Anne Franks Tagebuch ist ein zeitloses Zeugnis der Menschlichkeit und des Überlebenswillens inmitten der Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte des jungen Mädchens, das sich vor den Nationalsozialisten versteckt hielt, berührt bis heute Millionen Menschen weltweit. Doch die Verbreitung dieses Werkes war kein Selbstläufer; sie ist untrennbar mit den unermüdlichen Bemühungen ihres Vaters, Otto Frank, verbunden, der eine weite Verbreitung durch Übersetzungen anstrebte. Besonders die deutsche Übersetzung von Anne Franks Tagebuch stand vor einzigartigen Herausforderungen und nimmt einen zentralen Platz in der Rezeptionsgeschichte ein. Otto Frank war bei allen Übersetzungen eng involviert und wählte die Verfasser der Vorworte mit großer Sorgfalt aus.
Die französische Erstausgabe: Ein früher Erfolg
Die erste fremdsprachige Ausgabe des Tagebuchs, Le Journal d’Anne Frank, wurde im März 1950 von Calmann-Lévy veröffentlicht. Diese Übersetzung basierte auf der Erstausgabe von Het Achterhuis des Verlags Contact und enthielt ein Vorwort von Daniel-Rops. Bereits am 27. Januar 1949 informierte Otto Frank Gilles de Neve vom Verlag Contact, dass Calmann-Lévy das Manuskript vorlag. Der Vertrag mit Editions Calmann-Lévy wurde von Otto Frank am 7. März 1949 unterzeichnet. Dieser sah vor, dass Calmann-Lévy das Buch innerhalb von 18 Monaten veröffentlichen musste, andernfalls würden die Rechte an Otto Frank zurückfallen. Am 26. März 1950 bedankte sich De Neve bei Otto Frank für die Zusendung der französischen Ausgabe.
Laut Otto Frank war der Erfolg dieser Übersetzung von Tylia Caren und Suzanne Lombard darauf zurückzuführen, dass Tylia Caren als niederländische Französin das Niederländische perfekt beherrschte und Suzanne Lombard mit der Sprache der französischen Jugend vertraut war. Diese erste französische Ausgabe des Tagebuchs beeindruckte Meyer Levin, der daraufhin an der englischen Übersetzung arbeitete und sich für die Filmrechte interessierte. Der Erfolg der französischen Ausgabe weckte auch das ernsthafte Interesse englischer und amerikanischer Verleger.
Die deutsche Übersetzung: Eine mühsame Geburt und ihr Weg zum Erfolg
Otto Frank fertigte zunächst selbst Auszüge der Geschichten und des Tagebuchs in deutscher Übersetzung für seine Familie in Basel an. Er merkte an, wie schwer es sei, alles sinngemäß und stilistisch in eine andere Sprache zu übertragen, da viel vom Original verloren gehe, was unvermeidlich sei.
Im Winter 1945/1946 begann Anneliese Schütz im Auftrag von Otto Frank mit der Übersetzung des Tagebuchs ins Deutsche, basierend auf dem Typoskript II. Bereits im Sommer 1947 lag das Manuskript beim Paul Szolnay Verlag in Wien vor. Otto Frank stand in Kontakt mit Dr. Fritz Landshoff, dem Leiter der deutschsprachigen Abteilung des Querido Verlags, über eine mögliche Veröffentlichung, doch Ende 1948 zerschlug sich dies. Von Ende 1948 bis 1950 sprach Otto Frank mehrere deutsche Verlage an, darunter Verlag Kurt Desch (München), Volk und Welt (Berlin), Rowohlt (Hamburg), Kiepenheuer Verlag (Berlin), Europa Express (Zürich), Limes Verlag (Wiesbaden), Societäts Verlag (Frankfurt) und einen ungenannten Verlag in Koblenz.
