Der unerwartete Auftakt: Wie die Schweizer Fußballnationalmannschaft Brasilien bei der WM 2018 trotzte

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft ist ein Spektakel, das die Welt in ihren Bann zieht. Für jedes teilnehmende Land ist der Auftakt in das Turnier von besonderer Bedeutung. So war es auch bei der Weltmeisterschaft 2018, als die Schweizer Fußballnationalmannschaft in ihrer ersten Begegnung auf den fünfmaligen Weltmeister Brasilien traf. Viele erwarteten ein klares Ergebnis zugunsten der Südamerikaner, doch die Partie sollte eine spannende Wendung nehmen, die Fußballfans noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Ansetzung des Spiels weckte bei manchen Beobachtern Erinnerungen an das entscheidende Qualifikationsspiel der Schweizer gegen Portugal, bei dem ein Unentschieden zum Gruppensieg gereicht hätte – doch am Ende eine 0:2-Niederlage stand. War es die Sprachverwandtschaft oder die Tatsache, dass beide Teams nicht mehr ausschließlich von ihren Superstars wie Cristiano Ronaldo oder Neymar Jr. abhingen, die zu solchen Vergleichen verführten? Ungeachtet der Vorzeichen sollte dieser Abend in Rostow am Don beweisen, dass im Fußball alte Statistiken und vermeintliche Favoritenrollen schnell ins Wanken geraten können.

Eine historische Serie hält an: Der Auftakt der Schweiz

Tatsächlich hätte man es besser wissen können: Seit 1994 haben die Schweizer bei keiner Weltmeisterschaft ihr Auftaktspiel verloren. Das 1:1 gegen Brasilien war der fünfte Streich dieser beeindruckenden Serie. Als Philippe Coutinho in der 20. Minute des Spiels mit einem fulminanten Schuss ins Netz von Nati-Goalie Yann Sommer traf, schien der Tipp vieler auf einen brasilianischen Sieg noch bestätigt zu werden. Die “Gelb-Blau-Weißen” zeigten zunächst eine überlegene Leistung, während die mit großer Leidenschaft gestarteten Schweizer zunehmend zu bieder und mutlos wirkten. Ein Durchkommen durch die brasilianische Abwehr, die als eine der besten der Welt galt, schien fast unmöglich.

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Der Kampfgeist eines “Kriegers” und ein entscheidender Kopfball

Doch das Spiel entwickelte sich zu einem echten “Chrampf” – einem harten Kampf. Während die erste Halbzeit für die Schweizer schwierig war, mussten die Brasilianer in der zweiten Hälfte leiden. Angeführt von Valon Behrami, dessen Übername “der Krieger” an diesem Abend in Rostow am Don alle Ehre gemacht wurde, kämpfte sich die Schweiz zurück. Behrami ließ Neymar Jr. immer wieder auflaufen, tackelte und grätschte – und nahm dafür auch eine gelbe Karte in Kauf. Seine leidenschaftliche Performance setzte ein Zeichen für das gesamte Team.

Der Wendepunkt kam in der 50. Minute. Nach einem perfekt geschlagenen Corner von Xherdan Shaqiri stieß Steven Zuber im Strafraum frei, setzte zum Kopfball an, und der Ball zappelte im Netz. Ein Tor, das ohne Einspruch der Videoschiedsrichter Bestand hatte und für Ekstase auf Schweizer Seite sorgte.

Mehr als nur Abwehr: Petković’ mutige Strategie

Was folgte, war keine erwartete Abwehrschlacht, wie sie die Schweizer unter Ottmar “Safety First” Hitzfeld noch 2010 gegen Spanien (1:0) praktiziert hatten. Vladimir Petković, der nach dem “Welttrainer” Hitzfeld die Nationalmannschaft übernommen hatte, wollte mehr. Seine Worte von der Medienkonferenz – “Mit dem Achtelfinale sind wir nicht zufrieden” – fanden ihre Entsprechung in selbstbewussten Taten auf dem Feld. Er brachte mit Breel Embolo einen Stürmer für Haris Seferović und signalisierte damit klar seine offensive Absicht. Die Mannschaft folgte ihm und stellte sich nicht hinten rein, sondern spielte weiter nach vorne.

Natürlich gehört auch Glück dazu, wenn man gegen eine Mannschaft wie Brasilien ein Unentschieden erzielt. Ein verzogener Schuss von Coutinho und der Fuß von Verteidiger Fabian Schär, der in der 96. Minute kurz vor der Torlinie das Ergebnis rettete, waren solche Momente. Am Ende stand ein 1:1, ein Ergebnis, das viele überraschte. Manchmal sind Statistiken, die besagen, dass Brasilien seit 1982 keinen einzigen Punkt bei einem WM-Auftaktspiel abgegeben hatte, eben doch nur Zahlen.

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Dieses packende Spiel in WM Gruppe E zeigte einmal mehr, wie unberechenbar und faszinierend der Fußball sein kann. Es war ein Beweis für den Kampfgeist und die taktische Disziplin der Schweizer, die dem großen Favoriten ein verdientes Remis abrangen und den Grundstein für einen spannenden Turnierverlauf legten. Solche Begegnungen prägen die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften und erinnern daran, dass man immer an seine Chancen glauben sollte, egal wie groß der Gegner ist. Wer sich für weitere historische Spielverläufe interessiert, findet vielleicht auch im wm 2014 spielplan oder in weiteren Berichten über brasilien gegen schweiz spannende Einblicke in die Welt des internationalen Fußballs. Und wer weiß, welche Überraschungen uns zukünftige Turniere wie das Spiel kroatien gegen brasilien live stream noch bieten werden.

Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Spiel nicht nur ein Punktgewinn war, sondern auch ein Statement. Es zeigte, dass die Schweizer Nationalmannschaft mit Herz, Leidenschaft und einer klaren Strategie selbst den größten Herausforderungen gewachsen ist. Ein unvergesslicher Abend, der die Bedeutung von Teamgeist über individuelle Brillanz stellte.