Spulwürmer stellen eine der häufigsten Parasitenarten bei Hunden dar, wobei schätzungsweise 6 % der erwachsenen und 12 % der jungen Hunde in Deutschland betroffen sind. Insbesondere für Welpen kann ein starker Wurmbefall ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Dieser Artikel beleuchtet die Natur von Spulwürmern, Übertragungswege, Symptome und die besten Strategien zur Vorbeugung und Behandlung.
Was sind Spulwürmer beim Hund?
Der Spulwurm, wissenschaftlich bekannt als Toxocara canis, gehört zur Gruppe der Fadenwürmer (Nematoda). Diese Parasiten können eine Länge von bis zu 20 Zentimetern erreichen. Die Eier von Spulwürmern sind bemerkenswert widerstandsfähig und können in der Umwelt bis zu drei Jahre überleben. Sie sind selbst gegen gängige Desinfektionsmittel resistent, was ihre Ausbreitung begünstigt. Studien zeigen, dass Spulwurmeier auf etwa 14 % der öffentlichen Grünflächen nachgewiesen werden können. Die weniger verbreitete Art Toxascaris leonina kommt bei Hunden seltener vor. Ein einzelner weiblicher Spulwurm kann täglich bis zu 200.000 Eier produzieren. Unter geeigneten feucht-warmen Bedingungen entwickeln sich innerhalb weniger Tage infektiöse Larven.
Übertragung und Entwicklungszyklus
Hunde können sich jederzeit mit Spulwürmern infizieren, vor allem im Freien. Die Larven durchlaufen nach der Aufnahme in den Körper einen komplexen Entwicklungszyklus.
Infektionswege
Die Aufnahme der Spulwurmeier erfolgt in der Regel über das Maul. Dies geschieht häufig durch das Beschnuppern oder Fressen von kontaminiertem Material wie Erde, Kot anderer Tiere oder infizierter Beutetiere.
Entwicklung im Hundekörper
Nachdem die Spulwurmeier den Darm des Hundes erreicht haben, schlüpfen die Larven. Diese wandern über die Blutbahn durch den Körper. Gelangen sie in das Lungengewebe, werden sie vom Hund hochgehustet und oft erneut verschluckt. Dadurch kehren sie in den Dünndarm zurück, wo sie sich schließlich vermehren. Alternativ können die Larven auch Ruhestadien in der Muskulatur und anderen Organen einlegen und sich dort einkapseln. Diese Ruhephase kann mehrere Jahre andauern. Bei trächtigen Hündinnen können diese eingekapselten Larven reaktiviert werden und die Welpen bereits im Mutterleib infizieren. Auch eine Übertragung kurz nach der Geburt ist möglich. Es ist wichtig zu wissen, dass es nach einer Infektion mehrere Wochen dauern kann, bis Spulwürmer im Kot sichtbar werden.
Symptome und Diagnose von Spulwurmbefall
Bei erwachsenen Hunden verläuft ein Befall mit Spulwürmern oft ohne sichtbare Symptome. Zeigen Hunde dennoch Beschwerden, sind diese häufig unspezifisch. Eine sichere Diagnose kann nur durch einen Tierarzt erfolgen. Eine Alternative zum Tierarztbesuch, um dem Tier Stress zu ersparen, ist ein spezieller Wurmtest für Hunde.
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Mögliche Symptome bei Hunden
Besonders bei Hunden unter sechs Monaten, deren Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift ist, kann ein schwerer Wurmbefall auftreten. Auch Hunde mit einem geschwächten Immunsystem können Schwierigkeiten haben, die Parasiten unter Kontrolle zu halten. Mögliche Symptome umfassen:
- Durchfall
- Verstopfung
- Erbrechen
- Sichtbare Würmer im Kot, Erbrochenem oder Auswurf
- Aufgetriebener Bauch
- Gewichtsverlust
- Appetitmangel
- Müdigkeit
- Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
- Wachstumsverzögerungen bei jungen Hunden
- Schlechte Fellqualität
Würmer, die erbrochen, ausgehustet oder mit dem Kot ausgeschieden werden, erscheinen oft als spaghettiähnliche, weiße Fäden. Welpen können durch den Wurmbefall ernsthaft geschädigt werden, da die Parasiten ihnen Nährstoffe entziehen und Mangelerscheinungen verursachen. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Beeinträchtigung der Wirksamkeit von Impfungen. Ein starker Wurmbefall schwächt das Immunsystem, was zu einer geringeren Immunantwort auf Impfstoffe führt. Daher ist es entscheidend, dass Hunde vor Impfungen stets entwurmt sind.
