Als passionierte Reisende wissen wir, dass die Frage nach der Sicherheit eines Reiseziels oft im Mittelpunkt der Planung steht. Wo kann man als Backpacker bedenkenlos reisen? Welche Länder bergen Risiken? Diese Bedenken sind völlig berechtigt, denn obwohl die beliebtesten Backpacking-Länder im Allgemeinen als relativ sicher gelten, gibt es doch erhebliche Unterschiede. Während du dir in Südostasien vielleicht weniger Gedanken um deine Sicherheit machen musst, erfordert eine Reise durch Südamerika oft eine höhere Achtsamkeit. Dennoch bedeutet dies nicht, dass du nicht auch unerwartete Situationen erleben kannst – manchmal ist man einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.
Ich selbst habe über 70 Länder bereist und glücklicherweise nie etwas wirklich Schlimmes erlebt. Unangenehme Situationen gab es jedoch durchaus, und diese ereigneten sich nicht unbedingt in den vermeintlich gefährlichsten Reiseländern. Dieser Artikel soll dir einen umfassenden Überblick geben, welche Reiseziele als sicher gelten, wo du vorsichtiger sein solltest und welche du aktuell vielleicht besser meiden solltest, basierend auf den neuesten Informationen vom Dezember 2025.
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Travel Risk Map: Ein umfassender Blick auf weltweite Reiserisiken
Eine der verlässlichsten Informationsquellen für die Einschätzung von Reiserisiken ist die Webseite des Auswärtigen Amtes und insbesondere die „Travel Risk Map“ von International SOS. Diese interaktive Weltkarte bewertet Länder in den Kategorien Sicherheit (Security), Gesundheitsversorgung (Medical) und psychische Gesundheit (Mental Health).
In der Kategorie „Medical“ fließen nicht nur die Qualität der Ärzte und Krankenhäuser vor Ort ein, sondern auch die Verkehrssicherheit. Gerade in Entwicklungsländern, wo viele alte und schlecht gewartete Fahrzeuge unterwegs sind, ist das Unfallrisiko deutlich höher. Die „Travel Risk Map“ wird jährlich von „International SOS“ herausgegeben, einem Unternehmen, das internationale Organisationen zu Sicherheits- und Medizinthemen berät.
Die sichersten Reiseländer weltweit
Nur eine Handvoll Länder weltweit wird auf der Travel Risk Map als „Insignificant“ (unbedeutend) im Hinblick auf das Sicherheitsrisiko eingestuft. Hauptsächlich liegen diese sichersten Reiseziele in Europa, darunter Dänemark, die Färöer-Inseln, Finnland, Grönland, Island und Norwegen. Auch Luxemburg, die Schweiz und Slowenien gehören dazu.
Der Global Peace Index (GPI) bestätigt diese Einschätzung und benennt Europa als die friedlichste Region der Welt. Sechs der zehn friedlichsten Länder befinden sich in Europa: Island, Irland, Österreich, die Schweiz, Dänemark und Slowenien. Außerhalb Europas gelten die Kapverden, die Marshallinseln, Palau und Tuvalu auf der Travel Risk Map als sehr sichere Destinationen.
Die gefährlichsten Reiseziele im Überblick
Ein extrem hohes Sicherheitsrisiko weisen derzeit vor allem Länder in Afrika und im östlichen Teil Asiens auf. Zu den gefährlichsten Ländern zählen im Moment die Ukraine und die Krim-Halbinsel, Afghanistan, Syrien, Irak, der Gazastreifen, Jemen und Myanmar. In Afrika gelten Somalia, der Sudan und Südsudan, die Zentralafrikanische Republik und Libyen als extrem gefährlich. Es ist ratsam, Reisen in diese Regionen zu meiden und stets die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten.
Segelboot in Kopenhagen, Dänemark – ein Symbol sicherer Reiseziele in Europa
Sichere Reiseziele für Backpacker nach Kontinenten
Um dir die Planung zu erleichtern, werfen wir einen detaillierten Blick auf die sicheren Reiseländer in den verschiedenen Regionen der Welt.
