Borussia Dortmund begrüßt einen alten Bekannten zurück: Sven Bender, eine wahre Ikone des Vereins, kehrt als Co-Trainer an die Seite von Edin Terzić zurück. Für viele Fans ist dies mehr als nur eine Personalie – es ist die Rückkehr eines Kämpfers, eines Gewinners und eines echten Borussen. Mit seiner tiefen Verbundenheit zum Verein und seiner umfassenden Erfahrung als Spieler und Nachwuchstrainer bringt Bender eine wertvolle Mischung aus Leidenschaft und Expertise mit ins Trainerteam. Seine Rückkehr verspricht nicht nur frischen Wind, sondern auch eine Verstärkung des BVB-Geistes, der in den kommenden Herausforderungen von entscheidender Bedeutung sein wird.
Ein Dortmunder Urgestein kehrt zurück: Erfolge als Spieler
Sven Bender war eine tragende Säule in einer der erfolgreichsten Epochen von Borussia Dortmund. In seiner achtjährigen Zeit beim BVB von 2009 bis 2017 feierte er beeindruckende Erfolge, die ihn zu einem Publikumsliebling machten. Unter Trainer Jürgen Klopp gewann er mit Dortmund die Bundesliga-Titel in den Spielzeiten 2010/11 und 2011/12. Die Saison 2011/12 krönte er zudem mit dem Gewinn des DFB-Pokals und damit dem historischen Double – ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Darüber hinaus holte er zweimal den DFL-Supercup (2013 und 2014). Mit insgesamt 224 Pflichtspieleinsätzen für die Schwarz-Gelben prägte der gebürtige Bayer das Mittelfeld und die Defensive mit seiner kompromisslosen Art. Vor seiner Zeit beim BVB spielte Bender für 1860 München und beendete seine aktive Karriere nach einer erfolgreichen Phase bei Bayer Leverkusen, wo er ebenfalls seine Spuren hinterließ. Seine Rückkehr in den Signal Iduna Park als Teil des Trainerteams schließt einen Kreis und verspricht, dass seine Erfahrung und sein Siegeswille nun auf einer neuen Ebene in den Verein einfließen.
Die Bender-Zwillinge: Eine besondere Fußballgeschichte
Die Geschichte von Sven Bender ist untrennbar mit der seines Zwillingsbruders Lars verbunden, der ebenfalls eine herausragende Karriere in der Bundesliga absolvierte. Die Bender-Zwillinge sind ein seltenes Phänomen im Profifußball und ihre Karrieren verliefen oft parallel. Sie spielten nicht nur gemeinsam in der Jugend bei ihrem Heimatverein TSV Brannenburg und später bei 1860 München, sondern fanden auch bei Bayer Leverkusen wieder zusammen. Dort bildeten sie über Jahre ein starkes Duo, das maßgeblich zum Erfolg der Werkself beitrug. Ihr gemeinsamer Abschied vom Profifußball am Ende der Saison 2020/21 war emotional und fand passenderweise in einer 3:1-Niederlage im Dortmunder Signal Iduna Park statt – dem Ort, der für Sven so viele Erfolge bereithielt. Doch die Verbundenheit zum Fußball ließ sie nicht los: 2021/22 kehrten sie aus dem Ruhestand zurück, um gemeinsam für den TSV Brannenburg in der neunten Liga aufzulaufen. Diese einzigartige Geschichte zweier Brüder, die sich gegenseitig auf und neben dem Platz zu Höchstleistungen anspornten, symbolisiert nicht nur ihre tiefe Bindung, sondern auch ihre bedingungslose Liebe zum Sport. Wer sich für die allgemeine Entwicklung des Fußballs interessiert, könnte auch einen Blick auf die Weltrangliste im Frauenfußball werfen, die zeigt, wie vielfältig und dynamisch dieser Sport ist.
Die Bender-Zwillinge Lars und Sven bei einem Spiel
Olympia-Medaille und Nationalelf: Benders internationale Karriere
Neben seinen beeindruckenden Erfolgen im Vereinsfußball kann Sven Bender auch auf eine respektable internationale Karriere zurückblicken. Er bestritt sieben A-Länderspiele für Deutschland, wobei sein Debüt im März 2011 bei einer Freundschaftsspielniederlage gegen Australien erfolgte. Einer der Höhepunkte seiner Laufbahn war zweifellos die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, wo er mit der deutschen Mannschaft die Silbermedaille gewann. Diese Medaille war eine weitere wichtige Trophäe in seiner Sammlung, nachdem er bereits 2008 – zusammen mit seinem Bruder Lars und zukünftigen Weltmeistern wie Thomas Müller und Benedikt Höwedes – die UEFA U19-Europameisterschaft gewonnen hatte. Diese internationalen Erfahrungen, insbesondere die Teilnahme an einem großen Turnier wie Olympia, formten Bender nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeit. Sie zeugen von seiner Fähigkeit, sich auf höchstem Niveau zu beweisen und unter Druck Leistung zu bringen – Qualitäten, die auch in seiner neuen Rolle als Co-Trainer von großem Wert sein werden.
