Dramatisches OWL-Derby: SC Paderborn besiegt Arminia Bielefeld in einem Torfestival mit 4:3

Intensiver Zweikampf während des Derbys

Paderborn/Bielefeld. In einem packenden OWL-Derby, das alle Erwartungen übertraf, sicherte sich der SC Paderborn vor 15.000 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Home-Deluxe-Arena einen knappen 4:3-Sieg gegen Arminia Bielefeld. Die Partie war ein wahres Spektakel, das zwei Serien fortsetzte: Während der SCP seinen fünften Sieg in Folge feierte, musste die Arminia die vierte Niederlage in Serie hinnehmen. Dieser Ausgang beflügelt die Paderborner im Rennen um die oberen Tabellenplätze der 2. Bundesliga und sorgt bei den Bielefeldern für eine weitere Dämpfung der Hoffnungen. Fans beider Teams, die das Spektakel live oder via dfb pokal heute live zdf verfolgten, wurden Zeugen eines denkwürdigen Fußballabends.

Taktische Aufstellungen und frühe Akzente

Paderborns Trainer Ralf Kettemann kehrte zu seiner bewährten Startelf zurück und brachte Kapitän Felix Götze sowie Raphael Obermair für Tjark Scheller und Ruben Müller in die Anfangsformation. Auch Arminen-Coach Mitch Kniat setzte auf bekannte Gesichter: Der genesene Linksverteidiger Tim Handwerker ersetzte Felix Hagmann, und der nach Gelbsperre zurückkehrende Ex-Paderborner Marvin Mehlem rückte für Joel Felix in die Startelf.

Die Hausherren legten furios los und zeigten in den ersten Minuten starke Offensivaktionen. Bereits in der zweiten Minute prüfte Laurin Curda Arminia-Keeper Jonas Kersken. Kurz darauf wurde ein Abschluss von Filip Bilbija nach einem Doppelpass mit Sebastian Klaas und Mika Baur geblockt, und Maximilian Großer musste gegen Calvin Brackelmann klären. Doch nach diesen druckvollen Anfangsminuten der Paderborner übernahmen die Gäste aus Bielefeld zunehmend das Kommando.

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Arminia nutzt Paderborner Schwächen aus und führt zur Pause

Die Arminia setzte die Paderborner mit ihren geradlinigen Schnellangriffen immer wieder unter Druck. Paderborn leistete sich in dieser Phase zu viele Stockfehler, und die zweiten Bälle landeten meist bei den gedankenschnelleren Bielefeldern. In der 16. Minute nutzten die Gäste einen individuellen Fehler eiskalt aus: Mattes Hansen unterlief eine missglückte Kopfballrückgabe und foulte beim Versuch, seinen Fehler auszubügeln, Arminen-Stürmer Monju Momuluh im Strafraum. Die Folge war ein Elfmeter und Gelb für Hansen. Joel Grodowski verwandelte sicher zum 0:1.

Nur drei Minuten nachdem Grodowski eine Chance zum 0:2 liegen ließ, gelang Paderborn der Ausgleich. Mika Baur schlenzte den Ball nach einem Doppelpass mit Filip Bilbija und Laurin Curda mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für den SCP ins lange Eck (26.). Doch die Freude währte nur kurz. Felix Götze sah beim 1:2 schlecht aus, als er das Duell gegen Grodowski verlor, der in die Mitte passte, wo Momuluh den Ball über die Linie drückte (29.). Die Arminia blieb die bessere Mannschaft und ging verdient mit einer Führung in die Halbzeitpause.

Paderborns beeindruckende Aufholjagd in der zweiten Hälfte

Mit Beginn der zweiten Hälfte wechselte Paderborn: Nick Bätzner ersetzte Sebastian Klaas, der über Leistenprobleme klagte. Und dieser Wechsel sollte sich als goldrichtig erweisen. Paderborn startete mit einem wahren Ecken-Festival und zeigte sich deutlich aggressiver und zielstrebiger. Steffen Tigges hatte bereits 45 Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleich auf dem Fuß, wurde aber von Handwerker geblockt.

Intensiver Zweikampf während des DerbysIntensiver Zweikampf während des Derbys

In der 50. Minute war es dann so weit: Tigges feierte seinen Premierentreffer für Paderborn. Nach einer Flanke von Castaneda scheiterte Bilbija zunächst an Kersken, doch Tigges staubte zum 2:2 ab. Paderborn war nun voll am Drücker und drehte die Partie innerhalb von zwölf Minuten komplett. In der 53. Minute gab es einen Elfmeter für Paderborn, nachdem Mehlem Baur rüde umgegrätscht hatte. Filip Bilbija, der zuletzt gegen fck spielplan einen Elfmeter verschoss, verwandelte diesmal sicher zum 3:2 (55.).

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Tigges als „Kopfballmonster“ und Bielefelds späte Reaktion

Der SCP legte noch einen drauf. In der 62. Minute köpfte das „Kopfballmonster“ Tigges nach einem Eckball von Baur das Leder zum 4:2 in den rechten Winkel und krönte damit seine starke Leistung. Arminia Bielefeld reagierte mit einem Dreifachwechsel, um das Ruder noch herumzureißen. Kniat stellte auf eine Dreier-Abwehrkette um, und das Derby hatte eine weitere Pointe zu bieten: In der 72. Minute gab es den dritten Elfmeter des Spiels, diesmal wieder für Arminia, nachdem Götze gegen Großer geklammert hatte. Tim Handwerker verwandelte souverän zum 4:3 (74.).

Volle Ränge in der Home-Deluxe-Arena beim OWL-DerbyVolle Ränge in der Home-Deluxe-Arena beim OWL-Derby

Bielefeld drängte auf den Ausgleich, konnte den SCP aber nur selten ernsthaft in Bedrängnis bringen. In einer neunminütigen Nachspielzeit bewahrte Felix Götze mit einem entscheidenden Block gegen Boakye das 4:4 (90.+4). Der SC Paderborn feierte damit erstmals seit dem 16. Februar 2014 wieder einen Pflichtspielsieg gegen Arminia Bielefeld und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz der 2 bundesliga 22 23. Ein wahrhaft denkwürdiges OWL-Derby, das in die Geschichte eingehen wird.

Ausblick und Spielstatistik

Für den SC Paderborn geht es am kommenden Samstag um 13 Uhr mit einem Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden weiter. Arminia Bielefeld empfängt zur gleichen Zeit die SV Elversberg. Beide Teams stehen vor wichtigen Partien, um ihre jeweiligen Saisonziele zu verfolgen.

SC Paderborn – Arminia Bielefeld 4:3 (1:2)

Tore: 0:1 Grodowski (16., Foulelfmeter), 1:1 Baur (26.), 1:2 Momuluh (29.), 2:2 Tigges (50.), 3:2 Bilbija (55., Foulelfmeter), 4:2 Tigges (62.), 4:3 Handwerker (73., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Hansen, Obermair, Klaas, Bätzner, Curda, Kettemann (Trainer) – Momuluh, Sarenren-Bazee, Handwerker

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Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)

Statistik:

  • Torschüsse: 20:16
  • xGoals: 3,21:2,75
  • Ballbesitz: 50:50 Prozent
  • Passquote: 76:73 Prozent
  • Zweikämpfe: 49:51 Prozent
  • Fouls: 20:15
  • Ecken: 8:5
  • Laufdistanz: 119,2:123,3 Kilometer