer ebenfalls schälen und in schmale Stifte schneiden. Falls Ihr Rindfleisch noch nicht dünn genug ist, schneiden Sie es in mundgerechte Stücke.
  3. Soße ansetzen: Vermischen Sie alle Zutaten für die Soße (Wasser, Sojasauce, Sake, Mirin, Zucker) in einem Topf. Rühren Sie, bis sich der Zucker gelöst hat. Geben Sie anschließend die Zwiebeln und den Ingwer hinzu. Bringen Sie die Soße einmal bei voller Hitze zum Kochen, reduzieren Sie dann die Hitze auf mittlere Stufe.
  4. Fleisch garen: Geben Sie das vorbereitete Rindfleisch in die köchelnde Soße und lassen Sie alles für etwa 15 Minuten ohne Deckel leicht reduzieren. Schöpfen Sie dabei gelegentlich eventuell entstehenden Schaum von der Oberfläche ab.
  5. Servieren: Sobald Reis und Fleisch fertig sind, füllen Sie den Reis in eine Schale. Geben Sie eine Kelle des zarten Rindfleischs und etwas des aromatischen Soßen-Suds darüber. Garnieren Sie Ihr Gyudon zum Schluss mit etwas rotem eingelegtem Ingwer (Beni Shouga) oder frisch geschnittenen Frühlingszwiebeln.
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Nährwertangaben

Portion: 1 Schale | Kalorien: 450kcal

Der letzte Schliff: Toppings für Ihr Gyudon

Ein klassisches und unverzichtbares Topping für Gyudon ist Beni Shouga – der rote eingelegte Ingwer. Er sorgt mit seiner leicht säuerlichen und scharfen Note für eine wunderbare Geschmacksbalance und Frische zum herzhaften Fleisch. Auch frische Frühlingszwiebeln sind eine beliebte Ergänzung, die dem Gericht eine leichte Schärfe und eine schöne Farbe verleihen.

Roter eingelegter Ingwer (Beni Shoga) als Beilage zu GyudonRoter eingelegter Ingwer (Beni Shoga) als Beilage zu GyudonDetailaufnahme von Beni Shoga auf einem LöffelDetailaufnahme von Beni Shoga auf einem Löffel

Gyudon ist ein Fest für die Sinne und ein Gericht, das man immer wieder gerne genießt. Probieren Sie es selbst aus und holen Sie sich ein Stück Japan in Ihre Küche! Wenn Sie Lust auf weitere kulinarische Entdeckungen haben, laden wir Sie ein, auch die Herzlichkeit unserer [Schweizer Rezepte] zu erkunden.

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