Optimale Hardware für SOLIDWORKS: Maximale Performance und Stabilität sichern

Für jeden Ingenieur und Konstrukteur ist eine leistungsstarke Workstation das Fundament für effizientes Arbeiten mit CAD-Software. Insbesondere SOLIDWORKS stellt hohe Anforderungen an die Hardware, um komplexe Modelle flüssig zu bearbeiten und Simulationen schnell durchzuführen. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie, welche Komponenten entscheidend sind und wie Sie Ihr System optimal konfigurieren, um das Beste aus Ihrer SOLIDWORKS-Umgebung herauszuholen. Wir teilen unser fundiertes Know-how, um Ihnen die besten Empfehlungen für das perfekte Zusammenspiel zwischen Hardware und den SOLIDWORKS Lösungen zu geben.

Unsere Expertentipps können von den offiziellen SOLIDWORKS Systemanforderungen abweichen und konzentrieren sich auf die Neuanschaffung eines Systems. Auch wenn ältere Systeme in der Regel problemlos mit SOLIDWORKS funktionieren, zielen unsere Empfehlungen auf maximale Leistungsfähigkeit und Zukunftssicherheit ab.

Grundlegende Hardware-Anforderungen für SOLIDWORKS 2020

Eine gut abgestimmte Hardware-Konfiguration ist unerlässlich. Hier sind die wichtigsten Komponenten und unsere Empfehlungen für eine reibungslose SOLIDWORKS-Nutzung:

  • Prozessor (CPU): 4 GHz oder höher, mit einer Turbotaktrate von möglichst bis zu 5 GHz.
  • Betriebssystem: Windows 10 64-Bit wird dringend empfohlen.
  • Arbeitsspeicher (RAM): Idealerweise 32 GB, mindestens jedoch 16 GB.
  • Festplatte: Eine Solid State Drive (SSD) oder NVMe M.2 mit mindestens 256 GB Speicherplatz ist Pflicht.
  • Grafikkarte: Die Wahl hängt von der Komplexität Ihrer Baugruppen ab:
    • Standardbaugruppen: NVIDIA Quadro P1000 (Workstation), NVIDIA Quadro T1000 (Mobil) oder AMD Radeon Pro WX3200.
    • Große Baugruppen (> 500 Komponenten) mit einfachen Teilen: NVIDIA Quadro P2000 (Workstation), NVIDIA Quadro T2000 (Mobil) oder AMD Radeon Pro WX 7100.
    • Große Baugruppen mit komplexen Teilen: NVIDIA Quadro RTX 3000/4000 oder AMD Radeon Pro WX 8200/9100.

Alle Komponenten müssen für eine optimale Leistung aufeinander abgestimmt sein. Individuell zusammengestellte Systeme können zwar günstiger sein, bergen jedoch Risiken bezüglich Kompatibilität oder ineffizienter Zusammenarbeit. Aspekte wie Kühlung, Wärmemanagement und Stromversorgung werden oft unterschätzt. Der Kauf eines Komplettsystems eines namhaften Herstellers gewährleistet hingegen, dass alle Komponenten harmonieren und langfristig mit passenden Treibern versorgt werden. Für den professionellen Einsatz empfehlen wir daher grundsätzlich den Erwerb eines Komplettsystems.

Detaillierte Betrachtung der Schlüsselkomponenten

Der richtige Prozessor (CPU) für SOLIDWORKS: Taktfrequenz und Kerne

SOLIDWORKS unterstützt sowohl Intel- als auch AMD-Prozessoren. Der Modellaufbau ist oft ein linearer Prozess, der hauptsächlich von der Leistung eines einzelnen Kerns profitiert. Daher ist eine möglichst hohe Taktrate bzw. Turbotaktrate entscheidend für die Aufbauleistung. Achten Sie auf eine ausreichende Kühlung, um diese Höchstgeschwindigkeiten auch über längere Zeiträume stabil zu halten. Tools wie der Taskmanager oder CPU-Z geben Aufschluss über den aktuell anliegenden Takt.

