Rentenlückenrechner: So sichern Sie Ihren Ruhestand ab

Viele Menschen stellen sich die Frage, wie hoch ihre gesetzliche Rente im Alter ausfallen wird und ob das Geld zum Leben ausreicht. Die Berechnung der persönlichen Rentenlücke ist der erste Schritt zu einem finanziell sorglosen Ruhestand. Ein Rentenlückenrechner hilft Ihnen dabei, die voraussichtliche Differenz zwischen Ihrem aktuellen Einkommen und Ihrer späteren gesetzlichen Rente zu ermitteln und frühzeitig passende Maßnahmen zu ergreifen, um diese Lücke zu schließen. Es ist entscheidend, sich dieser potenziellen Lücke bewusst zu werden, um proaktiv handeln zu können und eine solide private rentenversicherung steuererklärung vorzubereiten.

Was ist die Rentenlücke und wie entsteht sie?

Im Ruhestand steht in aller Regel weniger Geld zur Verfügung als im aktiven Berufsleben. Das Standardrentenniveau in Deutschland liegt im Jahr 2024 bei etwa 48 Prozent. Dieses Rentenniveau wird vom Gesetzgeber bis zum Jahr 2025 garantiert.

Konkret bedeutet dies: Eine Person, die bei Erreichen der Regelaltersgrenze 45 Beitragsjahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und dabei jeweils das deutsche Durchschnittsgehalt verdient hat, erhält 48 Prozent dieses durchschnittlichen Bruttolohns als gesetzliche Rente. Von diesem Bruttolohn werden die Sozialbeiträge abgezogen, nicht aber die Steuern. Die Differenz von 52 Prozent (100 % – 48 %) zwischen dem letzten Erwerbseinkommen und der gesetzlichen Rente bezeichnet man als Rentenlücke. Sie zeigt auf, wie viel Einkommen Ihnen im Alter im Vergleich zu Ihrem aktiven Berufsleben fehlen könnte.

So funktioniert ein Rentenrechner und was Sie dabei beachten sollten

Um eine erste Einschätzung Ihrer Rentenlücke zu erhalten, geben Sie üblicherweise Ihr Geburtsjahr und Ihr Jahresbruttogehalt ein. Beim Berufsstart wählen Sie das Jahr, in dem Sie erstmals Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben, was oft mit dem Beginn Ihrer Ausbildung oder dem ersten Berufseinstieg zusammenfällt. Auch die Anzahl der Kinder kann berücksichtigt werden, wobei jüngere Personen hier eine Schätzung vornehmen können. Fehlzeiten im Berufsleben, etwa durch Elternzeit oder längere Krankheit, lassen sich ebenfalls angeben, meist in Jahren.

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Es ist wichtig zu verstehen, dass ein solcher Rentenrechner eine Beispielrechnung darstellt und eine erste Orientierung bieten soll. Ihre persönlichen Daten werden dabei nicht gespeichert. Die hinterlegten Annahmen treffen nicht zwangsläufig auf Ihre individuelle Situation zu. Ein Rentenrechner kann und soll daher keine persönliche Beratung ersetzen. Für eine maßgeschneiderte Lösung und eine detaillierte Analyse Ihrer Altersvorsorge ist der Austausch mit einem Experten unerlässlich.

Rentenplanung: 3 wichtige Aspekte für einen finanziell abgesicherten Ruhestand

Die Planung der Altersvorsorge ist komplex. Es gibt jedoch einige zentrale Punkte, die Sie berücksichtigen sollten, um Ihre Rentenlücke realistisch einzuschätzen und zielgerichtet zu schließen.

1. Was Sie im Alter wirklich brauchen: Ein realistischer Blick auf Ihre Ausgaben

Wenn wir von der Rentenlücke sprechen, meinen wir in diesem Kontext die Differenz zwischen Ihrer späteren gesetzlichen Rente und Ihrem Einkommen während der Berufstätigkeit. Doch im Ruhestand ändern sich die Lebensumstände, und damit oft auch die finanziellen Bedürfnisse. Viele Menschen kommen im Ruhestand mit weniger Geld aus als am Ende ihres Berufslebens.

Als Faustregel gilt, dass Rentnerinnen und Rentner mit 80 bis 85 Prozent des letzten Nettogehalts gut leben können. Dieser Wert kann je nach individueller Situation und Ihren persönlichen Bedürfnissen natürlich stark variieren. Es empfiehlt sich, die potenziellen Kostenfaktoren im Alter genau zu analysieren, um ein besseres Gefühl für Ihre tatsächlichen Ausgaben zu bekommen.

Wichtiger Hinweis zur Zukunftsplanung: Niemand kann die Zukunft exakt vorhersagen. Je weiter Ihr Rentenbeginn in der Ferne liegt, desto größer können die Schwankungen sein, sei es durch politische Entscheidungen, Rentenerhöhungen, Inflation oder die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung. Planen Sie einen bestimmten Betrag für Ihren Ruhestand ein, sollten Sie unbedingt den Kaufkraftverlust durch Inflation berücksichtigen. Erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Inflation, wie sich diese auf Ihre Geldanlage und Altersvorsorge auswirken kann.

Eine ältere Dame genießt ein Spiel im Park, ein Mann beobachtet sie. Diese Unbeschwertheit sollte auch im Ruhestand möglich sein.