Bei der Verlagssuche nahm er die Hilfe des Anwalts Max Cahn, eines ehemaligen Klassenkameraden, und seines Rechtsberaters E.D. Hirsch Ballin in Anspruch. Max Cahn wiederum bat seinen alten Klassenkameraden Walter Carstanjen, Chefredakteur des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel, um Hilfe. Dieser sandte Otto Frank eine Liste möglicher Verlage. Ein Grund für die Ablehnung des Tagebuchs durch deutsche Verlage war die Krisensituation im deutschen Buchhandel. Nach einer Geldreform wagte niemand ein Risiko einzugehen. Ein weiterer Grund war die Einschätzung, das Tagebuch sei nicht „literarisch genug“ und daher nicht für die breite deutsche Öffentlichkeit geeignet. Solche wirtschaftlichen und kulturellen Barrieren waren in der Nachkriegszeit nicht ungewöhnlich, und selbst große Anschaffungen wie ein miele trockner auf waschmaschine waren für viele unerreichbar.
Am 20. Januar 1950 traf Otto Frank Lambert Schneider vom gleichnamigen Verlag und übergab ihm das deutsche Manuskript des Tagebuchs. Am 22. März 1950 reagierte Schneider positiv, und der Vertrag wurde am 25./28. Juli 1950 unterzeichnet. Otto Frank war eng in die endgültige Übersetzung und Veröffentlichung des Tagebuchs eingebunden. Das Tagebuch der Anne Frank erschien im November 1950 in einer Auflage von 4.600 Exemplaren. Das Vorwort stammte von Marie Baum. Frühere Kandidaten für das Vorwort waren Herman Hesse (zu krank) und Eugen Kogon. Die Verkaufszahlen waren zunächst relativ gering.
Otto Frank hielt eine weite Verbreitung des Tagebuchs unter der deutschen Jugend für sehr wichtig. Seiner Meinung nach war dies nur mit einer preiswerteren Ausgabe möglich. Im März 1955 erschien die Taschenbuchausgabe des Tagebuchs der Anne Frank (unter Lizenz des Lambert Schneider Verlags) in der Fischer Bücherei (Frankfurt am Main und Hamburg) in einer Auflage von 50.000 Exemplaren. Die deutsche Übersetzung von Anneliese Schütz war von Maria Honeit überarbeitet worden, die viele Fehler korrigierte und den Sprachgebrauch „natürlicher“ gestaltete. Innerhalb eines Monats wurden 30.000 Exemplare verkauft, was den Erfolg der günstigeren Ausgabe unterstreicht und zeigt, wie wichtig ein gutes miele wäschetrockner angebot für den breiten Markt sein kann.
Da die deutschsprachigen Ausgaben auf einer vollständigeren Version des Typoskripts II basierten als die erste niederländische Ausgabe von Contact, wurden nicht nur Fragen zur Person Anne Frank, sondern auch zur Authentizität des Tagebuchs aufgeworfen. Ernst Schnabel wurde daher von der Fischer Bücherei beauftragt, die Historizität der Figur Anne Frank zu untersuchen, was zu dem Buch Spur eines Kindes führte. Die Erlöse waren für das Anne Frank Stipendium vorgesehen, das israelischen Studenten die Möglichkeit geben sollte, in Europa zu studieren. Otto Frank legte auch großen Wert auf eine günstige Ausgabe in Ostdeutschland. 1957 veröffentlichte der Union Verlag das Tagebuch dort. Der Vertrieb über verschiedene Kanäle, wie man es heute von Anbietern wie waschmaschinen otto shop kennt, war entscheidend für die Erreichung eines breiten Publikums.
Die englische Übersetzung: Von anfänglichen Zweifeln zum Bestsellerstatus
Otto Frank besaß sehr früh eine englische Übersetzung des Tagebuchs von Rosey Pool, einer Bekannten der Familie. Mit dieser Übersetzung trat er an englische Verlage heran. Rosey Pool begann ihre Übersetzung etwa zur gleichen Zeit wie Anneliese Schütz, und sie hatte Edith Frank in Englisch unterrichtet. Der Literaturagent Robert Harben kontaktierte Otto Frank bezüglich der Veröffentlichung des Tagebuchs in England, doch mehrere englische Verlage lehnten ab, darunter Heineman Ltd, Gollancz, Allen & Unwin, New Universal Encyclopedia, Falcon Press, Hamish Hamilton und Martin Secker. Harben zufolge lag dies daran, dass Verlage und Publikum Büchern über Krieg und Widerstand abgeneigt waren.
