Optimale Hardware für SOLIDWORKS 2021: Detaillierte Systemanforderungen und Empfehlungen

Um eine reibungslose und effiziente Arbeitsweise mit SOLIDWORKS 2021 zu gewährleisten, ist die Wahl der richtigen Hardware von entscheidender Bedeutung. Diese detaillierten SOLIDWORKS 2021 Systemanforderungen helfen Ihnen, die optimale Konfiguration für Ihren Arbeitsplatz zusammenzustellen, um die Leistung und Stabilität Ihrer CAD-Anwendungen zu maximieren. Während die Auswahl einzelner Komponenten wichtig ist, sollte das gesamte System für eine optimale Leistung konzipiert und montiert sein. Fertige Systeme von Computerherstellern stellen sicher, dass alle Komponenten harmonisch zusammenarbeiten und Aspekte wie Kühlung und Wärmemanagement berücksichtigt werden.

Prozessor (CPU): Das Herzstück Ihrer Workstation

SOLIDWORKS unterstützt sowohl Intel- als auch AMD-Prozessoren. Für die meisten Aufgaben in SOLIDWORKS, insbesondere den Rebuild-Prozess (der aufgrund der Eltern-Kind-Beziehung von Features linear abläuft), ist eine hohe Taktrate des Prozessors entscheidend, da dieser Prozess nur einen einzigen Kern nutzen kann. Eine Taktrate von 3 GHz oder höher, idealerweise näher an 4 GHz, wird dringend empfohlen, um die Rebuild-Leistung zu steigern.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Boost-Geschwindigkeiten von Intel und AMD die maximale Geschwindigkeit darstellen, die für einen bestimmten Zeitraum erreicht werden kann. Diese Geschwindigkeiten werden möglicherweise nicht in allen Szenarien oder über längere Zeiträume erreicht, da sie innerhalb der Spezifikationsgrenzen für Arbeitslast, Temperatur und Stromverbrauch bleiben müssen.

Einige Funktionen von SOLIDWORKS können jedoch von der Multi-Threading-Technologie profitieren und die Arbeitslast auf mehrere Prozessorkerne verteilen. Dazu gehören Produkte wie SOLIDWORKS Simulation und PhotoView 360 sowie bestimmte Aktivitäten der Benutzeroberfläche. In diesen Fällen kann eine höhere Anzahl von Prozessorkernen die Leistung verbessern.

Denken Sie daran, dass selbst die schnellste Maschine keine Ersatz für gute Konstruktionspraktiken ist. Das Minimieren von In-Context-Referenzen, die Nutzung von Baugruppenmodi für große Baugruppen und andere Leistungstools können die Last auf den Prozessor erheblich reduzieren.

Sie können die Leistung Ihrer Hardware mit dem SOLIDWORKS Performance Test und dem PassMark Benchmark-Tool testen und vergleichen.

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Betriebssystem: Die Basis für SOLIDWORKS 2021

SOLIDWORKS 2021 wird ausschließlich auf Windows 10 64-Bit unterstützt. Es ist wichtig zu beachten, dass Windows 7 ab SOLIDWORKS 2020 SP5 nicht mehr unterstützt wird. Ebenso werden Windows Home-Editionen nicht unterstützt, auch wenn bei deren Verwendung möglicherweise keine sofortigen Probleme auftreten. SOLIDWORKS kann jedoch die ordnungsgemäße Funktionalität auf nicht unterstützten Betriebssystemen nicht garantieren.

eDrawings und eDrawings Professional 2021 werden auf allen oben genannten Windows-Betriebssystemen sowie auf macOS 10.14 oder höher unterstützt.

SOLIDWORKS 2021 ist nur in spezifischen virtuellen Umgebungen lauffähig. Detaillierte Informationen finden Sie auf der SOLIDWORKS-Seite zur Unterstützung virtueller Umgebungen.

Arbeitsspeicher (RAM): Genug Kapazität für komplexe Modelle

Die Mindestanforderung an den Arbeitsspeicher laut SOLIDWORKS Systemanforderungen beträgt 16 GB RAM. Für größere Modelle und Simulationsstudien kann jedoch deutlich mehr Speicher erforderlich sein. Wir empfehlen die Installation von mindestens 32 GB RAM, wobei 64 GB für anspruchsvolle Aufgaben optimal sind. Es ist ratsam, weniger Arbeitsspeicherchips mit größerer Kapazität zu verwenden, um Raum für zukünftige Erweiterungen zu lassen.

