Viele Verträge der Standard Life, wie FREELAX, AIRBAG, SUXXESS, SWING und GO, versprechen eine attraktive Wertentwicklung. Doch diese Zahlen können trügerisch sein. Eine genaue Betrachtung zeigt oft, dass viele dieser Lebens- und Rentenversicherungen keine gute Geldanlage darstellen, da sie mit sehr hohen, oft versteckten Kosten verbunden sind, die in den ausgewiesenen Wertentwicklungen nicht berücksichtigt werden. Dies kann dazu führen, dass das einfache Weiterführen eines solchen Vertrages Sie teuer zu stehen kommt. Es ist daher ratsam, Ihre Standard Life Lebensversicherung unabhängig überprüfen zu lassen, um die tatsächliche Rentabilität zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Gerade bei einer britische lebensversicherung wie der Standard Life, die oft mit spezifischen Produktstrukturen arbeitet, ist Transparenz entscheidend.
1. Warum Ihre Standard Life Lebensversicherung oft enttäuscht
Die Rentabilität eines FREELAX-, AIRBAG-, SUXXESS-, SWING- oder GO-Vertrags bei der Standard Life Versicherung wird maßgeblich von zwei Faktoren bestimmt: der Wertentwicklung der Kapitalanlagen und den Kosten des Vertrages. Nur wenn beide Faktoren in die Betrachtung einbezogen werden, lässt sich die tatsächliche Rendite Ihrer Lebens- oder Rentenversicherung ermitteln. Ohne eine umfassende Analyse dieser Aspekte riskieren Sie, die finanzielle Leistungsfähigkeit Ihres Vertrages falsch einzuschätzen.
1.1. Die zwei entscheidenden Faktoren: Wertentwicklung und Kosten
Die Wertentwicklung der Anlagen mag auf den ersten Blick positiv erscheinen, doch die internen Kosten können diese Gewinne erheblich schmälern. Viele Versicherungsnehmer unterschätzen, in welchem Umfang Abschluss-, Verwaltungs- und Risikokosten die eigentliche Anlagesumme reduzieren und somit direkt die Rendite beeinflussen. Das Verständnis dieser Dynamik ist entscheidend, um die Wirtschaftlichkeit Ihrer Police zu bewerten.
2. Die irreführende Wertentwicklung der With Profits Serien
FREELAX-Verträge der Standard Life investieren typischerweise in sogenannte With Profits-Kapitalanlagen. Abhängig vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses werden diese nach deutschem Recht abgeschlossenen Lebens- oder Rentenversicherungen einer von vier Vertragsgenerationen zugeordnet, den sogenannten With Profits Serien. Diese Serien – With Profits Serie II, III, IV und V – weisen unterschiedliche Wertentwicklungen auf. Insbesondere zwischen den With Profits Serien II und III waren in der Vergangenheit deutliche Unterschiede in der Performance zu beobachten. Es ist wichtig zu verstehen, dass die von Standard Life angegebenen Wertentwicklungen sich auf die Anlageteile dieser Serien beziehen und nicht auf die Gesamtrendite des Vertrages nach Abzug aller Kosten. Dies kann zu einer verzerrten Wahrnehmung der tatsächlichen Erträge führen.
3. Die unsichtbare Last: Hohe Kosten bei Standard Life Verträgen
Die Attraktivität vieler Lebens- und Rentenversicherungen der Standard Life ist oft nur oberflächlich. Trotz suggerierter guter Wertentwicklungen kann die tatsächliche Rendite aufgrund hoher Kosten enttäuschend sein. Viele Versicherungsnehmer sind sich des Ausmaßes und des Einflusses dieser Kosten auf die Rendite ihres Vertrages nicht bewusst. Oft wird vergessen, dass nur der Beitragsteil, der nach Abzug aller Kosten verbleibt, tatsächlich in die With Profits Fonds investiert wird und somit überhaupt zur Wertentwicklung beitragen kann. Gerade bei Produkten mit langer Laufzeit wie einer lebensversicherung verkaufen ist dies ein kritischer Punkt.
3.1. Wie Abschluss-, Verwaltungs- und Risikokosten Ihre Rendite fressen
Ein prägnantes Beispiel hierfür ist der Fall von Frau M., deren besonders kostspieliger Vertrag die Auswirkungen deutlich macht: Von ihren gesamten Beitragszahlungen in Höhe von 36.271,38 Euro wurden lediglich 8.599,28 Euro tatsächlich angelegt. Der enorme Betrag von 27.672,10 Euro wurde von der Standard Life für Abschluss-, Verwaltungs- und Risikokosten einbehalten. Dies verdeutlicht, wie ein großer Teil der eingezahlten Beiträge für Gebühren aufgebraucht wird, noch bevor das Kapital überhaupt für Sie arbeiten kann.