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Einige Funktionen in SOLIDWORKS, wie SOLIDWORKS Simulation und PhotoView 360, unterstützen Multithreading und verteilen die Arbeitslast auf mehrere Prozessorkerne. Auch bestimmte Bereiche der Benutzeroberfläche profitieren von mehreren Kernen. In solchen Fällen kann eine höhere Kernanzahl die Leistung verbessern. Dennoch ist selbst die schnellste Maschine kein Ersatz für gute Konstruktionspraktiken. Durch Minimierung kontextbezogener Referenzen und die Nutzung des Modus “große Baugruppen” kann die Belastung des Prozessors reduziert und die Gesamtperformance gesteigert werden. Testen und vergleichen Sie Ihre Hardware-Leistung mit dem SOLIDWORKS Benchmark oder dem PassMark-Benchmark-Tool.

Arbeitsspeicher (RAM): Genügend Kapazität für komplexe Modelle

Die Mindestanforderung an RAM für SOLIDWORKS 2020 beträgt 16 GB, was für kleinere und mittlere Baugruppen ausreichend sein kann. Für größere Baugruppen und anspruchsvolle Simulationsstudien ist jedoch mehr Speicher erforderlich. Wir empfehlen 32 GB, um Engpässe bei wachsenden Modellen zu vermeiden. Planen Sie bei der Hardware-Anschaffung auch freie Steckplätze für zukünftige Aufrüstungen ein. Speichermodule mit Fehlererkennung (ECC) können die Systemstabilität erhöhen, insbesondere bei langen Berechnungen wie in SOLIDWORKS Simulation. Die Verwendung von ECC-Speicher setzt eine kompatible CPU und einen geeigneten Chipsatz voraus. Weitere Informationen finden Sie beispielsweise in der Intel Produktdatenbank.

Es ist immer ratsam, die Speichernutzung mit dem Windows Taskmanager zu überwachen. Wenn Sie große Dateien verwalten müssen, könnte es hilfreich sein, gelegentlich eine temporäre Komprimierung in Betracht zu ziehen, obwohl SOLIDWORKS selbst keine speziellen Tools dafür anbietet. In solchen Fällen ist eine Lösung, wie zum Beispiel ein rarlabs winrar download, nützlich, um Archivdateien effizient zu handhaben.

Festplatte (SSD/NVMe): Schnelle Ladezeiten und Systemreaktion

Eine moderne SSD übertrifft eine HDD in jeder Hinsicht und ist mittlerweile Standard in jedem neuen System. Die Anbindung über NVMe und PCI Express hat den Datendurchsatz in den letzten Jahren erheblich gesteigert. Bei datenintensiven Aufgaben wie dem Öffnen oder Speichern von Baugruppen führt die Verwendung einer SSD zu massiv reduzierten Ladezeiten. Das Öffnen von Dateien von einer lokalen SSD ist um ein Vielfaches schneller als von einem Netzlaufwerk.

Stellen Sie sicher, dass nach der Installation genügend Festplattenspeicher vorhanden ist, damit Windows effektiv ausgeführt werden kann. Um eine lange Lebenserwartung einer SSD zu gewährleisten, sollten zudem immer mindestens 20 GB oder 10% der Gesamtkapazität frei bleiben. Für 64-Bit-Systeme ist es entscheidend, dass der Speicherplatz optimal verwaltet wird, zum Beispiel durch einen winrar 64 full Installationsprozess, der sicherstellt, dass alle erforderlichen Komponenten vorhanden sind und keine unnötigen Dateien das System belasten.