Von der Trainerbank auf den Rasen: Benders Weg als Coach
Sven Bender war dem Fußball auch nach dem Ende seiner aktiven Profikarriere immer treu geblieben. Bevor er im Dezember 2023 gemeinsam mit seinem ehemaligen Teamkollegen Nuri Şahin als Co-Trainer zu Borussia Dortmund zurückkehrte, sammelte er bereits wertvolle Erfahrungen im Trainerbereich. Er fungierte als Co-Trainer der deutschen U17-Nationalmannschaft und zuvor auch der U16. In diesen Rollen durchlief er eine wichtige Ausbildung und erwarb sich seine Sporen als Trainer im Nachwuchsbereich des DFB. Bei der U17 stand er in 13 Spielen an der Seitenlinie und bei der U16 in 15 Partien. Insgesamt war er maßgeblich an 19 Siegen beteiligt, während er nebenbei weiterhin für seinen Heimatverein TSV Brannenburg aktiv war. Diese Phase als Jugendtrainer war entscheidend, um die Perspektive vom Spieler zum Coach zu wechseln, taktisches Wissen zu vertiefen und den Umgang mit jungen Talenten zu lernen. Sein Know-how und seine Erfahrung im Aufbau junger Spieler sind nun eine Bereicherung für das Profiteam des BVB. Fans, die an zukünftigen Großereignissen interessiert sind, können sich schon jetzt über die nächste WM 2026 informieren, während die Erinnerung an die WM 2018 Spielplan bei vielen noch frisch ist.
“Iron Manni”: Ein Kämpferherz auf dem Feld
Sven Bender war während seiner gesamten Spielerlaufbahn bekannt für seine außergewöhnliche Kampfstärke, seinen unbedingten Einsatz und seine unglaubliche Mentalität. Schon früh in seiner Karriere erhielt er den Spitznamen “Manni” – eine Anspielung auf den ehemaligen Mittelfeldspieler Manni Bender, der unter anderem für Bayern München und 1860 München aktiv war. Doch Sven Benders kompromissloser Stil, seine Furchtlosigkeit und seine Bereitschaft, selbst mit Schmerzen zu spielen – darunter ein gebrochener Nasenbein und Kiefer – brachten ihm bei Borussia Dortmund schnell den Beinamen “Iron Manni” ein. Er war bekannt dafür, sich für die Mannschaft in jeden Zweikampf zu werfen und niemals aufzugeben. Sein Bruder Lars brachte es einmal auf den Punkt: “Wir brauchen mehr Leute, die Svens Einstellung haben.” Diese Einstellung, diese unnachgiebige Mentalität des “Iron Manni”, ist es, die er nun in seine Rolle als Co-Trainer einbringt. Es ist die Haltung eines Anführers, der weiß, was es bedeutet, für den Erfolg alles zu geben. Diese Mentalität wird er zweifellos auch an die aktuellen Spieler des BVB weitergeben und somit einen wichtigen Beitrag zur Teammoral und zum Erfolg leisten.
Fazit: Eine wertvolle Rückkehr für Borussia Dortmund
Sven Benders Rückkehr zu Borussia Dortmund ist ein klares Zeichen für die Werte und die Identität des Vereins. Als Spieler hat er sich als unermüdlicher Kämpfer und Titelsammler in die Herzen der Fans gespielt. Seine Erfahrungen als Olympia-Medaillengewinner und seine Stationen als Jugendnationaltrainer haben ihn optimal auf die neue Herausforderung vorbereitet. Mit seiner tiefen Kenntnis des Vereins, seiner kämpferischen Mentalität und seiner Fähigkeit, junge Talente zu fördern, wird “Iron Manni” eine entscheidende Rolle im Trainerteam von Edin Terzić spielen. Er verkörpert den BVB-Geist wie kaum ein anderer und wird zweifellos dazu beitragen, die Mannschaft auf und neben dem Platz zu inspirieren. Für die Zukunft von Borussia Dortmund ist dies eine Rückkehr, die Hoffnung macht und die Fans mit Spannung auf die kommenden Aufgaben blicken lässt. Verpassen Sie keine weiteren Entwicklungen und bleiben Sie auf dem Laufenden, indem Sie die offiziellen Kanäle von Borussia Dortmund verfolgen.