Eine Erhöhung des installierten RAM verbessert die Leistung nicht notwendigerweise, wenn bereits ausreichend dedizierter Speicher zugewiesen ist. Wenn jedoch der benötigte Speicher die verfügbare Kapazität überschreitet, kann die Nutzung von virtuellem Speicher die Leistung erheblich beeinträchtigen.

Festplatte: Schneller Zugriff mit SSDs

Für die beste Leistung wird dringend ein Solid-State Drive (SSD) empfohlen. SSDs können bei Öffnungs- und Speicheraufgaben eine bis zu zehnmal schnellere Leistung als herkömmliche Festplatten (HDDs) bieten. Angesichts des Preisverfalls in den letzten Jahren sind SSDs eine lohnende Investition.

Das Öffnen von Dateien von einem lokalen SSD-Laufwerk kann zudem bis zu 100-mal schneller sein als das Öffnen von einem Standard-Festplattenlaufwerk auf einem Netzwerkserver. Stellen Sie sicher, dass nach der Installation genügend Festplattenspeicher frei bleibt, damit Windows effektiv arbeiten kann. Halten Sie mindestens 20 GB oder 10 % Ihrer Festplattenkapazität als freien Speicherplatz bereit.

Für noch höhere Leistung können Sie NVMe/PCIe-SSDs in Betracht ziehen, die über eine wesentlich schnellere Schnittstelle verfügen, allerdings auch teurer sind. Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung von Leistung und Sicherheit ist der Einsatz von RAID-Speicher (Redundant Array of Inexpensive Disks).

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Grafikkarte: Entscheidend für die 3D-Darstellung

NVIDIA Quadro- und AMD Radeon Pro-Serien sind die für SOLIDWORKS zertifizierten Grafikkarten. Eine Grafikkarte mit Hardware-OpenGL-Beschleunigung bietet überragende Leistung und Stabilität, insbesondere bei der 3D-Modellansicht (Aktualisieren, Drehen, Zoomen, Schwenken).

Für die allgemeine Arbeit an Baugruppen eignen sich die NVIDIA Quadro P1000/2200 oder AMD Radeon Pro WX 3100/4100. Bei großen Baugruppen mit grundlegenden Bauteilen empfehlen sich NVIDIA Quadro RTX 4000/5000 oder AMD Radeon Pro W5500/WX5100/WX6100. Für sehr große Baugruppen mit komplexen Bauteilen sind NVIDIA Quadro RTX 6000/8000 oder AMD Radeon Pro W5700/WX8200/WX9100 die ideale Wahl.

Die NVIDIA Quadro RTX-Serie ist die neueste GPU-Generation und wird für zukünftiges Wachstum empfohlen. Die vorherige NVIDIA Quadro P-Serie bietet weiterhin eine leistungsstarke Performance für preisbewusste Nutzer. Die Quadro T-Serie ist speziell für mobile Workstations konzipiert. Die AMD Radeon Pro WX- und W-Serien sind ebenfalls zertifiziert, wobei die W-Serie die neueste ist.

Mit SOLIDWORKS 2019 wurde eine Option für “Enhanced Graphics Performance” eingeführt, die neuere Grafikkartentechnologien besser nutzt und zu erheblichen Leistungsverbesserungen führt. Die SOLIDWORKS-Leistung skaliert nun, wenn Sie in leistungsstärkere GPUs investieren.

Für Anwender von SOLIDWORKS Visualize sind Renderings direkt von den GPU-Kernen abhängig, weshalb eine leistungsstarke Grafikkarte hier besonders vorteilhaft ist. Visualize 2019 und frühere Versionen wurden nur mit NVIDIA-Grafikkarten unterstützt; die Kompatibilität für AMD Radeon Pro-Grafikkarten begann mit Visualize 2020.

Eine vollständige Liste der zertifizierten Grafikkarten und der zugehörigen zertifizierten Treiber für jede SOLIDWORKS-Version finden Sie auf der SOLIDWORKS-Seite für Grafikkartentreiber.