3.2. Kosten reduzieren den Rückkaufswert drastisch
Diese Abschluss-, Verwaltungs- und Risikokosten werden direkt von Ihrem Vertragsguthaben, dem sogenannten Rückkaufswert, abgezogen. Folglich fehlen Ihnen diese Beträge bei der späteren regulären Auszahlung oder im Falle einer Kündigung. Ein weiterer negativer Effekt ist, dass die für Kosten vorgesehenen Beitragsanteile nicht in die With Profits Fonds investiert werden und somit keinerlei Beitrag zur Wertentwicklung leisten können. Hohe Kosten haben somit einen doppelten negativen Einfluss auf die Gesamtrendite Ihrer Versicherung.
4. Die wahre Rendite: Was Standard Life Ihnen nicht zeigt
Die Standard Life kommuniziert die Wertentwicklung ihrer With Profits Kapitalanlagen als Verzinsung, wobei die Vertragskosten außen vor gelassen werden. Nur wenn man diese Kosten in die Wertentwicklung einbezieht, erhält man die tatsächliche Rendite eines FREELAX-, AIRBAG-, SUXXESS-, SWING- oder GO-Vertrages. Eine genaue Analyse ist hier unerlässlich, insbesondere wenn man über eine generali fondsgebundene lebensversicherung kündigen nachdenkt und Vergleiche ziehen möchte.
4.1. Tatsächliche Renditen oft negativ – Frau M. als Beispiel
Die realen Renditen dieser Vertragsarten fallen oft erheblich geringer aus als die von der Standard Life angegebenen Wertentwicklungen. In vielen Fällen resultiert sogar eine negative Verzinsung, was bedeutet, dass der Rückkaufswert bei einer Kündigung nicht einmal der Summe der ursprünglich eingezahlten Beiträge entspricht. Auch bei der Versicherung von Frau M. war der Rückkaufswert (14.675,65 Euro) deutlich niedriger als die Summe ihrer eingezahlten Beiträge (36.271,38 Euro).
4.2. Warum die Angaben zur Wertentwicklung verwirrend sind
Die Standard Life gibt als Renditekennzahl regelmäßig nur die Wertentwicklung auf die bereits investierten Beiträge an. Der Fall von Frau M. illustriert eindrücklich, wie verwirrend dies sein kann. Die Standard Life hatte ihr schriftlich eine durchschnittliche jährliche Rendite von etwa 5,69 % auf die investierten Beiträge seit Vertragsbeginn mitgeteilt. Dies mag auf den ersten Blick gut klingen. Doch stellt man diese Wertentwicklung den tatsächlich angefallenen Kosten gegenüber, wird die Irreführung schnell offensichtlich.
Bei Frau M. standen einer Wertentwicklung von 6.076,37 Euro Kosten in Höhe von 27.672,10 Euro gegenüber. Obwohl die Angabe der Standard Life zur Rendite auf die investierten Beiträge korrekt war, erlitt Frau M. mit ihrer Versicherung einen Verlust von 21.595,73 Euro. Viele Versicherungsnehmer bemerken diesen erheblichen Unterschied nicht und gehen fälschlicherweise davon aus, dass sich die von der Standard Life angegebene Rendite auf den gesamten Vertrag bezieht. Dies kann über die Laufzeit hinweg extrem teuer werden; Frau M. hatte bezogen auf die bisherige Vertragslaufzeit fast 60 % ihrer Einzahlungen verloren. Für Kunden einer englische lebensversicherung ist eine solche detaillierte Betrachtung von Kosten und Rendite von höchster Bedeutung.
4.3. Besonders hohe Kosten bei Verträgen mit Dynamik
Unsere Erfahrung zeigt, dass die Kosten bei Lebens- und Rentenversicherungen der Standard Life, bei denen die Beiträge jährlich dynamisch erhöht werden, besonders hoch sind. Die Standard Life berechnet für jede einzelne Dynamikerhöhung neue Abschlusskosten, was die Gesamtbelastung erheblich steigert. Betroffene Kunden mit einer vertraglich vereinbarten Dynamik sollten sich daher dringend unabhängig zu ihrer Versicherung beraten lassen, um die finanziellen Auswirkungen vollständig zu verstehen.
