Rot-Weiss Essen unterliegt dem 1. FC Saarbrücken mit 0:3

Die erste Heimniederlage in 2025 besiegelt: Rot-Weiss Essen zeigt gegen den Aufstiegsaspiranten 1. FC Saarbrücken eine Leistung, die nicht belohnt wird und verliert deutlich mit 0:3.

Nach einer beeindruckenden Serie von vier aufeinanderfolgenden Siegen musste sich Rot-Weiss Essen am 35. Spieltag der 3. Liga geschlagen geben. Gegen den ambitionierten 1. FC Saarbrücken unterlag das Team von Trainer Uwe Koschinat vor heimischem Publikum mit 0:3 (0:2). Diese Niederlage markiert die erste auf heimischem Rasen im Stadion an der Hafenstraße unter der Leitung von Koschinat, der zuvor eine beeindruckende Serie von fünf Siegen und drei Unentschieden aufweisen konnte. Für den 1. FC Saarbrücken, unter der neuen Führung des ehemaligen RWE-Profis Alois Schwartz, war es ein gelungener Einstand. Vor 18.587 Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße fielen die Tore für die Gäste durch Patrick Sontheimer (6. Minute), Calogero Rizzuto (45.+2) kurz vor der Halbzeitpause und den eingewechselten Maurice Multhaup (50. Minute) kurz nach Wiederanpfiff.

Trainer Uwe Koschinat zeigte sich nach der Partie ungeschönt ehrlich: “Wir haben es diesmal schlecht gelöst und verdient verloren”, gestand er im Interview bei MagentaSport. “Die Körpersprache war nicht gut, wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen. Aber wir müssen auch anerkennen, dass Saarbrücken es gut gemacht hat.”

Personelle Entscheidungen und taktische Ausrichtung

Im Vergleich zum erfolgreichen Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen (2:0) nahm RWE-Trainer Uwe Koschinat nur eine Änderung in der Startformation vor. Wie angekündigt, stand Felix Wienand im Tor anstelle des Stammtorhüters Jakob Golz. Vor Wienand agierte eine Dreierkette mit José-Enrique Rios Alonso, Michael Schultz und Tobias Kraulich. Auf den Außenbahnen kamen Julian Eitschberger (rechts) und Lucas Brumme (links) zum Einsatz. Im zentralen Mittelfeld bildeten Klaus Gjasula und Tom Moustier das Duo, während Ahmet Arslan erneut die offensive Schaltzentrale besetzte, unterstützt von Ramien Safi und Kaito Mizuta. Nicht mitwirken konnten die Rekonvaleszenten Ekin Celebi (Muskelsehnenverletzung) und Thomas Eisfeld (Knie-Operation), ebenso wie Moussa Doumbouya, der nach seiner Sprunggelenkverletzung auf dem Weg der Besserung ist.

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Früher Rückstand und vergebene Chancen

Nach einer Schweigeminute für Werner Lorant, den ehemaligen RWE-Profis und Bundesliga-Trainer, der im Alter von 76 Jahren verstorben war, erwischte der Gast aus Saarbrücken den besseren Start. Bereits in der Anfangsphase nutzten die Saarländer ihre erste Gelegenheit zur Führung. Patrick Sontheimer zog aus etwa 18 Metern ab, der Ball sprang vom Innenpfosten zum 0:1 (6.) ins Netz, wobei Felix Wienand machtlos war.

Dieses frühe Führungstor spielte dem 1. FC Saarbrücken in die Karten. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz zog sich tief in die eigene Hälfte zurück und konzentrierte sich darauf, die Angriffe von RWE abzuwehren. Obwohl Rot-Weiss Essen viel Ballbesitz hatte, gelang es ihnen nur selten, entscheidende Akzente zu setzen. Ein Schuss von Lucas Brumme verfehlte das Ziel, und ein Versuch von Julian Eitschberger stellte für Torhüter Phillip Menzel keine große Herausforderung dar. Die beste Ausgleichschance vergab Topscorer Ahmet Arslan nach einer herausragenden Vorarbeit von Tom Moustier. Frei vor dem Torhüter auftauchend, konnte er Menzel jedoch nicht überwinden.

