Die schönsten Strände an der Nordsee: Dein Guide für den perfekten Urlaub

Die deutsche Nordseeküste lockt mit einer beeindruckenden Vielfalt an Stränden, die für jeden Geschmack das Richtige bieten – sei es ein kurzer Wochenendtrip oder ein ausgedehnter Familienurlaub. Von weitläufigen Sandflächen bis hin zu einsamen Dünenlandschaften warten zahlreiche Traumziele darauf, entdeckt zu werden. Die Wahl des idealen Ortes kann angesichts der Fülle an Möglichkeiten überwältigend sein. Doch keine Sorge: Ob belebter Hotspot oder ruhige Oase, hier findest du garantiert dein persönliches Paradies für eine unvergessliche Auszeit am Meer. Besonders wenn du deinen vierbeinigen Freund mitnehmen möchtest, gibt es entlang der Küste hervorragende Hundestrände in Norddeutschland, die einen unbeschwerten Urlaub für alle ermöglichen.

Tauche ein in die faszinierende Welt der Nordseestrände und entdecke die Besonderheiten jedes einzelnen Abschnitts, die deinen nächsten Urlaub zu einem echten Erlebnis machen.

1. Der Strand von Sankt Peter-Ording: Deutschlands größte Sandkiste

Sankt Peter-Ording ist berühmt für seine einzigartige Kombination aus endlosem Sandstrand, dem rauschenden Meer und einer weitläufigen Dünenlandschaft. Mit einer Länge von zwölf Kilometern bietet der Strand selbst in der Hochsaison ausreichend Platz und trägt nicht umsonst den liebevollen Beinamen „die Sandkiste Deutschlands“. Dieses Nordseebad ist ein wahres Wahrzeichen und besticht bei Niedrigwasser mit einer Breite von bis zu zwei Kilometern.

Eine Besonderheit sind die charakteristischen Pfahlbauten, von denen der erste bereits 1911 errichtet wurde. Heute prägen 13 dieser Bauten das Strandbild und beherbergen unter anderem sechs Restaurants. Seit Juni 2023 gibt es zudem das Erlebnis-Hus, einen Familien-Pfahlbau hinter dem Deich im Ortsteil Bad. Es bietet ein Spiele-Hus, eine 47 Meter lange Rutsche, ein Info-Hus, einen Outdoor-Spielplatz und zahlreiche Aussichtsplattformen – ein Paradies für Jung und Alt.

2. Der Nordstrand von Borkum: Hochseeklima und Seehundbänke

Als größte und westlichste der Ostfriesischen Inseln ist Borkum die einzige deutsche Insel mit Hochseeklima, was die Luft hier besonders heilsam macht. Der bekannteste Strand, der Nordstrand, erstreckt sich vom Westen bis zum Osten der Insel und ist in verschiedene Abschnitte unterteilt.

Am beliebten Nordbad können Besucher einer Vielzahl von Wassersportarten nachgehen, darunter Surfen, Kitesurfen und Segeln. Auch Beachvolleyball, Yoga und Nordic Walking werden angeboten. Die Promenade lädt mit zahlreichen Strandcafés, Restaurants und den berühmten Milchbuden zum Verweilen ein. Ein unvergessliches Highlight ist die nahegelegene Seehundbank, wo man Seehunde und Robben aus nächster Nähe beobachten kann.

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3. Der Duhner Strandabschnitt in Cuxhaven: Pferderennen im Watt

An der Mündung der Elbe in die Nordsee liegt Cuxhaven mit dem Seeheilbad Duhnen, das für seinen außergewöhnlichen Strand bekannt ist. Entstanden aus einem Fischerdorf im Jahr 1902, wird Duhnen heute als „Nordseeperle“ mit feinstem Sand und leuchtend blauem Meer gefeiert. Einmal jährlich findet hier ein weltweit einzigartiges Spektakel statt: das Duhner Wattrennen, ein Pferderennen auf dem Meeresboden.

Der Duhner Strandabschnitt erstreckt sich über mehr als vier Kilometer und ist etwa 50 Meter breit. Er reicht im Westen vom Dünenweg bis zur Kugelbake in Döse, dem nördlichsten Punkt Niedersachsens. Ein Besuch im Thalassozentrum, eine Wattwanderung bis zum Leuchtturm und ein Spaziergang an der Kurpromenade hinter dem Deich sind absolute Empfehlungen.

4. Der Strand von Juist: Die schönste Sandbank der Welt

Die autofreie Insel Juist, auch liebevoll „die schönste Sandbank der Welt“ genannt, ist zwar nur knapp 500 Meter breit, erstreckt sich aber über eine Länge von 17 Kilometern – genauso lang wie ihr weißer Sandstrand. Das Wasser ist hier scheinbar überall präsent. Der Juister Strand, in verschiedene Abschnitte unterteilt, zieht sich entlang der gesamten Nordküste der Insel.