Gender Pension Gap: Die größere Rentenlücke von Frauen

Frauen erhalten in Deutschland durchschnittlich weniger Gehalt als Männer, arbeiten häufiger in Teilzeit und übernehmen öfter unbezahlte Care-Arbeiten. Diese Faktoren führen dazu, dass sie in der Regel weniger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und folglich geringere gesetzliche Renten ausgezahlt bekommen. Laut Statistischem Bundesamt hatten Frauen in Deutschland im April 2024 durchschnittlich 27,1 Prozent weniger Alterseinkünfte als Männer. Erschreckend ist auch, dass 20,8 Prozent der Frauen über 65 Jahren als armutsgefährdet gelten. Da die Rentenlücke von Frauen im Durchschnitt größer ist als die von Männern, ist es für sie besonders wichtig, auf eine vorausschauende und umfassende Altersvorsorge zu achten. Eine frühzeitige Beschäftigung mit Themen wie der beste lebensversicherung stiftung warentest kann hier wertvolle Orientierung bieten.

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2. Ihre individuelle Situation: Renteninformation und Rentenauskunft verstehen

Während ein Rentenrechner eine erste Schätzung liefert, erhalten Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer regelmäßig eine genauere Berechnung Ihrer individuellen Situation von der Deutschen Rentenversicherung.

Wer über 27 Jahre alt ist und mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, bekommt bis zum 54. Lebensjahr einmal jährlich eine Renteninformation zugeschickt. Dieses Dokument zeigt Ihnen unter anderem Ihre bereits erworbenen Ansprüche auf eine Altersrente ohne weitere Einzahlungen sowie Ihren hochgerechneten Rentenanspruch, wenn Sie bis zur Regelaltersgrenze weiterhin wie bisher verdienen würden.

Ab dem 55. Lebensjahr erhalten Sie anstelle der Renteninformation alle drei Jahre die wesentlich ausführlichere Rentenauskunft. Diese beinhaltet zusätzlich:

  • Eine detaillierte Berechnung der Rentenansprüche.
  • Eine Auflistung aller Versicherungszeiten.
  • Informationen zu möglichen Rentenbeginn-Terminen (z.B. Regelaltersrente, vorgezogene Rente mit Abschlägen).
  • Genaue Berechnungen zur Erwerbsminderungsrente.

Anhand dieser präzisen Werte können Sie Ihre persönliche Rentenlücke möglichst realistisch berechnen und eine fundierte Altersvorsorgeplanung vornehmen.

3. Rentenpunkte und Renteneintrittsalter: Entscheidende Stellschrauben für die Rentenhöhe

Die Höhe Ihrer gesetzlichen Rente wird maßgeblich von zwei Faktoren beeinflusst: der Höhe Ihrer Einzahlungen und Ihrem Renteneintrittsalter.

Wer mehr in die Rentenversicherung einzahlt, erhält grundsätzlich auch eine höhere gesetzliche Rente. Dies liegt daran, dass die Einkommenshöhe direkte Auswirkungen auf die Rentenpunkte hat. Einen Renten- oder Entgeltpunkt erhalten Sie, wenn Ihr Einkommen dem Durchschnitt des Bruttoeinkommens aller Versicherten der Deutschen Rentenversicherung in einem Jahr entspricht. Verdienen Sie beispielsweise ein Jahr lang genau den Durchschnitt, erhalten Sie einen Punkt. Verdienen Sie die Hälfte, gibt es einen halben Punkt, das Doppelte bringt Ihnen zwei Punkte ein.

Doch ein höheres Einkommen ist nicht die einzige Möglichkeit, die gesetzliche Rente zu beeinflussen. Ihr Renteneintrittsalter spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand geht, muss in der Regel mit Abzügen bei der Rente rechnen. Wer hingegen nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, erhält pro Monat einen Rentenzuschlag von 0,5 Prozent. Es lohnt sich, diese Optionen genau abzuwägen, um den für Sie optimalen Zeitpunkt für den Ruhestand und die halbeinkünfteverfahren rentenversicherung festzulegen.

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Rentenlücke schließen – mit der passenden Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente bildet lediglich einen Pfeiler der Altersabsicherung. Mit einer gut durchdachten Altersvorsorge können Sie auch eine vermeintlich kleine gesetzliche Rente erheblich aufstocken und Ihre Rentenlücke effektiv schließen. Ihnen stehen dabei zahlreiche Möglichkeiten zur Altersvorsorge offen. Dazu gehören beispielsweise private Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen oder auch Lebensversicherungen.

Je früher Sie beginnen, sich um Ihre Altersvorsorge zu kümmern, desto geringer ist in der Regel der monatliche Betrag, den Sie einzahlen müssen, um Ihre Wunschrente zu erreichen. Zudem kann Ihr Geld über einen längeren Zeitraum bis zur Rente für Sie arbeiten. Bereits in jungen Jahren kann ein kleiner monatlicher Betrag, langfristig investiert, durch den Zinseszinseffekt zu einer beachtlichen Summe heranwachsen. Ob eine lebensversicherung auszahlung steuerfrei ist oder wie man eine fondsgebundene rentenversicherung verkaufen kann, sind Fragen, die Sie im Rahmen einer persönlichen Beratung klären sollten.

Jetzt Rentenlücke berechnen und Ihren Ruhestand absichern

Die Berechnung und Schließung Ihrer Rentenlücke ist ein entscheidender Schritt für einen finanziell sorgenfreien Ruhestand. Nutzen Sie die verfügbaren Tools und Informationen, aber vor allem: Suchen Sie den persönlichen Austausch mit erfahrenen Beratern. Sie helfen Ihnen dabei, eine Altersvorsorge zu finden, die optimal auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Handeln Sie jetzt für Ihre finanzielle Zukunft!