Grafikkarten, die für Gaming- oder Multimedia-Anwendungen konzipiert sind (z. B. NVIDIA GeForce oder AMD Radeon – nicht Radeon Pro), bieten NICHT die maximale Leistung oder Stabilität für SOLIDWORKS. Diese Karten sind für eine geringe Anzahl von Polygonen bei hoher Bildrate optimiert. CAD-Anwendungen haben gegenteilige Anforderungen: eine hohe Polygonanzahl (der Detailgrad Ihres Konstruktionsmodells), aber die Bildänderungen sind nicht so schnell, daher sind hohe Bildraten nicht so kritisch. Die Verwendung einer zertifizierten Grafikkartentreiber-Kombination gewährleistet die stabilste Plattform für SOLIDWORKS.

SOLIDWORKS profitiert nicht von mehreren Grafikkarten, da nur eine GPU verwendet wird. SOLIDWORKS Visualize kann jedoch mehrere Grafikkarten zur Steigerung der Rendering-Leistung nutzen. Dabei kann nur der Gesamtspeicher der schwächsten Karte genutzt werden, daher empfiehlt es sich, die gleichen Modelle zu verwenden.

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Kompatibilität mit Microsoft Office

SOLIDWORKS kann Microsoft Excel für die Erstellung von Stücklisten, Designtabellen und weiteren Funktionen nutzen. SOLIDWORKS 2021 ist mit Microsoft Office 2016 und 2019 kompatibel. Die 64-Bit-Editionen werden empfohlen. Beachten Sie, dass Microsoft Office 2013 ab SOLIDWORKS 2020 SP5 nicht mehr unterstützt wird. Überprüfen Sie die Microsoft Products-Tabelle auf der SOLIDWORKS Systemanforderungen-Seite für die neuesten Informationen.

Dateispeicherung und Datenmanagement (PDM)

Für maximale Leistung und Stabilität sollten Dateien lokal bearbeitet werden. Das direkte Öffnen und Speichern von Dateien über eine Netzwerkverbindung ist immer langsamer als über ein lokales Laufwerk und erhöht das Risiko von Dateibeschädigungen. Datenmanagement-Produkte wie SOLIDWORKS PDM Standard oder SOLIDWORKS PDM Professional verwalten die Bewegung von Dateien von Netzwerkservern zu lokalen Festplatten automatisch, um maximale Leistung und Stabilität zu gewährleisten. Dies ist einer der vielen Hauptvorteile eines Datenmanagementsystems.

SOLIDWORKS PDM Standard ist in Lizenzen von SOLIDWORKS Professional und SOLIDWORKS Premium enthalten und bietet einfachen Zugriff auf Standardfunktionen für Datenmanagement und Revisionskontrolle. SOLIDWORKS PDM Professional bietet zusätzliche Funktionen wie Multi-Site-Replikation und Automatisierung.

Für SOLIDWORKS PDM 2021 empfiehlt es sich, einen dedizierten Server für den Betrieb des PDM-Tresors zu verwenden. Dies gewährleistet nicht nur maximale Leistung für die CAD-Anwender, sondern ermöglicht auch Versions-/Revisionskontrolle, Workflow-Prozessmanagement und benutzerdefiniertes Eigenschaftsmanagement.

Internetverbindung

Eine schnelle Breitbandverbindung ist für das Herunterladen von Service Packs und Updates unerlässlich.

Fazit: Investieren Sie in die richtige Hardware für maximale Produktivität

Die Wahl der richtigen Hardware ist ein entscheidender Faktor für die Produktivität und Stabilität bei der Arbeit mit SOLIDWORKS 2021. Eine gut abgestimmte Workstation mit einem schnellen Prozessor, ausreichend RAM, einer leistungsstarken SSD und einer zertifizierten Grafikkarte bildet die Grundlage für effizientes Arbeiten, auch bei komplexen Projekten. Berücksichtigen Sie die hier aufgeführten Empfehlungen, um das Beste aus Ihrer SOLIDWORKS-Software herauszuholen und Ihre Konstruktionsprozesse zu optimieren. Zögern Sie nicht, sich bei Unsicherheiten an zertifizierte SOLIDWORKS-Partner zu wenden, um eine auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittene Beratung zu erhalten.