Europa: Die Wiege der Reisesicherheit
Wie bereits erwähnt, befinden sich viele der sichersten Reiseländer in Europa. Dazu zählen Dänemark (samt Färöer-Inseln und Grönland), Finnland, Island, Luxemburg, Norwegen, die Schweiz und Slowenien. Der restliche Teil Europas wird größtenteils mit einem geringen Sicherheitsrisiko und einer guten medizinischen Versorgung bewertet. Lediglich Teile des Balkans, der baltischen Länder und Osteuropas schneiden im Gesundheitsbereich etwas schlechter ab.
Die Türkei und Russland werden mit einem mittleren Reisesicherheitsrisiko eingestuft. Vor Reisen nach Russland, in den Nord-Kosovo sowie in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und dem Irak rät das Auswärtige Amt ab. Aufgrund des Ukraine-Krieges gilt das gesamte Land als extrem gefährlich und sollte nicht bereist werden.
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Afrika: Vielfalt von sicher bis extrem gefährlich
In Afrika gibt es eine breite Spanne an Sicherheitsbewertungen. Als sichere Reiseländer in Afrika gelten im Süden Namibia, Botswana, Sambia, Malawi, Reunion, Mauritius, Seychellen, Komoren, Ruanda, Gabun und Äquatorialguinea. In Westafrika sind Benin, Ghana, der Senegal, Gambia, die Westsahara, die Kapverden und Marokko als sicher eingestuft. Abgesehen von Marokko und Namibia, das bei Selbstfahrern beliebt ist, sind dies keine klassischen Backpacker-Ziele.
Südafrika wurde im letzten Jahr von einem niedrigen zu einem mittleren Sicherheitsrisiko hochgestuft. Der Rest Afrikas erhielt in der Sicherheitsbewertung „Medium“ bis „Extreme“. Die Länder mit extrem hohem Sicherheitsrisiko wurden bereits genannt. Folgende Länder wurden mit einem hohen Sicherheitsrisiko eingestuft: Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Äthiopien und die Demokratische Republik Kongo. Diese Liste hat sich in den letzten sechs Monaten kaum verändert.
Taipeh 101 in Taiwan – ein Beispiel für sichere Reiseziele in Asien
Ostasien & Südostasien: Sicher, mit regionalen Einschränkungen
In Ostasien gelten Japan, Südkorea, Taiwan und China als sicher und werden mit einem „Low“ (niedrig) bewertet. Besonders in Taiwan und Südkorea fällt auf, wie sorglos Menschen mit ihrem Besitz umgehen. Es ist keine Seltenheit, dass Motorrollerhelme unbeaufsichtigt am Lenker hängen, selbst in Großstädten wie Taipeh.
Südostasien gilt bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls als sicher. Zu den sicheren Reiseländern in Südostasien zählen Laos, Malaysia, Thailand und Vietnam. Im Jahr 2025 kam es jedoch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Kambodscha und Thailand, bei denen Menschen ums Leben kamen. Daher wird von Reisen in das Grenzgebiet abgeraten, und die Grenzen zwischen den beiden Ländern sind geschlossen. Reisende müssen entweder fliegen oder einen Umweg über Laos nehmen.
Indonesien, Kambodscha, die Philippinen und Ost-Timor werden mit einem mittleren Sicherheitsrisiko eingestuft. Als gefährliche Gebiete gelten das unabhängige Papua-Neuguinea (hohes Risiko) und Myanmar (extremes Risiko).
In Südasien ist die Lage etwas angespannter. Fast alle Länder haben ein mittleres Sicherheitsrisiko: Indien, Sri Lanka, Bhutan, Nepal und Bangladesch. Lediglich Pakistan wurde mit einem hohen Risiko bewertet.
Die Gefahren im Straßenverkehr in Südostasien
Die größte Gefahr für Backpacker in Südostasien ist oft der chaotische Verkehr und die schlechten Straßenverhältnisse. In Thailand und Vietnam wird das „Road Safety Risk“ als sehr hoch eingeschätzt. Persönliche Erfahrungen zeigen, dass tödliche Unfälle keine Seltenheit sind, und der Verkehr oft rücksichtslos ist.
Besonders riskant wird es, wenn man sich selbst ein Motorrad leiht. Das Chaos auf den Straßen kann überwältigend sein, und viele haben wenig Fahrpraxis. Das Rollerfahren ist schnell gelernt, aber dann wird man leichtsinnig: schnelle und riskante Fahrweise, Ablenkung durch die schöne Aussicht oder das Handy, falsche Einschätzung von Situationen oder zu langsame Reaktion. Daher gilt: Immer vorsichtig fahren und unbedingt einen Helm tragen!