Der Hauptstrand ist etwa 1,5 Kilometer lang und liegt direkt hinter den Dünen, was eine große Auswahl an Lokalen in unmittelbarer Nähe garantiert. Wer vom Hauptstrand gen Osten spaziert, findet einen besonders familienfreundlichen Abschnitt. Für Ruhesuchende und Wassersportler empfiehlt sich der Süden mit seinem Watt. Hier gibt es eine Surf- und Kiteschule, die SUP-Boards, Kajaks und Surf-Ausrüstung verleiht. Nach einem ereignisreichen Tag am Strand laden viele gemütliche Resorts in Norddeutschland zu erholsamen Nächten ein.

5. Die Nordsee-Lagune Burhave in Butjadingen: Ebbe- und Flut-freies Badevergnügen

Im Nordwesten Niedersachsens liegt eine einzigartige Attraktion an der Küste: Die Nordsee-Lagune in Burhave auf der Halbinsel Butjadingen. Sie ist der weltweit einzige Salzwassersee ohne Ebbe und Flut, direkt am Wattenmeerrand gelegen und ständig mit frischem Nordseewasser gespeist.

Besonders Familien schätzen das ruhige Gewässer und den flach abfallenden Sandstrand, der sich ideal für kleinere Kinder eignet. Vor Ort gibt es eine Pirateninsel, einen Kletterturm und die Möglichkeit, Tretboote zu mieten. Der Strand ist oft reich an Muscheln, perfekt für ausgiebige Spaziergänge und um die natürliche Schönheit der Küste zu genießen.

6. Der Lister Ellenbogen auf Sylt: Einsame Momente im Norden

Sylt ist bekannt für seine Beliebtheit in der Hauptsaison, doch im Norden der Insel, am Lister Ellenbogen, finden sich auch in der Hochsaison ruhige Rückzugsorte. Die Landzunge, die weit in die Nordsee ragt, ist in Privatbesitz, weshalb eine Maut von fünf Euro für die Zufahrt über die Privatstraße erhoben wird.

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Hier befindet sich mit nur 320 Metern die schmalste Stelle der Insel. Der Strand glänzt mit strahlend weißem Sand und herrlichem blauem Wasser, umgeben von butterweichen Dünen. Obwohl das Baden aufgrund starker Strömungen verboten ist, lädt der Ellenbogen zu wunderschönen Spaziergängen ein, bei denen man eher Schafen als Touristen begegnet. Bei guter Sicht kann man sogar die dänische Nachbarinsel Rømø erkennen.

7. Der Kniepsand auf Amrum: Europas breitester Sandstrand

Auf Amrum vereinen sich die Nordsee, das Wattenmeer und eine atemberaubende Naturkulisse. Die Insel beherbergt einen der breitesten und feinsten Sandstrände Europas: Der Amrumer Kniepsand. Mit zwölf Kilometern Länge und an seiner breitesten Stelle rund 2,5 Kilometern Breite ist er ein wahres Naturwunder. Von jedem Dorf der Insel aus gibt es mehrere Zugänge zu diesem einzigartigen „Kniep“.

Der Strand entstand aus einer Sandbank, die im Laufe der Zeit an die Insel heranrückte und als Hochsand über dem Meeresspiegel liegt, sodass er auch bei Flut nicht überspült wird. Eine weitere Besonderheit Amrums sind die Dünen und ihre Bohlenwege. Da die Dünenlandschaft unter Schutz steht, ist das Betreten abseits der Wege verboten, weshalb ein knapp zwölf Kilometer langes Netz an Bohlenwegen durch die beeindruckende Dünenlandschaft führt. Nach einem langen Tag an der frischen Nordseeluft kann man in einem gemütlichen Norddeutschland Wellnesshotel neue Energie tanken.

8. Die Weiße Düne auf Norderney: Das Hipster-Eldorado

Norderney, mit 26,29 Quadratkilometern die zweitgrößte der Ostfriesischen Inseln, bietet an ihrer West- und Nordküste Strände von insgesamt 15 Kilometern Länge. Einer der schönsten Abschnitte, etwa fünf Kilometer östlich des Stadtkerns, ist der Oststrand Weiße Düne.

Seinen Namen trägt er zu Recht: Hier erwarten Besucher weite Dünen und ein strahlend weißer Sandstrand, der bis zu 800 Meter breit ist. Vor Ort gibt es eine Strandkorbvermietung, einen Kiosk und vielfältige Möglichkeiten für Aktivitäten wie Kitesurfen, Wellenreiten, Slacklinen, Beachvolleyball und Beachsoccer. Das eher junge und hippe Publikum hat diesem Strandabschnitt den Spitznamen „Hipster-Eldorado“ eingebracht.

