Heute vor neun Jahren wurde der Grundstein für ein süßes Abenteuer gelegt – ein Jubiläum, das eine wahrhaft außergewöhnliche Kreation verdient! Als Herzstück der Zuckerbäckerei ist diese Schoko-Himbeer-Torte weit mehr als nur ein Gebäck; sie ist ein Ausdruck von Leidenschaft und Hingabe zur Backkunst. Dieser festliche Anlass verdient eine Torte, die nicht nur beeindruckt, sondern auch Herzen erobert – perfekt auch, um einen kuchen paket verschicken an geliebte Menschen. Tauchen Sie mit uns ein in die Welt dieser faszinierenden Torte, die inspiriert wurde von den Meisterwerken einer der größten Bäckerinnen unserer Zeit.
Die Inspiration: Bravetarts Schokoladen-Kirsch-Torte
Die Idee für diese aufwändige Torte stammt einmal mehr aus der Feder von Stella Parks, besser bekannt als Bravetart. Ihr berühmtes “Chocolate Cherry Layer Cake”-Rezept von Serious Eats diente als herausragende Vorlage und bewies einmal mehr, warum Bravetart in der Backwelt so hoch angesehen ist. Die Zuckerbäckerei-Redaktion ist stets bestrebt, solche kulinarischen Juwelen zu entdecken und für unsere Leserinnen und Leser zugänglich zu machen, wobei wir oft eigene Akzente setzen und die Rezepte anpassen. Wer selbst gerne kuchen backen und verschicken möchte, findet in diesem Rezept wertvolle Anregungen und eine solide Basis für eigene Kreationen.
Ein imposantes Stück Schoko-Himbeer-Torte mit dunklen Böden und rosa Creme
Gefriergetrocknete Himbeeren: Das Geheimnis der außergewöhnlichen Creme
Das Besondere an Bravetarts Originalrezept ist zweifellos das Frosting, das aus pulverisierten gefriergetrockneten Früchten und Sahne besteht. Ursprünglich für Kirschen konzipiert, stellte sich die Beschaffung gefriergetrockneter Kirschen in der Praxis als kleine Herausforderung dar. Glücklicherweise bietet der Markt eine Vielzahl an gefriergetrockneten Fruchtsorten. Im gut sortierten Supermarkt wurde die Lösung in Form von gefriergetrockneten Himbeeren gefunden. Zugegeben, der Kilopreis von stolzen 105,60 Euro mag auf den ersten Blick abschreckend wirken, doch für die benötigten 50 Gramm ist die Investition überschaubar und der Effekt auf Geschmack und Optik der Creme unbezahlbar. Auch wenn dieses Rezept nicht direkt auf vegane kuchen verschicken abzielt, zeigt es doch, wie vielseitig und innovativ die Backkunst sein kann, indem sie ungewöhnliche Zutaten auf einzigartige Weise einsetzt.
Ansicht der frisch zubereiteten Schoko-Himbeer-Torte mit einer detailreichen Cremeschicht
Ein Kuchen so schwarz wie die Nacht: Die Besonderheit des Teigs
Doch nicht nur die Creme macht diese Torte zu etwas Besonderem. Der Kuchen selbst überzeugt durch seine einzigartige Zusammensetzung. Er enthält fast ebenso viel Kakaopulver wie Mehl, was ihm eine unglaublich intensive, tiefschwarze Farbe verleiht. Diese Farbgebung ist so markant, dass sogar die Vermutung aufkam, die Böden könnten hoffnungslos verbrannt sein – ein klares Indiz für die ungewöhnliche und beeindruckende Optik. Es ist diese Kombination aus intensiver Schokolade und der fruchtigen Himbeercreme, die den Gaumen auf unvergleichliche Weise verwöhnt.
Nahaufnahme des Schoko-Himbeer-Tortenstücks, das die dicken, dunklen Kuchenschichten und die hellrosa Creme zeigt
Anpassungen für die perfekte Festtagstorte
Für die Zubereitung fehlten zwar die exakten 8-inch-Alukuchenformen (ca. 20 cm Durchmesser) des Originals, dafür standen aber gleich drei Backformen mit 26 cm Durchmesser bereit. Kurzerhand wurde der Teig verdoppelt, um drei statt der ursprünglich vorgesehenen zwei größeren Böden zu erhalten. Der dadurch entstandene zusätzliche Zwischenraum zwischen den Böden wurde geschickt mit Himbeermarmelade aus dem WG-Vorrat gefüllt – ein Beweis für die Kreativität und den Einfallsreichtum in der Küche. Solche kleinen Anpassungen machen ein Rezept oft noch persönlicher und passen es perfekt an die eigenen Gegebenheiten an.
Detailaufnahme eines Kuchenstücks mit Himbeermarmelade zwischen den dunklen Teigschichten
Die Kunst der Dekoration: Einfach und Effektvoll
Auch wenn keine übrigen Deko-Himbeeren zur Hand waren, wurde eine ebenso einfache wie effektvolle Lösung für die Präsentation gefunden. Die Torte wurde großzügig mit Kakaopulver bestäubt, um die mangelnden Torten-Einstreich-Fähigkeiten geschickt zu kaschieren. Vier Wollfäden sorgten zusätzlich für ein ansprechendes Muster auf der Oberfläche und verliehen dem Geburtstagskuchen einen Hauch von Raffinesse – fertig war der superfancy Geburtstagskuchen. Für diejenigen, die einen haltbarer kuchen zum verschicken suchen, sind solche unkomplizierten und dennoch wirkungsvollen Dekorationen besonders nützlich, da sie auch nach dem Transport noch frisch und ansprechend aussehen.
