In der heutigen Unternehmenslandschaft ist ein effektives Management von Projektportfolios entscheidend für den Erfolg. SAP Resource and Portfolio Management (RPM) in Kombination mit cProjects bietet eine leistungsstarke und integrierte Lösung, um Projekte strategisch zu planen, zu steuern und umzusetzen. Dieser Leitfaden erklärt die Grundlagen von SAP Portfolio- und Projektmanagement, beleuchtet die entscheidenden Vorteile und zeigt Anpassungsmöglichkeiten auf.
Was genau sind SAP RPM und cProjects?
Wenn ein neues Projekt gestartet wird, sind Projektmanager die zentralen Akteure. Traditionell arbeiteten sie oft außerhalb des zentralen SAP-Systems. Sap Rpm und cProjects ändern dies grundlegend. Es handelt sich um ein integriertes Werkzeug, das speziell für Projektmanager und Entscheidungsträger entwickelt wurde, um den gesamten Lebenszyklus eines Projekts direkt im SAP-Umfeld zu verwalten.
Mit dieser Lösung können sie die Verfügbarkeit von Ressourcen prüfen, den Projektfortschritt überwachen und sogar bestehende Microsoft Project-Pläne importieren. Es ist weit mehr als nur ein Planungstool; es ist eine zentrale Plattform für die transparente und effiziente Steuerung des gesamten Projektportfolios.
Die Stärke der Integration: Warum SAP PPM implementieren?
Der entscheidende Vorteil von SAP PPM gegenüber vielen anderen marktgängigen Lösungen ist die nahtlose Integration in die bestehende SAP-Systemlandschaft. Diese Einbettung ermöglicht einen durchgängigen Datenfluss und schafft eine einheitliche Datenbasis („Single Source of Truth“).
Die Integration ist der Schlüssel: Finanzdaten aus dem Projektplan fließen direkt in die entsprechenden SAP-Module, was eine präzise Budgetkontrolle und Abrechnung ermöglicht. Gleichzeitig wird die Verbindung zu SAP HCM genutzt. Die Stammdaten der Mitarbeiter und die Organisationsstruktur werden direkt aus SAP HCM übernommen und regelmäßig aktualisiert, was eine konsistente Datenbasis sicherstellt, selbst wenn unterschiedliche Client-Systeme im Einsatz sind. Die Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssystemen ist hierbei oft ein technisches Detail, das beachtet werden muss, ähnlich der Suche nach einem [edge win 7 32 bit download](https://shocknaue.com/edge-win-7-32-bit-download/) für ältere Rechner. Durch die Anbindung an Module wie CATS (Cross-Application Time Sheet) können Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten direkt auf Projekte buchen, was ein exaktes Tracking des Ressourcenverbrauchs ermöglicht.
Anpassungsmöglichkeiten: Mehr als nur der Standard
Kaum eine Standardsoftware erfüllt auf Anhieb alle unternehmensspezifischen Anforderungen. SAP PPM zeichnet sich hier durch eine hohe Flexibilität und zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten aus. Eine der größten Stärken ist die einfache Erweiterbarkeit um benutzerdefinierte Felder. Diese können über das Customizing hinzugefügt werden, ohne dass komplexe Entwicklungen oder BAdIs (Business Add-Ins) notwendig sind, was den Implementierungsaufwand erheblich reduziert.
Für tiefgreifendere Anpassungen steht eine Vielzahl von BAdIs zur Verfügung. Hier sind einige praxisnahe Beispiele:
- Datenschnappschüsse an Entscheidungspunkten: Entscheidungspunkte sind Meilensteine im Projekt, an denen über den weiteren Verlauf entschieden wird (Go/No-Go). Ein BAdI kann implementiert werden, um an diesen Punkten automatisch einen Schnappschuss der wichtigsten Projektdaten zu erstellen. Dies ermöglicht spätere Analysen und nachvollziehbare Vergleiche über den Projektverlauf.
- Externe Nummernvergabe: Standardmäßig vergibt das System sehr lange, technische Nummern. Mit einem BAdI kann eine benutzerfreundliche, logische Nummernvergabe mit Präfixen und Nummernkreisen implementiert werden.
- Datenanpassung bei Terminverschiebungen: Ein weiteres BAdI kann genutzt werden, um Finanz- oder Ressourcendaten in den Planungs-„Buckets“ automatisch zu verschieben, wenn sich Projektdaten ändern.
Zusätzlich können über Web-Dynpro-Entwicklungen komplett eigene Reiter und Ansichten erstellt werden, beispielsweise für ein detailliertes Risiko- und Chancenmanagement oder zur Erfassung von Langtexten.
Nützliche Ressourcen für den Einstieg
Die Suche nach detaillierten Informationen zu SAP RPM kann mitunter eine Herausforderung sein. Eine unverzichtbare Ressource ist das Fachbuch „Project Portfolio Management with SAP RPM and cProjects“ von Stefan Glatzmaier und Michael Sokollek, das detaillierte Einblicke bis hin zu den BAdIs bietet.
Darüber hinaus ist das SAP Community Network (SCN) eine wertvolle Anlaufstelle, um sich mit anderen Anwendern und Experten auszutauschen. Fallstudien wie die der Implementierung bei Colgate-Palmolive, oft in Fachmagazinen wie dem NetWeaver Magazine zu finden, bieten ebenfalls wertvolle Einblicke aus der Praxis.
Fazit: Heben Sie Ihr Projektmanagement auf die nächste Stufe
SAP RPM und cProjects sind weit mehr als nur ein weiteres Tool; sie sind eine strategische Plattform, die durch ihre tiefe Integration, Flexibilität und umfassenden Funktionalitäten besticht. Sie ermöglichen eine zentrale, transparente und effiziente Steuerung Ihres gesamten Projektportfolios direkt im Herzen Ihres SAP-Systems. Durch die gezielte Nutzung der Anpassungsmöglichkeiten kann die Lösung exakt auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten werden. Beginnen Sie jetzt mit der Planung Ihrer SAP PPM-Implementierung und professionalisieren Sie Ihr Projektmanagement nachhaltig.
