Die Wahl der richtigen Hardware ist entscheidend, um die maximale Leistung und Stabilität von SOLIDWORKS 2017 zu gewährleisten. Ein optimal konfiguriertes System beschleunigt nicht nur Ihre Arbeitsabläufe, sondern verhindert auch Frustration durch Systemabstürze oder langsame Performance. In diesem Leitfaden fassen wir die wichtigsten SOLIDWORKS 2017 Hardwareanforderungen zusammen und geben Ihnen detaillierte Empfehlungen für jede Komponente Ihrer Workstation.
Hier ist eine schnelle Übersicht unserer aktuellen Empfehlungen:
- Prozessor: Intel Core i7 mit hoher Taktrate
- Betriebssystem: Windows 10 (64-Bit)
- Arbeitsspeicher: 16 GB oder mehr (am besten als 2 x 8 GB Module)
- Festplatte: Solid-State-Drive (SSD) für die Programminstallation, mit mindestens 20 GB freiem Speicherplatz nach der Installation
- Grafikkarte:
- NVIDIA Quadro M2000 (Mittelklasse) oder NVIDIA Quadro M4000 (High-End)
- AMD FirePro W5100 (Mittelklasse) oder AMD FirePro W7100 (High-End)
- Dateispeicherung: SOLIDWORKS PDM Standard oder SOLIDWORKS PDM Professional
Prozessor (CPU): Das Herzstück Ihrer Workstation
SOLIDWORKS 2017 läuft sowohl auf Intel- als auch auf AMD-Systemen, solange der Prozessor SSE2 (Streaming SIMD Extensions 2) unterstützt. Es ist wichtig zu beachten, dass ausschließlich 64-Bit-Betriebssysteme und -Prozessoren unterstützt werden.
Der Neuaufbau-Prozess in SOLIDWORKS ist von Natur aus linear, was bedeutet, dass er hauptsächlich einen einzelnen Prozessorkern nutzt. Daher ist eine hohe Taktrate der CPU der entscheidende Faktor für eine bessere Neuaufbau-Performance. Eine höhere Taktfrequenz führt direkt zu schnelleren Berechnungen.
Einige Funktionen wie Simulation, PhotoView 360 oder bestimmte Aktivitäten der Benutzeroberfläche können jedoch von Multi-Core-Prozessoren profitieren. Für diese Anwendungsfälle kann eine höhere Anzahl von Kernen die Leistung verbessern. Dennoch ist eine hohe Taktfrequenz für die alltägliche Konstruktionsarbeit in der Regel wichtiger.
Welches Betriebssystem für SOLIDWORKS 2017?
SOLIDWORKS 2017 wird offiziell auf den folgenden 64-Bit-Betriebssystemen unterstützt:
- Windows 7 SP1, 64-Bit
- Windows 8.1, 64-Bit
- Windows 10, 64-Bit
Bitte beachten Sie, dass Windows Home-Editionen nicht offiziell unterstützt werden. Obwohl SOLIDWORKS möglicherweise darauf läuft, kann die einwandfreie Funktion nicht garantiert werden. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass der Support für Windows 8.1 mit SOLIDWORKS 2018 SP5 endet.
Arbeitsspeicher (RAM): Mehr ist besser
Die Mindestanforderung für den Arbeitsspeicher liegt bei 8 GB. Da RAM jedoch eine relativ kostengünstige Komponente ist, empfehlen wir dringend, mindestens 16 GB zu installieren. Dies stellt sicher, dass Ihr System auch bei der Arbeit mit großen Baugruppen und komplexen Modellen flüssig läuft.
Für eine optimale Leistung sollten Sie den Arbeitsspeicher auf zwei Module aufteilen (z. B. 2 x 8 GB). Dies ermöglicht einen Dual-Channel-Betrieb, der die Last verteilt und die Performance verbessert, während gleichzeitig Platz für zukünftige Aufrüstungen bleibt.
