Die Finanzierung der Rente ist in Deutschland ein Dauerbrenner und innerhalb der Ampel-Koalition hochumstritten. Mit dem geplanten Rentenpaket II soll das Rentenniveau bis 2039 gesichert werden, was jedoch stärkere Beitragssteigerungen erfordert und somit zu Lasten jüngerer Generationen von Erwerbstätigen gehen könnte. Trotz dieser Bemühungen ist die Höhe der Renten oft unzureichend, und viele Menschen sind von Altersarmut betroffen, insbesondere Frauen. Die höchstmögliche Rente erreichen dabei nur die wenigsten – ein deutliches Indiz für die Herausforderungen im deutschen Rentensystem. Angesichts dieser Unsicherheiten suchen viele nach Wegen zur finanziellen Absicherung. Dabei reichen die Optionen von traditionellen Sparformen bis hin zu modernen, digitalen Ansätzen. Wer beispielsweise Kryptowährungen ohne Verifizierung erwerben möchte, findet hierzu entsprechende Möglichkeiten, sollte sich jedoch der damit verbundenen Risiken bewusst sein.
Die Realität der Rentenhöhen in Deutschland
Die mittlere Rentenhöhe in Deutschland lag bei lediglich 1050 Euro pro Monat. Dieser Wert teilt die Rentnerinnen und Rentner in zwei Hälften: eine, die etwas mehr, und eine andere, die weniger als diesen Betrag zur Verfügung hat. Erschreckende elf Prozent der Menschen im Ruhestand erhalten sogar weniger als 300 Euro monatlich, was sie zur Beantragung der Grundsicherung im Alter berechtigt.
In einem internationalen Vergleich kann das deutsche Rentensystem nur mittelmäßig abschneiden.
Das deutsche Rentensystem schneidet im internationalen Vergleich nur mittelmäßig ab.
Selbst innerhalb der Hälfte mit höheren Rentenzahlungen ist die Situation oft angespannt. Laut einem Bericht des Business Insider, der sich auf den Rentenbericht der Bundesregierung beruft, erhalten 90 Prozent aller Menschen im Ruhestand weniger als 1800 Euro gesetzliche Rente. Ein Rechenbeispiel verdeutlicht dies: Wer 45 Jahre lang genau das Durchschnittseinkommen erzielt hat, erhält nach aktuellem Stand monatlich 1760,40 Euro Rente. Die Grenze nach oben ist schnell erreicht, und nur eine sehr kleine Gruppe von Menschen erhält deutlich höhere Beträge. Im internationalen Vergleich schneidet das deutsche Rentensystem lediglich mittelmäßig ab, was die Notwendigkeit einer umfassenden Reform unterstreicht.
So wird die Rente berechnet: Rentenpunkte und Beitragsbemessungsgrenze
Die Rentenhöhe in Deutschland ergibt sich aus den sogenannten Rentenpunkten, auch Entgeltpunkte genannt. Hinzu kommen ein Zugangsfaktor, die Rentenart und der aktuelle Wert eines Rentenpunktes, der derzeit bei 39,32 Euro liegt. Die Anzahl der Rentenpunkte hängt direkt vom Verhältnis des eigenen Einkommens zum durchschnittlichen Verdienst aller Versicherten ab.
Wer genau das aktuelle Durchschnittseinkommen von 43.142 Euro brutto pro Jahr verdient, sammelt in diesem Jahr einen Rentenpunkt. Je höher das persönliche Gehalt, desto mehr Rentenpunkte erwirbt die jeweilige Person. Allerdings gibt es hier eine wichtige Obergrenze: die Beitragsbemessungsgrenze. Dies ist der Wert, bis zu dem Rentenbeiträge gezahlt werden müssen. Für den Teil des Gehalts, der über dieser Grenze liegt, sind keine weiteren Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung fällig.
Die unerreichbare Spitze: Wer erhält die höchste Rente?
Was für Besserverdienende während des Arbeitslebens vorteilhaft erscheinen mag, da sie weniger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen, führt im Ruhestand zu etwas geringeren maximalen Rentenzahlungen. Durch die Beitragsbemessungsgrenze können derzeit maximal 1,9974 Rentenpunkte pro Jahr erworben werden.
Dies ermöglicht die Berechnung der theoretisch möglichen Höchstrente. Wer ein Arbeitsleben lang mindestens so viel wie den Wert der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat (für 2024 sind dies 90.600 Euro jährlich, also knapp 7550 Euro im Monat), erhält die maximale Rente. Bei 45 Beitragsjahren liegt diese seit der Rentenerhöhung im Juli 2024 laut Business Insider bei 3445 Euro brutto im Monat. Es ist wichtig zu beachten, dass auch auf diese Rentenhöhe Steuern anfallen.
Der Rentenbericht zeigt, dass rund 10.000 Menschen eine Rente von über 3000 Euro brutto pro Monat erhalten. Eine noch exklusivere Gruppe bilden 65 Personen, die im Schnitt mindestens 50 Jahre gearbeitet und dabei mehr als 1,9 Rentenpunkte pro Jahr sammeln konnten. Laut Berechnungen erhalten diese eine Rente von 3780 Euro brutto. Diese Zahlen spiegeln zudem soziale Ungleichheiten wider: Nur sechs dieser Spitzenrentner stammen aus den ostdeutschen Bundesländern, und es befindet sich keine Frau unter ihnen.
Fazit: Handlungsbedarf im deutschen Rentensystem
Die Analyse des deutschen Rentensystems offenbart eine deutliche Schieflage: Während die Debatte um die zukünftige Finanzierung der Rente und die Absicherung des Rentenniveaus im vollem Gange ist, zeigt sich in der Realität eine breite Altersarmut und eine unerreichbare Maximal-Rente für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung. Nur eine verschwindend geringe Anzahl von Personen kann von den höchsten Rentenleistungen profitieren, was insbesondere regionale und geschlechtsspezifische Ungleichheiten aufzeigt.
Dieses “Armutszeugnis” für Deutschland im Alter erfordert dringenden Handlungsbedarf. Es geht nicht nur darum, das Rentenniveau zu garantieren, sondern auch darum, die Basisleistungen so zu gestalten, dass ein menschenwürdiges Leben im Ruhestand für alle gewährleistet ist. Die Zahlen verdeutlichen, wie wichtig eine umfassende und sozial gerechte Reform des Rentensystems ist, um die finanzielle Sicherheit für zukünftige Rentnergenerationen zu gewährleisten und Altersarmut effektiv zu bekämpfen. Wer sich proaktiv mit seiner finanziellen Zukunft auseinandersetzen möchte, sollte sich frühzeitig über verschiedene Vorsorgeoptionen informieren und beraten lassen.