9. Der Strand von Bensersiel: Familienparadies an der ostfriesischen Nordsee

Im ostfriesischen Nordseeheilbad Bensersiel finden Urlauber nicht nur einen wunderschönen Strand, sondern auch ideale Bedingungen für einen entspannten Aufenthalt. Wer möchte, kann direkt am Meer campen, denn gleich links vom Hafen erstreckt sich ein 15 Hektar großer Fünf-Sterne-Campingplatz.

Obwohl für den feinsandigen Strand Eintritt gezahlt werden muss (mit Nordsee-Servicecard frei, ansonsten 3,20 Euro für Erwachsene, 1 Euro für Kinder/Jugendliche 6–16 Jahre), lohnt sich der Besuch besonders für Familien. Das flache Ufer und seichte Wasser garantieren sicheres Schwimmen, zudem gibt es einen Abenteuerspielplatz und ein Meerwasserfreibad.

10. Die Düne-Strände von Helgoland: Paradies auf Deutschlands einziger Hochseeinsel

Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel, überrascht mit ihren schönsten Stränden nicht auf der Hauptinsel selbst, sondern auf der vorgelagerten Insel Düne. Mit der Dünenfähre gelangt man schnell zu zwei paradiesischen Stränden mit insgesamt 130.000 Quadratmetern weißem Sand.

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Einst war die Düne über einen Wall mit der Hauptinsel verbunden, doch eine Sturmflut im Jahr 1721 trennte sie. Seitdem ist die Düne Helgolands einzige Nebeninsel. Der Südstrand ist ideal für Familien mit seinem ruhigen Wasser, während der Nordstrand mit seiner Brandung wilder ist und viele Seehunde anlockt. Erkunde die Insel auf einer Cabriotour durch Norddeutschland und genieße die frische Meeresluft.

11. Wyker Strand auf Föhr: Historisches Seebad im Wattenmeer

Föhr, gelegen vor der Westküste Schleswig-Holsteins im nordfriesischen Wattenmeer, besticht mit dem vier Kilometer langen Strand des Nordseeheilbades Wyk. Dieser liegt geschützt hinter den Halligen und den Inselschwestern Sylt und Amrum.

Wyk ist eines der ältesten Seebäder Deutschlands, dessen Badebetrieb bereits 1819 begann. Hier sind die Gezeiten der Nordsee deutlich spürbar: Bei Flut kann man im Wasser schwimmen und planschen, während sich bei Ebbe das Meer zurückzieht und zu ausgedehnten Spaziergängen auf dem Meeresboden einlädt. Der Strand ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, darunter Hundestrände, ein Drachenstrand und ein FKK-Bereich. Zudem gibt es zwei Nichtraucherzonen, einen Grillplatz, Spielgeräte, Surfschulen, Beachvolleyball- und Trampolinanlagen sowie Fußball- und Handballtore.

12. Der Oststrand von Spiekeroog: Ruhe und Weite im Osten

An der Nordküste erstreckt sich der Spiekerooger Strand zwischen sanften Dünen und grünen Wäldchen über eine Länge von 15 Kilometern. Um allen Urlaubern gerecht zu werden, ist er in vier Abschnitte unterteilt: West, Mitte, Ost und den Hundestrand. Wer absolute Ruhe und Einsamkeit sucht, sollte unbedingt den Oststrand besuchen.

Dieser östlichste Strandabschnitt in Richtung Ostplate bietet nicht nur ein tolles Panorama, sondern auch viel Stille. Wie auf den meisten Ostfriesischen Inseln gilt: Je weiter man nach Osten geht, desto ruhiger wird es. Bei klarer Sicht kann man in der Ferne die Nachbarinsel Wangerooge erspähen. Vom Baden am Oststrand wird jedoch abgeraten, da die Strömungen hier stark sein können und es keine DLRG-Strandaufsicht gibt. Für diejenigen, die nach besonderen Reiseangeboten für die Nordsee suchen, kann Animod Norddeutschland interessante Möglichkeiten bieten.

Fazit: Dein Nordsee-Abenteuer wartet

Die Nordsee ist ein Reiseziel voller Kontraste und unvergesslicher Erlebnisse. Ob du die lebhafte Atmosphäre von Sankt Peter-Ording suchst, die klare Hochseeluft auf Borkum genießen möchtest oder die Einsamkeit des Spiekerooger Oststrandes bevorzugst – die Vielfalt der Strände hält für jeden Urlaubsanspruch das Richtige bereit. Von familienfreundlichen Lagunen bis zu weitläufigen Dünenlandschaften bieten die deutschen Küstenabschnitte Erholung, Abenteuer und einzigartige Naturerlebnisse.

Plane deinen nächsten Urlaub an der Nordsee und entdecke dein persönliches Strandparadies. Die Möglichkeiten sind endlos, und jeder Strand hat seinen ganz eigenen Charme, der darauf wartet, von dir erkundet zu werden. Worauf wartest du noch? Dein Nordsee-Abenteuer beginnt jetzt!