Eine Nahaufnahme der Torte von oben, dekoriert mit Kakaopulver und einem Fadenmuster
Das Rezept: Schoko-Himbeer-Torte im Detail
Hier finden Sie die angepassten Zutaten und die Schritt-für-Schritt-Anleitung für diese beeindruckende Schoko-Himbeer-Torte, basierend auf dem Rezept von Bravetart/Serious Eats.
Torte (Originalrezept verdoppelt, ohne Mandel- und Vanilleextrakt)
- 250 g Mehl (griffiges Mehl funktioniert ebenfalls hervorragend)
- 230 g Kakaopulver
- 400 g Zucker (im verdoppelten Original 450 g)
- 3 TL Natron
- Salz (eine Prise)
- 1 TL Zimt
- 8 Eier (etwa 400 g)
- 340 g neutrales Öl
- 340 g Johannisbeersaft (oder ähnlicher säuerlicher Saft)
Creme
- 50 g gefriergetrocknete Himbeeren
- 100 g Puderzucker
- 700 g Sahne
- Ein Glas Himbeermarmelade (für die Füllung)
- Kakaopulver für die Dekoration
Für eine dreistöckige Torte mit 26 cm Durchmesser
Zubereitung
- Vorbereitung: Den Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Drei (am besten metallene) Springformen mit 26 cm Durchmesser einfetten und die Böden mit Backpapierkreisen auslegen. Mehl und Kakao vermischen und bei Bedarf sieben.
- Teig herstellen: Zucker, Natron, Salz, Zimt und Eier in einer großen Rührschüssel schaumig schlagen. Unter ständigem Rühren das Öl langsam einfließen lassen. Den Johannisbeersaft einrühren (die Masse kann dabei eine gräuliche Farbe annehmen, was eine normale Reaktion zwischen Saft und Natron ist). Zuletzt die Mehl-Kakao-Mischung zugeben und nur so lange rühren, bis alles gerade eben vermischt ist.
- Backen: Die Kuchenmasse gleichmäßig auf die vorbereiteten Formen verteilen. Etwa 25 Minuten backen. Die Formen während des Backvorgangs mehrmals austauschen bzw. umdrehen, um eine gleichmäßige Hitzeverteilung zu gewährleisten. Die Böden sind fertig, wenn sie leicht aufgegangen sind und an einem Holzstäbchen nur noch wenige Teigkrümel kleben bleiben.
- Abkühlen: Die Kuchenböden aus dem Ofen nehmen und unbedingt vollständig in den Formen auskühlen lassen.
- Creme zubereiten: Für die Creme die gefriergetrockneten Himbeeren in einem Mixer sehr fein mahlen. Den Puderzucker hinzufügen und erneut mixen. Die Sahne dazugießen und mixen, bis die Masse dick und cremig ist (ähnlich der Konsistenz von griechischem Joghurt). Es ist wichtig, nicht zu lange zu mixen, um das Überschlagen der Sahne zu Butter zu vermeiden. Die fertige Creme luftdicht verpacken und bis zur Weiterverarbeitung im Kühlschrank aufbewahren.
Zwei Scheiben der Schoko-Himbeer-Torte auf einem Teller, die die reichhaltigen Schichten zeigen
Zusammensetzen der Torte
- Böden vorbereiten: Die vollständig ausgekühlten Böden aus den Formen nehmen und eventuelle “Kuppeln” oben abschneiden, sodass sie eben sind.
- Schichtung: Den ersten Boden auf die Servierplatte legen, mit der angeschnittenen Seite nach oben. Eine etwa 4 mm hohe Schicht Creme darauf verstreichen. Den zweiten Boden daraufsetzen. Die Himbeermarmelade großzügig auf diesem Boden verteilen. Den letzten Boden, diesmal mit der angeschnittenen Seite nach unten, daraufsetzen.
- Einstreichen: Die gesamte Torte mit der restlichen Creme glatt einstreichen.
- Kühlen: Die fertig eingestrichene Torte luftdicht verpackt (z.B. in einer Kuchenglocke oder Frischhaltefolie) im Kühlschrank kühlen.
Wichtige Tipps für das Gelingen und den Genuss
Um das bestmögliche Geschmackserlebnis zu gewährleisten, gibt es ein paar wichtige Hinweise: Nehmen Sie die Torte etwa eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, damit sie Raumtemperatur annehmen kann. Dies intensiviert die Aromen und verbessert die Konsistenz der Böden und der Creme. Kurz vor dem Servieren können Sie vier Wollfäden auf der Kuchenoberfläche platzieren und die Torte großzügig mit Kakaopulver bestreuen. Die Fäden anschließend vorsichtig entfernen, um ein schönes Muster zu erhalten. Ein entscheidender Hinweis: Sobald die Torte zu lange an der Luft steht, trocknet die Creme aus, was optisch nicht ideal ist. Daher sollte sie stets luftdicht verpackt werden. Alternativ können Sie etwas Creme aufheben und die Torte kurz vor dem Servieren (und dem Bestreuen mit Kakao!) nochmals dünn einstreichen.
Diese Schoko-Himbeer-Torte ist ein wahres Fest für die Sinne und perfekt für alle, die das Besondere lieben. Lassen Sie sich inspirieren und wagen Sie es, diesen einzigartigen Kuchen selbst zu kuchen zum verschicken backen – Ihre Gäste werden begeistert sein!
Referenzen
- Rezept von Bravetart / Serious Eats: Chocolate Cherry Layer Cake