Trotz der defensiven Ausrichtung der Gäste erspielte sich Saarbrücken durch schnelle Konter weitere gute Torchancen. Felix Wienand konnte einen Schuss von Florian Krüger mit einer Fußabwehr parieren. Kurz vor der Halbzeitpause erhöhten die Gäste: Philip Fahrner flankte von der rechten Seite unbedrängt, und im Zentrum war Calogero Rizzuto gedankenschneller als Julian Eitschberger und köpfte die Kugel zum 0:2 (45.+2) ins Netz. Ein weiterer Treffer kurz darauf wurde wegen eines Vergehens von Florian Krüger gegen Felix Wienand nicht anerkannt. In dieser Situation hatte RWE Glück.

Bemühungen bleiben unbelohnt

Zur Halbzeit reagierte Trainer Uwe Koschinat mit personellen Wechseln und brachte Dominik Martinovic für Kaito Mizuta sowie Torben Müsel für den vorbelasteten Klaus Gjasula. Doch noch bevor die Gastgeber ihre neu gewonnene Offensivkraft entfalten konnten, kassierten sie den dritten Gegentreffer. Nach einer unklaren Situation im Essener Strafraum, bei der sowohl Tom Moustier als auch Torhüter Felix Wienand nicht entscheidend klären konnten, nutzte Maurice Multhaup die Unordnung zum 0:3 (50.). Multhaup, der bereits für den angeschlagenen Sebastian Vasiliadis eingewechselt worden war, hatte kurz darauf sogar die Möglichkeit, auf 0:4 zu erhöhen, schoss aber knapp am Tor vorbei.

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Rot-Weiss Essen versuchte zwar, wieder ins Spiel zurückzufinden, doch echte Torchancen blieben Mangelware. Tom Moustier schoss aus 15 Metern über das Tor, ein Freistoß von Ahmet Arslan wurde von Phillip Menzel über die Latte gelenkt und ein wuchtiger Schuss von Torben Müsel ging zu hoch.

In den letzten 20 Minuten warf Trainer Uwe Koschinat mit der Hereinnahme von Flügelstürmer Kelsey Owusu für Innenverteidiger Michael Schultz alles nach vorne und stellte auf eine Viererkette um. Später kamen auch noch Matti Wagner und Manuel Wintzheimer ins Spiel. Alle Bemühungen blieben jedoch unbelohnt, und das Spiel endete mit einer verdienten 0:3-Niederlage für Rot-Weiss Essen. Dies ist ein deutlicher Dämpfer für die ambitionierten Ziele des Teams in der 3. Liga und wirft Fragen bezüglich der Konstanz auf, besonders im Hinblick auf die schwierige Auswärtsaufgabe gegen den TSV 1860 München.

Ausblick auf die kommenden Spiele

Eine Woche nach dem Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Saarbrücken steht für Rot-Weiss Essen die nächste Auswärtsreise an. Am Samstag, den 3. Mai, findet das Traditionsduell gegen den TSV 1860 München im Münchner Stadion an der Grünwalder Straße statt. Anschließend stehen noch zwei Heimspiele auf dem Programm: Am Sonntag, den 11. Mai, empfängt RWE den VfL Osnabrück an der Hafenstraße. Zum Saisonabschluss wartet am Samstag, den 17. Mai, die Partie gegen den VfB Stuttgart II. Den Abschluss der Saison bildet dann das Niederrheinpokal-Endspiel gegen den MSV Duisburg. Diese Spiele werden entscheidend sein, um die Saison positiv zu beenden und sich für die kommende Spielzeit zu wappnen. Die Fans hoffen auf eine schnelle Rückkehr zu alter Stärke und auf eine Leistungssteigerung, um die Ziele des Vereins zu erreichen.

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