Gesundheitsversorgung in Südostasien
Die Travel Risk Map gibt wenig Aufschluss über die medizinische Versorgung. Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass die beste medizinische Versorgung in Thailand, Malaysia, Singapur, auf Bali und Java sowie in größeren vietnamesischen Städten zu finden ist. Überall dort, wo sich vermehrt Expats, digitale Nomaden und Auswanderer ansiedeln, gibt es meist auch eine bessere medizinische Versorgung und englischsprachiges Personal. Beispiele hierfür sind Bangkok und Chiang Mai in Thailand, sowie Ho-Chi-Minh-Stadt, Da Nang und Hanoi in Vietnam.
Queenstown, Neuseeland – ein weiteres Beispiel für ein sicheres Reiseziel
Australien und Neuseeland: Sicher, aber mit Besonderheiten
Australien und Neuseeland gelten als sehr sicher und verfügen über gute medizinische Standards. Im Notfall oder bei einem Unfall könnte die Herausforderung eher darin bestehen, wie weit du vom nächsten Krankenhaus entfernt bist.
Besonders in Australien wird viel über die gefährliche Tierwelt gesprochen, was in der Realität jedoch meist harmloser ist, da die Tiere normalerweise den Menschen aus dem Weg gehen. Eine größere Herausforderung können die langen Fahrten durch das Outback darstellen. Im Falle eines Unfalls oder einer Panne musst du möglicherweise lange auf Hilfe warten. Daher solltest du auf einem Roadtrip immer einen Vorrat an Treibstoff, Wasser und Essen sowie eine Decke dabeihaben.
Beim Wildcampen in Australien habe ich mich nicht immer vollständig sicher gefühlt, was wohl eher meiner Fantasie geschuldet war. Ich empfehle dennoch, immer außerhalb der Stadt einen Stellplatz zu suchen, der nicht gut einsehbar ist.
Der Indian Summer in den USA – Nordamerika bietet gemischte Reisesicherheit
Nordamerika: Von sicher bis komplex
Die USA und Kanada gelten als sicher und verfügen über eine gute Gesundheitsversorgung, die jedoch sehr teuer ist. Schließe daher unbedingt eine Auslandskrankenversicherung ab, um im Notfall abgesichert zu sein und dich nicht um hohe Krankenhausrechnungen sorgen zu müssen.
Auf meinen bisherigen Reisen durch die USA und Kanada (nicht als Backpacker) habe ich mich grundsätzlich sicher gefühlt. Einzige Ausnahme waren die Großstädte, was wohl auf viele Metropolen weltweit zutrifft.
Wie gefährlich ist Mexiko?
In Mexiko bewertet die Travel Risk Map das Sicherheitsrisiko als mittel. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes betrifft das Grenzgebiet zwischen dem Bundesstaat Chiapas und Guatemala, eine Region, die schon länger ein höheres Sicherheitsrisiko aufweist. Hier wird geraten, einen Shuttleservice von San Cristobal nach Quetzaltenango (Xela) zu nehmen.
Weitere Reisewarnungen gibt es für die Grenzregion zu den USA und Teile der Bundesstaaten Sinaloa, Zacatecas, Colima, Jalisco, Guanajuato, Michoacán, Guerrero (Acapulco) und Tamaulipas. Im Mexico Peace Index von 2024 gelten nur der Norden von Baja California, Guanajuato, Colima und Quintana Roo (Yucatan) als gefährlich.
Auch wenn sich dies abschreckend anhören mag, ist die Realität oft weniger dramatisch. Ich selbst bin Ende 2019 durch einige der oben genannten Regionen gereist und habe mich immer sicher gefühlt. Vor Ort wirst du eine höhere Polizeipräsenz in den Städten bemerken. Ansonsten halte ich mich dort eher in den klassischen Touristenecken auf und passe besonders nachts besser auf. Mexiko ist ein wunderschönes Land; lass dich nicht von einer Reise abschrecken.
Zentralamerika: Costa Rica und Panama als sichere Häfen
Die beiden sichersten Länder in Mittelamerika sind Costa Rica und Panama. Aktuell gilt nur Honduras als gefährlich. Seit Ende 2022 gilt in Teilen des Landes der Ausnahmezustand, um die Probleme mit der Bandenkriminalität in den Griff zu bekommen. Besonders im letzten Jahr kam es vermehrt zu Gewalttaten und Übergriffen auf Touristen.