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Professionelle Grafikkarten: NVIDIA Quadro und AMD Radeon Pro

Die Serien NVIDIA Quadro, AMD FirePro oder AMD Radeon Pro sind zertifizierte Grafikkarten für SOLIDWORKS. Eine Grafikkarte mit Hardware-OpenGL-Beschleunigung bietet überlegene Leistung und Stabilität, insbesondere bei der Anzeige von 3D-Modellen (Aktualisieren, Drehen, Zoomen, Schwenken). Die aktuellen Generationen sind die Quadro Txxxx (Mobil), Pxxxx (Workstation) sowie RTXxxxx (Mobil u. Workstation) von NVIDIA und die Radeon Pro WX-Serie von AMD.

Eine schnelle Grafikkarte beeinflusst hauptsächlich die Anzeige-Performance und nur geringfügig die Ausführungsgeschwindigkeit von Befehlen oder Ladezeiten. Eine Ausnahme bildet SOLIDWORKS Visualize, das die GPU direkt zum Rendern nutzt und daher stark von einer leistungsstarken Grafikkarte profitiert. Ab SOLIDWORKS Visualize 2020 werden auch AMD Radeon Pro-Grafikkarten unterstützt. Eine vollständige Liste der zertifizierten Grafikkarten und zugehörigen Treiber für jede SOLIDWORKS-Version finden Sie auf der SOLIDWORKS Supportseite. Es ist wichtig, zertifizierte Treiber zu verwenden, die für die letzten drei Hauptversionen von SOLIDWORKS bereitgestellt werden.

Grafikkarten für Spiele oder Multimedia-Anwendungen (z.B. NVIDIA GeForce oder AMD Radeon) sind für SOLIDWORKS nicht optimiert. Sie sind auf eine geringe Anzahl von Polygonen mit hoher Bildrate ausgelegt, während CAD-Anwendungen eine hohe Polygonanzahl mit Stabilität erfordern. Die Verwendung von zwei physischen Grafikkarten (AMD Crossfire, NVIDIA SLI) wird für SOLIDWORKS nicht empfohlen. Wenn Sie mit älteren Versionen arbeiten und spezifische Softwarepakete wie winrar v6 20 verwenden, stellen Sie sicher, dass Ihre Grafikkartentreiber mit allen installierten Anwendungen kompatibel sind, um Leistungsprobleme zu vermeiden.

Betriebssystem und Virtuelle Umgebungen: Was SOLIDWORKS Unterstützt

SOLIDWORKS 2020 unterstützt offiziell Windows 7 SP1 (64-Bit) sowie Windows 10 (64-Bit). Virtuelle Umgebungen werden unterstützt, erfordern jedoch eine spezielle 3D-Beschleunigung, die sich von gewöhnlichen VDI- oder Terminalserverlösungen unterscheidet. Weitere Details finden Sie auf der Support-Seite für die virtuelle Umgebung von SOLIDWORKS. Wichtig: SOLIDWORKS unterstützt keine Windows Home Editions. Auch wenn diese möglicherweise funktionieren, garantiert SOLIDWORKS keine ordnungsgemäße Funktionalität. Um eine sichere und stabile Arbeitsumgebung zu gewährleisten, ist es ratsam, ein professionelles Betriebssystem zu verwenden und dieses regelmäßig zu warten, möglicherweise mit Sicherheitsprogrammen wie avira 64 bit windows 10 für umfassenden Schutz.

Weitere wichtige Aspekte für Ihr SOLIDWORKS System

Kompatibilität mit Microsoft Office: Wichtige Hinweise

SOLIDWORKS kann mit Microsoft Excel Stücklisten, Designtabellen und Ähnliches erstellen. Nach der Veröffentlichung einer neuen Microsoft Office Hauptversion sind oft Anpassungen in SOLIDWORKS erforderlich, weshalb die Unterstützung der neuesten Office-Version nicht immer sofort gewährleistet ist. Entsprechende Service Packs beheben diese Kompatibilitätsprobleme. SOLIDWORKS 2020 ist mit Microsoft Office 2013, 2016 und 2019 kompatibel. Eine genaue Übersicht bietet die Tabelle “Microsoft-Produkte” auf der SOLIDWORKS Supportseite.