In den Vereinigten Staaten stand Otto Frank ebenfalls in Kontakt mit mehreren Verlagen: Secker & Warburg, Gollanz, Heineman, Allen & Unwin, Mc Millan, Scribners, Siggewick & Jackson, Doubleday Doran, Hutchinson, John Lehman, Viking Press, Vanguard Press, Warendorf, Simon & Shuster, Appleton Century, Knopf, Schocken, Random House und Little Brown & Company. Aufgrund des Erfolgs der französischen Ausgabe bot der englische Verlag Vallentine Mitchell & Company an, das Tagebuch zu veröffentlichen.
Da Rosey Pools Übersetzung nicht zufriedenstellend war, wurde Barbara Mooyaart-Doubleday von Vallentine Mitchell beauftragt, das Tagebuch neu zu übersetzen. Otto Frank hielt engen Kontakt zu ihr bezüglich der Übersetzung und ließ sie auch Passagen übersetzen, die in der niederländischen Ausgabe fehlten. The Diary of a Young Girl mit einem Vorwort der Schriftstellerin Margaret Storm Jameson erschien am 30. April 1952 in England. Die Rezensionen waren gut, doch die Verkaufszahlen enttäuschten. Die Suche nach einer Plattform mit einer wäschetrockner groß Auswahl an Titeln war damals noch nicht denkbar.
Langwierige Verhandlungen zwischen Otto Frank und Little, Brown and Company für die amerikanische Ausgabe des Tagebuchs scheiterten im März 1951 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Übersetzung, die kanadischen Rechte und die Filmrechte am Tagebuch. Dann einigte sich Otto Frank schnell mit dem US-amerikanischen Verlag Doubleday and Company. Durch die Vermittlung von Nathan Straus Jr. wurde das Vorwort von Eleanor Roosevelt verfasst. Das Tagebuch wurde am 12. Juni 1952 (Annes Geburtstag) in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Nach einer enthusiastischen Rezension von Meyer Levin in The New York Times Book Review vom 15. Juni 1952 rangierte das Tagebuch fünf Wochen nach seiner Veröffentlichung auf Platz sechs der Bestsellerliste in den Vereinigten Staaten. Solche Vertriebserfolge wurden durch umfassende Kampagnen unterstützt, ähnlich wie heutzutage waschmaschinen bei otto versand ihre Produkte breitflächig bewerben.
Fazit: Ein Vermächtnis in vielen Sprachen
Die Geschichte der Übersetzungen von Anne Franks Tagebuch ist ein beeindruckendes Zeugnis des unermüdlichen Engagements von Otto Frank, das Vermächtnis seiner Tochter der Welt zugänglich zu machen. Die anfänglichen Schwierigkeiten, insbesondere in Deutschland nach dem Krieg, unterstreichen die damaligen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Doch der beharrliche Einsatz, die Anpassung an Marktbedürfnisse – wie die Einführung preiswerter Ausgaben – und die kontinuierliche Überarbeitung führten letztlich zum globalen Erfolg des Tagebuchs. Es ist heute mehr als nur ein Buch; es ist ein Mahnmal, das über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg zur Reflexion über Menschlichkeit, Intoleranz und Hoffnung anregt. Anne Franks Stimme, durch die vielen Übersetzungen verstärkt, bleibt ein unverzichtbarer Teil unseres kollektiven Gedächtnisses und eine Quelle der Inspiration für künftige Generationen. Tauchen Sie ein in die Geschichte und entdecken Sie die tiefgreifende Wirkung dieses außergewöhnlichen Werkes.