Das Nachbarland El Salvador hat ebenfalls große Probleme mit organisierten Banden, und der 2022 ausgerufene Ausnahmezustand ist immer noch gültig. Im Vergleich scheint die Situation jedoch stabiler zu sein: Auf der Travel Risk Map wurde das Sicherheitsrisiko nur mit „Medium“ bezeichnet, in Honduras hingegen als hoch. Alle anderen Länder in Zentralamerika haben ebenfalls ein mittleres Sicherheitsrisiko.
Generell gilt: Informiere dich stets über die aktuelle Sicherheitslage im Land, da es immer Veränderungen geben kann. Ich selbst bin 2020 durch Nicaragua, Guatemala, El Salvador und kurz durch Honduras gereist. Insgesamt habe ich mich sicher gefühlt und es gab keine unangenehmen Momente. Jedoch habe ich bewusst Orte gemieden und war stets aufmerksam. El Salvador hat mich positiv überrascht, da es durch die wenigen Touristen ein authentisches Reiseziel ist. Seitdem hat sich die Lage jedoch nicht verbessert, vor allem in Honduras hat sich die Situation verschlechtert.
Für alle, die lieber auf Nummer sicher gehen und entspannte Reisen bevorzugen, bietet ein Urlaub im Süden oft die ideale Kombination aus Sicherheit und Erholung.
Rio de Janeiro, Brasilien – eine Metropole Südamerikas mit gemischter Sicherheitsbewertung
Südamerika: Eine Region der Kontraste
Südamerika präsentiert sich ebenfalls mit einer Mischung aus sicheren und gefährlichen Reisezielen. Zu den sicheren Reiseländern in Südamerika zählen Chile, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Suriname und Französisch-Guayana. Mit einem mittleren Sicherheitsrisiko werden Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien und Guyana bewertet.
Das gefährlichste Land in Südamerika ist Venezuela, und das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen dorthin ab. Da sich die Lage laufend verändern kann, ist es wichtig, dass du dich über die aktuelle Situation und Warnungen informierst, um bei Bedarf deine Reisepläne frühzeitig anzupassen.
Aktuelle Situation in Kolumbien, Ecuador und Peru
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich 2025 leider verschlechtert, und es gab vereinzelt Anschläge. Deshalb gibt es Teilreisewarnungen, die jedoch meist nicht Reisende betreffen, abgesehen von der Grenzregion zu Ecuador und Cali.
Seit 2023 kommt es in Ecuador und Peru immer wieder zu Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Zeitweise wurde auch der Notstand ausgerufen, was zu Einschränkungen im Land führte, auch für Reisende. Die Lage hat sich in Ecuador beruhigt, doch gibt es in einigen Städten noch nächtliche Ausgangssperren und Reisewarnungen für vereinzelte Regionen. In Peru kam es Ende 2025 erneut zu Protesten. Daraufhin wurde im November der Ausnahmezustand in der Hauptstadt Lima und in der Grenzregion zu Chile verhängt.
Allgemeine Warnungen in Südamerika
Die Grenzgebiete Kolumbiens gelten als gefährlicher. Bestimmte Dschungelgebiete in Südamerika solltest du ebenfalls meiden, da dort Drogenkartelle das Sagen haben. Dies sind jedoch meist abgelegene Ecken, die kaum ein Backpacker besucht. Gelegentlich werden Nachtbusse überfallen; informiere dich daher vorab, welche Strecken du nachts nicht fahren solltest. Die größten Gefahren lauern in den Großstädten durch Taschendiebstähle im Gedränge und Überfälle, besonders nachts.
Wo ich mich in Südamerika nicht sicher gefühlt habe
Am häufigsten in großen Städten, besonders im Dunkeln und spät nachts. Wenn möglich, habe ich vermieden, nach Sonnenuntergang in einer neuen Stadt anzukommen und bin (fast) nie nachts alleine herumgelaufen. Manchmal habe ich mich etwas eingeschränkt gefühlt. Ich liebe es, mich in einer Stadt treiben zu lassen, aber in Südamerika habe ich mich dabei nicht immer wohl gefühlt. So zum Beispiel in manchen Stadtteilen von Buenos Aires, Bogotá und Rio de Janeiro, in der Altstadt von Montevideo und in Valparaíso, wo mich Anwohner sogar warnten, dort nicht alleine herumzulaufen.
