Die Auslosung für die Frauen-Weltmeisterschaft im Handball, die vom 26. November bis 14. Dezember 2025 in Deutschland und den Niederlanden stattfindet, hat die Vorrundengegner der deutschen Mannschaft bekannt gegeben. In der Gruppe C, deren Spiele in Stuttgart ausgetragen werden, trifft die DHB-Auswahl auf Serbien, Island und Uruguay. Dies ist das Ergebnis der feierlichen Zeremonie, die am Donnerstagabend im Noordbrabants Museum im niederländischen Spielort s’Hertogenbosch stattfand. Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich zuversichtlich, kommentierte die Gruppenzusammensetzung mit den Worten: „Wir sind froh, dass wir zwei europäische Teams in der Gruppe haben, weil wir diese Art Handball kennen. Uruguay ist unbekannt, da sind wir natürlich großer Favorit.“
Die deutsche Mannschaft wird ihre Vorrundenspiele allesamt in der Porsche-Arena Stuttgart bestreiten. Das Eröffnungsspiel findet am 26. November gegen Island statt. Zwei Tage später, am 28. November, folgt die Partie gegen Uruguay, und zum Abschluss der Vorrunde am 30. November trifft Deutschland auf Serbien. Ingo Meckes, DHB-Vorstand Sport, bezeichnete die Konstellation als „interessant“ und betonte die Wichtigkeit, sich mit drei Siegen für die Hauptrunde zu qualifizieren, um gute Voraussetzungen für den weiteren Turnierverlauf zu schaffen.
Der Weg durch das Turnier: Von der Vorrunde bis zum Finale
Die ersten drei Mannschaften jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde. Sollte die deutsche Mannschaft die nächste Phase erreichen, geht es ab dem 2. Dezember in der Dortmunder Westfalenhalle weiter. Die Hauptrundengegner würden aus der Vorrundengruppe D kommen, die in Trier ausgespielt wird und Montenegro, Spanien, die Färöer sowie Paraguay umfasst. Eine weitere spannende Vorrundengruppe, Gruppe G, wird ebenfalls in Stuttgart ausgetragen und besteht aus Schweden, Brasilien, Tschechien und Kuba. Die besten drei Teams aus dieser Gruppe spielen ebenfalls in Dortmund in der Hauptrunde.
Die jeweiligen Top-Zwei-Teams der insgesamt vier Hauptrundengruppen ziehen ins Viertelfinale ein, das am 9. Dezember in Dortmund stattfindet. Die Halbfinals werden am 12. Dezember in Rotterdam ausgetragen, wo auch der Weltmeister am 14. Dezember gekürt wird. Neben den deutschen Spielorten – der SWT Arena Trier, der Porsche-Arena Stuttgart und der Westfalenhalle Dortmund – finden Spiele in den Niederlanden in der Ahoj-Arena Rotterdam und der Maaspoort Arena in s’Hertogenbosch statt.
Bei der Auslosung in s’Hertogenbosch gehörten Ex-Nationaltorfrau Clara Woltering sowie Danick Snelder und Debbie Bont zu den Losfeen. Clara Woltering äußerte sich zur Gruppe C: „Deutschland spielt in einer interessanten, aber machbaren Gruppe. Allerdings weißt du nie, wie bei Serbien und Island der aktuelle Stand ist. In anderen Gruppen musst du von Anfang an wach sein.“ DHB-Präsident Andreas Michelmann lobte die deutsch-niederländische Zusammenarbeit und hob das Herzstück der Kampagne „Hands up for more“ hervor, mit der gesellschaftliche Akzeptanz für Frauenhandball und Frauensport gesteigert werden soll.
Kapitänin Antje Döll zeigte sich zufrieden mit der Auslosung: „Ich bin zufrieden mit unserer Gruppe. Das Eröffnungsspiel gegen Island ist ein gutes Spiel, weil wir von Beginn an da sein müssen.“ Sie fügte hinzu, dass man aus der Erfahrung der EURO, bei der die Niederlande gegen Island Schwierigkeiten hatten, Selbstvertrauen ziehen könne. Uruguay sei ein unbekannter Gegner, gegen den Deutschland der klare Favorit sei. Das Spiel gegen Serbien werde spannend, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des Teams ohne die Spielerin Lekic.
Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes, betonte die Bedeutung der Auslosung für die Arenenfüllung und die Attraktivität der Spiele in Trier und Stuttgart. Er ermutigte zum frühzeitigen Kartenerwerb, insbesondere für die deutschen Spiele, da die Nachfrage aus Island und Serbien voraussichtlich hoch sein wird. Die Auslosung markierte einen wichtigen und spannenden Tag für die Organisation der Heim-WM. Karten für die Frauen-Weltmeisterschaft sind auf worldhandball25.com sowie bei Eventim erhältlich.
Die Vorrundengruppen der Frauen-WM 2025 im Überblick:
Gruppe A (Rotterdam): Dänemark, Rumänien, Japan, Kroatien
Gruppe B (‘s-Hertogenbosch): Ungarn, Schweiz, Senegal, Iran
Gruppe C (Stuttgart): Deutschland, Serbien, Island, Uruguay
Gruppe D (Trier): Montenegro, Spanien, Färöer, Paraguay
Gruppe E (Rotterdam): Niederlande, Österreich, Argentinien, Ägypten
Gruppe F (‘s-Hertogenbosch): Frankreich, Polen, Tunesien, China
Gruppe G (Stuttgart): Schweden, Brasilien, Tschechien, Kuba
Gruppe H (Trier): Norwegen, Angola, Südkorea, Kasachstan