4.4. Schlechte Renditen auch bei AIRBAG, SUXXESS, SWING und GO
Nicht nur FREELAX-Verträge, sondern auch andere Lebens- und Rentenversicherungen der Standard Life sind von hohen Kosten und daraus resultierenden schlechten Renditen betroffen. Auch Kunden mit AIRBAG-, SUXXESS-, SWING- oder GO-Produkten sollten sich nicht von den Angaben zur Wertentwicklung ihrer Lebens- oder Rentenversicherungen täuschen lassen. Eine Überprüfung der tatsächlichen Rendite ist auch hier dringend anzuraten.
5. Handlungsoptionen: Kündigen ist selten die beste Wahl
Einen FREELAX-Vertrag oder ähnliche Policen einfach zu kündigen, ist in den meisten Fällen nicht zu empfehlen. Bei einer Kündigung wird lediglich der Rückkaufswert von der Standard Life Versicherung ausgezahlt, und alle bisher angefallenen Abschluss-, Verwaltungs- und Risikokosten gehen endgültig verloren. Es ist daher sinnvoll, sich mit alternativen Optionen zu einer Kündigung auseinanderzusetzen. Wer beispielsweise seine ösa lebensversicherung kündigen möchte, sollte sich ebenfalls über mögliche Alternativen informieren.
5.1. Alternativen zur Kündigung: Beitragsfreistellung, Verkauf, Widerruf/Widerspruch
Neben der Kündigung gibt es weitere Handlungsoptionen, die Kunden der Standard Life prüfen sollten. Dazu gehören beispielsweise eine Beitragsfreistellung, ein Widerruf bzw. Widerspruch des Vertrages oder ein Verkauf der Police. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, einen FREELAX-Vertrag (geändert oder unverändert) weiterzuführen, sofern dies wirtschaftlich sinnvoll ist. Um die optimale Vorgehensweise zu ermitteln, empfiehlt es sich, die beste Alternative für den spezifischen Vertrag berechnen zu lassen. Häufig stellt sich bei Versicherungen der Standard Life ein Widerruf oder Widerspruch als die vorteilhafteste Option heraus, da der Vertrag in diesem Fall rückabgewickelt wird. Kunden der Standard Life erhalten bei einer Rückabwicklung in der Regel deutlich mehr Geld zurück als bei einer einfachen Kündigung.
5.2. Die Rückabwicklung: Ihre Chance auf deutlich mehr Geld
Eine Rückabwicklung ist grundsätzlich dann möglich, wenn die Standard Life Versicherung beispielsweise eine fehlerhafte Widerspruchs- oder Widerrufsbelehrung verwendet hat oder wenn die Verbraucherinformationen unvollständig erteilt wurden. Viele FREELAX-Verträge der Standard Life können aufgrund solcher und ähnlicher Fehler rückabgewickelt werden.
Bei einer Rückabwicklung erhält ein Versicherungsnehmer nicht nur alle eingezahlten Beiträge (einschließlich der Abschluss- und Verwaltungskosten) zurück, sondern auch die Gewinne, die die Standard Life Versicherung mit den eingezahlten Beiträgen erwirtschaftet hat – die sogenannten gezogenen Nutzungen. Es kann jedoch ein Wertersatz für den bisher genossenen Versicherungsschutz in Abzug gebracht werden. Im Ergebnis erhalten Kunden der Standard Life bei einer Rückabwicklung in der Regel deutlich mehr Geld zurück als bei einer Kündigung. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, bei denen eine Kündigung oder ein völlig anderes Vorgehen die beste Lösung sein kann.
6. Individuelle Beratung: Finden Sie die beste Lösung für Ihren Vertrag
Für Laien ist es kaum möglich, alle Optionen zu ermitteln und diese finanziell korrekt zu bewerten. Welches Vorgehen für eine Lebens- oder Rentenversicherung am sinnvollsten ist, hängt nicht nur von der Art des Vertrages, sondern auch von der individuellen Lebenssituation ab. Es ist daher dringend ratsam, Ihre Versicherung unabhängig prüfen zu lassen.
Wir bieten Kunden der Standard Life die Möglichkeit einer Erstberatung zu ihren Versicherungen an. Eine Erstberatung bei uns kostet 226,10 Euro (190,- Euro zzgl. Umsatzsteuer). Wir beraten Sie auch zu Lebens- und Rentenversicherungen, die Sie bei anderen Anbietern abgeschlossen haben. Viele Kunden der Standard Life haben beispielsweise auch noch Verträge bei der Heidelberger Lebensversicherung AG (ehemals MLP Lebensversicherung AG), bei denen sich eine Prüfung ebenfalls lohnt. Wir ermitteln die für Sie sinnvollsten Optionen und unterstützen Sie auch bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegenüber der Versicherung, damit Sie die bestmögliche Entscheidung für Ihre finanzielle Zukunft treffen können.
