In der Finanzplanung geht es nicht nur darum, Vermögen aufzubauen, sondern auch darum, für den Ernstfall vorzusorgen und die Liebsten abzusichern. Eine der effektivsten und kostengünstigsten Möglichkeiten hierfür ist die Risikolebensversicherung. Sie bietet einen entscheidenden Schutz für Ihre Familie, falls Ihnen das Schlimmste widerfährt. Während sie kein Vermögen anspart, garantiert sie eine finanzielle Sicherheit, die unersetzlich sein kann. Es ist ein Akt der Verantwortung und Weitsicht, der Ihren Angehörigen in einer ohnehin schwierigen Zeit Halt geben kann.
Die Risikolebensversicherung ist ein grundlegender Baustein für die finanzielle Absicherung und sollte in keinem Vorsorgeplan fehlen, insbesondere wenn Familie oder andere Personen finanziell von Ihnen abhängig sind. Es ist wichtig, auch über andere Aspekte der Finanzwelt nachzudenken, um das eigene Portfolio zu optimieren. Beispielsweise können Lösungen wie eine krypto steuersoftware dabei helfen, digitale Vermögenswerte effizient zu verwalten und steuerlich korrekt zu behandeln.
Was ist eine Risikolebensversicherung?
Eine Risikolebensversicherung ist, wie der Name schon sagt, eine reine Risikoversicherung. Ihr Hauptzweck besteht darin, Ihre Familie oder andere Bezugsberechtigte im Falle Ihres Todes während der Vertragslaufzeit finanziell abzusichern. Sie sparen damit kein Kapital an, sondern versichern ausschließlich das Todesfallrisiko. Tritt der Versicherungsfall ein, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten ausgezahlt. Läuft der Vertrag ohne einen Todesfall ab, erhalten Sie oder Ihre Angehörigen keine Leistung. Die Beiträge decken somit das versicherte Risiko und die Verwaltungskosten ab.
Wie funktioniert eine Risikolebensversicherung?
Die Gestaltung einer Risikolebensversicherung ist flexibel und kann an Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Zwei zentrale Aspekte bestimmen die Funktionsweise: die Laufzeit und die Höhe der Versicherungssumme.
Laufzeit und Versicherungssumme
Die Laufzeit der Versicherung legen Sie selbst fest, typischerweise zwischen 1 und 60 Jahren. Diese Entscheidung sollte sich danach richten, wie lange Ihre Familie voraussichtlich finanzielle Unterstützung benötigt, beispielsweise bis die Kinder selbstständig sind oder ein Kredit abbezahlt ist.
Die Versicherungssumme (oder Todesfallleistung) ist der Betrag, den Ihre Familie im Todesfall erhält. Als Faustregel gilt hier oft das 3- bis 5-fache Ihres jährlichen Bruttoeinkommens, um den Lebensstandard der Hinterbliebenen aufrechtzuerhalten und eventuelle Schulden zu decken.
Arten der Versicherungssumme:
Je nach Absicherungsbedarf können Sie zwischen verschiedenen Arten der Versicherungssumme wählen:
- Konstante Versicherungssumme: Die Todesfallleistung bleibt über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg gleich. Dies bietet eine verlässliche Absicherung, unabhängig davon, wann der Versicherungsfall eintritt. Ihre Angehörigen erhalten stets dieselbe, fest vereinbarte Summe.
- Linear fallende Versicherungssumme: Diese Variante eignet sich, um Kredite oder Darlehen abzusichern, die linear getilgt werden, wie etwa Ratenkredite. Die Versicherungssumme sowie die Beiträge sinken jedes Jahr gleichmäßig, passend zum Tilgungsplan Ihres Kredits.
- Annuitätisch fallende Versicherungssumme: Besonders geeignet für die Absicherung von Baufinanzierungen oder Immobiliendarlehen. Hierbei sinkt die Todesfallleistung erst langsam und dann schneller, analog zur Restschuld Ihrer Immobilienfinanzierung, die in den ersten Jahren ebenfalls nur geringfügig, später aber stärker abnimmt.
Kosten und Faktoren, die den Beitrag beeinflussen
Im Vergleich zu anderen Vorsorgeprodukten ist die Risikolebensversicherung eine besonders kostengünstige Möglichkeit, den finanziellen Ernstfall abzusichern. Gute Tarife sind bereits für wenige Euro im Monat erhältlich. Die genaue Höhe Ihres monatlichen Beitrags hängt jedoch von mehreren persönlichen Faktoren ab:
- Alter: Je jünger Sie bei Vertragsabschluss sind, desto geringer ist in der Regel Ihr Beitrag. Das liegt daran, dass das Sterberisiko in jungen Jahren statistisch niedriger ist.
- Gesundheitszustand: Dies ist ein sehr wichtiger Faktor. Die Versicherungsgesellschaft bewertet Ihr individuelles Risiko, während der Laufzeit zu versterben. Daher müssen Sie vor Vertragsabschluss Gesundheitsfragen beantworten. Relevant sind beispielsweise Angaben zu Raucherstatus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Vorerkrankungen wie Krebs. Bestehen erhöhte Risiken, kann dies zu einem höheren Beitrag oder im Extremfall zur Ablehnung des Antrags führen.
- Laufzeit und Versicherungssumme: Eine längere Laufzeit und eine höhere Versicherungssumme bedeuten in der Regel auch höhere Beiträge.
- Beruf: Berufe mit erhöhtem Risiko (z. B. bestimmte handwerkliche Tätigkeiten oder Berufe mit viel Reisetätigkeit) können ebenfalls zu einem höheren Beitrag führen.
Ist eine Risikolebensversicherung für Sie sinnvoll?
Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Risikolebensversicherung stellt sich vor allem dann, wenn andere Personen finanziell von Ihnen abhängig sind. Dies betrifft Ehepartner, Kinder oder Geschäftspartner. Wenn Ihr Einkommen essenziell für den Lebensunterhalt Ihrer Familie ist oder Sie größere Darlehen, etwa für eine Immobilie, aufgenommen haben, ist eine Risikolebensversicherung nahezu unverzichtbar. Sie schafft ein finanzielles Polster, das im Falle Ihres Todes den Fortbestand sichert und Ihre Familie vor wirtschaftlicher Not schützt. Es empfiehlt sich, verschiedene Vorsorgemöglichkeiten genau zu vergleichen und bei Bedarf professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, um die beste Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden.
Risikolebensversicherung im Vergleich mit anderen Absicherungen
Um die Bedeutung und Funktion einer Risikolebensversicherung vollständig zu verstehen, ist es hilfreich, sie von ähnlichen, aber doch unterschiedlichen Versicherungsprodukten abzugrenzen.
Risikolebensversicherung vs. Kapitallebensversicherung
Der grundlegende Unterschied liegt im Zweck:
Die Risikolebensversicherung dient ausschließlich der finanziellen Absicherung im Todesfall. Stirbt die versicherte Person innerhalb der Laufzeit, wird die vereinbarte Summe ausgezahlt. Erfolgt kein Todesfall, gibt es keine Leistung. Die Beiträge bestehen aus einem Kosten- und einem Risikoanteil.
Die Kapitallebensversicherung hingegen kombiniert eine Todesfallabsicherung mit einem Sparprozess. Sie sichert ebenfalls Hinterbliebene ab, spart aber zusätzlich Kapital an, das bei Vertragsablauf an den Versicherungsnehmer ausgezahlt wird. Die Beiträge setzen sich aus einem Kosten-, Risiko- und einem Sparanteil zusammen.
Fazit: Die Beiträge für reine Risikolebensversicherungen sind erheblich niedriger, da kein Kapital angespart wird.
Risikolebensversicherung vs. Sterbegeldversicherung
Beide Versicherungen betreffen den Todesfall, haben aber unterschiedliche Ziele:
Die Risikolebensversicherung sichert die finanziellen Bedürfnisse der Hinterbliebenen umfassend ab, damit diese ihren Lebensstandard halten können und vor Schulden geschützt sind.
Die Sterbegeldversicherung ist primär darauf ausgelegt, die Kosten für eine Bestattung zu decken. Die Versicherungssumme ist in der Regel geringer und kann direkt an einen Bestatter ausgezahlt werden, was besonders sinnvoll ist, wenn keine Angehörigen vorhanden sind. Eine Sterbeversicherung bietet zudem lebenslangen Schutz, während die Risikolebensversicherung eine festgelegte Laufzeit hat. Eine Kombination beider kann sinnvoll sein, um sowohl die Familie umfassend abzusichern als auch die Bestattungskosten zu decken.
Risikolebensversicherung vs. Restschuldversicherung
Beide Versicherungen dienen der Absicherung von Darlehen, insbesondere bei Immobilienfinanzierungen.
Sowohl die Risikolebensversicherung als auch die Restschuldversicherung (auch Kreditlebensversicherung genannt) tilgen im Todesfall des Kreditnehmers den offenen Kredit mit der Versicherungssumme.
Der Hauptunterschied liegt im Verlauf der Versicherungssumme: Bei vielen Risikolebensversicherungen bleibt die Versicherungssumme konstant. Die Restschuldversicherung hingegen ist speziell darauf ausgelegt, dass die Versicherungssumme während der Laufzeit fällt, analog zur sinkenden Restschuld des Kredits, wodurch auch die Versicherungsbeiträge entsprechend angepasst werden können. Einige Risikolebensversicherungen, wie beispielsweise die der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG, bieten jedoch auch die Wahl zwischen konstanter, linear oder annuitätisch fallender Versicherungssumme an.
Risikolebensversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung
Der grundlegende Unterschied ist der versicherte Fall:
Die Risikolebensversicherung zahlt, wenn die versicherte Person während der Laufzeit stirbt und dient der Versorgung der Hinterbliebenen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hingegen sichert Ihre Arbeitskraft ab und leistet, wenn Sie aufgrund von Krankheit oder Unfall berufsunfähig werden und Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Sie zahlt eine monatliche Rente, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Wenn Sie und Ihre Familie auf Ihr Einkommen angewiesen sind, sind beide Absicherungen von essenzieller Bedeutung und sollten idealerweise kombiniert werden, da sie unterschiedliche, aber gleichermaßen wichtige Risiken abdecken. Für eine umfassende finanzielle Strategie, die auch zukünftige Investitionen und Sparpläne berücksichtigt, ist es ratsam, sich auch mit Optionen wie einem krypto sparplan trade republic auseinanderzusetzen, um langfristig Vermögen aufzubauen und zu diversifizieren.
Fazit
Eine Risikolebensversicherung ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer verantwortungsvollen Finanzplanung, insbesondere wenn Sie eine Familie oder andere finanzielle Verpflichtungen haben. Sie bietet im Falle Ihres unerwarteten Todes eine entscheidende finanzielle Sicherheit für Ihre Liebsten, ohne ein Vermögen ansparen zu müssen. Durch die Wahl der passenden Laufzeit und Versicherungssumme sowie der Art der fallenden oder konstanten Leistung können Sie den Schutz optimal an Ihre Lebensumstände anpassen. Vergleichen Sie Angebote sorgfältig, lassen Sie sich beraten und treffen Sie eine fundierte Entscheidung, um Ihre Familie umfassend abzusichern. Handeln Sie heute, um morgen beruhigt zu sein.