Mir selbst ist nie etwas passiert, aber ich habe einige Backpacker kennengelernt, die negative Erfahrungen gemacht haben. Meistens geschah dies nachts auf dem Heimweg von der Bar, besonders wenn die Leute angetrunken waren. Ansonsten waren es Taschendiebstähle und Raubüberfälle, auch in vermeintlich sicheren Ländern wie Uruguay und Ecuador.
Trotzdem: Bitte komm nach Südamerika, es ist wunderschön! Um deine Sicherheit zu erhöhen, musst du dich anders verhalten.
Polizisten in Peru – ein häufiger Anblick in einigen Regionen Südamerikas
Wie du deine Sicherheit auf Reisen erhöhst: Allgemeine Tipps
Der Pessimist würde sagen: Es gibt keine absolut sicheren Reiseziele. Der Optimist hingegen antwortet: Du kannst überallhin reisen, wenn du dich richtig verhältst. Lass dich also nicht verrückt machen. Statistiken sind schön und gut, aber was dir tatsächlich passiert, steht auf einem anderen Blatt.
Großen Einfluss auf deine Sicherheit hat zudem dein eigenes Verhalten. Sei nicht leichtsinnig und vertraue auf deine Intuition. Besonders in Städten, in Menschenansammlungen und nachts musst du vorsichtiger sein und nicht alleine draußen herumgehen.
Frag immer Einheimische vor Ort, welche Risiken es gibt und wie du dich am besten verhältst. Oft haben sie gute Tipps, welche Stadtteile du besser meidest, wo du nachts besonders aufpassen musst und welche Taxis sicher sind. Die „Locals“ wissen es am besten, und du kannst so Problemen aus dem Weg gehen und deine Sicherheit auf Reisen erhöhen. Falls du doch einmal in ein gefährliches Land oder eine gefährliche Region reist, kannst du dich beim Auswärtigen Amt registrieren lassen. Dann kommt dich jemand suchen, wenn du nicht mehr auftauchst – ein kleiner Hoffnungsschimmer, zumindest für deine Familie.
Kennst du die App GeoSure?
Eine nützliche Ressource für Reisende ist die App GeoSure (verfügbar für Android | iOS). Diese App verrät dir, wie sicher viele Städte weltweit sind und bewertet sie mit Sicherheitspunkten von 1 bis 100, wobei 1 am sichersten und 100 am gefährlichsten ist. Berücksichtigt werden Kategorien wie Sicherheit für Frauen, Übergriffe, Diebstahl, politische Freiheiten, Gesundheit und medizinische Versorgung sowie LGBTQ-Sicherheit. Das Interessante daran ist, dass sie in beliebten Städten sogar einzelne Stadtviertel bewertet. Ein hilfreiches Tool, wenn du vor Ort niemanden fragen kannst oder vor der Anreise überlegst, in welchem Viertel du übernachten möchtest.
Mit einer SIM-Karte für die Reise erhöhst du zudem deine Sicherheit, da du jederzeit jemanden anrufen kannst, solltest du Hilfe benötigen oder dich unwohl fühlen.
Fazit: Gut informiert und achtsam reisen
Die Welt bietet unzählige faszinierende Reiseziele, und das Abenteuer des Backpackings ist eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Sicherheit ist dabei ein entscheidender Faktor, der jedoch durch sorgfältige Planung und ein bewusstes Verhalten maßgeblich beeinflusst werden kann. Indem du dich über aktuelle Reisewarnungen informierst, auf dein Bauchgefühl hörst und die Tipps von Einheimischen beherzigst, kannst du viele Risiken minimieren.
Ob du dich für die als “sehr sicher” eingestuften Länder Europas entscheidest oder die Herausforderungen Südamerikas annimmst – eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zu einem unvergesslichen und sicheren Reiseerlebnis. Denk immer daran: Gut informiert zu sein und achtsam zu handeln, ermöglicht es dir, die Schönheit und Vielfalt der Welt in vollen Zügen zu genießen. Auch wenn du dich für low budget reiseziele entscheidest, sollte deine Sicherheit immer an erster Stelle stehen.
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