Diagnostik durch den Tierarzt
Die Kotuntersuchung ist die primäre Methode zur Diagnose. Es empfiehlt sich, eine Sammelkotprobe über drei Tage hinweg anzulegen, da Wurmeier nicht konstant ausgeschieden werden. Eine solche Probe ermöglicht dem Tierarzt eine relativ sichere Diagnose unter dem Mikroskop. Auch Proben von Erbrochenem oder Hustenauswurf können untersucht werden, wenn wurmähnliche Strukturen darin entdeckt wurden.
Therapie gegen Spulwürmer beim Hund
Die Behandlung von Spulwurmbefall ist in der Regel unkompliziert und erfolgt durch die Gabe eines geeigneten Wurmmittels in Form von Paste, Tablette oder Kautablette. Moderne Wurmmittel sind gut verträglich. Sollte ein Wirkstoff nicht vertragen werden, stehen alternative Präparate zur Verfügung. Bei schweren Symptomen können unterstützende Maßnahmen wie Infusionen und Vitaminpräparate notwendig sein.
Vorbeugung von Spulwürmern
Da Spulwurmeier praktisch überall aufgenommen werden können, gibt es keine hundertprozentig sichere Methode, eine Ansteckung gänzlich zu verhindern. Der Fokus liegt daher darauf, vorhandene Würmer schnellstmöglich zu eliminieren. Dies beugt nicht nur einem schweren Befall vor, sondern reduziert auch die Gefahr der Weiterverbreitung über den Kot, was auch für Menschen, insbesondere Kinder, eine Infektionsquelle darstellen kann.
Regelmäßige Entwurmungen
Regelmäßige Wurmkuren töten potenzielle Parasiten frühzeitig ab. Sie haben keine vorbeugende Wirkung im Sinne eines Schutzes vor Neuinfektionen, sondern machen bereits vorhandene Parasiten unschädlich. Die Häufigkeit von Wurmkuren hängt vom individuellen Risiko des Hundes und der Haushaltsmitglieder ab. Eine monatliche Entwurmung kann den Vermehrungszyklus von Spulwürmern sehr effektiv unterbrechen. Bei besonderen Umständen wie Trächtigkeit, im Welpenalter, vor Impfungen oder bei Reisen in bestimmte Regionen gelten spezielle Empfehlungen. Das Tierärzteteam von Dr. SAM kann hierzu individuell beraten.
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Regelmäßige Kotuntersuchungen
Als Alternative zu prophylaktischen Wurmkuren können in denselben Intervallen Kotuntersuchungen durchgeführt werden. Auch hier ist eine Sammelprobe entscheidend, um falsch-negative Ergebnisse zu minimieren. Dennoch ist ein Risiko für falsch-negative Befunde gegeben. Regelmäßige Wurmkuren gelten daher als der zuverlässigste Weg, um einen länger andauernden Spulwurmbefall und die Ausscheidung von Eiern zu verhindern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Spulwürmer die häufigsten Endoparasiten bei Hunden sind, aber auch eine Gefahr für andere Tiere und Menschen darstellen können. Angesichts der oft fehlenden Symptome sind regelmäßige Entwurmungen oder Kotuntersuchungen unerlässlich, insbesondere bei Welpen und vor Impfungen, um die Gesundheit Ihres Tieres zu gewährleisten.