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Datenspeicherung: Lokal vs. Netzlaufwerk und die Rolle von SOLIDWORKS PDM

Für maximale Leistung und Stabilität sollten SOLIDWORKS-Dateien lokal bearbeitet werden. Das Arbeiten auf einem Netzlaufwerk wird zwar unterstützt, ist jedoch insbesondere beim Öffnen und Speichern um ein Vielfaches langsamer. Datenverwaltungsprodukte wie SOLIDWORKS PDM Standard oder SOLIDWORKS PDM Professional bieten eine automatische Verwaltung Ihrer Dateien zwischen einem Server und dem lokalen Speicherplatz. Dies stellt maximale Leistung und Stabilität sicher und ermöglicht eine zentrale Datensicherung – ein wesentlicher Vorteil eines Datenverwaltungssystems. SOLIDWORKS PDM Standard ist bereits in SOLIDWORKS Professional enthalten.

Regelmäßige Datensicherung ist bei jeder Arbeitsweise Pflicht. Eine Anleitung zur Sicherung von SOLIDWORKS PDM finden Sie hier. Unabhängig von Ihrem Betriebssystem ist die effiziente Archivierung von Dateien von großer Bedeutung. Für Linux-basierte Server oder spezifische Umgebungen, die beispielsweise winrar deb Pakete nutzen, sollte die Kompatibilität der Backup-Lösungen sorgfältig geprüft werden.

SOLIDWORKS PDM: Standard vs. Professional und Server-Anforderungen

SOLIDWORKS PDM Standard ist in der Lizenz von SOLIDWORKS Professional und SOLIDWORKS Premium enthalten und unterstützt viele Kernfunktionen wie zentrales Arbeiten, sicheren Zugriff und Versionskontrolle. SOLIDWORKS PDM Professional bietet darüber hinaus erweiterte Funktionen im Bereich Automatisierung und Replikation zwischen mehreren Standorten. Einen übersichtlichen Vergleich ermöglicht unsere Produktmatrix.

Für SOLIDWORKS PDM 2020 empfehlen wir einen dedizierten Server, dessen benötigte Leistung mit der Anzahl der Benutzer skaliert. Überprüfen Sie die Server-Anforderungen auf der Supportseite von SOLIDWORKS oder kontaktieren Sie uns unter info@cad.at oder +43-(0)-50 246 für persönliche Beratung. Planetsoftware unterstützt Sie auch mit PDM-Implementierungs- und Upgrade-Services, um Ihnen einen schnellen Start zu ermöglichen.

Fazit: Ihr Weg zur perfekten SOLIDWORKS Workstation

Die Investition in die richtige Hardware ist entscheidend für Produktivität und Zufriedenheit bei der Arbeit mit SOLIDWORKS. Eine sorgfältig ausgewählte Kombination aus Prozessor, ausreichendem RAM, einer schnellen SSD und einer zertifizierten Grafikkarte bildet die Grundlage für eine stabile und leistungsstarke CAD-Umgebung. Berücksichtigen Sie unsere Empfehlungen und die offiziellen Systemanforderungen, um Ihre Workstation optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So sichern Sie sich maximale Performance, Stabilität und eine effiziente Arbeitsweise.

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Über planetsoftware GmbH

Die planetsoftware GmbH, ein Unternehmen der Bechtle Gruppe, ist Ihr Komplettlösungsanbieter im 3D-CAD-Bereich und größter SOLIDWORKS Partner in Österreich. Seit der Gründung 1996 berät das Unternehmen beim gesamten Produktlebenszyklus (PLM) von der Konstruktion über Simulation und Datenmanagement bis zur Fertigung rund um SOLIDWORKS und 3DEXPERIENCE. Neben Consulting bieten wir auch SOLIDWORKS Schulungen und technischen Support sowie eine flächendeckende Betreuung mit Standorten in ganz Österreich.