Festplatte: SSD für maximale Performance
Eine Solid-State-Drive (SSD) ist eine der wirkungsvollsten Aufrüstungen für eine CAD-Workstation. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Festplatte (HDD) kann eine SSD die Lade-, Speicher- und Öffnungszeiten um das bis zu 10-fache verkürzen. Das Öffnen von Dateien von einer lokalen SSD kann sogar bis zu 100-mal schneller sein als der Zugriff über ein Netzwerklaufwerk.
Stellen Sie sicher, dass nach der Installation von SOLIDWORKS und allen anderen Programmen mindestens 20 GB oder 10 % der Festplattenkapazität als freier Speicherplatz verbleiben, um eine reibungslose Funktion des Betriebssystems zu gewährleisten.
Die richtige Grafikkarte (GPU) für SOLIDWORKS 2017
Für SOLIDWORKS sind professionelle, zertifizierte Grafikkarten der Serien NVIDIA Quadro oder AMD FirePro unerlässlich. Diese Karten bieten hardwarebeschleunigtes OpenGL, was für eine stabile und performante 3D-Darstellung (Drehen, Zoomen, Verschieben) absolut notwendig ist.
Grafikkarten, die für Gaming oder Multimedia-Anwendungen entwickelt wurden (z. B. NVIDIA GeForce oder AMD Radeon), sind für CAD-Anwendungen nicht geeignet. Sie sind für hohe Bildraten bei einer geringen Polygonanzahl optimiert, während CAD-Anwendungen eine hohe Polygonanzahl bei niedrigeren Bildraten erfordern. Die Verwendung einer zertifizierten Grafikkarte mit dem dazugehörigen zertifizierten Treiber ist der Schlüssel zu einem stabilen System. Eine vollständige Liste finden Sie auf der offiziellen SOLIDWORKS-Website zur Grafikkartenprüfung.
Ein wichtiger Hinweis betrifft SOLIDWORKS Visualize: Diese Rendering-Anwendung nutzt die NVIDIA Iray-Technologie und kann daher nur von NVIDIA-Grafikkarten profitieren. Wenn keine kompatible NVIDIA-GPU gefunden wird, greift Visualize ausschließlich auf die CPU zurück, was die Renderzeiten erheblich verlängert.
Wichtige Zusatzinformationen
Kompatibilität mit Microsoft Office
SOLIDWORKS nutzt Microsoft Excel für Stücklisten, Designtabellen und andere Funktionen. SOLIDWORKS 2017 ist mit den Versionen Microsoft Office 2010, 2013 und 2016 kompatibel.
Lokale vs. Netzwerk-Speicherung
Für maximale Leistung und Stabilität sollten Sie Ihre Dateien immer lokal bearbeiten. Der Zugriff auf Dateien über ein Netzwerk ist langsamer und erhöht das Risiko von Datenbeschädigungen. Professionelle Datenverwaltungssysteme wie SOLIDWORKS PDM verwalten den Dateitransfer zwischen Server und lokaler Festplatte automatisch, um maximale Sicherheit und Performance zu gewährleisten.
SOLIDWORKS in virtuellen Umgebungen
Der Betrieb von SOLIDWORKS in virtuellen Umgebungen wird nur für spezifische Konfigurationen unterstützt. Eine zertifizierte GPU ist für eine gute Grafikleistung in einer virtualisierten Umgebung zwingend erforderlich.
Schlussfolgerung
Die Investition in die richtige Hardware ist eine Investition in Ihre Produktivität. Ein ausgewogenes System mit einem schnellen Prozessor, ausreichend RAM, einer SSD und vor allem einer zertifizierten Grafikkarte bildet die Grundlage für ein reibungsloses und effizientes Arbeiten mit SOLIDWORKS 2017. Überprüfen Sie Ihre Komponenten stets anhand der offiziellen Systemanforderungen, um die bestmögliche Leistung und Stabilität für Ihre Konstruktionsaufgaben zu sichern.
